Winterquatier Möhnesee

Der  Möhnsee ist ein EU anerkanntes Vogelschutzgebiet, das durch seine einmalige Artenvielfalt besticht. Besonders in der kalten Jahreszeit, ist er ein Winterquatier für viele Wasservögel aus dem hohen Norden und Osteuropa. Immer wieder gibt es Beobachtungen, die aufhorchen lassen. So waren schon  Eistaucher (Gavia immer), Prachttaucher (Gavia arctica) und Sterntaucher (Gavia stellata) als Wintergäste an der Möhne zu beobachten. Dieses Glück hatte ich bei meinem letzet Besuch nicht . Statt dessen möchte ich zwei Arten vorstellen, die im Winter an der Möhne sehr häufig zu beobachten sind.  Die Reiherente (Aythya fuligula), die  ganzjährig vorkommt und die Schellente (Bacephala clangula). Eine Entenart die nur in der kalten Jahreszei hier ist, sie kommt aus dem hohen Norden Europas als Wintergast an den Stausee. Beide Entenarten gehören zu den Tauchenten und sind  häufig in einer Gruppe zu beobachten.

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Heute mal wieder ein Stellplatztipp von mir. Unmittelbar am Ufer des Möhnesee, liegt der in Terrassen angelegte  Stellplatz Deleke. Der Platz verfügt über eine gute Austattung : V+E , Strom ,WC, Duschen sowie eine kleine Küche. Im Sommer gibt es eine Badestelle direkt am Stellplatz. Dieser Platz ist auf Grund seiner Lage und Ausstattung, nicht nur als Übernachtungsplatz zu sehen. Es lassen sich direkt vom Platz, sehr schöne Wanderungen in einem großen Wegnetzt unternehmen.

 

GPS:N 51`29`31″  E  8`4`59″

Mit diesem Beitrag lege ich eine Pause ein.  Mich zieht es auf die Insel  bzw auf die Hallig . Ich gehe für einige Zeit auf die „Hamburger Hallig“.                              Bis denne Werner.

 

Schmetterlinge im Winter.

Wie überwinter eigentlich unsere Schmetterlinge? Das ist eine Frage, die nicht in einem Satz zu beantworten ist.  Es ist je nach ihrer Art recht unterschiedlich . So überwintern von den  ca. 180 Tagfalterarten die wir in Deutschland kennen, nur sechs Arten als echte Falter . Der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge, der Zitronenfalter, der C-Falter, Trauermantel und  der Große Fuchs, wobei die letzten beiden nur selten bei uns zu beobachten sind. Das ist auch der Grund dafür, dass wir  den Zitronenfalter  schon recht früh im Frühjahr beobachten können. Sobald die Temperaturen etwas steigen, kommen diese Schmetterlinge aus ihren Verstecken. Sie überwintern in dunklen Kellerräumen, in Schuppen oder auch in aufgeschichtete Holzstapel . Diese Winterunterkünfte suchen sich die Falter schon im Sommer bei Erkundungsflügen aus.  Wenn ich hier über echte Falter schreibe, sind damit die fertige Schmetterlinge  gemeint und keine Pupen, Eier oder  Raupen.

 

 

Es gibt aber  Arten, die in der Entwicklungsstufe Pupe, Ei ober auch als Raupe überwintern. Diese werden dann erst später im Jahr,  als Schmetterlinge zu sehen sein. In diesem  Beitrag möchte ich zwei  Arten beschreiben, die es als Wanderfalter in den Süden zieht.

Dazu gehören der Admiral, der Distelfalter, der Postilon und das Taubenschwänzchen, das bei uns aber nur sehr selten zu beobachten ist. Diese Falter sind auf Grund ihrer langen Reisen, auch erst recht spät im Jahr wieder bei uns  zu beobachten, was besonders für den Distelfalter gilt. (Juli)  Auf diesen Reisen kommte es zu vielen Verlusten, daher sind diese Arten auch nicht so häufig zu beobachten wie andere Schmetterlinge.

 

 

Wie Zugvögel, zieht es diese Wanderfalter im Herbst auf die Reise in den Süden, wobei der Admiral seine Reise meistens schon im  Mittelmeerraum beende . Ein wahren Langstreckenflieger ist der Distelfalter, dieser kleine  Falter legt unglaubliche Strecken in enormen Höhen zurück.  Eine europäische  Forschergruppe, hat sich speziell dieser Falter angenommen. Hat sein Verhalten und seine Flugrouten studiert  und ist dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. So konnte man per Radarortung Distelfalterschwärme in einer Höhe von 1000 m erkennen, dort wo normalerweise Flugzeuge unterwegs sind.  Aber noch erstaunlich war die Stecke die diese kleinen Falter dabei zurücklegen . Sie fliegen die Rekordstrecke (Hin und Rückflug) von beachtlichen 15000 Km. Eine Strecke aus dem Norden Skandinaviens bis nach Westafrika. Das war selbst für die Forschergruppe, eine kaum zu glaubende Beobachtung. Hierbei überwinden sie Berge und Meer im „Nonstopflug“.

„Ready for take off

    Ein Star vor dem Abheben, konzentriet sitzt er auf seiner Startrampe

                               Noch einmal ein kurzer Blick ob alles ok ist

                        Dann geht es los,die Flügen ausfahren und fertig.

           Die ersten Flügelschlägen bringen die „Starairline“ in Schwung.

                                                           Ab geht der Flug

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Wasser

Nach dem schrecklichen Beitrag von vorgestern, heute nun mal wieder etwas erfreuliches.

 

Der  trockene Sommer 2018, hatte auch in unseren  Auen seine Spuren  hinterlassen. Die sonst so artenreiche Auenlandschaft, zeigte sich in einem erbärmlichen Zustand . Wo sonst hunderte von Vögel zu beobachen waren, war nur noch öde und trostlose Leere zu sehen.  Die letzten regenreichen Wochen und Monate,  die für uns alle so unangenehmen waren,  brachten der Natur das  lebensbringende Wasser zurück. Heftige Regenfälle füllten die Auenlandschaft wieder mit dem kostbaren Nass. Der Regen  brachte  die Artenvielfalt  in die Auen zurück. Ein befreundeter Vogelbeobachter, der mit mir zusammen in der Beobachtungshütte der Aue stand, zählte am 4.2.2019  200 Krickenten,  104 Schnatterenten, 126 Pfeifenten, 167 Stock- enten, viele Grau, Bläss und Kanadagänse, darunter auch 3 Rostgänse. Dazu noch viele andere Vogelarten, wie Haubentaucher ,Zwergtaucher, Silber und Graureiher, Schwäne und unterschiedlichste Möwenarten . Selbst Fische sind wieder zurückgekehrt. Ich konnte eine Zwergtaucher beobachten, der einen kleinen Fisch erbeutet hat. Die trüben und dunklen Tage, mit dem immer grauen Himmel, brachten mit dem Regenwasser das Leben  in die Auen zurück.

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Sonderlinge der Natur

Mutter Natur überrascht uns immer wieder mit Tieren, die nicht ganz alltäglich sind. Über weiße Amseln und gescheckte Rotkehlchen, habe ich schon an anderer Stelle berichtet. Bei einer meiner letzten Touren, durch die noch zum Teil schneebedeckten Feuchtwiesen, entdeckte ich ein Trupp Rehe. Ein Blick durch mein  Fernglas überraschte mich doch etwas, innerhalb der Gruppe waren zwei schwarze Rehe. Ich hatte zwar schon einmal solch ein Reh gesehen, Fotos konnte ich davon nicht machen,  weil es viel zu weit entfernt war.

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Ein seltener Wintergast (Anser erythropus)

Seit einigen Wochen gastiert in unserer Auen ein sehr seltener Wintergast. Er zieht Scharen von Ornithologen und Vogelbeobachter aus ganz Deutschland, Holland und Belgien an. Es ist nicht ganz einfach ihn zu beobachten, denn er ist sehr scheu und fliegt bei der kleinsten Störung auf.  Mehrfach am Tag wechselt er seine Aufenthaltsorte, die können oft weit auseinander liegen. So kann man nie genau bestimmen, wo er grad ist. Häufig sind das auch Gebiete in den Auen, die nicht zugänglich sind.  Auf den ersten Blick mag wohl jeder sagen, was ist denn an der Gans so besonders, es ist doch eine ganz normale Blässgans . Stimmt ist sie auch und zwar eine Zwergblässgans (Anser erythropus), die häufig mit der normalen Blässgans verwechselt wird. Sie ist aber deutlich kleiner und hat auch einige Merkmale die sie unterscheiden. Einer davon ist der gelbe Augenring. Einst war sie eine weitverbreitete  Gänseart, bis ihr Niedergang begann . In viele Brutgebieten wo sie sonst zu finden war, ist sie völlig verschwunden . Sie ist heute  nur noch sehr selten zu beobachten und ist damit die seltenste Gänseart in Europa . Auf Grund ihres Niedergangs, wurde sie weltweit unter Artenschutz gestellt . In Lappland wo sie in den 60ger Jahren, zu zehntausende zu beobachten war, gibt es nach heutigen  Bestand nur noch 60 bis 90 Paare. Ursache des Bestandsrückgang, ist eine übermäßige Bejagung in Russland bzw Kasachstans. Ihre Brutgebiet hat die Zwerggans in den Waldtunderen Eurarasischens, teilweise auch in den nördlichen Waldzonen sowie den Süden der Strauchtundra. In den kalten Jahreszeiten zieht es sie dann auch schon mal nach Südeuropa. Normalerweise liegen ihre Überwinterungsgebiete im  Süden des Kaspischen Meer, in der Nilebene, in Südjapan, Korean und Südostchina. In unseren Auen können wir zZt. 20 Vögel dieser Art beobachten.

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Die Wacholderdrossel

Die Wacholderdrossel ist ca 25cm groß, also in etwas so groß wie eine Amsel, zu dessen Gattung sie auch gehört. Sie ist ein Teilzieher, der sowohl im Sommer als auch im Winter bei uns zu sehen  ist. In der kalten Jahreszeit, sind es jedoch die große Schwärme  aus Nordeuropa , die bei uns überwintern und zu beobachten sind.  Häufig sieht man sie in großen Gruppen in Sträuchern oder auf Bäumen sitzen , an denen noch Beeren hängen. Um sieh zu beobachten, sollte man schon einen gewissen Abstand halten, denn die scheune Vögel fliegen  schon bei der kleinsten Störung auf .

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Schnee

Es ist zwar nicht viel, aber wenigstens etwas.  So konnte ich auch einige Fotos von Vögeln im Schnee machen.  Die Fotos wurden durch eine  Fensterglasscheibe gemacht.

 

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