Blogpause

Mit diesem Beitrag möchte ich mich dem Aufruf der Freidenkerin anschließen. Bei Facebook läuft dieses Projekt schon eine ganze Weile und das auch recht gut. Martha ruft dazu auf , dass wir Fotos posten vom Meeres-ansichten, die uns die Erinnerung und Hoffnung an eine Urlaubszeit geben sollen. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen, wir trotzem dem Virus, denn gemeinsam sind wir stark.

Das sind Fotos, die auf meiner Frankreichreis in der Normandie entstanden sind.

Diese ist auch vorerst mein letzter Beitrag . Ich muß wegen einer Reha für einige Zeit (3-6 Wochen je nach Verlauf) das Schreiben von Blogbeiträgen einstellen . Eine Maßnahme die für mich jetzt sehr schnell kam. Der Anschluß an die OP`s , ist für mich sehr wichtig . Durch die beiden kurz aufeinander folgenden Eingriffe und die damit verbundenen langen Liegezeiten, hat dazu geführt, dass sich in meinem linken Bein, ein starker Muskelschwund bemerkbar macht. Eine Erscheinung die rascht fortschreitet und dem sehr schnell entgegen gewirkt werden muß. Ein Anruf meines Arztes bei der Krankenkasse, hatte dann doch einen sehr schnellen Erfolg . Es konnte in recht kurzer Zeit eine Klinik gefunden werden, wo ich eine intensive Behandlung bekommen werde . Bis jetzt war es ja so, dass zwei mal in der Woche für 20 Minuten ein Pysiotherapeut zu mir kam . Es war für die Muskelrückbildung viel zu wenige . Mit sehr viel Grummeln im Mage, trete ich nun diese Reise zu der Klinik an . Erneut eine Klinik, wieder viele Menschen, wieder große ansteckungs Gefahr. Ein Infomationsschreiben der Klinik hat mich dann doch etwas beruhigt. Ich gehe in keine ortophädische Rehaklinik , in die ich unter normalen Umständen gegangen wäre . Ich komme in eine Klinik in der Schlag-anfallpatienten behandelt werden. Hier kennt man sie mit Lähmumgen und dem Abbauen von Muskeln sehr gut aus. Hier können auch die nötigen Maßnahmen die zum Stop und zum Wiederaufbau der Muskeln fachkundig eingeleitet werden. Es ist eine kleinere Klink , wo es keine großen Speiseräume gibt, in der ja auf Grund der Nähe, die Gefahr von Ansteckunge sehr groß gewesen wäre . Alle öffentlichen Dinge wie Besucher , Cafeteria, Schwimmbad und Gruppenbehandlungen wird es wengen der Pandemie nicht mehr geben. Ich darf das Klinikgeländer während meines Aufenthalt nicht verlassen, daruf mich nur im Garten der Klinik aufhalten. Eigentlich schade, aber wohl in dieser Situation eine zwingende Maßnahme. Ich werde zu dieser Rehamaßnahme direkt von zuhause abgeholt , mit einem Fahrzeug das eigens wegen der Ansteckungsgefahr für Patienten mit besonderen Risiken umgebaut wurde. Bevor ich nun die Reise antrete, werde ich kurz zuvor von meiner Krankenkasse eine Nachricht erhalten. Hier wird mir eine Kontakadresse Zwecks Coronaschnelltest mitgedteilt. Alles in allen Dinge, die mich etwas ruhiger schlafen lassen.

Hier noch mal mein Dank an euch alle, für eure Unterstützung, in einer für mich recht schwierigen Zeit . Wenn ich mich hier auch wiederhole, so kann ich mich nicht oft genug bedanken . Denn das was mir von euch an Zuspruch zu Teil wurde, hat mich um so manche Klippe gebracht. Ein besonderer Dank geht an ein Blog-Freund, der mir seine Hilfe angeboten hat, im Bezug auch mein Word Press . Der läuft nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus nicht mehr so, wie ich es gewohnt war. Ohne mein Zutun oder ein Update, hat sich meine Arbeitsoberfläche so verwandelt, dass ich nicht mehr damit klar kam . Ich habe mich jetzt durch diese Oberfläche gewuschtel, um dieser Beitrag posten zu können . In meiner Situation ein schwieriges Unterfangen, weil ich nicht mehr so lange am Pc sitzen kann. Nach der Reha wird mir dieser Blogfreund helfen , das wieder so hinzubekommen wie es einmal war.

Ich wünsche euch nun eine Gute Zeit, bleibt gesund ich hoffe euch alle nach meiner Reha wieder hier zu sehen .

Viele Grüße euer Vogelknipser Werner

Golden bird in the sky

Es war eine lange und nicht immer einfache Zeit, die ich mit der Entlassung aus dem Krankenhaus hinter mich gebracht habe. Es war aber auch eine Zeit der Erkenntnisse, in der ich festgestellt habe, du bist mit deinem Problem nicht allein. In erster Linie war es meine Familie, die mich in allen Phasen dieser langwierigen Erkrankung begleitet hat . Es waren aber auch meine Blog-Freunde, die mich mit E-Mails, Kommentare und Blogbeiträge unterstützt haben . Euer Zuspruch, die ermutigenden Worte, wenn ich mal wieder an Allem gezweifelt habe, gaben mir die Kraft durch diese schwierige Zeit zu kommen. Besonders schwierig wurde es, als der persönlichen Kontakt nach draußen verloren ging. Plötzlich war man allein, umgeben von sehr kranken Menschen, die mit ihren eigenen Problemen genug zutun hatten. Da war es der Kontakt über das Internet, der mir den Weg zu euch offen gelassen hat . Ein Weg, der für mich und meine Gedanken von großer Wichtigkeit war. Ich konnt mich mit eigenen Beiträgen beschäftigen, die mit großem Zuspruch von euch kom-mentiert wurden . Das hat mir eine Aufgabe gegenen, die mich von der äußerst schwierigen Situation abgelenkt hat.

Daher möchte ich mich bei euch , wie soll es anders bei einem Vogelknipser sein, mit einem Foto bedanken. Neben der Vogelfotografie zählen die Wolkenbilder zu meiner großen Leidenschaft. Ich versuche immer wieder diesen Bildern, nach meinen Phantasie Namen zuzuordnen. Ich hoffe das ihr in dem Foto, das ich euch gewidmet haben, den Titel dieses Beitrags wieder-erkennt. Vielen Dank an alle meine Blog-Freunde, für euern Beistand in einer für mich sehr schwierigen Zeit.

Euer Vogelknipser Wener.

Ein Foto beim Sonnenaufgang in den Ahsewiesen

Da pack ich mich am Kopf.

Als erstes liebe Freunde, ich bin wieder Zuhause. Meine Bewegungsfreiheit hat sich in soweit ausgeweitet, dass ich die frische Luft in unserem Garten genießen kann. Es ist zwar nicht ganz so einfach, mit meiner Unbeweglichkeit in den Garten zu kommen , es war mir aber ein Bedürfnis, das ich gebraucht habe. Es ist Steigerung der Lebensqualität um 100%, die ich dort erleben durfte. Aber sonst muß ich mich auch weiter wie ihr alle im Haus aufhalten. So konnte ich einen TV- Bricht in einem 3. Programm verfolgen , den ich mal wieder kaum glauben konnte. So mehren sich laut dem Bericht und der Aussagen der Betroffenen, die Kellerdiebstähle in ihrer Region. Nicht etwa wie sonst üblich, hatten es die Diebe auf teure Fahrräder oder Elektrowerkzeuge abgesehen. Sie haben Omas Einkockgläser , mit dem Gartenerträgen des letzten Sommer geklaut . Wenn das ganze ein Einzelfall gewesen wäre, könnte man sagen, der dreiste Dieb hatte vielleicht Lust auf etwas Hausgemachten. Nee es war gleich eine ganze Reihe von Einbrüchen, wo die Haushaltsreseven , wie Konservendosen , Einkochgläser und das begehrte Klopapier geklaut wurden. Langsam mache ich mir Sorgen um meine rostigen Nägel im Keller aber noch haben die Baumärkte ja geöffnet. Somit sind meine Schrauben und Nägel noch kein begehrtes Diebesgut. Ich hoffe es bleibt so 😊

Aus meiner Sicht

Liebe Freunde wie ihr ja alle längst wißt, verfolge ich das momentane Leben nur aus der Sicht des Krankenbett. Ich sehe nicht das, was ihr täglich bei euren Einkäufen erlebt müßt . Leer gefegte Regale kenne ich nur aus dem was im TV gezeigt wird. Mir bleibt dieses Armutszeugnis, das einige Mitmenschen erzeugen erspart. Das was ich zum täglichen Leben brauche, wird mir von freundlichem Personal aufs Zimmer gebracht. Wenn ich das WC benutze, hägt da immer eine von den wertvollen Rollen, um die ihr da draußen täglich kämpfen müsst. Ich finde diese Hamsterkäufe sowas von absurd. Da stehen junge Menschen in der Schlange, um sich mit Canabis zu versorge . Kondome werden nur Rarität und Klopapier zur Wertanlage. Liebe Klopapier- Käufer, sicherlich stehen eure Wertpapiere im Augenblick sehr hoch im Kurs . Es werden aber wieder Zeiten der Normalität kommen, dann werden die Kurs im Sturzflug sinken. Die Kapitalanlagen um die ihr gekämpft und euch geschlagen habt werden ins bodenlose fallen. Spätesten in dem Augenblick werdet ihr bemerken, ihr sitzt auf einem riesigen Berg von ungenutzen Wertpapieren , die letztendlich doch nur für den Arsch sind.

Einen schönen Sonntag wünscht euch der Vogelknipser Werner

Ein ungewohntes Bild

Die Taste 11 auf der Fernbedienung für mein Krankenhaus-Tv, zeigt beim Drücken ein Bild der Krankenhauskapelle. Es zeigt den Altar, mit einem Kreuz darüber und einige Bankreihen. Eigentlich wirkt es immer wie ein Standbild, leer ohne Bewegung und lautlos . Wobei es doch ein Livebild aus der Kapelle ist, das rund um die Uhr gesendet wird. Seit einiger Zeit kann ich beobachten, das sich an diesem Bild etwas geändert hat . Es ist Leben in dieses doch sonst so bewegungslose Bild gekommen. Unschwer ist zu erkennen, dass es einige Nonnen sind, die zur seelichen Beteuung von Kranken in die Klinik gekommen sind. Es sind aber auch viele Patienten, die im Zwiegespräch mit Gott hier auf den Bänken der kleinen Kapelle verweilen . Vielleich auch ein guter Weg, in dieser doch so schweren Zeit, sich an die Wurzeln des christlichen Glaubens zu erinnern . Vielleicht um einiges besser, als Corona-Partys zu feiern. Heute sind mir die Fäden gezogen worden. Bis auf ein ca 30cm langer Reissverschluss der als Narbe zu sehen ist, schein alles gut verheilt zu sein . Die Ärtze und Schwestern haben gute Arbeit geleisten, nun bin ich ein Fall für die Krankengymnastik bzw Rehea . Hier hoffe ich nun, dass sie auf Grund der Situation überhaupt zustande kommt . Der soziale Dienst des Krankenhaus, der diese Behandlung beantragt hat und auch schon eine Genehmigung erhalten hat, kann mir im Augenblick nicht sagen ob ich sie überhaupt antreten kann. Viele solcher Rehakliniken haben ihre Tore geschlossen oder sollen umfunktioniert werdeden und Corona-Patienten aufnehmen. Ich hoffe das ich dieses für mich so wichtige Anschlussheilverfahren bekomme oder zumindest einen gleichwertigen Ersatz, der meine Beweglichkeit sichert.

Liebe Grüße an euch liebe Freund, ihr wart für mich eine wichtige Stütze, habt mir Mut gemacht und Zuspruch gegeben . Vielen Dank euer Vogelknipser Werner

Unglaublich

Guten Morgen liebe Freunde , heute mal wieder ein Bericht aus dem Krankenhaus von mir. Dabei geht es weniger um meinen Gesundheitszustand, sondern mehr um eine Nachricht, bei der mir die Kinnlade nach unten gefallen ist . Wie ihr ja über meine Post wisst, stehe ich unentwegt über Internet mit der Aussenwelt in Verbindung. Es läuft aber auch das Radio bei mir den ganzen Tag und da bevorzug unser regionale Radiosender . Ich verfolge hier die lokalen Nachrichten, um zu wissen was in meiner Stadt passiert. Hier lief dann gestern Morgen die Nachricht die mir fast die Sprache verschlagen hat. Genau in dem Krankenhaus in dem ich liege, die Barbarakilinik, wurde eine Bestellung im Warenwert von 27000 Euro geklaut. Um sich auf die bevorstehenden Ereignisse vorzubereiten, hat das Haus Hygieneartikel geordert, die sie für diesen Fall dringend braucht. Dabei handelte es sich um mehrere Palettel Toilettelpapier und Co. Die Ware wurde am späten Nachmittag angeliefert.Weil es zu Staus gekommen ist, konnte sie nicht wie üblich angenommen werden und wurde nur in einer Halle abgestellt . Kurzum am nächsten Morgen war die gesamte Lieferung weg. Hier muß es sich doch um ein fungiertes Insiderwissen gehandelt haben, das auch eine gewisse logistische Anforderung stellt. Denn ich transpotier doch nicht mehrer Paletten Ware im Kofferraum ab. Schlagen sich die Leute jetzt nicht nur bei Aldi und Co um dieses begehrte Papier, das mittlerweile den Wert einer hochdotierten Aktie ( nach dem Denken einiger Leute ) erreicht hat. Hat das Klopapier nun auch schon das organisierte Verbrechen erreicht und gibt es am Ende eine Klopapier-Mafia????? Dafür hat euer Vogelknipser nun kein Verständnis mehr und schüttel nur noch mit dem Kopf.

Bleibt gesund ihr Lieben und passt auf euch auf, Werner der Vogelknipser . Oder Werner der Krankenhausreporter von der Coronafront 🙂

Ausgesperrt

Hallo ihr Lieben , seit gestern 16:30 Uhr sind wir nun ausgesperrt . Der eine Besucher pro Person und Tag, der noch ins Krankenhaus durfte, muß jetzt auch noch draußen bleiben. Somit sind wir von der Aussenwelt abgeschnitten. Für mich ist diese Situation ertragbar. Ich suche den Weg nach draußen via Internet , unterhalte mich mit meinen Lieben über Whats App. Kann sie über Videoübertragung sehen und freue mich auf eure Berichte und Bilder. Mir tun nur diese armen trostsuchenden Menschen leid ,die weitaus schlimmere Krankheiten zu ertragen haben als ich. Die auf ihre Angehörigen warten, die sie auch in ihrer Situation brauchen. Ich liege auf der Neurochirugie, eine der wenigen in meiner Region. Hierher kommen Leute aus einem weiten Umfeld, denen Tumore aus Kopf und Rücken entnommen werden . Auf meinem Dreierzimmer liegen gleich zwei Patienten mit solchen Operationen. Da ich jetzt wieder sitzen kann , habe ich mit Hilfe eines Rollstuhl eine gewisse Bewegungsfreiheit . Die Flure sind wie leergefegt, bis auf einige Schwestern, mal ein Arzt oder eine Pysiotherapeutin ist hier nichts mehr los . Alles ist mit Gesichtsmasken und Handschuhen bekleidet . Die Frauen vom Reinigungsdienst die nur morgens kommen, wirken in ihrem Outfit wie Personen aus einem Endzeitfilm. Gestern Abend konnte ich über das Fenster beobachten , wie einige Militärfahrzeuge anrückten und Soldaten jede Menge Kisten ins Haus getragen haben . Eine Zeit die ich so noch nie erlebt habe und von der ich möchte das sie bald ein Ende findet. Ihr Lieben passt auf euch auf und bleibt gesund . Euer Vogelknipser Werner.