Wut

Ausnahmsweise kommt der Vogelknipser an diesem Wochenende mit einem zweiten Beitrag daher . Ich möchte allen meinen Lesern ein schönen ersten Advent wünschen .

Ich möchte in diesem Post aber auch meine Wut und Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Aber warum das Ganze? Ich hatte einer lieben Leserin, die mir in einer für mich schweren Zeit oft mit Briefen und Anrufen Mut gemacht hat, ein kleines Päckchen der Anerkennung geschickt. Pünklich zum 1. Advent habe ich diese Päckchen auf die Reise geschickt. Der Inhalt war eine typische Bastelei eines Vogelliebhabers und liebevoll gebackenes Weihnachtsgebäck. Soweit so gut, das Päckchen kam auch pünktlich zum 1.Advent bei der Blogfreundin an . Worauf auch ihr freudiges Feeback folge, nur beim Lesen ihrer Zeilen bemerkte ich sofort, da stimmt etwas nicht. Ihre Innhaltsangaben stimmten nicht mit dem überein, als das was ich ihr zugedacht hatte. Ein klärender Anruf brachte die Licht in die Ungereimtheiten. Auch der Freundin war aufgefallen, dass nach dem beigefügtem Brief in dem Päckchen etwas fehlen müsse . Nun gut hat sie sich gedacht, hat der Vogelknipser wohl in seinem Eifer vergessen ins Päckchen zu tun. Hat er aber nicht!!! Im weitern Verlauf des Gespräch haben wir dann festgestellt das dieses Päckchen, das an sich gut verpackt war und unscheinbar aussah von der Unterseite geöffnet wurde . Man hat meine Blogfreundin schlicht und einfach auf dem Postweg beklaut. Sowas löst beim Vogelknipser Wut und Enttäuschung aus.

Überraschung am Zwanenwater

Die heutige Tour führt uns zu einem See, der mitten in den Dünen liegt. „Zwanenwater“ ist ein Naturschutzgebiet, das bei dem kleinen nordhol-ländischen Badeort Callantsoog liegt. Hier zu hatte ich mich mit Dick van Heusen verabredet, er ist Mitglied des niederländischen Naturmonomente, was unserem NABU entspricht. Dick und einige andere Naturschützer betreuen dieses Naturschutzgebiet in den Dünen. Bevor ich jetzt mit meinem Beitrag fortfahren, möchte ich euch etwas über mein Defiziet bei der Vogelbestimmung erklären. Ich kenne Dick schon seit vielen Jahren und habe mit ihm schon einige Touren unternommen. Was ich dabei an ihn bewundert habe, er erkennt so ziemlich alle Vögel an ihrem Gesang . Er brauch den Vogel nicht sehen, er weiß auch so was dort grade singt . Gut ich konnte auch den ein oder anderen Vogel an seiner Stimme erkennen, aber nur deshalb weil ich ihn schon sehr häufig gehören und gesehen habe. Diese Wissenlücke bzw Gabe wollte ich eigentlich schon immer schließen. Meine lange Liegezeit im Krankenhaus, war eine sinnvolle Beschäftigung um mir dieses Wissen anzueignen. Auch später als es mit dem Laufen noch nicht so geklappt hat, habe ich jede Gelegenheit genutz diese Wissen zu erweitern. Ein Buch und ein lelektronischer Stift, haben mir dabei geholfen. Sobald ich die Abbildung eines Vogel in diesem Buch berührte, erklang mittels des Stift ( TING) die passende Stimme dazu. Um die anderen Patienten auf meinem Zimmer nicht den ganzen Tag mit Vogelstimmen zu nerven, ging das Ganze via Kopfhörer. Wann immer Besucher zu mir kam, ließ ich mich von denen abfragen, ähnlich wie bei einer schulischen Prüfung. Ein Aufwand der sich für mich am Ende gelohnt hat.

Das erste Buch und der Stift war meine Helfer zur Erkennenung von Vogelstimmen. Ich muß dazu sagen, dass ich jetzt nicht alle Vogelstimmen erkennen. Ich erkennen zuminstes die Vögel, die in meinem heimischen Raum vorkommen und die die besonder gefährtdet sind. An dem Rest arbeite ich immer noch weiter.

Das zweite Buch, sollte ein wichtiger Begleiter für jeden Vogelbeobachter sein. Für viele Beobachter ein unverzichtbares Nachschlagwerk zur Vogelbestimmung. Für mich ein ständiger Begleiter auf meinen Touren.

So nun zurück zu unserer Tour am Zwanenwater, ein NSG was für seine vielfältige Sing und Wasservögel bekannt ist. Das Ziel unserer heutigen Tour war ein sehr scheuer Vogel, den Dick schon seit Tagen beobachtet hat. Wir machten uns dazu schon sehr früh auf den Weg . Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als wir unseren Beobachtungsposten am See bezogen haben. Es war noch sehr ruhig am See, bis auf ein paar Blässhüher und einige Stockenten war weit und breit noch nichts zu beobachten. Von den Bekassinen die Dick schon seit Tagen beobachtet hat, noch keine Spur. Das Bild änderte sich aber schnell, mit dem Aufgehen der Sonne. Es kam Leben auf und im Umfeld des See, deutlich waren die neuen Ankömmlinge zu hören . Jetzt stimmte auch das Licht, wir konnten die ersten Fotos machen.(Davon aber im einem der nächsten Beiträge mehr.) Es war eine für mich seltene Vogelstimme, die meine Aufmerksamkeit weckte. Ich hatte diese Stimme in der freien Natur noch nie gehört, auch Dick der einige Meter von mir entfernt saß wurde sofort hellhörig. Es war ein Brachpieper, mit seinem einfachen aber markanten Ruf, der uns aufgeweckt hat. Dieser Vogel wird auf der deutschen „Roten Liste “ in der Katigorie 1″ vom Ausstreben bedrohte Vögel gefüht. Es wäre eine Beobachtung, die mir in meinen Aufschreibungen noch fehlte. Diesen seltenen Vogel konnte ich bis dahin noch nie beobachten. Aber wo steckte er nur? Sein Ruf war klar und deutlich zu hören, nur den Vogel konnten wir nicht sichten. Immer wieder suchten wir mit unseren Ferngläsern das Umfeld ab, vom Brachpieper war nichts zu sehen. Wir beschäftigten uns dann doch wieder mit den Wasservögel, die den See immer mehr füllten. Auch die erste Bekassine konnten wir sichten und fotografieren. Dann war es erneut der Brachpieper mit seinem Ruf, der uns davon ablenke Wasservögel zu fotografieren. Jetzt hatten wir mehr Glück, der Pieper war dieses Mal auch etwas näher und offenbar auf der Futtersuche. Vermutlich hatte er ganz in unserer Nähe ein Nest. Mit einem Insekt im Schnabel, konnte ich ihn trotz der immer noch großen Entfernung mit dem Teleobjektiv erwischen. Es blieben die einzigen Fotos von dem Brachpieper, wir konnten ihn zwar immer wieder hören, aber er blieb im dichten Bewuchs des Ufers verborgen . Dennoch war diese Tour für mich ein voller Erfolg, ich konnte eine Lücke in meiner Beobachtungsliste schließen.

Der Brachpieper gehört zu den Singvögel und ist ein Sperlingsvogel. Unter den Piepern ist es mit ca. 18cm der Größte seiner Familie. Er zählt zu den Langziehern die den Winter im südlichen Indien, in der Sahelzone der Sahara, in Arabien als auch im Norden von Nordafrika verbringt. Sein Vorkommen im Westen von Deutschland ist sehr gering , im Osten sind sowohl in Sachsen als auch in Mecklenburg Vorpommern noch kleinere Bestände bekannt. Er wird in Deutschland auf der „Roten Liste “ in der Katigorie 1 geführt .

Anbei zeige ich noch einige andere Pieper ( Fotos aus meinem Archiv) die untereinander sehr ähnlich sind . Der Brachpieper obwohl er aus der gleichen Familie stamm, sieht völlig anders aus als seine Verwandten.

Die ersten beiden Fotos zeigen den Strandpieper.

Die untern Bilder zeigen den Wiesen und Baumpieper

Zuletzt noch den Baumpieper, diese von mir gezeigten Pieperarten sind häufig zu beobachten . Sie sind sich alle sehr ähnlich und in der freien Natur nicht immer sofort voneinander zu unterseiden. Völlig anders ist hingegen ihr Gesagt an dem sie deutlich zu unterscheiden sind.

Zum Vergrößern der Bilder, könnte ihr auf das Foto klicken.

Magical Moments

„Die Fotos zum Vergrößern bitte anklicken“

Den Satz der sonst am Ende meiner Beiträge steht, stelle ich heute voller Absicht an den Anfang meines Beitrags.

Es sind immer magische Momente, wenn man eine Kustgalerie der Natur besucht. Es werden einzigartige Ausstellungsstücke von „Mutternatur“ gezeigt, die von keinem großen Maler besser gemacht werden können . Sehr häufig sind diese einmaligen Exponate der Natur von nur sehr kurzer Dauer. Tausenende von winzigen Wassertropfen, auf einen hauchdünne Seidenfanden gefädelt, sind keine Kunstwerke für die Ewigkeit. Durch Licht und Wärme verstört die Natur ihre filigranen Unikate nach kurzer Zeit wieder selbst. Diesen kurzen magischen Moment solch einer Ausstellung muß man erwischen, um Fotos von einzigartigen Bilder der Natur zu machen. Erwischt man diese Momente nicht , sind die Türen der Galerie schon wieder geschlossen .

Tierische Landschaftspfleger

Landschaftspfleger bei der Arbeit

Schon seit Urzeiten macht sich der Mensch das Tier für die Pflege seiner Wälder, Felder und Moore zum Nutzen. Er setzt Schafe, Ziegen und andere Tierenarten für diese wichtigen Pflegearbeiten ein. Waldbesitzer trieben Schweine in ihre Wälder,( Hutewälder) um dort Eicheln und Eckern zu fressen. Die Tiere sorgten gleichzeitig dafür, dass es zu keiner Verbuchung kam. Ungewollte Jungpflanzen, die sich durch Eicheln, Eckern und Pollen ausgesät haben, wurden von den Tieren abgefressen. Der Waldboden blieb frei von Keimlingen, der andere Baumbestand konnte so wachesen und sich zu prächtigen Bäumen entwickeln. So das Denken der Waldbesitzer. Die Schweine knabberten aber auch immer wieder die jungen Triebe von halbwüchsigen Eichen und Buchen ab, so wurden aus den Jungbäumen nach und nach gigantischen Bonsais. Diese Wälder bzw ihre Bäume sind heute einzigartig und stehen unter einem ganz besonderen Schutz. Die Hutewälder wurden zu Naturdenkmälern erklärt .

Riesige Bonsai entstanden durch Verbiss von Schweinen im Hutewald. Diese Buchen wären normlerweise mehr als ca.40m hoch, heute sind es kleinwüchsige Giganten was ihren Umfang und ihre Dichte abgeht

Solch ein Hutewald „Halloh“ ist in der nähe des Edersee beim Ort Albertshausen zu finden, er ist heute ein Naturdenkmal. Wer die Region einmal besucht, sollte sich diesen einzigartigen Wald einmal ansehen. Hier liefen schon einige Dreharbeiten für Kinofilme.

Heidelandschaften und Deiche unterliegen schon seit langer Zeit der Pflege von Schafen. Eine Deich und Heidepflege wäre ohne diese Tiere kaum noch möglich. Eine Heide würde es in der Form wie wir sie heute kennen nicht mehr geben .

Der Schäfer auf seiner Tour durch die Heide. Eine Abenteuer das ich vor einigen Jahren miterleben durfte. Eine Woche bei Tag und Nacht mit dem Schäfer und seiner Herde durchs Haaksberger Venn. Bei dieser Tour kam ich in Gebiete, die absteis der Wanderwege ligen und einem strengen Betretungsverbot unterliegen.

Bei dieser Herde handelte es sich um eine Mischherde, die nicht allein aus Schafen besteht. Es ist eine Mischung aus Ziegen und Schafen,wobei es sich bei den Ziegen noch um unterschiedliche Rassen gehandelt hat. Wie ich vom Schäfer gelernt habe, weiden solche Herden effektifer als reine Schafherden..

Deichpfleger

Deichpfleger bei der Arbeit, sie halten nicht nur das Gras kurz. Mit ihren Pfoten verdichten sie auch immer wiedere den Deich.

Heute ist man wieder zu dieser alte Form der Landschaftspflege zurückgekehrt und setzt in NSG Tiere zur Pflege der Landschaft ein . Häufig sind es schottische Hochlandrinder oder Heckrinder die bevorzug in solche Gebiete eingesetzt werden. Auch Wildpferde, Ziegen und Urschweine gehören zu den Landschaftspflegern.

Gleich auf mehrern Dünenabschnitten setzt man in der norholländischen Dünenlandschaft solche Tiere ein.

Diese Tiere scheinen sich auch hier sehr wohl zu fühlen.

Erster Nachwuchs scheint der Verantwortlich Recht zu geben, hier ein Kalb noch ohne Ohrmarke.

Die Longhorns fühlen sich hier sichtlich wohl.

Geduldig läßt sich der Hochländer von läßtigen Fliegen befreien

Anders als bei den Schafen auf Deichen oder in der Heide, werde diese Tier nicht besonders betreut oder gehen über Winter zurück in ihre Ställe. Diese Tiere sind sich völlig selbst überlassen. Sie leben von dem was die Landschaft an Schutz und Nahrung hergibt. Einzig bei den Rindern und Schafen muß aus gesetzlichen Gründen bei Neugeborenen eine Ohrmarke gesetzt werden . Ein Ranger den ich auf einer Tour traf sagte mir, dass man nur in sehr strengen Wintern etwas dazu füttern würde, das wäre auch alles was man für diese Tier tun müsse. Gern hätte ich auch Bildern von Heckrindern gezeigt, die sich in den Dünen von Petten aufhalten. Das ist mir trotz intensiver Suche nicht gelungen, einzig ihre Hinterlassenschaften waren ein Zeichen ihrer Anwesenheit. Es zeigt aber auch, welch ein rieseiges Arial diese Dünenlandschaft ist. Dafür konnte ich Wildpferde und Ziegen in den Dünen entdecken.

Koniks bei Grasen. Auch bei diesen Tieren soll es schoch Nachwusch in den Dünen gegeben habe, leider konnte ich auch die nicht finden.

Ein Trupp von 15 Ziegen hat in den Dünen von Nordholland auch ein Zuhause gefunden.

Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern

Hungrige Begleiter

Wer hat es nicht schon einmal beobachtet, Möwen begleiten Schiffe auf ihrer Fahrt? Es sind besonders die Fischerboote und Fährschiffe, die im Geleit dieser Vögel stehen. Oft sind es ganze Schwärme, die ein Fischkutter begleiten wenn es seine Netze einzieht. Die schlauen Vögel wissen sehr genau, wo und wann für sie Futter zu holen ist. So auch auf unserer Rüchfahrt von Texel nach Den Helder.

Zuerst war es eine Möwe an Deck, an der ich eine Beringung erkannte. Sie weckte gleich mein Interesse . Leider konnte ich den Ring nicht ablesen, sie trug auch nur den Ring einer Beringungszentrale. Der sonst farbige Ring, mit persönlichen Daten des Vogels fehlte.

Plötzlich kam Bewegung in die Möwenschar, es gab Futter . Einige Kinder fütterten die Vögel mit Brot. Wie wild flatterten die Möwen um die Reling herum. Jede wollte doch auch etwas von diesem Brot abbekommen. Trotz des Vetos meiner Töchter, kam ich so doch noch zu einigen Fotos von Vögeln.

Schon als die ersten Brotbrocken geworfen wurden, waren die Vögel da.

Hier die Möwe mit dem Ring, jetzt im Kampf ums Futter.

Sie hat etwas vom großen Kuchen abbekommen

Eine Leserin schrieb mir zu diesem Foto, das ein schon im Beitrag „Comeback“ verwendet habe . Hast du eine Möwe mit vier Flügeln fotografiert? Gut beobachtet, ich hab nur auf die Flugkünste des Vogels geachtet und die Tatsache nicht mal bemerkt.

Es war aber doch nur eine ganz normale Möwe mit zwei Flügeln, wie auf diesem Foto zu erkennen ist.

Jeder möchte etwas abbekommen, doch einige gingen auch leer aus.

Noch ein letzter Blick auf das Schiff, die nächtes Fähre kommt aber ganz gewiss .

Ab auf die Insel

So ihr Lieben, ihr kennt es ja jetzt schon, schnappt euch euer Rad und begleitet mich auf eine Tagestouer zur Insel Texel . Unser Ferienort lag nur 12 Kilometer von Den Helder, dem Fährhafen zur Insel entfernt. Was uns auf die Idee brachte, Texel einmal mit dem Fahrrad zu besuchen. Schon häufig haben wir die Insel besucht, dann aber immer mit dem Womo. Bei diesen Besuchen stand die Vogelwelt und die NSG der Insel dann aber im Vordergrund. Dieses mal war die ganze Familie mit „on Tour“ und deren Interesse liegt nicht unbedingt in der Vogelbeobachtung. Unser Ziel war es, die kleinen und beschaulichen Orte der Insel zu besuchen. Es ging schon früh morgens mit dem Rad zum Hafen von Den Helder. Das Wetter war traumhaft und wir wollten möglichst viel von der Insel sehen, also ging es auch früh los. Am Fährhafen angekommen stellten wir fest, mit dieser Idee Texel zu besuchen, waren wir nicht ganz allein. Es waren nicht die Autos die die Fähre füllten, unzählige Radfahrer wollten auch auf der Insel touren. Auf der Fähre gab es strikte Hygieneregeln wegen der Coronaprobleme. Autofahrer wurden immer wieder aufgefordert wärend der Überfahrt in ihrer Autos zu bleiben. Radfahrer wurden vom Bordpersonal auf die Abstandsregeln angesprochen . Für uns die schon zig mal auf der Insel waren, ein nötiges aber ungewohntes Bild. Auf der Insel angekommen, ging es über herrliche Radweg in Richtung Ouidenschild, dem Fischereihafen von Texel. Hier gab es auch den ersten Zwischenstop unserer Tour. Wenn wir schon mal in einem Fischereihafen sind, wollten wir auch Fisch essen. Dafür war es zwar noch recht früh aber Fisch schmeckte uns auch zum zweiten Frühstück. Sehr häufig führten uns die Radweg vorbei an wunderbare Schutzgebiete mit vielen Vögeln. Zu gern hätte ich hier angehalten, es reichte aber schon wenn ich nur etwas das Tempo verringerte. Sofort erschallte gleich der Ruf von hinten, „Papa weiter fahren, wir wollen Dörfer anschaeuen und keine Vögel“. Ich mußte mich dem Wunsch der Familie beugen, wenn es auch schwer viel. Ich wurde schon vor der Tour angehalten, nur eine kleinere Kamera mitzunehemen, um einige Fotos von der Radtuor zumachen . Eine Auflage meiner Töchter, die mir so gar nicht schmeckte. Da ich nicht ständig anhalten durfte, haben wir auch die meisten Orte der Insel anfahren können. Es ging vom Hafen bis zum Leuchtturm der Insel. Einer der schönsten Orte, ist das alte Fischerdorft Oosterend. Malerische Gassen mit alten Häusen und der „Maartenskerk“ aus dem 13. Jahrhundert sind schon echte Hingucker . Mittlerweile ist der Hafen der Dorfes versandet, von woaus die Fischer der Insel einst auf Walfang gingen. Eine sehr interessanter Ort, mit nur wenigen Einwohner ist Oost, ( hierrüber werde ich gesondert berichten) hier lebten zur Zeit des großen Walfangs, die Kapitäne und Steuermänner der Walfangflotte. Noch heute sind die Standesunterschieden zwischen Kapitän, Steuermann und Matrose deutlich an den alten Häusern zu erkennen. Auf dem alten Friedhof des Ortes sind Gräber von Seeleuten zu finden, dessen Grabsteine aus Walrippen erstellt wurden. Aber dazu später in einem gesondereten Beitrag mehr. Wir haben aus den unterschiedlichsten Gründen, die touristischen Hochburgen der Insel nicht besucht. Es waren uns zu viele Menschen und Gedränge in diesen Orten, in der Hauptsaison . Das mußten wir nicht unbedingt haben. Es war allein De Koog durch die unser Radweg führte, wo wir aber wegen der vielen Besucher nicht groß verweilt haben. Hier teilen auch meine Kinder meine Meinung , dass sie diesen Rummel der Insel nicht unbedingt gebrauchen. So haben wir alle Orte und das was wir sochst noch alles sehen wollte an diesem wunderschönen Tag auch geschafft.

Mit der Fähre ging es auf die Insel,Texel ist im Hintergrund schon zu sehen . Über Radwege ging es zum ersten Ort unserer Radtour nach Oudenschild.

Die Kirche von Oudenschild mit dem alten Pfarrhaus

Vorbei an alten Häusern und malerische Gassen geht es in Zentrum

Mitten im Dorf die alte Mühle ,ein Blick vom Deich ins Dorf

Der Hafen von Oudenschild

Fotos von Häusern und Grassen vom wohl schönsten Ort der Insel Oosterend

Die Mühle von Oost einen Ort über den ich noch gesondert berichten werde

Am Ortsausgang liegt die Kirche und das Pfarrhaus von De Koog. Eine romatische Sille die man im Ort selbst nicht findet.

Das letzte Ziel unserer Radtour ist in Sicht, der Leuchtturm von Texel

Es ist nur eine kleine Ansiedlung, die um den Leuchtturm liegt. Hier findet man aber die schönsten Strände der Insel. Obwohl wir super Wetter hatten, waren die Sträne leer , was wohl auch an den weiten Weg zum Leuchtturm liegt.

Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

het konijn en de tapuit….









Der Steinschätzer ( nl. Tapuit)

es war einen Broschüre mit diesem Titel, die ich in einer Touristik-Info fand. Auf der Titelseite war ein Steinschätzer (nl. Tapuit) abgebildet, was mein Interesse geweckt hat. Herausgeber dieses Blatt war Landschap-Noord-Holland, die Naturschützer machten damit auf ein Schutzprogramm der Scheinschmetzer aufmerksam. Was hatte ein Konijn (nl.Kaninchen) mit dem Scheinschmätzer zutun? Es sind die unzähligen Kaninchenbauten die die Dünenlandschaft unterhöhlen und dem Vogel als Bruthöhle dienen. Die Nestlinge werden vom LNH mit einer speziallen Farbmakierung beringt, damit sie auch später von den Naturschützer beobachtet werden können. Sie geben später Auskunft für viele wissenschaftliche Daten. Wie schwierig das Auffinden dieser Vögel ist, stellte ich bei meinen eingenen Beobachtungen fest. Ihr Felderkleid ist vom Untergrund der Dünen kaum zu unterscheiden, das schützt sie auch vor Greifvögeln, dessen Beute sie gerne sind. Die Vögel halten sich überwiegend am Boden auf, nur sehr selten sind sie mal auf Zäunen oder Büschen zu beobachten. Ich konnte die ersten Vögel sehr schnell mit dem Fernglas ausmachen, da sie doch ein häufiger Vogel in der Dünenlandschaft sind. Fotos waren deshalb aber noch lange nicht möglich, sie hielten sich viel zu weit von den Schutzzäunen entfern auf . Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, meine Beobachtungen auf die frühen Morgenstunden zu verlegen, in der Hoffnung das sich die Vögel näher am Weg aufhalten. Zu dieser Zeit waren noch keine Radfahrer auf den viel befahrenen Radwanderwegen unterwegs. Ich war bis auf einige Jogger allein in den Dünen. Eine gute Beobachtungsstelle hatte ich schon am Vorabend ausgesucht. Leider hatte sich nichts an den Abständen zum Vortag geändert und Vögel mit einer Beringung waren auch nicht auszumachen. Es war wieder einmal sehr viel Geduld angesagt , es war auch nötig ein Stativ mit größere Brennweiten aufzubauen. Ohne diese Maßnahme, hatte ich kaum eine Chance an Fotos von Steinschätzern zu kommen. Dann doch die ersten Fotos, nur leider haben die keine Ringe getragen. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert und unzählige Male des Absuchen vom Geländes mit dem Spektiv, bis der erste beringte Vogel ausgemacht war. Mein frühes Aufstehen sollte sich doch noch geloht haben.

Es sind die Kaninchen, die dem Steinschmätzer in den Dünen eine Heimat geben

Wie auf dem unteren Bild sieht es überall in den Dünen aus, Kninchenköttel weit und breit.

Bild 1 adultes Männchen / Bild 2 Weibchen

Die ersten Fotos von einem beringten Jungvogeln. Die farbliche Ringe sind gut zu erkennen.

Die gesamten Fotos von den Scheinschmätzer, mußte ich mit einer großen Brennweite fotografieren. (500mm Festbrennweite + 2xConverter.) Leider kamen die scheuen Vögel nie näher zu meinem Standplatz trotz Tarnung.

Jungvogel aus dem Vorjahr

Dünen sind nicht nur Sandhügel

Wie ich euch schon in meinem einleitenden Beitrag berichtet habe, sehen meine Touren heute etwas anders aus als früher. Deshalb möchte ich euch in diesem Beitrag einladen, mich auf einer Fahrradtour durch die nordholländische Dünenlandschaft zu begleiten . Wer glaubt das Dünen Sandhügel mit trockenem Grasbewuchst sind die nicht viel zu bietet haben, den möchte ich in meinen nächsten Beiträgen davon überzeuge das es anders ist. Ich habe mich früher auch nicht sonderlich mit Dünen als Lebensraum für Tier und Pflanzen beschäftigt. Das hat aber auch damit zutun, dass Dünen unter einem besonderen Schutz stehen und häufig nicht betreten werden dürfen. Erst bei meinen vielen Touren durch diese Art von Geländeform, ist mir immer mehr aufgefallen, wie vielfälltig und voller Leben Dünen stecken. Ein Teil dieser nordholländischen Landschaft diente zur Zeit des 2.Weiltkrieg als Schauplatz militärischer Aktivitäten. Heute noch sind diese Spuren durch Bunker und Geschützstellungen zusehen. Auch zu späteren Zeiten, nutze das niederländische Militär diese Flächen als Truppenübungsplätze . Heute gehört das der Vergangenheit an, fast alle Spuren aus dieser Zeit sind beseitig worden . Wo einst große Geschütze böllerten, singen heute Vögel, wo Soldaten sich durch den Sand wälzten, grasen heute schottische Hochlandrinder. Das ganze Gebiet ist zu einer Naturschutzfläche umgestalltet worden. Eine Geländeform die in ihrer Art an Vielfälltigheit einfach nur schön ist. Rad und Wanderwege führen vorbei an Heidelandschaften, Kiefernwälder, Magerwiesen an einigen Stellen gibt es auch Süßwasserseen mitten in den Dünen. Das was früher militärisches Sicherheitszone war, ist heute für jederman zugänglich. In weitern Beiträgen werde ich noch näher auf die einzelen Geländeformen und ihre Bewohner eingehen. Dieser Beitrag soll erst einmal eine groben Übersicht über die einmalige Welt der nordholländischen Dünenlandschaft zeigen. Seit gespannt auf das abwechselungsreiche Leben in den Dünen des Norden von Holland.

Einmalige Rad und Wanderwege führen durch eine abwechselungsreiche Landschaftsform

Immer wieder zeigt sich auf auf der Radtour durch die Dünen auch ein schöner Blick auf die Nordsee

Büsche und Sträucher bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung

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Der Sanddorn die Orange des Nordens ist eine dieser Pflanzen die Vögel gerne fressen abr auch die Hagebutte wird gerne genommen.

Alte Geschützstellungen des 2. Weltkrieg die überall noch zu sehen sind

Wenn ihr die Fotos anklickt, könnte ihr sie größer sehen.

„Comeback“

Hallo liebe Leser, nach einer langen Blogpause möchte ich mich heute mit einem ersten Beitrag zurückmelden. Das Jahr 2020 hat es bis jetzt, mit mir und meiner Familie nicht ganz so gut gemeint. Immer wieder gab es bei mir gesundheitliche Probleme, die uns doch kräftig zuschaffen gemacht haben. Gleich zum Beginn des Jahres, mußte ich zwei nicht ganz so einfache OP´s über mich ergehen lassen. Dessen Folgen mir auch heute noch Probleme bereiten . Starke Schmerzen, enormer Muskelverlust und Gefühlsstörungen in den Beinen haben zur Folge, dass ich ständig in Behandlung bin und immer wieder ins Krankenhaus mußte. Dann kam für uns alle die Coronapandemie mit ihren Einschränkungen. Krankenhausbesuche waren von Heute auf Morgen nicht mehr möglich, man war mit sich und seinen Problemen allein. Was für ich eigentlich die schlimmste Zeit war. Ich konnnte diese Situation verstehen und auch damit umgehen, was war aber mit all den alten und sehr kranken Menschen in der Klinik, dessen Besucher mit mal nicht mehr kamen. Trotz all dieser Probleme und einer sehr schweren Zeit, kam dann doch der Tag, an dem wir unsere erste Wohnmobiltour unternommen haben. Eine mit den Ärzten abgesprochene Behandlungspause, hat uns das erlaubt. Wir mußten einfach mal raus, Abstand gewinnen von Ärzten, Therapeuten und Krankenhäuser. Eine Reise zusammen mit unseren Kindern, die uns Abwechselung und Freude bereitet hat. An dessen Ende standen dann wieder starke Schmerzen, die es mir nicht einmal möglich machten, das WoMo selbst nachhause zu fahren. Die Folgen waren eine erneute Einweisung ins Krankenhaus. Es war eine Zeit, wo das Schicksal uns ganz übel mitgespielt hat. Ich befand mich im Krankenhaus um eine Schmerztherapie zu machen . In dieser Zeit erlitt mein Sohn, der eigentlich sportlich und jung ist, einen schweren Herzinfakt. Er mußte reanimiert werden und lag danach mit mir zusammen in der gleichen Klinik im Koma. Mittlerweile geht es ihm wieder recht gut und er wartet zZt. auf seine Reha. In all dieser Zeit, stand nicht nur meine Familie eng zusammen. Es waren auch Freunde aus unserem Umfeld, die uns Stärke und Kraft gegeben haben. In dieser Zeit stand auch eine liebe Leserin meines Blogs immer mit an meiner Seite. Durch E-Mails und Telefonaten mit aufmunterden Worten, hat sie mir über eine schwere Zeit geholfen . „VIELEN DANK MONIKA“!!!! Auch all den andern Lesern, die mir immer wieder Genesungswünsche geschickt haben und sich nach meinem Befinden erkundigten , sei an dieser Stelle mein herzliches „DANKESCHÖN“ gesgt.

So nun aber genug gejammert, mein neuer Beitrag trägt ja schlussendlich den Titel „Comeback“. In meinen nächsten Beiträgen werde ich über die Dinge berichten, die ich trotz all dieser Probleme erleben durfte. Meine Streifzüge durch die Natur und Beobachtungen im eigenen Garten machten mir wieder Spaß. Nach meiner langen Krankengeschichte, sehen solche Beobachtungen natürlich etwas anders aus als früher. Wenn sonst Wanderstiefel, Rucksack und mein Jacobsstab stete Beigleiter meiner Streifzüge durch die Natur waren, hat sich das etwas geändert. Heute ist es ein Damen E-Bike, das mir das Auf und Absteigen und ein bequemes Fahren erlaubt . Ausgestattet mit einer Satteltaschen für Kamera, plus das was ich unterwegs brauche. Ein Freund hat mir eine spezielle Halterung für mein Stativ gebaut. So ausgestattet kann ich auch längere Touren fahren. Für mich geht es so zumindest besser, als lange Strecken zu laufen. Meine Beobachtungstouren frühen in die Gebiete, die ich mit dem Rad erreichen kann. Ich hoffe das ich euch auch mit solchen Beiträgen unterhalten kann. In einer kleinen Bildergalerie zeige ich euch nun, wie es demnächst auf meinem Blog weitergeht.

Bei den nächsten Beiträgen geht es um:

Alte Häuser und Gassen

Um Windmühlen

Um abendliche Stimmungen in der Natur

Um Vergangenes

Um bunte Blumenfelder

Um Relikte der Vergangenheit

Um akrobatische Flugmanöver

Es geht auch um Wetterstimmungen

Um wunderschöne Radwege

Wie andere Leute reisen

und wie sollte es auch anders sein, es geht um Vögel.

Für Moni

Eine Nachricht die mich bis tief ins Mark erschüttert hat . Der Verlust einer liebeswerten Freundin, der Schmerz an den ich eigentlich noch nicht wirklich glauben möchte . Ihre Wille und ihre Hoffnung war so stark und dennoch hat sie den Kampf gegen eine böse Krankheit verloren .

Moni du wirst mir sehr fehlen, ich werde deine liebenswert Art immer in meiner Erinnerung behalten. Du hinterläßt eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Ich denke das es vielen anderen Bloggern ebenso ergeht wir mir.

Werner der Vogelknipser

Vor einem Jahr (5)

Die letzten Fotos

Liebe Leser, mit diesem Beitrag zeige ich euch einen letzten Fotomix von meiner Tour zum NSG Geltinger Birk. Gleichzeitig ist es auch mein vorerst letzter Beitrag, ich lege eine Blogpause ein . Nach langer langer Zeit, haben wir unser Wohnmobil am Wochenende aus der Scheune geholt und reisefertig gemacht. Ich habe zwar die Folgen meiner Op´s immer noch nicht ganz überstanden, lege aber nach Absprache mit meinem Arzt eine Behandlungspause ein . Diese wollen wir dazu nutzen, um die erste Reise nach Corona und Krankenhausaufenthalt zu unternehmen. Sofern es mir möglich ist, werde ich unterwegs eure Beiträge lesen und auch kommen-tieren . Wenn es mal nicht klappen sollte, liegt das nicht an meinem Willen, sonden mehr an einer fehlenden Internetverbindung. Wir freuen uns auf diese Reise, weil wir sie nach dieser problematischen Zeit dringend gebrauchen.

Ich wünsche euch eine gute Zeit bleibt gesund, bis denne euer Vogelknipser.

Die Foto lassen sich durch Anklicken vergrößern

Vor einem Jahr ( 4)

Der König der Lüfte

Wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, stand die Beobachtung von Seeadlern ganz oben auf unserer Wunschliste dieser Tour. Nur zwischen Wunsch und Tatsächlichem, klafft meistens eine große Lücke auseinander. Ich wußte zumindest, dass es im Geltinger Birk Ansiedlungen dieses großen Greifer gab . Vor unserer Anreise, wurde in Beobach-tungslisten von jüngste Sichtunge dieser Vögel geschrieben. Wir hatten Glück, schon auf den ersten Metern unserer Wanderung durch das Birk, konnten wir in einiger Entfernung unsere Wunschbeobachtung hören und auch sehen. Zugern hätte ich den Seeadler einmal am Boden fotografiert. Wie schon so oft zuvor, mußte ich solche Bilder als Wunschdenken abharken. Dafür hatte ich das Glück , sie bei gutem Licht ohne große Hindernisse am blauen Himmel zu fotografieren . Häufig drehen sie auch ab und entfernen sich, hier taten sie mir den Gefallen und kamen auf mich zugeflogen.

Die kleine Flußseeschwalbe läßt sich nicht von dem großen Greifer beeindrucken und vertreibt ihn aus ihrem Revier.

Er hat mich genau im Sichtfeld seiner scharfen Augen .

Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

Vor einem Jahr (3)

Im Reich der Kormorane

Wer ist 5LE ? Ob ich eine Antwort auf diese Frage erhalten werde, kann ich euch noch nicht sagen. Immerhin liegt meine Beobachtung schon ein Jahr zurück. Ich habe die Ringnummer mit dem Beobachtungsort der Berin-gungszentrale trotzdem noch gemeldet. Vielleicht ist den Wissen-schaftlern meine zusätzliche Information ja wichtig und ich bekomme eine Rückmeldung. Der Nestling, der einst von ihnen beringt wurde hat zwisch-enzeitlich eine eigene Familie gegründet und erfolgreich Nachwuchs aufgezogen. Ich habe schon häufig Vögel mit Beringungen fotografiert, darunter war nie ein Kormoran. Selbst in großen Ansiedlungen, konnte ich keine Vögel mit solch einem Ring entdecken. Im Geltinger Birk gab es auch solch eine große Ansiedlung, die zugleich auch Brutrevier für Kormorane war. Diese Reviere sind schon von weitem zu erkennen, meistens sind es kahle Bäume die von Kot übersäte sind.

In solch einem Brutgebiet herrscht ein hektisches Treiben, es ist ein Kommen und Gehen.

Die Elternvögel tragen eine Futtergabe nach der Anderen, in das Nest ihren hungeringen Küken. Schon von weitem erkennen sie ihre Eltern und reißen ihr Schnäbel weit auf. Es ist ein unüberhörbares Schauspiel, was sich in den Bäumen abspielt. Ruhe gibt es in den Brutrevieren nur am Abend . Jetzt bekommen die Eltern auch eine verdiente Paus, und haben Zeit für ein erfrischendes Bad.

Auf der Suche nach dem Brutgebiet im Geltinger Birk, brauchte ich nur auf mein Gehör vertauen, das hat mich mitten in das Revier geführt .

Den Vögeln bei der Fütterung zuzusehen, hat mir besonders große Freude bereite. Auch allein deshalb, weil ich hier meinen Meldevogel 5 LE entdeckt habe.

In den Abendstunden füllte sich das Revier noch einmal um einige Kormorane, es waren wohl unverpaarte Vögel, die hier in der Nähe ihre Schlafplätze hatten.

Die Fotos zum Vergrößern bitte anklicken

„Frohe Pfingsten“

Der Engel und der kleine Spatz

Ich habe euch für meinen Pfingstgruß dieses Foto ausgesucht, das Hoffnung und Leben symbolisiern soll. Der Engel steht für die Hoffnung und der junge Spatz, für das neue Leben. Dazu läßt die Morgensonne den Tisch im wärmenden Sonnenlicht erstrahlen, während der Rest im kalten Schatten liegt. Nach der schweren Zeit, die wir alle hinter uns haben, möge es ein gutes Zeichen für die Zukunft sein. Ich wünsche euch allen schöne Pfingstage , bleibt gesund und passt auf euch auf.

Lieber Grüße und „Frohe Pfingsten“, euer Vogelknipser.

Vor einem Jahr (2)

Auf der Suche nach den Koniks

Wie fast immer vor unseren Reisen, informiere ich mich über die NSG die wir besuchen wollen sehr genau . So gab es in meinem Notizbuch einen Eintrag, der Seeadler und Konik hieß. Bei dieser Tour stand die Beob-achtung der Kleinpferde, die aus Osteuropa stammen auf unserem Tagesprogramm. ( “ Konik“ polnisch kleines Pferd). In einigen NSG werden diese sehr robusten Pferde, als Landschaftspfleger eingesetzt. Sie bleiben ganzjährig im Freien und sind sich zum größten Teil selbst überlassen. Der Ranger des NSG sagte mir, dass sie sich häufig im Bereich der alten Windmühle aufhalten. Taten sie bei unserem Besuch aber leider nicht . Dort konnten wir statt dessen, Gallowy Rinder beobachten . Diese schottischen Hochlandrinder schienen sie hier im Geltinger Birk sehr wohl zu fühlen.

Unser heutiges Ziel war aber die Beobachtung von Pferden, also machten wir uns auf dem Weg . Es gab da nur ein kleines Problem, das ich bei der Info wohl übersehen habe. An diesem Tag waren wir mit den Rädern unterwegs, da wir ja die erste Strecke bis zur Mühle schon abwandert waren. Nur die Räder waren uns an diesem Tag nicht von großem Nutzen. Der inner Bereich des NSG darf nicht mit Räder befahren werden. Es ging also auf Schustersrappen weiter. Was sich bei meiner Kameraausrüstung, die in den Gepäcktaschen der Räder verstaut war, als recht schwierig erwies. Wir entschieden uns für einen der vielen markierten Wege, der sich als nicht schlecht erwiesen hat. Es gab sehr viele Singvögel und einige Greifvögel, die wir auf dieser Route entdecken konnten . Auch Seeadler aber dazu später in einem weitern Beitrag mehr. Nur leider gab es keine Korniks zusehen.

Wir haben schon mit dem Gedanken gespielt, die Tour abzubrechen. Die Last der Kameraausrüstung ist uns immer schwerer gefallen . Wir wollte diese Stecke wiederholen, dann aber mit kleinerem Gepäck. Auf einer Lichtung bei einem kleinen See, konnte ich dann doch noch durch das Fernglas eine Gruppe von Pferde ausmachen. Da die Gruppe doch recht weit von unserem Standpunkt entfern war , habe ich die Kamera mit großem Objektiv auf ein Stativ montiert. Das Schleppen hatte sich gelohnt, ich konnte einige Fotos der Koniks machen.

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Vor einem Jahr (1)

Auf dem Weg zur Chalotte

Liebe Leser, heute werde ich meine kleine Serie “ Gartensafari“ unterbrechen . Der Grund dafür ist ein Speicherkartenfund, der sich in einem der kleinen Fächer meines Fotorucksack versteckt hatte. Es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her , dass wir eine WoMo-Tour bis weit in den Norden Deutschlands unternommen haben. Unser damaliges Ziel war der Yachthafen Wackenballig, ein sehr überschaubares Örtchen, am östlichen Ende der Flensburger Förde. Der Wohnmobilstellplatz im Hafen, war Ausgangs-punkt für Rad und Wandertouren. Der für uns idealer hätte nicht liegen können,war er doch nur wenige Schritte von der Ostsee und dem Radweg entfernt. Die Wegführung gab uns immer einen sehr schönen Blick auf Strand und Ostsee. Für Badegäste sei aber schon einmal vorab gesagt, es ist nur ein kleiner Teil des Strandes frei für ein Badevergnügen

Der größte Teil gehört zum NSG Geltinger-Birk und ist allein den Vögeln überlassen. Schon auf den ersten Metern unserer Wanderung, konnte wir Vögel beobachten. Dabei waren für mich verwunderlich, eine große Ansiedlung von Gänssägern und besonders der für mich nur selten zu beobachtende Mittelsäger.

Nach wenigen Kilomtern war für uns deutlich zu erkennen, wir wandern auf einer Halbinsel. Weit bis ins Land eingebettel, lag ein Brackwassersee mit einer einmaligen Vegetation, den wir auf dieser ersten Tour umlaufen wollten. Unser heutiges Tagesziel war das Wahrzeichen des Schutzgebiet, die alte Windmühle „Charlotte“. Eine Erhebung bei der Mühle, gab uns einen sehr schönen Rundblick über diesen einmaligen Lebensraum . Hier sollte unserer erste Tagestour auch enden.

Ich werde in weiteren Teilen noch näher auf das 773 Hekta große NSG Geltinger Birk eingehen. Ein Schutzgebiet in dem Seeadler und über das Jahr verteilt 200 verschiedene Vogelarten zu beobachten sind. Hier ganz besonders in der Brut, Rast, und Überwinterungszeit.

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Mein Tipp für Wohnmoblisten :

Der Platz am Hafen verfügt über 12 Plätze, hat eine V+E, Strom (1,50 Euro extra) Dusche und WC sind im Preis von 16 Eoro mit enthalten.

N54°4522´´E9°52´41´´

Es gibt noch einen weiten Platz in der Nähe.

Gartensafari 8

Amselbad

Liebe Blogfreunde, zum achten Teil meiner Serie „Gartensafari“ habe ich mich entschieden, auf einen Text zu verzichten. Ich denke das die Fotos alles erzählen , was es dazu zusagen gibt. Ich wünsch euch viel Spaß beim Betrachten der Bilder .

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Gartensafari 7

Happy Wold Bee Day

Der 20. Mai ist Weltbienentag. Dieser Tag wurde von der Generalver-sammlung der Vereinten Nationen aufgerufen. Wegen des drastischen Rückgang der Bienen, haben alle Nationen ein Abkommen unterzeichnet, das die Bienen unter einen besonderen Schutz stellen sollte. Eigentlich sollte dieser Tag ein Tag der Freude und der Hoffnung sein, was er aber bei Weitem nicht ist. Während ich diese Zeilen schreibe, werden wahrscheinlich schon wieder Tonnen von Gift auf Felder, Wiesen, Wälder und Weinberge in der ganzen Welt verspritzt. Der ehemalige Bundeslandwirschaftsministe (Schmidt CSU bis März 2018), hat in einem Alleingang, mit seiner Unterschrift bei der EU dafür gesorgt, dass Glyphosat heute noch zum Einsatz kommt. Einige Länder haben wegen des umstrittenen Einsatz, mittlerweile einen nationalen Ausstieg dieses Giftes ausgesprochen. Landwirtschaftsministerin J. Klöckner sperrt sich gegen ein nationalen Verzicht von Glyphosat und stellt erst 2022 solch einen Austieg in Aussicht. Was nutzt ein Abkommen der Vereinten Nationen, wenn weiter bienen-vernichtendes Gift auf unserer Felder gespritzt wird . Heute ist durch Untersuchen bekannt, dass diese Ackergift mit verantwortlich für den Verfall unserer Bienen ist. Aus Anlass dieses Ehrentag der Bienen, befasst sich meine heutige Beitrag „Gartensafari“ mit diesem Thema. Ich zeige euch einige Fotos, die ich in den letzte Tagen in meinem Garten gemacht habe. Ich gehe nicht weiter auf die Bienenarten ein, mir fehlt auch noch das nötige Wissen dazu . Ich beschäftige mich in der letzten Zeit mit dem Thema Bienen und Wildbienen, habe dazu auch schon einiges gelesen . Schon seit einigen Jahren, steht eine ganze Hotelkette für Bienen in meinem Garten. Damit die Hotelgäste auch ausreichend mit Nahrung versorgt werden, habe sich im laufe der Zeit, meine Anpflanzungen völlig verändert. Heute sind es Kräuter und bienenfreundlich Gewächse, die meinen Garten zieren. Wobei ich sehr genau darauf geachtet habe, das die Blütenperioden der Pflanzen immer fortlaufen Nahrung für meine Gartengäste bilden. Sollte jemand von euch mir ein gutes Bestimmungsbuch empfehlen können, kann er mir das gerne schreiben. Das was ich bis jetzt gefunden habe, stellt mich nicht zufrieden. Schön wäre ein Buch, wie ich es aus der Vogelkunde kenne , welches die Bienen als Zeichnung zeigen. So lassen sich die Arten viel besser bestimmen. Leider bin ich da bis jetzt nicht fündig geworden.

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Gartensafari 6

Der Star in meinem Garten

Wer kennt es nicht, das alte Kinderlied.

Alle Vögel sind schon da, Amsel, Drossel, Fink und Star? Ja, alle waren sie schon da, bis auf einen der fehlte noch in diesem Jahr. So oder so ähnlich können eine dieser Strophen bei mir lauten. Bis jetzt konnte ich es noch nicht in unserer Nähe beobachten, unser Starenpaar. Hatten sie im letzten Jahr, doch eine sehr schwierige Aufzucht . Es kam auch nur ein Jungvogel dabei raus, wobei es sonst meisten vier Nestlinge sind die flügge werden. Unser Rasen der sich sonst als sichere Fundgurbe für Regenwürmer erweist, war nur noch eine braune, trockene und harte Öde. Die Stareneltern konnte hier durch die lange Trockenheit, keine Würmer mehr finden und das war nicht nur bei uns so. War das der Grund für das Ausbleiben der Stare? Ich hatte mich schon damit abgefunden, in diesem Jahr auf das variatenreiche Morgenkonzert des Männchen verzichten zu müssen.

Dann konnte ich doch seine ersten zarkhaften Melodien hören, hoch oben aus einem unserer Strassenbäume erklang sein Gesang . Er war zurück.

Wenige Tage Später konnte ich sie dann beide beobachten, Herr und Frau Star. Gemeinsam waren sie auf unserem Rasen bei der Würmersuche zu sehen.

Es sah nicht so aus, als wenn sie hier normal nach Würmer suchen würden . Es wirkte viel mehr so, als überprüften sie ihr altes Brutrevier . Reicht das in diesem Jahr für die Aufzucht unserer Küken? Waren hier genügend Würmer zu finden ?

Ein prüfender Blick auf ihren Brutkasten zeige ihnen , es scheint alles in Ordnung zu sein . Wir können uns ohne Sorgen nierderlassen . Ich hoffe es zumindest, dass dieses Starenpaar sorglos in diese neue Brutsaison schauen kann . Es fehlt auch dieses Jahr wieder an Wasser. Ich sorge allerdings etwas vor und bewässer über unseren alten Brunnen unsere Rasenfläche. Wobei es mir dabei weniger um einen schönen grünen Zierrasen geht . Ich möchte das die Vögel hier ausreichend Futter finden, was die Amseln schon einige Zeit kräftig nutzen.

Wenn ich diesen Zustand beibehalten kann, sehe ich weniger sorgenvoll in die neue Brutsaison .

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Gartensafari 5

Der hinkende Paul

Das ist der „Hinkende Paul“, eine Dohle, die schon seit vielen Jahren als Gast in unserem Garten lebt. Diese Rabenvögel können bis zu 15 Jahren alt werden.

Druch seinen verkrüppelten Fuss, ist Paul wie ihn meine Enkelin getauft hat, gut von den anderen Dohlen zu unterscheiden. Auf diesem Foto ist seine Verkrüppelung gut zu erkennen.

Während die anderen Dohlen meistens in einer lebenslangen Paarge-meinschaft leben, ist er ein Einzelgänger. Er gehört sonst aber wohl zu einer großen Famile. Wenn es im Herbst langsam dunkel wird, kann ich beob-achten, wie er sich seiner Familie anschließt, um in den nahen Bäumen zu schlafen . Diese Beobachtung kann man im Herbst sehr häufig machen, das sich Rabenvögel in alten hohen Bäumen zum schlafen treffen . Aus allen Himmelsrichtungen fliegen sie dann ein.

Jetzt im Sommer bleiben sie ganztägig auf den Dächern, wo sie auch schlafen. Der Grund liegt wohl darin, dass sie die alten Kamine der umliegenden Häuser als Brutplätze nutzen . Hier wachen sie dann über ihre Jungen.Von den nahen Feldern, die hinter unsern Häusern liegen, hole sie das Futter für ihre Nestlinge. Immer wieder kann man beobachten, dass sie in den Schornsteinlöcher verschwinden um Nistmaterial und Futter ins Innere zu bringen.

Im Winter, wenn das Futter auf den Feldern rar wird, fallen sie in großen Trupps in unsere Gärten ein . Jetzt werden die Futterstellen, die ich für die kleineren Singvögel eingerichtet habe geplündert. Immer wieder muß ich mir neue Dinge einfallen lassen, um ihnen den Futterzugang zu erschweren . Ich kann nicht so schnell Futter nachlegen, wie die Dohlen es weg fresse .

Paul hat seine eigene Futterstelle, er hat keine Chance die Futterstellen anzufliege. Es könnte sich auch nicht mit seinem kaputten Bein festzuhalten. Wenn man es so möchte, habe ich Paul einen behin-derungsgerechten Futterplatz eingerichte, den er auch regelmäßig aufsucht. Neugierig schaut er vom Dach herunter, ob ich auch schon wieder Futter für ihn nachgelegt habe.


Die letzten drei Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.