Und tschüss…….

Nach langer Zeit des Wartens ist es nun so weit. Es geht los, alles ist fertig und gepackt, die erste Tour kann starten. Zum Einstieg ist es erst mal eine kürzere Tour.  Sie führt  uns zur nördlichsten Ansiedlung von freilebenden Flamingos . Es geht nach Zwillbrock ins Venn und ins benachbarte Holland, zum Haaksberger Venn. Macht es gut ihr Lieben bis bald.

 

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Eine verpasste Tour

Eine hartnäckige Grippe hat meine Reisepläne kräftig durchkreuzt. Es wurde nichts aus meiner geplatnen Ostertour zu den Löfflern . Statt Fototouren und Inselexkursion, hieß es Bettruhe und Grippe auskurieren .

Ich möchte euch trotzdem  einige Fotos vom Löffler zeigen. Diese Fotos sind allerdings  schon im letzten Jahr auf Texel gemacht worden . Bei den Fotos verzichte ich auf weitere Texte und möchte nur die Bilder sprechen lassen.

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Der Steinschmätzer

Von Zeit zu Zeit poste ich immer mal wieder Vögel, die den traurigen Sprung auf die „Rote Liste“ geschafft haben. In der Kategorie 1 ( vom Austerben bedroht ) steht der Steinschmätzer ganz oben auf dieser Liste.

                                 Der Steinschmätzer

Die  Gründe für diese traurige Tatsache, liegt wohl in den eigentümlichen Lebensräumen des Steinschätzers. Er bevorzugt offene,karge, steinige Flächen  die er hauptsächlich in den Hochgebirgen Europas findet. Ein bevorzugter Lebensraum ist auch die schwäbische Alb und die offenen Küstenregionen mit steinigen Deichaufschüttungen. In den meisten Regionen Deutschlands, kommt er nur noch sehr selten vor, so wurden z.B. in Hessen nur noch 30 Paare gezählt. Der Zugvogel der zu den Fliegenschnäppern zählt , verbringt die kalte Jahreszeit in Afrika. Seine Brutgebiete sind in den von mir beschriebenen bevorzugten Lebensräumen zu finden.

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Der Steinwälzer

Sehr häufig tragen Vögel ihren Namen nach ihrem Aussehen, Gesang oder  nach ihren Lebensgewohnheiten. Der Steinwälzen bekam seinen Namen, wegen der ungewöhnlichen Art nach Futter zu suchen. Er dreht Steine, Geröll und sonstiges Strandgut um, um darunter nach Larven, kleinen Muscheln oder Krebsen zu suchen. Dazu läuft er mit kleinen, schnellen Schritten immer wieder an der Wasserkante entlang. Sobald er etwas gefunden hat, dreht er es um.

                                                      Der Steinwälzer
                                     Steinwälzer im Prachtkleid

 

 

Er ist in etwa so groß wie eine Amsel und gehört zu den Schnepfenvögeln. Der Zugvogel verbringt den Winter an den Küsten Südafrikas. Im Frühjahr kommt er von dort zurück, um im äußersten  Norden Europas zu brüten (Island,Nordkap).  Die Nordseeküste und das Watt besucht der Steinwälzer  im Herbst und im Frühjahr, um dort zu rasten. Hier legt er sich Kraftreseven zu, um die weiten Reisen gut zu überstehen.

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Spieglein, Spieglein an der Wand…….

Die Mandarinente zählt wohl zu den schönsten Enten in unserem Land. Ihre Heimat hat sie in Ostasien, wo ihre Bestände stark rückläufig sind.

 

Die heutigen Vorkommen in Deutschland kann man hauptsächlich in Parkanlagen oder Tiergärten beobachten. Diese Ansiedlungen sind in erster Linie auf Zooflüchtlinge oder aus Kleintierzuchten zurückzuführen. Es gibt in Deutschland aber auch einige Wildbestände, deren Ursprung  aus gleicher Herkunft stammt. Hier sind vor allem die Mandarinenten an der Havel zu nennen. Diese werden mit den vielen Parkanlagen um Berlin und Potsdam im Zusammenhang gebracht. So wurde es uns bei einer Kanuexkursion von den Naturführern erklärt. Die meisten Vögel, die sich dort angesiedelt haben, brüten nicht und sind auch nicht verpaart. Wir konnten auch auf der gesamten Tour keine Küken sichten. Wobei andere Entenarten schon viel Nachwuchs hatten. Große Bruterfolge sind bei Mandarinenten nicht zu verzeichnen. Es kommt nur zu kleineren Bruterfolgen, die dann auch beringt werden.

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Wohnmobilstellplatz: Werder a.d. Havel  N 52°22´41″-E 12°56´15″                              Vom Platz aus lassen sich Radtouren,Wanderungen und auch Kanufahrten unternehmen.                                                                                                                      Achtung: Der Stellplatz ist bei Veranstaltungen, wie z.B. das Baumblütenfest in Werden gesperrt.

 

 

Eine ungewöhnliche Begegnung

Es ist nicht die Begegnung als solches, die meine Beobachtung so ungewöhnlich machte. Es ist viel mehr der Ort, an dem ich sie gemachte habe. Ich war im Dichhinterland des Wattenmeer, bei Fedderwardersiel. Hier war ich auf der Suche nach Vögeln,  die dort üblicher Weise zu finden sind. Tja, dann stand da mitten in den Salzwiesen ein Vogel, den ich hier nicht vermutet hätte. Der meiner Meinung  nach, auch nicht so recht hier her gehörte.

Ist nicht das Zuhause des scheuen Schwarzstorch, der dichte Wald mit seinem alten Baumbeständen und nicht die Salzwiesen an der Nordsee? In den dichten alten Eichenwäldern in den Masuren  ist er mir schon einmal begegnet ,wo sein Vorkommen auch völlig normal ist. Hierzulande werden seine Brutstätten höchst geheim gehalten, sodass dieser seltene Vogel, ja nicht in seiner Brut gestört wird . Schnell wurden einige Foto gemacht, die ich dann den Rangern im nahen „Nationalhaus Wattenmeer“ zeigte.

Die schauten mich nur verblüfft an, sie konnte nicht  so recht glauben, was ich dort fotografiert hatte. Es war mittlerweile schon spät geworden, aber ich machte mich noch einmal mit einem Ranger auf den Weg, um zusehen ob wir den hier doch seltenen Gast noch einmal sichten konnten .

Tatsächlich er war immer noch da , er kreiste am Himmel und später saß er noch einmal in den Salzwiesen. Da dieser Storch kein Ring trug,  bleibt es bist heute ein Geheimnis, woher er kam. Nach der Aussage des Ranger, war das die erste Sichtung  eines Schwarzstorch, so nah beim Watt. Noch Tage später, ist er mir immer wieder begegnet ,dann aber auf den geschützten Flächen, die für Fotos zu weit weg waren. Bei dem Schwarzstorch handelte es sich um ein Jungstorch, wie deutlich am graugrünen Schnabel zu erkennen ist.

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Hier wieder ein Tipp für die Wohnmobilisten: Stellplatz Fedderwardersiel. GPS:     N 53 ° 35´46″- E 08 ° 21´23″