Gartednsafari 16

Kein Fall für die Tüte

He du ich bin nicht Krank und auch kein Fall für die Tüte

Diesen Beitrag hätte ich beinah vergessen, wenn da nicht ähliche Beobach-tungen gewesen wäre . Es war der Beitrag von Puzzelblume, die eine ählich ungewöhliche Beoachtung in ihrem Garten gemacht hat. Wie so oft sass ich mit meiner Kamera in meinem Garten und erfreute mich am lustigen Treiben meiner Spatzenbande. Dazu hatte ich meinen Stuhl an einem schattigen Platz aufgestellt, denn es war ein Tag an dem es sehr heiß war. Mein Blick viel etwas erschrocken auf eine unserer Amseln, sie lag bewegungslos auf dem Rasen. Die Flügel hatte sie von sich gestreckt und lag bewegungslos da. Oh man , es war ein trauriges Bild, das sich mir dort zeigte . Ich rief nach meiner Frau, dass sie mir ein paar Gummihandschuhe bringt. Ich wollte mir den Vogel etwas näher anschauen , ob es eine Verletzung oder eine Bisswunde gab. Danach wollte ich den Vogel in einen Plastikbeutel stecken , mit einem Hinweis auf den Fundort und einem Datum mit Zeitangabe versehen. Ich entsorge tote Vögel nicht einfach so, bei mir gehen sie so beschrieben ans Umweltamt oder an meine NABU Gruppe, die solche Funde zur Untersuchung weiterleiten. In diesem Fall war das aber nicht nötig, beim Näherkommen reckte und strecket sich der Vogel und war wohl ungehalten das ich ihn gestört habe. Ich war verblüfft, sollte unsere Amsel etwa ein Sonnenbad genommen haben. Ich habe solch eine Beobachtung noch nie machen können, die Blogfreundin aus dem Norden von Deutschland schreib auch, dass sie solch eine Beobachtung noch nie gemacht habe. In einem anderen Beitrag aus Bramsche, berichtet ein Blogger über solch ein Sonnenbad von Spatzen. Auch er streckten die Flüge weit von sich und lagen dort wie tot. Unsere Amsel flog nach dem Sonnenbad und meiner Annäherung nicht etwa davon . Es folge ein ausgiebiges putzen des Federkleid, die Beine wurden eins nach dem anderen gestreckt . Erst dann flog die Amsel davon, war also kein Fall für die Tüte.

Wie auf Bild 1 war nur ein Kneul zu sehen . Auf meinen Fotos hebt sie immer den Kopf, bei der Beobachtung war er oft nicht zu sehen. Weit streckt sie die Flügel von sich.

Auf dem großen Foto sieht es so aus, als wenn sie fragen würde “ warum störst du mich bei meinem Sonnenbad“.

Sie reckt uns streckt sich, alle Federn müssen wieder richtig liegen und die Beine müssen kräftig gedehnt werden erst rechte und dann links. Das Alles machte sie, ohne das sie meine Nähe stören würde

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So liebe Leser, der Vogelknipser legt jetzt eine kleine Pause ein . Nach meiner Erkrankung und den Coronaeinschränkungen, können wir unserer erste kleine Reise unternehmen. Wir werden für 10 Tage an die Weser nach Holzminden fahren . Sollte bei dieser Reise alles gut gehen, was meine körperlichen Probleme angeht, werden wir weitere zwei Wochen später eine länge Reise machen. Es wird aber keine typische Vogelknipser-Reise werden , mit langen Wanderungen über Stock und Stein.Oder stundenlang auf einen kleinen Hocker sitzen, um auf den einen Vogel zu warten. Wir werden kleine Fahrradtouren und Spaziergänge machen und einfach nur das Leben genießen. Natürlich werde ich mit der Kamera in der Hand mein Umfeld beobachten. Schon so manches Mal, habe ich direkt aus dem Campingstuhl sehr schöne Fotos gemacht.

Gartensafari 15

Ein Verwandter Namens Rotschwänzchen

Meine letzeter Beitrag hat sich mit Hausrotschwanz beschäftigt. Der heutige Bericht zeigt das Verwandtschaftsverhältnis zum Gartenrotschwanz auf. Es sind nahe Verwandte und dennoch gibt es zwischen ihnen deutliche Unterschiede. Das Aussehen und der Lebensraum beider Arten weichen doch voneinander ab . Das Hausrotschwänchen ist ein typischer Gartenvogel und ist hier auch häufigt zu sehen . Das war nicht immer so, ursprünglich waren diese Vögel in den Randzonen von hohen Gebirgen zuhause . An den Ufern von Gebirgsbächen suchten sie nach Insekten. Der Gartenrotschwanz trägt zwar in seinem Namen das Wort Garten, ist dort nur höchst selten zu beobachten. Wer solch einen Vogel in seinem Garten beobachten kann, sollte sich glücklich schätzen. Daher zeige ich in diesem Beitrag auch Archivfotos von dem Vogel, die ich nicht in meinem Garten aufgenommen habe. Das Gartenrotschwänzchen mag zwar auch Gärten , die sollten aber schon lange nicht mehr bewirtschaftet werden und verwildert sein. Sonst ist es in Parkanlagen oder Friedhöfe mit hohen Baumbestand aber auch mit Buschwerk zum Verstecken zu finden. Es liebt Ansitzmöglichkeiten wie Baumstümpfe oder große Steine von dort beobachtet es ihr Umfeld.

Es sind die Weibchen die eine Verwandtschaft erahnen lassen, sie sind sich so ähnlich, dass man sie sehr häufig verwechselt. Eine Verwechslung bei den Männchen ist eher unwahrscheinlich. Allein die rote Schwanzunterseite ist bei beiden Vögeln fast gleich. Bedingt durch den Klimawandel ist es durchaus möglich, dass man im Winter bei uns eine Hausrotschwanz beobacheten kann. Sonst sind beide Arten Langzieher, die die kalte Jahreszeit im Norden von Afrika verbringen. Das Gartenrotschwänzchen mag es sogar noch eine Stufe wärmer und zieht bis in die südliche Sahara in die Sawanne. Es kommt erst später aus ihrem Winterquatier zurück und verläßt uns Ende August schon wieder, wobei die Männchen etwas früher kommen und später gehen. Die Weibchen verlassen gemeinsam mit ihren Jungvögeln das Sommerquatier. Die Bestände beider Arten sind recht unter-schiedlich. Das Hausrotschwänzchen ist sehr häufig zu beobachten, wobei man das Gartenrotschwänzchen seltener beobachten kann. Das war wohl auch der Grund dafür, dass dieser Vogel zum „Vogeldes Jahres 2011“ ernannt wurde.

Gartensafari 14

Stammgäste

Bei fünf Nestlingen hat ein Vogelelternpaar von Früh bis Spät zutun

In unserem Garten haben wir einige Nistkästen aufgehängt , die jedes Jahr auf„s Neue, von unseren Stammgästen besucht werden. Da sind die Haussperlinge als erstes zu nennen, die ein Großteil dieser Kisten für ihre Brut in Beschlag nehmen. Weitere Stammgäste sind die Stare und die Blaumeisen über deren Brut ich schon im letzten Jahr einen Beitrag geschrieben habe. Im letzten Jahr kam ein weiteres Vogelpaar hinzu, die sonst nicht so oft bei uns im Garten zu beobachten sind. Ich hatte die Kiste, die ich am vorherigen Tag aus Resten zusammengezimmert hatte, noch nicht über unseren Geräteschuppen angebracht, da zeigte sich der erste Interessent.

Es war ein Hausrotschwänzen das sich für meine Kiste interessiete. Am ersten Tag wurde der Kasten von allen Seiten begutachtet ohne das man sich ihn von innen angesehen hätte . Am zweiten Tag kam der erste neugierige Blick ins innere des Brutkastens , aber immer noch nicht hatte sich Herr Rotschwanz dazu entschlossen hineinzugehen. Dann habe ich einige Tage nichts mehr von dem Vogel gesehen und ich dachte mir, dem hat mein Bauwerk nicht gefallen.

Es war Frau Rotschwanz die dann mit mal aufgetaucht ist, die ist zu meiner großen Verwunderung ohne zu zögern in der Kiste verschwunden. Am Abend des gleichen Tages konnet ich dann das Paar beobachten . Von da an begann ein reges Treiben, so wie ich es auch von den anderen Vögeln kannte. Es wurde fleißig Nistmaterial ins Innere des Brutkasten gebracht. Es dauerte dann nicht lange, bis ich beobachten konnte, dass hier jetzt Eltern am Werk waren . Es wurde eine Futtergabe nach der Anderen zu den Jungen ins Nest gebracht. Raupen und Insekten , waren die Hauptmahlzeit der Kleinen.

Wo bleibt blos mein Mann, der kann mich jetzt mal ablösen

Kaum spricht man über ihn, da kommt er auch schon angeflogen.

Fleißig trägt er eine Futtergabe nach der Andern in Nest.

In diesem Jahr sind sie erneut in unserem Garten zurückgekehrt und versorgen ihre Nestlinge.

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Ein eindrucksvoller Start

Der Start eines Schwan von einer Wasserfläche, erinnert mich immer an den Start eines Wasserflugzeug. Die Schwimmkörper klatschen immer wieder auf dem Wasser auf und hinterlassen eine riesigen Wasserschwall, bevor es abhebt. Ähnliche Bilder kann man beim Start eines Schwans von einer Wasserfläche beobachten. Der große Vogel stellt seinen kräftigen Brustkorb auf und beginnt mit seinen starken Beinen einen Lauf auf dem Wasser. Mit dem ersten Flügelschlagen, zeigt uns der große Vogels seine enorme Flügelspannweite. Seinen mächtigen Hals streckt er dabei weit nach vorne. Immer wieder setzt er dabei seine großen Flossenfüsse ein, die mit kräftigen Paddelschlägen das Wassen aufspritzen lassen. Erst langsam gewinnt er an Geschwinndigkeit, immer noch sind es seine Füsse die mit starken Schlägen das Wasser verdrängen. Nun hebt er langsam ab, deutlich ist der Takt seines Flügelschlage in der Luft zu hören. Mit jedem dieser Schhläge gewinnt er an Höhe und ist bald nicht mehr für uns zu sehen . Für mich immer wieder eine eindrucksvolle Beobachtung, solch ein Schwanenstart vom Wasser.

Beim Start hebt er seinen Brustkorb hoch und zeigt den ersten Flügeschlag
Seinen kräftiger Hals streckt er weit nach vorne
Seine kräftigen Beine verdrängen das Wasser
Jetzt istdie gewaltige Flügelspannweite des Schwan zu erkennen
Mit kräftigen Paddelschlägen seiner Flossenfüsse gewinnt er an Geschwindigkeit
Ein beeindruckendes Bild wie der große Körper an Fahrt aufnimmt.
Langsam hebt er ab
Noch einmal berühren seine Füsse das Wasser dann schwebt er davon.

Hör mal wer da schreit

Es scheint wohl so, dass ich im Augenblick besondere Schnappschüsse beim Abhalten von Pausen mache . Auf unserer Fahrradtour, die ich schon in meinem vorletzten Beitrag beschrieben habe , ist mir bei solch einer Pause das stetige Rufen eines Vogels aufgefallen . Es war der typische Ruf eines Greifvogel , der nur etwas merkwürdig klang. Ich machte mich auf die Suche , dass hieß ich ging der Lautstärke entgegen. Ich kam dem Schreihals immer näher, bis ich ihn auf dem Ast eines Baum sitzen sah. Nun wußte ich auch warum mir dieses Geschreie so fremd vor kam. Wäre es der Vater des Vogels gewesen, hätte ich ihn sicherlich gleich erkannt, ich war dem Ruf eines jungen Bussard gefolgt. Wer schon einmal versucht hat sich einem Bussard zu nähern , der wird schnell die Erfahrung machen, dass diese Vögel sehr scheu sind. Ich war dem Baum auf dem er sass, schon recht nah gekommen,ohne das er die Flucht ergriffen hat. Einzig sein Geschreie hatte er eingestellt, dafür beobachtete er mich jetzt sehr genau. Ich hatte wohl die Grenze seiner Duldung überschritten , denn plötzlich setzte er zum Flug an und flog davon . Warum er solch ein Geschrei veranstaltet hat , konnte ich mir nicht erklären.

Wegen Corona geschlossen

Schon seit einiger Zeit, können wir solche oder ähnliche Schilder lesen, wenn wir ein Schwimmbad besuchen möchten. Das gibt es aber nicht beim Vogelknipser, dessen Badestellen sind alle geöffnet. Hier kann und darf nach Herzenslust geplantsch und im Wasser getollt werden. Selbst bei dem kaltem und trüben Wetter der letzten Tage waren die Badestellen gut besucht.

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Ein ausgiebiger Waschtag

Auch die Zähne werden gründlich geputzt

Das Wetter der letzten Tage erlaubte es uns , eine klein Fahradtour zu unternehmen. Unser Weg führte uns in die heimische Auenlandschaft. Das gute Wetter hat wohl mehrere Menschen in den Fahrradsattel gelockt. Daher war unser Wunschziel , eine Beobachtungsplattform in den Auen sehr gut besucht, daher beschlossen wir unsere Fahrt fortzusetzen. Wir fuhren an eine andere Stelle, von der ich wußte das sie nur sehr selten besucht wird. Dazu mußten wir unser Räder abstellen und die letzten Meter zu Fuss laufen, um ans Wasser zugelangen. Ich hatte mit meiner Vermutung Recht, der Weg zum Altarm war recht unwegsam und zum Teil zugewachsen . Der Trampelpfad war wohl lange nicht genutzt worden, sodass wir uns den Weg zu unserem Wunschziel freikäpfen mußten. Kaum hatten wir unsere Klapphocker ausgepackt, da ist uns ein Nutria aufgefallen. Keine sonderlich seltene Beobachtung in unserer Region. Der Nager ist wegen seiner großen Nachkommenschaft eher zum Problem geworden. Er schwamm genau an das gegeübeliegende Ufer, was zur ein Steinwurf von uns entfernt war. Er begann mit einem Ritual, das ich in der Gründlichkeit noch nie beobachtet habe . Von Kopf bis Fuss wusch der Nutria nacheinander, in einer äußerst penibelen Art seinen ganzen Körper. Es wurde nicht eine Stelle vernachlässigt, wobei er auch seine wichtigen Zähne nicht vergessen hat. Wir verblieben ca 40 Minuten an dieser Stelle und haben uns dieses Schauspiel mit sehr viel Freude angesehen. Bis zu unserem Gehen, hatte das Tier sein Waschritual noch nicht abgeschlossen . Leise und ohne ihn zu stören, verabschiedeten wir uns von dem Nager und bedankten uns für die schönen Fotos. Man könnte glauben, dass ich euch in meinem Beitrag ein und das gleiche Foto gleich mehrfach zeige. Bei genauer Betrachtung werdet ihr sehen , das der Nager sich vom Gesicht bis zu den Füseen wäscht.

Der Schlaf wird aus den Augen gewaschen

So nun ist Brust und Hals an der Reihe

Auch zwischen den Beinen muß gründlich gewaschen werden

Natürlich muß auch unter den Armen gewaschen werde

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Gartensafari 13

Waren die schon immer da ???

Oder liegt es einfach nur daran, dass ich unseren Garten jetzt aufmerksamer unter die Lupe nehme. Es ist natürlich auch möglich, dass die Umgstalltung des Garten die Tiere zu uns gelockt hat. Es ist vielleich auch möglich, dass beides zutreffend ist.Ich beobachte jetzt Tiere, die mir zum Teil sehr fremd sind, die ich zuvor auch noch nie gesehen habe. Gut ich beschäftige mich in der Hauptsache , mit der Beobachtung von Vögeln und das schon sehr viele Jahre. Ich habe mir im laufe dieser Zeit, einiges an Wissen angeeignet. Nur sehr selten, ziehe ich zur Bestimmung einer Vogelart eine Fachbuch zu rate. Wenn ich dann doch mal ein Buch benötige, habe ich mit dem “ Kosmos Vogelführer“ von Lars Svensson, ein sehr gutes Fachbuch zur Hand. Ich würde mir wünschen, dass es zur Insektenbestimmung ein ähnlich gutes Handbuch finden würde. Die Bücher die ich mir bis jetzt besorgt habe , helfen leider nicht wirklich weiter. Zur Zeit warte ich noch auf ein engliches Fachbuch, zu dem mir einige Insektenfreunde geraten haben. Also bleibt mir häufiges Suchen im Internet oder fragen bei Leuten mit mehr Erfahrung übrig. Auch bei meinem heutigen Beitrag verzichte ich auf die Beschriftung von Fotos . Ich hoffe das ich einige Tipps von Lesern erhalten werde. So war es bei einer meiner letzten Beobachtungen , es war der Wollschweber, den ich vorher noch nie gesehen habe. Meine Bücher konnten mir bei diesem Tier auch wieder mal nicht helfen, so versuchte ich mein Glück bei Google. Mit der simplen Beschreibung, pelziger Körper, lange Beine, große Augen und ein langer Rüssel dazu den Oberbegriff Insekt. Ich staunte nicht schlecht, als sich eine Seite öffnete, die mir mein gesuchtes Insekt zeigte . Für mich stellt sich aber immer noch meine Anfangsfrage,waren diese Tiere immer schon hier?????? Oder zahlt sich am Ende doch meine Arbeit aus?

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Gartensafari 12

Heute oder vor Wochen

Einen Teil meiner Fotos habe ich vor einigen Wochen gemacht , als der Winter uns noch Tagelang mit reichlichen Schneefällen voll im Griff hatte. Die anderen Fotos habe ich vor wenigen Tagen gemacht , in dieser Zeit zeigte sich der April mit der breiten Palette seines Könnens. Mal konnte ich mich in die Sonne setzten und den Mauerbienen bei der Niströhren suche zusehen. In den nächste Tag zeigte sich der April wieder mit eisiger Kälte. Es blitzes und donnerte und dicke Hagelkörner prasselten auf unsere Dächer. Aber damit nicht genug , es folgete wieder reichliche Schneefälle . Es war kein unterschied in den Fotos zu erkennen, ob gestern oder vor Wochen fotografiert .

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Gartensafari 11

Rückblick auf die Winterfütterung

Liebe Leser , der Frühling hat inzwischen schon seinen Einzug gehalten und ist mit seinen Boten schon überall zu beobachten . Ich möchte euch heute dennoch einige Fotos von meiner vergangenen Winterfütterung zeigen. Das Bild der vergangenen Jahre hat sich auch in diesem Jahr bei mir fortgesetzt. Es ist ein deutlicher Rückgang von Grünfinken ( 1Sichtung) , Buchfinken (3Sichtungen) Gimpel und einige andere Arten, die sonst Dauergäste an meinen Futterstellen waren . Erfreulich war die Sichtung von Staren, die in diesem Jahr sehr häufige Gäst waren. Sie waren in den letzten Jahren eher selten an den Futterstellen zu beobachten.

Der Haussperling hat unser Nistkastenangebot sehr gut angenommen und ist daher auch ein häufiger Gast an den Futterstellen. Der Buntspecht war ein sehr pünktliche Gast, man konnte fast die Uhr nach ihm stellen, wie er zwei mal am Tag seine Futterportionen abholte . Die Amseln die uns im letzten Jahr noch große Sorgen bereitet habe , waren in diesem Jahr wieder sehr häufig zu beobachten. Die Futterstellen werden nun schon deutlich weniger besucht , allein der Buntspecht bleibt nach wie vor ein pünktlicher Gast.

Manch einer von euch wird sich wundern, warum ich in die Hölzer für die Fettfütterung kleinen Löcher gebohrt habe. Man könnte glauben, es sein ein Bienenhotel für den Sommer. Nein ist es natürlich nicht , es war ein Versuch, der auch sehr gut geklappt hat. Ich habe diese Löcher mit Fleischmaden gefüllt und sie danach mit Fett verschlossen . ( Die Maden habe ich mir in einem Angelgeschäft besorgt) Es war erstaunlich, wie schnell dieses zusätzlichen Futterstellen speziell vom Specht und auch von den Meisen gefunden wurden. Morgens sind diese Löcher als erstes, eins nach dem anderen vom Buntspecht abgesucht worden. Durch diese Futtergesorgung, konnte ich den Vögeln eine zusätzliche Futtergabe von proteinreichen Lebendfutter anbieten. Hätte ich was ich schon einmal versucht habe, die agilen Maden so ausgelegt, wären die sehr schnell weg gewesen,ohne das die Vögel sie je gefunden hätten.

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Gartensafari 10

Sandariun

In meinem heutigen Beitrag geht es wie schon angekündigt, um ein Sandurium ( Sandbeet ). Viele von euch haben sicherlich in ihrem Garten oder auf dem Balkon ein Insektenhotel aufgehängt, was eine ganz tolle Sache ist . (Wenn es mit dem richtigen Materialien gefüllt worden ist.) Leider finden von unseren ca 500 Wildbienenarten die wir zZt. noch haben, nur ca 40 Arten eine Brutgelegenheit in solch einem Insektenhotel. Die meisten Wildbienen sind Erd bzw Bodenbrüter. Genau dieser Bienenarten fehlt es an artgerechten Nistgelegenheiten. Sie benötigen sehr spezielle Bodenbeschaffenheiten und in ihrem Umfeld genau die richtige Bepflanzung, die ihnen ausreichend Pollen und Nektar bieten. Leider fehlt es an solchen Landschaftsflächen, was ein Rückgang dieser Bienenarten bedeutet. Genau hier lag der Ansatz meiner Überlegungen. Ich wollte diesen Bienenarten eine Nistgelegenheit schaffen, mit den Pflanzen die sie zum Leben gebrauchen. Hierzu braucht ich erst einmal fachliche Hilfe, denn mir fehle es an dem nötigen Wissen, für solch eine Anlage. Ich machte mich erst einmal in Büchern schlau und erkundigte mich bei den Freunden der Insektengruppe des NABU. Für die Bepflanzung fand ich bei den beiden Bloggerinnen „Puzzelblume“ und „pflanzwas, natur auf dem balkon“fachliche Hilfe. Beide Bloggerinnen haben jahrelange Erfahrung, speziell auf dem Gebiet naturnahe Bepflanzung. Ich nervte sie immer wieder mit Fragen, zu Bepflanzungsvorschlägen für mein Sandbeet . Bis am Ende mein Notizbuch voll war, mit Notizen für Kräutern und Wildstauden, die ich beschaffen mußte. An beiden Frauen an dieser Stelle mein herzlicher Dank. Das Beschaffen der Pflanzen war nicht ganz einfach , die meisten Gartenzenter beschäftigen sich nur mit normalen Kückenkräutern und nicht mit solch speziellen Pflanzen, wie ich sie brauchte. Ich fand dann über das Internet ein Ehepaar, die sich allein aus Leidenschaft und nicht aus gewerblichen Gründen mit solchen Pflanzen beschäftigen. Ich besuchte sie und war erstaunt, was diese Leute in ihrem Garten angelegt haben . Es waren so viele Pflanzen von denen ich zuvor noch nie etwas gehört haben. Ich durfte mich hier nach dem ich erzählt habe, was ich gebaut habe frei bedienen. Auch an Paul und Katrin an dieser Stelle mein herzlicher Dank, ich besuche euch garantiert wieder.

Jetzt mußte ich nur noch einen passenden Platz in meinem Garten finden . Es sollte wenn möglich, sehr viel Sonnenlicht einfallen, zum Anderen sollte er vor Regen einigenmaßen geschützt sein . Wir entschieden uns für eine Hochbeet, dass wir vor Jahern ohne Wissen und Verstand angelegt hatten . Es war für Dokezwecke sehr nett, hatte aber keinen biologischen Nutzen. Bis auf den Brunnen, haben wir das ganze Beet abgeräunt und von allen Pflanzen befreit. Jetzt konnten wir mit den eigentlichen Arbeiten beginnen. Zuerst habe wir gut 60cm Boden abgetragen und von Wurzeln befreit. Auf der unternen Sohle haben wir erst eine Schicht von ca 25 cm Kies aufgetragen , die später als Drainage dient. Sandbienen mögen es nicht gern feucht in ihrem Nistbereich. Dann haben wir die gesamte Grube mit einem Gemisch aus modrigen Holz ( was ich vorher mit einer großen Schredder meiner Heimatstadt zu groben Holzmehl verarbeitet habe), Löss und ungewaschenem Mauersand verfüllt. Das waren in Summe ca 1,5 Füllmaterial.

In der oberen Erdschicht, haben wir gleich einen Tonblumentopf mit dem Entwässerungsloch nach oben und mit etwas Stroh gefüllt eingestzt. Dieses soll später als Hummelunterkunft dienen . Als Regenschutz haben wir zwei Tonschärben darüber gelegt.( siehe Foto) Nun wurde die gesamte Erdschicht durch klopfen mit Pustbrettern verdichtet. Es fehlte nur noch etwas Deko und nützliche Bepflanzung. Hier habe ich alte Wurzeln, Totholz und kleinere Findlinge verbaut. Die Pflanzen auf der Sandfläche, bestehen zum großen Teil aus Hauswurz, Fette Henne und ähnlichen Sandpflanzen. Die Pflanzsteine und das weitere Umfeld haben wir nach den anfänglichen erwähnten Vorschlägen bepflanzt.

Der Brunnen dient als Bienentränke, dass langsam fließende Wasser benetzt die umliegenden Steine . Das reicht um den Durst der Bienen zu löschen

Totholz mit Löchern die von Insekten gebohrt wurden, könnten als Bruthöhle dienen.

Hier eine alte Wurzel die auch als Brutstätte genutzt werden kann.

So nun hoffe ich, dass sich die Bienen in unserem Sandarium wohl fühlen.

Gartensafari 9

Liebe Freunde und Leser, heute möchte ich nach einem längeren Klinikaufenthalt meinen ersten Beitrag über ein Naturereignis posten. Dafür setze ich die im letzen Jahr schon begonnene Serie „Gartensafarie“ fort. Im letzten Herbst, hab ich ein neues Bienenhotel aus einem alten Wagenrad gebaut. In diesem Hotel wollte ich unterschiedliche Materialien für die Eiablage von Wildbienen anbieten . So habe ich außer den üblichen Legeröhren aus Halmen, auch kleine Mauern aus Löss und Ziegelbruch gefertigt. Ich habe Totholz und sehr morsches Holz in diesem Hotel verbaut. Auch die beiden Dreiecke, im oberen Foto sind aus Löss erstellt. Der Löss ist so angesetzt worden , das man leicht mit dem Fingernagel etwas heraus kratzen könnte. Es soll so beschaffen sein, dass sich die Bienen allein eine Röhre graben können. Heute nun die ersten Beobachtungen an diesem neuen Bienenbehausung. Der gestrige Tag war noch trüb und kalt zum Teil hat es auch geregnet. Der heutige Tag, zeigte mir beim ersten Blick durch das Fenster, dass noch Reif auf den Dächern war , doch schon kurze Zeit später setzte Sonnenschein ein . Es wurde Zeit die Vögel zu füttern, dabei fiel mir ein reges Treiben an den Insektenhotels auf. Es waren Mauerbienen die mich stauenen ließen. War gestern noch nicht ein Insekt an den Hotels zu sehen, so waren sie heute in großer Anzahl zu beobachten. Zu meiner Freude,waren sie sehr stark an dem neu eingerichteten Hotel im Wagenrad zu beobachten. Sie krabbelten wie ich es von den anderen Nistgelegenheiten kannte,vermehrt in die Röhren. Wobei ich ein letztens Fach aus Zeitgründen, bzw meines Klinilaufenthalt nicht mehr verfüllen konnte . Hier habe ich das erste mal,Röhren aus Papier verwendet,die ich als wenn ich es gewußt hätte, gestern noch verbaut habe.Es mag Zufall sein, bis jetzt sind diese Röhren noch nicht angeflogen worden. Die Bienen fliegen bis jetzt noch die Röhren aus naturbelassenem Material an , das mag sich aber bald schon ändern. Mich freut es besonders, dass sich die Arbeit für die Minilösmauer gelohnt hat . Sie wir zumindest von den Bienen besucht , sie krabbenln in die Lücken und verweilen auch darin. Ich bin gespannt,ob es hier zur Eiablage kommt. Mich erstaunt es besonders, dass wie auf ein Startschuss gleich so viel Mauerbienen zu beobachten waren.

In einem meiner nächsten Beiträge, werde ich über eine weiters neues Projekt in meinem Garten beichten . Im Herbst ist hier noch ein Sandarium entstanden, dass wie ich hoffe, von Erdbienen besucht wird.

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Auch an den alten Insektenhotel war heute ein reges Treiben

Es geht Berg auf

Wie immer gibt es einmal in der Woche eine Visite beim Chefarzt der Klinik. Ohne große Vorstellung betrat ich sein Zimmer und nah vor seinem Schreibtisch platz . Er öffnete meine Akte und sah mich grinsend an . Die Wort die dann von ihm kamen, mochte ich nicht so recht glauben. Nach so vielen Monaten von Schmerzen zermürbt, mag man kaum noch an das Gute glauben. Sicherlich ich habe in den letzten Tagen sehr gute Fortschritte gemacht , kann nachts wieder durchschlafen ohne von Schmerzen geweckt zu werden . In der Laufshule wird mein Laufbild von Tag zu Tag besser, sodass ich in der Walkinggruppe für Anfängen teinehmen darf. Das ist auch ein Fortschritt, an den ich nie geglaubt hätte , bevor ich in diese Klinik kam. Die hohe Schmerzmittelgabe, ist in den letzten Tagen angepasst worden . Ich muß viel wenige Schmerzmittel nehmen,werde aber vorerst nicht ohne auskommen können. Der Chefarzt teilte mir mit, daß man mich noch 2-3 Tage beobachten möchte , alle Blutbilder noch einmal überprüfen möchte . Wenn das alles ok ist, kann ich am Ende der nächsten Woche nach Hause gehen. Eine Nachricht die mir die Tränen in die Augen gedrückt hat und die ich gleich am Telefon meiner Frau berichten mußte. Es dauerte nicht lange und mein Handy stand nicht mehr still, es folge eine Whatsapp-Nachricht nach der Anderen. Meiner Kinnder und Enkelkinder die diese neu und gute Information voller Freude aufgenommen haben. Nun kann ich auch entlich den neusten Familien Zuwachs in den Arm nehmen. In der Zeit meines Klinikaufenthalt wurde Hanna geboren, die jüngst Enkelin in der Familie. Sicherlich wird damit meine Behandlung noch nicht abgeschlossen sein. Ich werde noch viele Monate zur Krankengymnastik gehen, um dort weiter einiges an meinem Gangbild zu verbessern . Für den Aufbau meiner Muskulatur ist eine Reha-Sportgruppe geplant. Eines ist aber gewiss, im Großen und Ganzen geht es nun für mich Berg auf.

Liebe Grüße von eurem glücklichen Vogelknipser Werner

Zwischenbilanz

Liebe Blogleser und Freunde, ich bin nun schon eine ganze Weile in einer Schmerzklinik . Heute möchte ich mich bei euch mit einer kleinen Zwischenbilanz melden . Ganz am Anfang meines Aufenthalts, mußte ich ein Fragebogen ausfüllen , in dem ich nach meiner Erwartungshaltung gefragt wurde. Eine der Fragen lautet. : “ Wie groß sind ihre Erwartungen bezüglich der Schmerzbekämpfung „. Ich habe diese Frage mit 50 % angekreuzt“, leider ist diese Wunscherwartung bis jetzt nicht erfüllt worden. Neuerliche Untersuchunge haben ergeben, dass es bei meinem Bandscheibenabriss doch zu größeren Verletzungen gekommen ist. Die Untersuchung eines Neurologen und seine Messergebnisse (Nervenleitgeschwindkeit) zeigten an , dass es im meinem linken Unterschenkel zu einem dauerhaften Nervenschaden gekommen ist. Durch diese Verletzung des Nerv, kann der Schienbeinmuskle nicht ausreichend versorgt werden. Das führt dazu das dieser Muskel abgebaut hat und mein Gangablauf beeinflusst. Dieses führt leider wieder dazu, dass es im ganzen Körper zu einer Schonhaltung kommt was, die gesamte Muskulatur beeinträchtig. Da ich schon eine ganze Weile diese Schonhaltung eingenommen habe, haben sich Muskeln und Sehnen verkürzt und verspannt. Hier arbeiten nun Ärzte, Physiotherapeuten daran das wieder zu normalisieren. In einer Gangschule, lerne ich nun ohne Hilfsmittel wieder das normale Gehen . Ich bin hier somit den ganzen Tag beschäftigt, es kommt keine Langeweile auf. Bezüglich der Schmerzmittel hat man mich hier völlig umgestellt , da die viel zu hoch dosierten Pillen schon zu erhöhten Nieren und Leberwerte geführt haben . Jetzt komme ich mit andern Mitteln besser klar, die am Ende vielleicht auch mein 50% Wunsch erfüllen.

Liebe Leser und Freunde bis bald und Liebe Grüße der

Vogelknipser Werner

Zwangspause

Liebe Freunde und Blogleser , einige von euch kennen durch meine Beiträge, meine gesundheitlichen Probleme. In den letzten Tagen und Wochen hat sich diese Situation wieder sehr verschlechtert. Schmerzen, eingeschränkte Mobilität, Schlaflosigkeit, Magenprobleme die durch die starke Schmerzmittel verursacht sind, die zZt. auch keine Wirksamkeit mehr zeigen, haben zum Handeln gezwungen . All diese Probleme haben dazu geführt, dass sich mein behandelnder Arzt dazu entschlossen hat, mich in eine Schmerzklinik zu überweisen. Das hört sich jetzt sehr einfach an, ist es aber nicht . Die Wartezeit für solch eine Einweisung liegen zwischen 4-6 MONATE. Dazu muß erst noch eine Untersuchung in der Klinik erfolgen, die solch eine Einweisung rechtfertigen . Was so viel heißt, nicht ausreichend genung Schmerzen, kein Bett. Ich war schon mal sehr froh, dass ich mit der Hilfe meines Arztes, dort sehr schnell ein solchen Termin zur Feststellung meiner Probleme bekommen habe. Nach einer gründlichen Untersuchung, einem langen Gespräch und Einsicht in meine Krankenakte, hat mir der Klinikarzt das nächst Bett das zur Verfügung steht zugesagt. Ich gehe voller Zuversicht in diese Schmerzklinik, denn das Arztgespräch und die Referenzen anderer Patienten, die ich im Internet gelesen habe, geben mir sehr viel Hoffnung. So ihr Lieben, nun warte ich nur noch auf einen Anruf aus der Klinik und einen negativen Coronatest dann geht es los. Ich werde wenn möglich, eure Beiträge weiter via Tablet verfolgen aber selbst keine verfassen.

Ich freue mich bald wieder unter euch zu sein , bleibt bis dahin gesund und kommt gut durch diese für uns alle so schwierige Zeit.

Liebe Grüße euer Vogelknipser Werner.

Memories of late Summer II

Das Gildehausener Venn

Das Venn gehört zur Grafschaft Bad Bentheim und liegt im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen, Nordrhein-Wstfalen und an der deutsch-niederländischen Grenze. Es ist eine Heide und Moorlandschaft, die eingebetten von Ackerland, Wiesen und Wäldern ist. Von unserem Wohnmobilstellplatz waren es nur wenige Minuten mit dem Rad ins NSG. So konnte ich immer mal wieder schnell auf deine kleine Fototour ins Venn fahren. Der Platz am Dreiländersee ist ein guter Ausgangspunkt, für Radtouren die über gut ausgeschildete Radwanderwege führen. Ob es nach Bad Bentheim, Gronau oder zum großen Wochenmarkt ins niederländische Enschede geht, führen der Wege immer durchs ländliche platte Land. Auch der ungeübte Radfahrer, kann hier bequem von Ort zu Ort radeln ohne das es außer Puste kommt. Sehr häufig führte uns der Weg auch nur an die alte Grenzstation, zum Einkaufen oder zum Kibbeling oder Lekker Bekker essen . Der Vogelkniper kann eine Tour an den Dreiländersee nur empfehlen , es lohnt sich auf jedem Fall.

WoMO Fahrer finden die GPS Daten zum Stellplatz, in meinem vorherigen Beitrag.

Ein großer Stellplatz der es auch erlaubt, mal ruhig und etwas abseits am Waldrand zu stehen . Dort muß man aber auf Strom verzichten.

Am Waldrand lassen sich direkt vom Womo aus schöne Fotos machen. Hier kommen in den Morgenstunden auch schon mal Hase, Fuchs oder ein Reh vorbei.

Ihr könnt die Bilder zum Vergrößern anklicken

Memories of late summer

Nach einer verkorksten Zeit, die durch meine Operationen als auch durch den Infankt meines Sohnes geprägt war, wollten wir zum Saisonabschluss 2020 noch einmal mit dem Womo los. Corona ließ uns nicht sehr viel Spielraum, es sollte auch ein Reiseziel in der näheren Umgebung sein. Spontan fiel mir der Dreiländersee bei Gronau ein, eine Stunde Reisezeit mit einigen Naturgebieten im Umfeld. Das schien jetzt der richtige Ort für uns zu sein. Wenn es Probleme gab, waren wir von dort schnell wieder Zuhause. Das Glidehauser Venn mit seinen schönen Wäldern und der See liegen nur wenige Meter von Stellplatz entfernt. Es war wie sich herausstellte eine sehr gute Entscheidung. Der Wohnmobilstellplatz ist ein sehr naturnaher Platz, der von Wald umgeben ist. Es lassen sich sehr schöne Radstouren von hier unternehmen, die niederländische Grenze liegt nur 3km vom Platz entfernt. Ich mag solche Plätze sehr, denn häufig geben mir diese dirkt vom WoMo Beobachtungsmöglichkeiten. So was es auch jetzt, wir hatten die Markise ausgefahren weil es regnete. Es war aber nicht kalt, wir konnten also draußen sitzen . Da hörte ich das leise klopfen eines Spechtes . Wo steckte er aber? Ich suchte das dichte Laubwerk der nahen Bäume mit dem Fernglas ab. Da sass er, versteckt im Laub und pudelnass . Zu meiner großen Freude war es ein Mittelspecht, der bei uns nich so häufig zu beobachten ist.Ich hatte Glück, er kam auch in den nächsten Tagen immer wieder , sodass ich auch noch bei besserem Wetter Fotos machen konnte.

Stellplatztip: GPS N 52°14´14″ E7°4´48″

Panik am See

Still und ruhig liegt der See in den Morgenstunden. Schwäne ziehen auf den spiegelglatten Wasser ihre Bahnen. Haubentaucher durchstoßen immer wieder diese glatte Wasserfläche um nach Beute zu tauchen. Einige Kanadagänse haben sich versammelt, ihr lautes Rufen durchdringt hier und da die Stille des Morgens.

Mehr als hundert Blässhühner hatte sich wohl hier versammel, um auf dem See die Nacht zu verbringen .


Ein wunderschöner Anblick von Ruhe und Frieden, in diesen frühen Morgenstunden. Ich beobachtete mit dem Ferngals eine Gruppe von 25 Zwergtaucher, leider waren sie zu weit entfernt um gute Fotos davon zu machen . Ich zeige diese Fotos trotdem, weil es doch recht selten ist, solch eine große Gruppe dieser Art auf einem Gewässer zu sehen.

Plötzlich wie aus dem Nicht, bricht Panik unter den Vögeln aus . Alles was bis jetzt ruhig vor sich hinschwamm, flog mit großem Geschreie auf . Das was vor wenigen Minuten noch friedlich und ruhig wirkte, verwandelte sich in ein wahres Beben. Der riesige Schwarm Blässhühner, der vorher noch so ruhig zu beobachten war, verwandelte die Wasserobefläche in ein blodelnden Kessel

Panik unter den Vögel läßt das Wasser nur so spritzen.

Wie ein wilde Horde suchten die Vögel das Weite.

Die Vögel flogen bis an das andere Ende des See . Den Grund für diese panikartige Flucht konnte ich mir nicht erklären . Die Blässhühner sind dafür bekannt, dass sie schon mal bei einer kleinen Störung die Flucht ergreifen. Das aber auch die Haubentaucher, die nur sehr selten durch Flug die Flucht ergreifen war schon merkwürdig. Die Zwergtaucher die ich zuvor beobachtet habe, sind auch mit dem ganzen Trupp geflüchtet . Einzig die Schwäne und die Kanadagänse haben sich durch das Spektakel nicht beeindrucken lassen. Vielleich war es ein großer Greifvogel der den See überflogen hat.