Gartensafari 13

Waren die schon immer da ???

Oder liegt es einfach nur daran, dass ich unseren Garten jetzt aufmerksamer unter die Lupe nehme. Es ist natürlich auch möglich, dass die Umgstalltung des Garten die Tiere zu uns gelockt hat. Es ist vielleich auch möglich, dass beides zutreffend ist.Ich beobachte jetzt Tiere, die mir zum Teil sehr fremd sind, die ich zuvor auch noch nie gesehen habe. Gut ich beschäftige mich in der Hauptsache , mit der Beobachtung von Vögeln und das schon sehr viele Jahre. Ich habe mir im laufe dieser Zeit, einiges an Wissen angeeignet. Nur sehr selten, ziehe ich zur Bestimmung einer Vogelart eine Fachbuch zu rate. Wenn ich dann doch mal ein Buch benötige, habe ich mit dem “ Kosmos Vogelführer“ von Lars Svensson, ein sehr gutes Fachbuch zur Hand. Ich würde mir wünschen, dass es zur Insektenbestimmung ein ähnlich gutes Handbuch finden würde. Die Bücher die ich mir bis jetzt besorgt habe , helfen leider nicht wirklich weiter. Zur Zeit warte ich noch auf ein engliches Fachbuch, zu dem mir einige Insektenfreunde geraten haben. Also bleibt mir häufiges Suchen im Internet oder fragen bei Leuten mit mehr Erfahrung übrig. Auch bei meinem heutigen Beitrag verzichte ich auf die Beschriftung von Fotos . Ich hoffe das ich einige Tipps von Lesern erhalten werde. So war es bei einer meiner letzten Beobachtungen , es war der Wollschweber, den ich vorher noch nie gesehen habe. Meine Bücher konnten mir bei diesem Tier auch wieder mal nicht helfen, so versuchte ich mein Glück bei Google. Mit der simplen Beschreibung, pelziger Körper, lange Beine, große Augen und ein langer Rüssel dazu den Oberbegriff Insekt. Ich staunte nicht schlecht, als sich eine Seite öffnete, die mir mein gesuchtes Insekt zeigte . Für mich stellt sich aber immer noch meine Anfangsfrage,waren diese Tiere immer schon hier?????? Oder zahlt sich am Ende doch meine Arbeit aus?

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Gartensafari 12

Heute oder vor Wochen

Einen Teil meiner Fotos habe ich vor einigen Wochen gemacht , als der Winter uns noch Tagelang mit reichlichen Schneefällen voll im Griff hatte. Die anderen Fotos habe ich vor wenigen Tagen gemacht , in dieser Zeit zeigte sich der April mit der breiten Palette seines Könnens. Mal konnte ich mich in die Sonne setzten und den Mauerbienen bei der Niströhren suche zusehen. In den nächste Tag zeigte sich der April wieder mit eisiger Kälte. Es blitzes und donnerte und dicke Hagelkörner prasselten auf unsere Dächer. Aber damit nicht genug , es folgete wieder reichliche Schneefälle . Es war kein unterschied in den Fotos zu erkennen, ob gestern oder vor Wochen fotografiert .

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Gartensafari 11

Rückblick auf die Winterfütterung

Liebe Leser , der Frühling hat inzwischen schon seinen Einzug gehalten und ist mit seinen Boten schon überall zu beobachten . Ich möchte euch heute dennoch einige Fotos von meiner vergangenen Winterfütterung zeigen. Das Bild der vergangenen Jahre hat sich auch in diesem Jahr bei mir fortgesetzt. Es ist ein deutlicher Rückgang von Grünfinken ( 1Sichtung) , Buchfinken (3Sichtungen) Gimpel und einige andere Arten, die sonst Dauergäste an meinen Futterstellen waren . Erfreulich war die Sichtung von Staren, die in diesem Jahr sehr häufige Gäst waren. Sie waren in den letzten Jahren eher selten an den Futterstellen zu beobachten.

Der Haussperling hat unser Nistkastenangebot sehr gut angenommen und ist daher auch ein häufiger Gast an den Futterstellen. Der Buntspecht war ein sehr pünktliche Gast, man konnte fast die Uhr nach ihm stellen, wie er zwei mal am Tag seine Futterportionen abholte . Die Amseln die uns im letzten Jahr noch große Sorgen bereitet habe , waren in diesem Jahr wieder sehr häufig zu beobachten. Die Futterstellen werden nun schon deutlich weniger besucht , allein der Buntspecht bleibt nach wie vor ein pünktlicher Gast.

Manch einer von euch wird sich wundern, warum ich in die Hölzer für die Fettfütterung kleinen Löcher gebohrt habe. Man könnte glauben, es sein ein Bienenhotel für den Sommer. Nein ist es natürlich nicht , es war ein Versuch, der auch sehr gut geklappt hat. Ich habe diese Löcher mit Fleischmaden gefüllt und sie danach mit Fett verschlossen . ( Die Maden habe ich mir in einem Angelgeschäft besorgt) Es war erstaunlich, wie schnell dieses zusätzlichen Futterstellen speziell vom Specht und auch von den Meisen gefunden wurden. Morgens sind diese Löcher als erstes, eins nach dem anderen vom Buntspecht abgesucht worden. Durch diese Futtergesorgung, konnte ich den Vögeln eine zusätzliche Futtergabe von proteinreichen Lebendfutter anbieten. Hätte ich was ich schon einmal versucht habe, die agilen Maden so ausgelegt, wären die sehr schnell weg gewesen,ohne das die Vögel sie je gefunden hätten.

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Gartensafari 10

Sandariun

In meinem heutigen Beitrag geht es wie schon angekündigt, um ein Sandurium ( Sandbeet ). Viele von euch haben sicherlich in ihrem Garten oder auf dem Balkon ein Insektenhotel aufgehängt, was eine ganz tolle Sache ist . (Wenn es mit dem richtigen Materialien gefüllt worden ist.) Leider finden von unseren ca 500 Wildbienenarten die wir zZt. noch haben, nur ca 40 Arten eine Brutgelegenheit in solch einem Insektenhotel. Die meisten Wildbienen sind Erd bzw Bodenbrüter. Genau dieser Bienenarten fehlt es an artgerechten Nistgelegenheiten. Sie benötigen sehr spezielle Bodenbeschaffenheiten und in ihrem Umfeld genau die richtige Bepflanzung, die ihnen ausreichend Pollen und Nektar bieten. Leider fehlt es an solchen Landschaftsflächen, was ein Rückgang dieser Bienenarten bedeutet. Genau hier lag der Ansatz meiner Überlegungen. Ich wollte diesen Bienenarten eine Nistgelegenheit schaffen, mit den Pflanzen die sie zum Leben gebrauchen. Hierzu braucht ich erst einmal fachliche Hilfe, denn mir fehle es an dem nötigen Wissen, für solch eine Anlage. Ich machte mich erst einmal in Büchern schlau und erkundigte mich bei den Freunden der Insektengruppe des NABU. Für die Bepflanzung fand ich bei den beiden Bloggerinnen „Puzzelblume“ und „pflanzwas, natur auf dem balkon“fachliche Hilfe. Beide Bloggerinnen haben jahrelange Erfahrung, speziell auf dem Gebiet naturnahe Bepflanzung. Ich nervte sie immer wieder mit Fragen, zu Bepflanzungsvorschlägen für mein Sandbeet . Bis am Ende mein Notizbuch voll war, mit Notizen für Kräutern und Wildstauden, die ich beschaffen mußte. An beiden Frauen an dieser Stelle mein herzlicher Dank. Das Beschaffen der Pflanzen war nicht ganz einfach , die meisten Gartenzenter beschäftigen sich nur mit normalen Kückenkräutern und nicht mit solch speziellen Pflanzen, wie ich sie brauchte. Ich fand dann über das Internet ein Ehepaar, die sich allein aus Leidenschaft und nicht aus gewerblichen Gründen mit solchen Pflanzen beschäftigen. Ich besuchte sie und war erstaunt, was diese Leute in ihrem Garten angelegt haben . Es waren so viele Pflanzen von denen ich zuvor noch nie etwas gehört haben. Ich durfte mich hier nach dem ich erzählt habe, was ich gebaut habe frei bedienen. Auch an Paul und Katrin an dieser Stelle mein herzlicher Dank, ich besuche euch garantiert wieder.

Jetzt mußte ich nur noch einen passenden Platz in meinem Garten finden . Es sollte wenn möglich, sehr viel Sonnenlicht einfallen, zum Anderen sollte er vor Regen einigenmaßen geschützt sein . Wir entschieden uns für eine Hochbeet, dass wir vor Jahern ohne Wissen und Verstand angelegt hatten . Es war für Dokezwecke sehr nett, hatte aber keinen biologischen Nutzen. Bis auf den Brunnen, haben wir das ganze Beet abgeräunt und von allen Pflanzen befreit. Jetzt konnten wir mit den eigentlichen Arbeiten beginnen. Zuerst habe wir gut 60cm Boden abgetragen und von Wurzeln befreit. Auf der unternen Sohle haben wir erst eine Schicht von ca 25 cm Kies aufgetragen , die später als Drainage dient. Sandbienen mögen es nicht gern feucht in ihrem Nistbereich. Dann haben wir die gesamte Grube mit einem Gemisch aus modrigen Holz ( was ich vorher mit einer großen Schredder meiner Heimatstadt zu groben Holzmehl verarbeitet habe), Löss und ungewaschenem Mauersand verfüllt. Das waren in Summe ca 1,5 Füllmaterial.

In der oberen Erdschicht, haben wir gleich einen Tonblumentopf mit dem Entwässerungsloch nach oben und mit etwas Stroh gefüllt eingestzt. Dieses soll später als Hummelunterkunft dienen . Als Regenschutz haben wir zwei Tonschärben darüber gelegt.( siehe Foto) Nun wurde die gesamte Erdschicht durch klopfen mit Pustbrettern verdichtet. Es fehlte nur noch etwas Deko und nützliche Bepflanzung. Hier habe ich alte Wurzeln, Totholz und kleinere Findlinge verbaut. Die Pflanzen auf der Sandfläche, bestehen zum großen Teil aus Hauswurz, Fette Henne und ähnlichen Sandpflanzen. Die Pflanzsteine und das weitere Umfeld haben wir nach den anfänglichen erwähnten Vorschlägen bepflanzt.

Der Brunnen dient als Bienentränke, dass langsam fließende Wasser benetzt die umliegenden Steine . Das reicht um den Durst der Bienen zu löschen

Totholz mit Löchern die von Insekten gebohrt wurden, könnten als Bruthöhle dienen.

Hier eine alte Wurzel die auch als Brutstätte genutzt werden kann.

So nun hoffe ich, dass sich die Bienen in unserem Sandarium wohl fühlen.

Gartensafari 9

Liebe Freunde und Leser, heute möchte ich nach einem längeren Klinikaufenthalt meinen ersten Beitrag über ein Naturereignis posten. Dafür setze ich die im letzen Jahr schon begonnene Serie „Gartensafarie“ fort. Im letzten Herbst, hab ich ein neues Bienenhotel aus einem alten Wagenrad gebaut. In diesem Hotel wollte ich unterschiedliche Materialien für die Eiablage von Wildbienen anbieten . So habe ich außer den üblichen Legeröhren aus Halmen, auch kleine Mauern aus Löss und Ziegelbruch gefertigt. Ich habe Totholz und sehr morsches Holz in diesem Hotel verbaut. Auch die beiden Dreiecke, im oberen Foto sind aus Löss erstellt. Der Löss ist so angesetzt worden , das man leicht mit dem Fingernagel etwas heraus kratzen könnte. Es soll so beschaffen sein, dass sich die Bienen allein eine Röhre graben können. Heute nun die ersten Beobachtungen an diesem neuen Bienenbehausung. Der gestrige Tag war noch trüb und kalt zum Teil hat es auch geregnet. Der heutige Tag, zeigte mir beim ersten Blick durch das Fenster, dass noch Reif auf den Dächern war , doch schon kurze Zeit später setzte Sonnenschein ein . Es wurde Zeit die Vögel zu füttern, dabei fiel mir ein reges Treiben an den Insektenhotels auf. Es waren Mauerbienen die mich stauenen ließen. War gestern noch nicht ein Insekt an den Hotels zu sehen, so waren sie heute in großer Anzahl zu beobachten. Zu meiner Freude,waren sie sehr stark an dem neu eingerichteten Hotel im Wagenrad zu beobachten. Sie krabbelten wie ich es von den anderen Nistgelegenheiten kannte,vermehrt in die Röhren. Wobei ich ein letztens Fach aus Zeitgründen, bzw meines Klinilaufenthalt nicht mehr verfüllen konnte . Hier habe ich das erste mal,Röhren aus Papier verwendet,die ich als wenn ich es gewußt hätte, gestern noch verbaut habe.Es mag Zufall sein, bis jetzt sind diese Röhren noch nicht angeflogen worden. Die Bienen fliegen bis jetzt noch die Röhren aus naturbelassenem Material an , das mag sich aber bald schon ändern. Mich freut es besonders, dass sich die Arbeit für die Minilösmauer gelohnt hat . Sie wir zumindest von den Bienen besucht , sie krabbenln in die Lücken und verweilen auch darin. Ich bin gespannt,ob es hier zur Eiablage kommt. Mich erstaunt es besonders, dass wie auf ein Startschuss gleich so viel Mauerbienen zu beobachten waren.

In einem meiner nächsten Beiträge, werde ich über eine weiters neues Projekt in meinem Garten beichten . Im Herbst ist hier noch ein Sandarium entstanden, dass wie ich hoffe, von Erdbienen besucht wird.

Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Auch an den alten Insektenhotel war heute ein reges Treiben

Es geht Berg auf

Wie immer gibt es einmal in der Woche eine Visite beim Chefarzt der Klinik. Ohne große Vorstellung betrat ich sein Zimmer und nah vor seinem Schreibtisch platz . Er öffnete meine Akte und sah mich grinsend an . Die Wort die dann von ihm kamen, mochte ich nicht so recht glauben. Nach so vielen Monaten von Schmerzen zermürbt, mag man kaum noch an das Gute glauben. Sicherlich ich habe in den letzten Tagen sehr gute Fortschritte gemacht , kann nachts wieder durchschlafen ohne von Schmerzen geweckt zu werden . In der Laufshule wird mein Laufbild von Tag zu Tag besser, sodass ich in der Walkinggruppe für Anfängen teinehmen darf. Das ist auch ein Fortschritt, an den ich nie geglaubt hätte , bevor ich in diese Klinik kam. Die hohe Schmerzmittelgabe, ist in den letzten Tagen angepasst worden . Ich muß viel wenige Schmerzmittel nehmen,werde aber vorerst nicht ohne auskommen können. Der Chefarzt teilte mir mit, daß man mich noch 2-3 Tage beobachten möchte , alle Blutbilder noch einmal überprüfen möchte . Wenn das alles ok ist, kann ich am Ende der nächsten Woche nach Hause gehen. Eine Nachricht die mir die Tränen in die Augen gedrückt hat und die ich gleich am Telefon meiner Frau berichten mußte. Es dauerte nicht lange und mein Handy stand nicht mehr still, es folge eine Whatsapp-Nachricht nach der Anderen. Meiner Kinnder und Enkelkinder die diese neu und gute Information voller Freude aufgenommen haben. Nun kann ich auch entlich den neusten Familien Zuwachs in den Arm nehmen. In der Zeit meines Klinikaufenthalt wurde Hanna geboren, die jüngst Enkelin in der Familie. Sicherlich wird damit meine Behandlung noch nicht abgeschlossen sein. Ich werde noch viele Monate zur Krankengymnastik gehen, um dort weiter einiges an meinem Gangbild zu verbessern . Für den Aufbau meiner Muskulatur ist eine Reha-Sportgruppe geplant. Eines ist aber gewiss, im Großen und Ganzen geht es nun für mich Berg auf.

Liebe Grüße von eurem glücklichen Vogelknipser Werner

Zwischenbilanz

Liebe Blogleser und Freunde, ich bin nun schon eine ganze Weile in einer Schmerzklinik . Heute möchte ich mich bei euch mit einer kleinen Zwischenbilanz melden . Ganz am Anfang meines Aufenthalts, mußte ich ein Fragebogen ausfüllen , in dem ich nach meiner Erwartungshaltung gefragt wurde. Eine der Fragen lautet. : “ Wie groß sind ihre Erwartungen bezüglich der Schmerzbekämpfung „. Ich habe diese Frage mit 50 % angekreuzt“, leider ist diese Wunscherwartung bis jetzt nicht erfüllt worden. Neuerliche Untersuchunge haben ergeben, dass es bei meinem Bandscheibenabriss doch zu größeren Verletzungen gekommen ist. Die Untersuchung eines Neurologen und seine Messergebnisse (Nervenleitgeschwindkeit) zeigten an , dass es im meinem linken Unterschenkel zu einem dauerhaften Nervenschaden gekommen ist. Durch diese Verletzung des Nerv, kann der Schienbeinmuskle nicht ausreichend versorgt werden. Das führt dazu das dieser Muskel abgebaut hat und mein Gangablauf beeinflusst. Dieses führt leider wieder dazu, dass es im ganzen Körper zu einer Schonhaltung kommt was, die gesamte Muskulatur beeinträchtig. Da ich schon eine ganze Weile diese Schonhaltung eingenommen habe, haben sich Muskeln und Sehnen verkürzt und verspannt. Hier arbeiten nun Ärzte, Physiotherapeuten daran das wieder zu normalisieren. In einer Gangschule, lerne ich nun ohne Hilfsmittel wieder das normale Gehen . Ich bin hier somit den ganzen Tag beschäftigt, es kommt keine Langeweile auf. Bezüglich der Schmerzmittel hat man mich hier völlig umgestellt , da die viel zu hoch dosierten Pillen schon zu erhöhten Nieren und Leberwerte geführt haben . Jetzt komme ich mit andern Mitteln besser klar, die am Ende vielleicht auch mein 50% Wunsch erfüllen.

Liebe Leser und Freunde bis bald und Liebe Grüße der

Vogelknipser Werner

Zwangspause

Liebe Freunde und Blogleser , einige von euch kennen durch meine Beiträge, meine gesundheitlichen Probleme. In den letzten Tagen und Wochen hat sich diese Situation wieder sehr verschlechtert. Schmerzen, eingeschränkte Mobilität, Schlaflosigkeit, Magenprobleme die durch die starke Schmerzmittel verursacht sind, die zZt. auch keine Wirksamkeit mehr zeigen, haben zum Handeln gezwungen . All diese Probleme haben dazu geführt, dass sich mein behandelnder Arzt dazu entschlossen hat, mich in eine Schmerzklinik zu überweisen. Das hört sich jetzt sehr einfach an, ist es aber nicht . Die Wartezeit für solch eine Einweisung liegen zwischen 4-6 MONATE. Dazu muß erst noch eine Untersuchung in der Klinik erfolgen, die solch eine Einweisung rechtfertigen . Was so viel heißt, nicht ausreichend genung Schmerzen, kein Bett. Ich war schon mal sehr froh, dass ich mit der Hilfe meines Arztes, dort sehr schnell ein solchen Termin zur Feststellung meiner Probleme bekommen habe. Nach einer gründlichen Untersuchung, einem langen Gespräch und Einsicht in meine Krankenakte, hat mir der Klinikarzt das nächst Bett das zur Verfügung steht zugesagt. Ich gehe voller Zuversicht in diese Schmerzklinik, denn das Arztgespräch und die Referenzen anderer Patienten, die ich im Internet gelesen habe, geben mir sehr viel Hoffnung. So ihr Lieben, nun warte ich nur noch auf einen Anruf aus der Klinik und einen negativen Coronatest dann geht es los. Ich werde wenn möglich, eure Beiträge weiter via Tablet verfolgen aber selbst keine verfassen.

Ich freue mich bald wieder unter euch zu sein , bleibt bis dahin gesund und kommt gut durch diese für uns alle so schwierige Zeit.

Liebe Grüße euer Vogelknipser Werner.

Memories of late Summer II

Das Gildehausener Venn

Das Venn gehört zur Grafschaft Bad Bentheim und liegt im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen, Nordrhein-Wstfalen und an der deutsch-niederländischen Grenze. Es ist eine Heide und Moorlandschaft, die eingebetten von Ackerland, Wiesen und Wäldern ist. Von unserem Wohnmobilstellplatz waren es nur wenige Minuten mit dem Rad ins NSG. So konnte ich immer mal wieder schnell auf deine kleine Fototour ins Venn fahren. Der Platz am Dreiländersee ist ein guter Ausgangspunkt, für Radtouren die über gut ausgeschildete Radwanderwege führen. Ob es nach Bad Bentheim, Gronau oder zum großen Wochenmarkt ins niederländische Enschede geht, führen der Wege immer durchs ländliche platte Land. Auch der ungeübte Radfahrer, kann hier bequem von Ort zu Ort radeln ohne das es außer Puste kommt. Sehr häufig führte uns der Weg auch nur an die alte Grenzstation, zum Einkaufen oder zum Kibbeling oder Lekker Bekker essen . Der Vogelkniper kann eine Tour an den Dreiländersee nur empfehlen , es lohnt sich auf jedem Fall.

WoMO Fahrer finden die GPS Daten zum Stellplatz, in meinem vorherigen Beitrag.

Ein großer Stellplatz der es auch erlaubt, mal ruhig und etwas abseits am Waldrand zu stehen . Dort muß man aber auf Strom verzichten.

Am Waldrand lassen sich direkt vom Womo aus schöne Fotos machen. Hier kommen in den Morgenstunden auch schon mal Hase, Fuchs oder ein Reh vorbei.

Ihr könnt die Bilder zum Vergrößern anklicken

Memories of late summer

Nach einer verkorksten Zeit, die durch meine Operationen als auch durch den Infankt meines Sohnes geprägt war, wollten wir zum Saisonabschluss 2020 noch einmal mit dem Womo los. Corona ließ uns nicht sehr viel Spielraum, es sollte auch ein Reiseziel in der näheren Umgebung sein. Spontan fiel mir der Dreiländersee bei Gronau ein, eine Stunde Reisezeit mit einigen Naturgebieten im Umfeld. Das schien jetzt der richtige Ort für uns zu sein. Wenn es Probleme gab, waren wir von dort schnell wieder Zuhause. Das Glidehauser Venn mit seinen schönen Wäldern und der See liegen nur wenige Meter von Stellplatz entfernt. Es war wie sich herausstellte eine sehr gute Entscheidung. Der Wohnmobilstellplatz ist ein sehr naturnaher Platz, der von Wald umgeben ist. Es lassen sich sehr schöne Radstouren von hier unternehmen, die niederländische Grenze liegt nur 3km vom Platz entfernt. Ich mag solche Plätze sehr, denn häufig geben mir diese dirkt vom WoMo Beobachtungsmöglichkeiten. So was es auch jetzt, wir hatten die Markise ausgefahren weil es regnete. Es war aber nicht kalt, wir konnten also draußen sitzen . Da hörte ich das leise klopfen eines Spechtes . Wo steckte er aber? Ich suchte das dichte Laubwerk der nahen Bäume mit dem Fernglas ab. Da sass er, versteckt im Laub und pudelnass . Zu meiner großen Freude war es ein Mittelspecht, der bei uns nich so häufig zu beobachten ist.Ich hatte Glück, er kam auch in den nächsten Tagen immer wieder , sodass ich auch noch bei besserem Wetter Fotos machen konnte.

Stellplatztip: GPS N 52°14´14″ E7°4´48″

Panik am See

Still und ruhig liegt der See in den Morgenstunden. Schwäne ziehen auf den spiegelglatten Wasser ihre Bahnen. Haubentaucher durchstoßen immer wieder diese glatte Wasserfläche um nach Beute zu tauchen. Einige Kanadagänse haben sich versammelt, ihr lautes Rufen durchdringt hier und da die Stille des Morgens.

Mehr als hundert Blässhühner hatte sich wohl hier versammel, um auf dem See die Nacht zu verbringen .


Ein wunderschöner Anblick von Ruhe und Frieden, in diesen frühen Morgenstunden. Ich beobachtete mit dem Ferngals eine Gruppe von 25 Zwergtaucher, leider waren sie zu weit entfernt um gute Fotos davon zu machen . Ich zeige diese Fotos trotdem, weil es doch recht selten ist, solch eine große Gruppe dieser Art auf einem Gewässer zu sehen.

Plötzlich wie aus dem Nicht, bricht Panik unter den Vögeln aus . Alles was bis jetzt ruhig vor sich hinschwamm, flog mit großem Geschreie auf . Das was vor wenigen Minuten noch friedlich und ruhig wirkte, verwandelte sich in ein wahres Beben. Der riesige Schwarm Blässhühner, der vorher noch so ruhig zu beobachten war, verwandelte die Wasserobefläche in ein blodelnden Kessel

Panik unter den Vögel läßt das Wasser nur so spritzen.

Wie ein wilde Horde suchten die Vögel das Weite.

Die Vögel flogen bis an das andere Ende des See . Den Grund für diese panikartige Flucht konnte ich mir nicht erklären . Die Blässhühner sind dafür bekannt, dass sie schon mal bei einer kleinen Störung die Flucht ergreifen. Das aber auch die Haubentaucher, die nur sehr selten durch Flug die Flucht ergreifen war schon merkwürdig. Die Zwergtaucher die ich zuvor beobachtet habe, sind auch mit dem ganzen Trupp geflüchtet . Einzig die Schwäne und die Kanadagänse haben sich durch das Spektakel nicht beeindrucken lassen. Vielleich war es ein großer Greifvogel der den See überflogen hat.

Für trübe Tage

Trübe und dunkel waren für uns die letzten Tage, was häufig nicht nur am Wetter lag. Mit meinem heutigen Beitrag, möchte ich etwas Licht und Sonne in eurem Tage zurück bringen. Ich füge den Fotos keine weiteren Texte hinzu und lasse nur die Bilder für sich sprechen.

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Auf Brautschau

Der Bluthänfling gehörte auch zu den Vogelart, die ich in den Dünen von Nordholland beobachten konnte. Wobei der Hänfling wie man ihn auch nennt, fast in allen Landschaftformen zu beobachten ist. Seinen Namen hat er der blutroten Brustfärbung des Männchens zu verdanken. Im Gegenteil zu vielen anderen Vogelarten, ist er noch sehr weit verbreitet und seine Bestände sind nicht gefährdet. Im Frühjahr und im Herbst ist der Hänfling oft in großen Trumps zu beobachten, an dem wellenförmiges Flugbild kann man diese Vögel gut erkennen . In der Paarungszeit setzen sich die Vögel von diesen großen Schwärmen ab. Ein Hänflingspaar bleibt ein Leben lang zusammen, wobei das Männchen immer wieder um die Gust des Weibchens werben muß. Mit Brautgeschenke will er sie davon überzeugen , eine weiteres Jahr mit ihr Nestlinge aufzuziehen. Es war in den frühen Morgenstunden, ich hatte mich auf das Beobachten von Steinschmärzer eingestellt. (einen Beitrag dazu habe ich schon gepostet). Gut vorbereitet habe ich mich auf ein längeres Ansitzen eingestellt. Es war aber nicht ein Steinschmätzer dem meine Aufmerksamkeit gehörte . Es war der dauerhaften Balzgesag eines Hänfling Männchens, dem meinen ganze Aufmerksamkeit gehörte. Auf einem trockten Stengel konnte ich ihn entdecken. Dort saß er und warb mit seinem lauten Gesang um die Gunst des Weibchen. Die Braut seines Werbegesags war nicht weit von ihm entfernt. Ich konnte beobachten, wie sie Stück für Stück näher kam und dann dirket neben ihm auf einem Busch saß. Plötzlich verließen beide ihre Warte und entfernten sich leider etwas von mir. Meine anfägliche Sicht auf das Paar, war jetzt wegen der größeren Entfernung nicht mehr so gut. Dennoch konnte ich beobachten, wie das Männchen eifrig den Boden nach einem passenden Brautgeschenk absuchte. Das Weibchen ließ nicht lange auf sich warten und gesellte sich zu dem Hahn. Häufig ziert sich das Weibchen eine ganze Weile, bevor sie Paarungbereitschaft zeigt und das Brautgeschenk annimmt. Es beginnt das lange Ritual des Balztanz. Bei diesem Paar ging es doch recht zügig, sicherlich habe sie schon einige Bruten gemeinsam aufgezogen. Das war eine Beobachtung am frühen Morgen, wie ich sie zuvor noch nie beobachten konnte. Ich habe mich trotz der schlechten Bildqualität dazu entschieden, diese einmalige Beobachtung der Geschenkübergabe zu zeigen.

Nach kurzen Werben ist das Weibchen zur Paarung bereit.

Die Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.

De Petten

Meine heutige Fototour führt mich in ein Teich und Feuchtwiesengebiet, zwischen Petten und Schoorl im Norden von Holland.

Durch bekannte Vogelbeobachter wußte ich, dass sich an diesem künstlich angelegten Feuchtgebiet seit meinem letzten Besuch einiges verändert hat. Es war nicht nur der erweiterte Teichausbau und die neue Beobachtungshütte, die das Gesamtbild verändert haben.

Dies ist ein Foto von einer Teilansicht des gesamten Schutzgebiet „De Petten “ es ist aber das Gebiet, in dem sich die Brandseeschwalben aufhalten. Die Brutkolonie umfasst mittlerweile ca 200 Brutvögel.

Die neu erstellte Schutzhütte, sie wird wohl nicht zu oft besucht. Mein Weg führte durch hohe Kamillepflanzen die prächtig blüten.

Dieses Foto zeigt im Hintergrund das große Feuchtwiesengebiet. Es ist als Ruhezone und Rückzugsgebiet angelegt worden und für Besucher nicht zugänglich.

Einst war das gesamte Feuchtgebiet ein artenreiches Arial, das sich jetzt etwas verändert hat. Die Limikolen haben sich mehr in den hinteren Bereich zurückgezogen , während der vordere Teil von Brand und Flußseeschwalben besiedelt ist. Im nördlichen Teil, der etwas zwei drittel der Gesamtfläche ausmacht, siedeln etwa 200 Paare Brandseeschwalben . Es ist neben dem Brutgebiet auf Texel (Utopia) die zweite Ansiedlung dieser sonst so seltenen Seeschwalbenart in den Niederlande. Bekannt sind noch europäische Brutgebiete an der englischen Küste bei Nordfolk, in der Normandie (Resérve Naturell de I Estuaire de la Seine) und im Süden Portugals. In Deutschland ist die Brandseeschwalbe als Brutvogel ausgestorben und wird als solches auf der roten Liste geführt.

Im Vorfeld dieser Tour wußte ich schon, dass ich heute vor einer fotografischen Herausforderung gestellt würde. Ich hatte die Absicht, diese schnellen und wendigen Vögel bei der Futtersuche zu fotografieren. Eigendlich sind solche Beobachtungen sehr schwer zu machen, da die Vögel meistens aufs Meer hinaus fliegen oder bei Ebbe im flachen Wasser des Wattenmeer nach Beute tauchen . Damit sind sie in den meisten Fällen, selbst mit den größten Brennweiten nicht zu erreichen. Im Schutzgebiet „De Petten“ hat man um die Brutinseln eine Wasser angelegt, das mit einem guten Weißfischbestand besetzt ist . Durch die Zuflüsse kommt immer wieder neuer Fischbestand in dieses Gewässer.

Die Brandseeschwalbe hat sich wohl gut an Rotfedern und Rotaugen als Futterfisch gewöhnt, statt im Meer nach Sandaalen zu tauchen. Das Fischen ist für sie dadurch aber nicht einfacher geworden, es sind Futterneider in direkter Nähe, die ihr das Leben schwer macht. Fliegt eine Schwalbe auf Futtersuche, wird sie dabei meistens von mehreren Vögeln begleitet. Sobald die Brand-seeschwalbe abtaucht, wir sie von ihren Begleitert attakiert , man versucht ihr die Beute zu entreißen. Die Vögel haben mittlerweile eine Taktik entwickelt um ihre Beute zu retten . Gleich nach dem Fang schlucken sie den erbeuteten Fisch, um ihn später bei den Nestlingen wieder auszuwürgen. Diese Art des Fischfang habe ich schon häufig bei anderen Vögeln, wie zB. beim Kromoran beobachten können aber nie bei Seeschwalben. Ich konnte sie sonst immer nur mit einem Fisch im Schnabel, auf dem Rückflug zu den Nestlingen beobachten.

Noch hat diese Brandseeschwalbe ihr Beute nicht bis zu ihren Nestlingen gebracht. Es ist ein stetiger Kampf ums Futter, den ich hier im Schutzgebiet von „De Petten“ beobachten durfte.

Im südlichen Teil des Naturschutzgebiet hat sich die Flußseeschwalbe angesiedelt. Hier handelt es sich aber um einen kleineren Trupp von etwa 50 Brutpaaren . Dieser Vogel ist im gegensatz nur Brandseeschwalbe weit verbreitet, ihre Bestände sind nicht bedroht.

Auch in diesem Teil des Schutzgebietes, ist der Kampf um das begehrte Futter zu beobachten. Im Gegensatz zur Brandseeschwalbe ist die Flußseeschwalbe sehr störempfindlich, schon bei der kleinsten Störung fliegt der gesamte Schwarm auf.

Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Ackervögel

Mit diesem Beitrag möchte ich meine kleine Serie über das Fluten von Blumenfelder abschließen . In einer Zusammenstellung möchte ich euch Fotos zeigen, von denen man nicht glauben möchte, dass sie auf einem Acker entstanden sind. Ich kann euch aber versichern, es sind alles Aufnahmen , die ich vom Rande eines Blumenfeldes gemacht habe.

Das ist vorerst mein letzter Blogbeitrag, ich gehe ab jetzt in eine kleine Weihnachtspause . Ich wünsche euch gute und besinnliche Festtage. Beibt gesund und passt gut auf euch auf .

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer Vogelknipser

Auch diese Fotos lassen sich durch Anklicken vergößern

Auf Beutezug am Tulpensee

Ein schlauer Graureiher.

Die nachfolgenden Fotos zum Vergößern bitte anklicken

Wie ich am Ende meines letzten Beitrag schon geschrieben habe, hat das Fluten der Tulpenfelder nicht nur umweltfreundliche und kostensenkende Aspekte. Das Fluten mit dem Wasser aus den Kanälen, spült viel Kleinlebewesen wie Schnecken, Fische, Krebse und vieles mehr auf den Acker. Ein prall gefüllter Teller für viele Wasservögel. Häufig sind es Möwen, die dieses Futterparadies als erstes entdecken . Welche Arten sich später und welcher Vielfalt dazu-gesellen haben, werde ich im folgenden Beiträgen schildern. Heute erst mal ein Besucher den ich aus nächster Nähe beobachten konnte, qusie aus dem Campingstuhl. Nur wenige Meter von unserem Campingplatz war genau solch ein Feld, wie ich es in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Es war ein junger Graureiher, der die Gunst der Stunde sehr schnell endeckt hatte. Die meisten Vögel suchten weit verstreut auf dem Feld, nach dem was das Wasser aus der Erde spülte. Anders der Reiher, er hatte sich den Wassereinlauf als Futterstelle ausgesucht. Er wartete darauf, dass der Bauer die Pumpe laufen läßt. Jetzt beobachtet er sehr genau, was die Pumpe in den Vorlaufbehälter spülte . Er wußte sehr genau was oben rein kommt, muß auch unten wieder rauskommen . Sehr genau beobachtet er wen Wasserschwall, konnte er dort etwas entdecken, huschte sein Kopf gleich zum Auslauf des Behälters. So erhaschte er so manchen Happen. Lief die Pumpe nicht, suchte er in unmit-telbarer Nähe des Einlauf und war auch dort erfolgreich. Gleichzeitig wachte er auch so über seine Futterstelle, alles was dieser Stelle zu nah kam wurde vertrieben.

Aufmerksam steht er am Feldrand und wartet darauf das die Pumpe eingschaltet wird.

Als wenn er nach dem Bauern rufen würde, “ he du schalte die Pumpe ein, ich habe hunger“.

Er weiß sehr genau was oben rein kommt, muß auch unten wieder raus kommen.

Auf diese Weis erwischt der Graureihe so manchen Fisch, der seinen Hunger still.

Läuft die Pumpe nicht, sucht er im Umfeld des Einlauf nach Futter.

Da hat sich etwas bewegt, den aufmerksamen Augen entgeht nichts.

Schon durchstößt sein kräftiger Schnabel die Wasseroberfläche.

Auch viele kleine Fische machen satt.

Warum macht man das?

Eine Frage die mich schon sehr lange beschäftig und der ich jetzt auf den Grund gehen wollte. Beginnen wir aber erst einmal ganz von vorne . Die Niederländer sind der größte Schnittblumen und Blumenzwiebel-Produzent weltweit. Über die amsterdammer Blumenbörse werden Zwiebeln und bunte Blumensträuße in die ganze Welt verschickt. Die meisten Blumenbauern haben ihr Zuhaus im Norden von Holland. Wer diese Region einmal besucht, wird staunend an blühende Feldern vorbei fahren. Zu jeder Jahreszeit, zeigt sich diese Landschaft in einem anderen bunten Blumenmeer . Tulpen und Krokusse im Frühjahr, Lilien und viele andere Blumenarten im Sommer. Ein prachtvoller Anblick der zum Anhalten einlädt. Diese bunte Blumenpracht wird zu meiner Über-raschung, von den Bauern aber nur zum Teil geerntet. Sehr häufig lassen sie diese schönen Blumen auch vertrocknen. Es geht ihnen in erster Linie um die Zwiebel, mit denen sie ihr Geld verdient. Gereinigt, sortiert und in Portionen verpackt gehen sie so in die ganze Welt. So lebt eine ganze Region von und mit den Blumen. Sind die Felder abgernetet von trockenen Blätter und Stengel befreit, beginnt die typische Feldarbeiten. So wie ich sie auch von den heimischen Äckern kenne. Dieses Vorgehen konnte ich bis zum Pflügen und Eggen auch noch gut nachvollziehen. Doch danach begann der Bauer mit Arbeiten, die mir völlig fremd waren. Er deichte sein Acker ringsum ein und verlegte dicke Rohre auf und am Rand des Feldes . Mit einer große Pumpe schleuste er große Menge Wasser auf das Feld, das macht er so lange, bis alles ca 10 cm hoch überflutet war. Diesen Wasserstand kontrolliert er mehrfach am Tag und je nach Wasserstand schaltet er die Pumpe ein oder aus. Nun komme ich wieder auf meine Frage vom Anfang meines Beitrag zurück , „Warum macht man das „? Eine Frage die mir sicherlich der Betreiber unseres Campingplatz beantworten konnte, er ist Blumenbauer. Als erstes erklärte er mir, dass die Blumenzwiebel eine sehr empfindliche Knolle ist . Sie erkranken sehr häufig an Keimen bzw. Pilzen, wenn sie in der Erde stecken . Einmal so befallen, stecken sie sich untereinander an und verfaulen in der Erde. So verlieren die Bauern häufig den gesamten Bollenbestand. Aus diesem Grund spritzen sie ihre Felder drei mal in Folge mit hochgiftigen Pestizid, bevor die Zwiebel wieder in die Erde kommen. Nicht zu glauben, was wir uns da früher in die Vase gestellt haben. Ein Bauer sei Anfang der 70er Jahre auf die Idee gekommen, es ohne das teure Gift zu probiern. Dazu geflutet er sein Feld mit Wasser, das es im Norden von Holland aus den nahen Kanälen reichlich und kostenlos gibt. So ließ er sein Feld den ganzen Sommer unter Wasser stehen, bis im Herbst die Zwiebeln wieder in die Erde kamen. Sein Versuch war ein voller Erfolg , er konnte im folgendem Jahr gesunde Blumen und Zwiebeln ernten und steigerte auf diese Weise auch noch seinen Ertrag. Diese Idee machte Schule, heute arbeitet jeder Bauer nach dieser Methode. Das dieses Verfahren nicht nur umweltschonend ist, werde ich euch in weiteren Beitrag zeigen.

Prächtige Bulmenfelder links und rechts der Staße, sind fast im ganzen Norden von Holland zu bestaunen

Rieseige Wasserfluten überspülen die Felder

Nach wenigen Tagen sieht das Feld wie eine Seeenlandschaft aus

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Wut

Ausnahmsweise kommt der Vogelknipser an diesem Wochenende mit einem zweiten Beitrag daher . Ich möchte allen meinen Lesern ein schönen ersten Advent wünschen .

Ich möchte in diesem Post aber auch meine Wut und Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Aber warum das Ganze? Ich hatte einer lieben Leserin, die mir in einer für mich schweren Zeit oft mit Briefen und Anrufen Mut gemacht hat, ein kleines Päckchen der Anerkennung geschickt. Pünklich zum 1. Advent habe ich diese Päckchen auf die Reise geschickt. Der Inhalt war eine typische Bastelei eines Vogelliebhabers und liebevoll gebackenes Weihnachtsgebäck. Soweit so gut, das Päckchen kam auch pünktlich zum 1.Advent bei der Blogfreundin an . Worauf auch ihr freudiges Feeback folge, nur beim Lesen ihrer Zeilen bemerkte ich sofort, da stimmt etwas nicht. Ihre Innhaltsangaben stimmten nicht mit dem überein, als das was ich ihr zugedacht hatte. Ein klärender Anruf brachte die Licht in die Ungereimtheiten. Auch der Freundin war aufgefallen, dass nach dem beigefügtem Brief in dem Päckchen etwas fehlen müsse . Nun gut hat sie sich gedacht, hat der Vogelknipser wohl in seinem Eifer vergessen ins Päckchen zu tun. Hat er aber nicht!!! Im weitern Verlauf des Gespräch haben wir dann festgestellt das dieses Päckchen, das an sich gut verpackt war und unscheinbar aussah von der Unterseite geöffnet wurde . Man hat meine Blogfreundin schlicht und einfach auf dem Postweg beklaut. Sowas löst beim Vogelknipser Wut und Enttäuschung aus.