Vor einem Jahr ( 4)

Der König der Lüfte

Wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, stand die Beobachtung von Seeadlern ganz oben auf unserer Wunschliste dieser Tour. Nur zwischen Wunsch und Tatsächlichem, klafft meistens eine große Lücke auseinander. Ich wußte zumindest, dass es im Geltinger Birk Ansiedlungen dieses großen Greifer gab . Vor unserer Anreise, wurde in Beobach-tungslisten von jüngste Sichtunge dieser Vögel geschrieben. Wir hatten Glück, schon auf den ersten Metern unserer Wanderung durch das Birk, konnten wir in einiger Entfernung unsere Wunschbeobachtung hören und auch sehen. Zugern hätte ich den Seeadler einmal am Boden fotografiert. Wie schon so oft zuvor, mußte ich solche Bilder als Wunschdenken abharken. Dafür hatte ich das Glück , sie bei gutem Licht ohne große Hindernisse am blauen Himmel zu fotografieren . Häufig drehen sie auch ab und entfernen sich, hier taten sie mir den Gefallen und kamen auf mich zugeflogen.

Die kleine Flußseeschwalbe läßt sich nicht von dem großen Greifer beeindrucken und vertreibt ihn aus ihrem Revier.

Er hat mich genau im Sichtfeld seiner scharfen Augen .

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Vögel ohne Lobbyisten

 

Die Bestandsaufnahmen der heimischen Singvögel liegt nun auf dem Tisch, sie ist alles andere als gut ausgefallen. Mehr als 90.000 Zähler haben festgestellt , dass in unseren Gärten etwas fehlt. Das sind Beobachtungen, die uns direkt ins  Auge fallen, wenn plötzlich Amseln und Grünfinken fehlen. So wie uns auch das Fehlen von  Großvögel,  sofort auffallen würde. Wenn im Herbst keine Kraniche mehr trompetend über unsere Orte fliegen würden , der Storch nicht mehr von seinem Horst klappert. Als die Verluste bei den Großvögeln immer deutlicher zu erkennen waren ,  wurden spezielle Schutz und Hilfsprogramme aufgestellt , um ihren Fortbestand  zu sichern. So konnte zwischen 1998 und 2017 die Bestände der Seeadler und des Kranich um 400% gesteigert werden, die vom Schwarzstorch gar um 1700% ( Zahlen aus der Fachzeischrift „Natur“ erhoben vom BUND). Was ist aber mit den Vögel, die weit draußen vor unseren Stadttoren auf den Feldern und Wiesen leben.  Die Zahlen der Feld und Wiesenvögel sind drastisch gesunken .  Zwischen 1998 und 2017 bei der Feldlerche um 47% , weiter sinkend  (Auf Grund des schlechten Bestand wurde sie 2019  zum zweiten mal zum Vogel des Jahres  ernannt.) , beim Kiebitz um 75% und das Rebhuhn um erschreckende 94 % zurückgegangen.  Ein Hauptgrund für diesen dramatischen  Verfall der Feldvögel, trägt die Landwirtschaft, heißt es im Agrarrreport von 2017 des Bundersamtes für Naturschutz, ( nachzulesen  https://www.bfn.de   Agrarreport 2017 ). Deutlich ist die  Interessenslage der Politik zu Gunsten der Chemie und Landwirtschaftsindustrie zu erkennen . Politiker stellt sich schützend vor Firmen wie Bayer und Monsanto, auch unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Klöckner.  Sie stimme einer Nutzung des Ackergift Glyphosat für weitere  fünf Jahre  zu, obwohl die Folgen des Gifts bekannt sind . Den Feldvögel werden durch das Abtöten von Insekten, die Lebensgrundlage genommen. Feldlerche und Rebhuhn haben nun mal keine Lobbyisten.

              „Wir haben es satt“ 19.1.2019 Demo in Berlin .                 Das  Eu Palament wird aufgefordert, ihre Agrarpolitik zu  ändern. Die Forderung nach Artenschutz und umwelt- freundlicher Landwirtschaft, dreht der Agaraindustrie den Geldhahn zu.

 

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Tschüss Müritz….

Ich könnte noch einige Beiträge über die Müritz posten, würde  dann  aber noch bis in den Frühling mit meinen Herbsttour – Beiträgen unterwegs sein. So ist es nun an  der Zeit, uns von Christel, Heinz und der Müritz zu verabschieden. Ich werde sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt, noch einmal detaillierter über einige Beobachtungen berichten. Unsere Fahrt geht jetzt weiter, zu einer hohen Düne. Darüber aber mehr im nächsten Beitrag .

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Auf zur Elbe Teil 2

Das was wir bei früheren Besuchen in den Elbtalauen beobachten konnten, war  immer ein einmaliges Erlebnis. Diese Region zählt wohl  zu den artenreichsten Naturlandschaften Europas. In diesem Post möchte ich die Fotos zeigen, die wir trotz der ungünstigen Verhältnisse machen konnten. Sehr erfreulich war für uns, die Sichtung einer Sumpfschildkröte.  An einem Kleingewässer bei Hinterhagen, konnten wir sie fotografieren. Auch der Seeadler  war für uns eine sehr schöne Beobachtung.

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Der Seeadler.

Liebe Leser. „Vogelknipser“ startet heute mit dem ersten Bericht seinen Blog. Ich werde auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen über meine Touren und Beobachtungen berichten. Dank eines guten Freundes konnte ich „Vogelknipser“ erstellen. Er selbst betreibt den Blog „Linsenfutter.“ (Siehe auch den Link auf meiner Seite unter Blogroll.)

Sein traditionelles Zuhause hatte der Seeadler immer schon in Mecklenburg Vorpommern. Nach dem Krieg galt Deutschlands Wappenvogel nahezu als ausgestorben. Bejagung, Landwirtschaft und zunehmende Industrie hatten ihm den Lebensraum genommen. Der mit dem Zusammenbruch der DDR verbundene Niedergang der Industrie und Agrarwirtschaft im deutsch polnischen Grenzgebiet entwickelte sich für die Natur als wahrer Segen.

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So kam dann auch der Seeadler immer mehr in diese Region zurück. Heute zählt das Gebiet um das Stettiner Haff als größte Ansiedlung Europa weit.

Die Wiege der Seeadler.

Weit im Nord Osten unserer Republik, nahe der polnischen Grenze, liegt das NSG Anklamer Stadtbruch. Mit seinen 1461 Hektar, liegt das größte Moorwaldgebiet Deutschlands zwischen Peenemündung und Stettiner Haff. Diese einzigartige Landschaft wird häufig auch als Amazonas des Nordens benannt. Die abgestorbenen Bäume des Moores bieten tausenden von Kormoranen Schlaf und Brutstätte. Hier ist aber auch wieder ein anderer Vogel zuhause, der in der Region  häufig zu beobachten ist. In den unzugänglichen weiten des Moorwaldes, hoch oben in den Baumkronen, hat der Seeadler seine Horste. Von hier startet er seine Beuteflüge ins nahe Haff, von wo er Enten, Möwen, Bläss- und Wasserhühnchen und auch Fische als Futter für seinen Nachwuchs schlägt.

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Vom Stellplatz Mönkebude lässt sich dieses Gebiet sehr gut mit dem Fahrrad erkunden.

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