Das Storchendorf Bergenhusen

Auf unserer Reise in den Norden, stand ein Ziel ganz oben auf der Besuchs-liste. Der kleine Ort im Landschaftsgebiet Stapelholm, das  zwischen den Flüssen Treene und Sorge gelegene Storchendorf  Bergenhusen.  In dem kleinen idyllischen  Dorf leben etwa 680 Einwohner. Hier fühlen sich von März bis September aber auch mehr als 20 Storchenpaare zuhause. Bei unserem Besuch waren es 21 Horste die belegt waren, es gibt aber mehr Nester im Ort. Ein Dorf das auf eine lange Geschichte zurück greifen kann. Schon 1304 wird  die alte Kapelle urkundlich erwähnt, auf deren Grundmauern steht heute die 300 Jahre alte Dorfkirche. Ein Bummel durch die Gassen des Ortes zeigt viele alte Häuser, mit einer langen Geschichte . In einem dieser Häuser hat der NABU ein Storchen-Informationszentrum eingerichtet. Für mich besonders interessant ein Haus, in dem sich ein Künstler niedergelassen hat. Die offnenen Türen und der Garten zeigen viel von dem war er erstellt. Mich haben in diesem Dorf nicht nur die Störche begeistert.

                                              Das Dorf Bergenhusen
                                            Die Störche von Bergenhusen

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So ihr lieben das war jetzt erst mal für drei Wochen mein letzter Beitrag. Es geht mit der gesamtewn Familie in den Urlaub . Da nehme ich nur eine einfache Kamera mit, um Sandburgen zu fotografieren. 🙂

Bis denne Werner

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Wo bin ich ?

In einem frühren Beitrag, habe ich schon einmal solch ein kleines Ratespiel mit euch gemacht . Ich bin mal gespannt, ob ihr auch dieses mal die Stadt erkennt in der wir war. Wenn nicht ist es auch nicht so schlimm, ich werde es in einem späteren Kommentar auflösen.  Da wir uns  im Norden von Deutschland aufhalte, liegt natürlich  auch der gesuchte Ort in dieser Region. Eingeschlossen von zwei Flüssen, liegt sie quasi in einem Flußdreieck.  Über die Brücke, die ihr  in meinem Bildbeitrag als erstes Foto seht, ist der Ort zu erreichen . Die  Stadt hat im überigen aus der Tatsache, dass sie gleich an zwei Flüssen liegt, sehr viele Brücken.  Um diese wunderschöne Stadt aus der Backsteinrenaissance zu errichten, holte sich der  Regent dessen Namen die Stadt auch trägt, fremde Hilfe aus dem Ausland. Das heißt, er gewehrte Remonstranten, die in ihrem Land wegen ihres Glaubes verfolgt wurden, eine neue Heimat. Sie konnten hier ohne Verfolgung ihren  Glauben  frei ausleben. Diese Glaubensfreiheit zog noch viele andere Menschen in diese Stadt. Noch heute leben fünf verschiedene Glaubensgemeinschaften dort. Fleißig halfen sie dem adeligen Bauherren, beim Aufbau seiner neuen Stadt, die er im Jahr 1625 gegründet hat. Da die meisten dieser Menschen aus Holland kam, haben sie mit ihrer Art zu bauen, der Stadt das Aussehen ihres Heimatland  verliehen.  Aber nicht nur deshalb, nennt man die Stadt auch das Amsterdam des Nordens . Viele Grachten wie man sie aus Holland kennt,  ziehen durch die gesamte Stadt. Mit einem Grachtenboot, kann am über ein wahres Labyrinth von Kanälen die gesamte  Stadt per Boot besichtigen. Die Bootsführer geben während der Fahrt, viele Informationen über die besuchte Stadt. Mir hat dieser Ort sehr gut gefallen, ich kann ein Besuch nur empfehlen . Viel Spass beim Raten oder auch Erkennen dieser Stadt.

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                                                   Mein Stellplatztipp.

GPS. N 54°22`19-E9°5`16″ der Stellplatz verfügt über 65 Plätze und diese in modernster Ausstattung. Die Stellplatzgebühren betragen 15 Eur0 . In nur wenigen Minuten ist die sehr schöne Altstadt zu erreichen.

  Für alle die daran teilnehmen, viel Spass auf der Wanderung . Heute beginnt der „Deutsche Wandertag“.

Der Tanz um die Gunst der Braut

In meinem heutigen Beitrag geht es um das Ritual der Balz . In meiner Fotoserien könnte ihr sehen, dass diese Liebesspiel je nach Vogelart sehr unterschiedlich sein kann. Am Neufelderkoog hatte ich die Möglichkeit, diese Zeremonie der Fortpflanzung bei verschiedenen Vogelarten  zu beobachten.  In diesem Beitrag zeige ich die Flußsseschwalbe und den Austernfischer. Wobei es nicht besonders  einfach war,die Flußsee- schwalben bei diesem Ritual zu fotografieren. Sie verlassen dazu ihre Kolonie, die wir eigentlich sehr gut einsehen konnten und gehen wie die Ornis sagen, auf den Tanzplatz . Ein abgelege Stelle in den Salzwiesen wo man sich zur Paarung trifft. Dort finden sie die Ruhe für ihr Liebesspiel. Es gibt kein Kommen und Gehen  anderen Seeschwalben, die zum Teil schon Küken haben. Hier ist jetzt ein hektisches Treiben, man ist damit beschäf-tigt die Nestlinge mit Futter zu versorgen.  Sie nenne diesen Platz deshalb so, weil  die Vögel mit abgespreizten Flügel um sich herum Tanzen und ihre Paarungsbereitschaft anzuzeigen . Dieses Paarungsritual kann mitunter Tage dauern, bis es zur eigentlichen Paarung kommt.  Meine Fotos zeigen ein und das gleiche Paar, aber an mehreren Tagen aufgenommen. Wir konnten die Beringung des Weibchen mit dem Spektiv ablesen, daher wußten wir, es ist immer das gleiche Paar. Leider liegt dieser Paarungsplatz weit draußen im Deichvorland der Elbe und war nur mit großen Brenn- weiten zu erreichen.  Die Fotos von diesem Ritual, sind auch nicht in der üblichen Bildqualität zustande gekommen. Wir  konnte froh sein, dass uns solche Fotos überhaupt gelungen sind, bei etwas wenig guten Sichver-hältnissen,  hätten wir von all dem nichts mitbekommen. Immer wieder verlangt das Weibchen neu Brautgeschenke, die sie häufig unter lautem Schreien ablehnt. Dem Männchen bleibt nicht anderes übrig, es mußte  einen neuen Fisch besorgen, wenn es zur Paarung kommen soll . Dieser Akt kann sich viele mal wiedeholen. Nie waren die Geschenke gut genug, beleidigt wendete sie sich ab und dreht  dem werbenden Vogel den Rücken zu. Oft verließ sie auch den Paarungsplatz  ganz,  flog in die Kolonie zurück und mischte sich unter die unverpaarten Vögel . Das gesamte Ritual  dauerte so lange, bis endlich der richtige Fisch für die Braut gefunden war.  Rustikaler geht es bei den Austerfischern zu . Hier umkreist das Männchen das Weibchen einmal sieht sie sich von allen Seiten an. Sie duckt sich daraufhin gleich ab und zeigt ihre Paarungsbereitschaft  an. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber ich glaube das Ganze hat keine Minute gedauert. Schlussendlich muß sie sich auch noch bei dem Paarungsakt, von ihrem Gatten mit dessen spitzen Schnabel in den Kopf picken lassen. Da geht es bei  Familie Flußseeschwalbe, gesitteter und liebevoller zu.

                                  Die Hochzeit der Flußseeschwalbe

                                            Die Hochzeit der Austerfischer

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Die Lachseeschwalbe

                     Die Lachseeschwalbe  ( Gelochelidon nilotica)

 

Mit meinem heutigen Beitrag, möchte ich das Geheimnis um den äußerst selten Vogel lüften. Es handelt sich um die Lachseeschwalbe, ein Vogel aus der Familie der Seeschwalben. Wobei sich diese Art, von den anderen See-schwalben in ihrer Verhaltensweise sehr unterscheidet. Die meisten See-schwalben sind Sturztaucher und leben in der Hauptsache von Fisch. Die Lachseeschwalbe hat ihr Jadtrevier ursprünglich auf flachen ebenen Wiesenflächen. Hier erbeutet sie Mäuse ,Würmer ,Insekten und andere Kleintiere. Wenn ich hier ursprüglich schreibe, hat der Vogel seine Speisekarte und sein Jagdtverhalten verändert . Heute gehören kleine Meerestiere wie die Wollhandkrabbe auf ihren Speiseplan. Ihre Gebiete bei der Futtersuche sind heute Schlickflächen, die bei Niederigwasser weit-gehend trocken liegen. An sein Brutrevier stellt der Vogel  besondere Ansprüche, denn er ist ein sogenannter Gastbrüter. Er sucht sich auf sandigen, flachen und möglichst ungestörten Flächen, eine Brutkolonie zu anderer Vögel.  Hier kann er im Schutz vor Feinden seine Küken ausbrüten. Bis etwa 1990 gab es in Deutschland und Dänemark noch etwa 500 Brutpaare , dann begann der rätselhafte Niedergang dieser Art. In ganz Europa, zählt die Lachseeschwalbe als äußerst bedroht bzw ausgestorben. Bis auf diese kleine Ansiedlung in Dithmarschen und im Süden Spaniens und Griechenland galt der Vogel als ausgestorben. Um die letzen ihrer Art zu retten, stelle der BNiD e.V (Bündnis Natur in Dithmarschen) ein besonderes Schutzprogramm für diese Vogelart auf. Hier im Neufelder Koog, fand die Lachseeschwalbe genau die Bedingungen vor, die sie zur Brut gebraucht. In einer Kolonie von ca 2000 Flußseeschwalben, die hier am Ufer der Elbe brüten, findet sie den Schutz  für ihre Gelege, vor Greifvögeln,Großmöwen und Rabenvögel . Das flache sandige Deichvorland der Elbauen, dazu die Schlickfelder , entspricht genau ihrem Lebensraum. Um das gesamte Brutgebiet bauten die Vogelschützer einen niederiger Elektrozaun. Weiteren Schutz bieten speziell erstelle  Lebenfallen, für Fuchs und Mader . Vogelschützer der Organisation, wachen die gesamte Brutzeit über die Seeschwalben . Schilder am Rand des Brutgebietes weisen auf ein Betre-tungsverbote hin, auf die Leinenpflicht für Hunde wird streng geachtet.  Alles wird aufgelistet,  jedes Gelege überprüft und der Fortgang beobachtet. Später werden dann die Jungvögel mit dem speziellen Ring versehen und den Ringzenralen gemeldet.  Der Aufwand gibt den Leuten Recht. Bei meinem ersten Besuch, 2009 waren es  17 Brutpaare die hier am Elbdeich von Dithmarschen lebten . Damals gab es aber noch  das Problem, dass die mit dem Ring aus dem Schutzprogamm makierten Vögel, kaum aus ihren Winterquatier in Südafrika zurück kamen. Heute zählt man in Neufeld 71 Brutpaare, davon etwa die Hälfte mit dem Ring aus dem Programm.

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Zwei Tage nach meiner Abreise erhielt ich von den Freunden eine Mail, deren Inhalt ich erst nicht verstehen konnte. Unbekannt haben die Schutzeinrichtungen rings um das Brutarial zerstört. Die Lebendfallen gestohlen oder verstört. Diese Schutzeinrichtungen waren Sonderanfertigungen und sind nicht so schnell zu ersetzen. Die Seeschwalben sind jetzt ohne Schutz vor Feinden.  Der BNiD hat Anzeige erstattet . Der NDR hat in seinem Regionalprogramm über dieses idiotische und mehr als unnützes Verhalten von Idioten berichtet.

Das Dorf aus dem Meer

Unser neues Reiseziel heißt Neufeld im Kreis Dithmarschen. Dieses Dorf weit im Norden von Deutschland, ist erst durch Eindeichung vom Grund des Meeres entstanden. Das gesamte Gemeindegebiet lag ursprünglich auf dem Grund der Nordsee. Mit der Trockenlegung, entstand fruchtbares Acker und Weideland.  Beschaulich und ruhig geht es in Neufeld zu, man hat  oft den Eindurck,  dass die Uhren hier etwas langsamer laufen. Der Hafen, der einst eine kleine Fischkutterflotte beheimatet hat, ist Dreh und Angelpunkt dieses Ortes . Heute sind es nur noch zwei kleine Boote, die zum Fischen raus fahren . Es sind Sportboote die hier ihr Zuhause gefunden haben, auch Womoreisende fühlen sich hier wohl und haben alles was man braucht. Wenn auch der Einkauf ein Stück weit weg ist und der Bäcker schon vor Jahren seinen Ofen abgestellt hat. Nun werdet ihr euch fragen, was treibt der Vogelknipser in einen Ort, wo es außer dem Hafen, eine Kirche, ein paar Häuser und zwei gute Restaurants nichts gibt. Klare Antwort, Vögel Beobachten und zwar ein paar sehr seltene . Es gibt sie außer an zwei Stellen im Süden von Euro nur noch hier im Neufelder Koog . Der kleine verbliebene Rest eines einst großen Bestands, steht hier unter strengem Schutz und Beobachtung.  Dazu gibt es in meinem nächsten Beitrag mehr. Schon im Frühjahr bei meiner HH-Hallig Tour, hatte ich mich mit einem Orni-thologen verabredet . Von Anfang April bis Ende August lebt er in einem Bauwagen am Deich des Koog und wacht über diese selten Vogelart. Neufeld liegt im Mündungsbereich von der Elbe zur Nordsee. Solche Mündungen sind immer etwas ganz Besonderes, egal welche Fluß in welches Meer mündet. Durch den ständigen Wechsel der Gezeiten, spült Schlick in die Mündungsarme und mit ihm Futter für viele Vögel. In Neufeld kommt noch das riesige Deichvorland mit seinen Salzwiesen und den breiten Schilfgürteln dazu. Das gibt Lebensraum für viele Vogelarten.

Der Himmel zeigt Farbe

Gestern Abend 21:20 Uhr der Himmel zeigt sich in einem bedrohlichem Gelb. Der  Wind rüttel an den Ästen unserer Bäume, die ersten Regentropfen fallen. Alles was nicht verweht werden sollte, hatten wir schon vorher in Sicherheit gebracht. Die Wetterdienste hatten den ganzen Tag über schon vor heftigen Unwettern gewarnt . An uns ist wohl das Schlimmste vorbeigezogen. Dafür zeigte sich der Himmel vor und nach dem kleinen Gewitter, in einem einmaligen Farbenmeer.