Vögel ohne Lobbyisten

 

Die Bestandsaufnahmen der heimischen Singvögel liegt nun auf dem Tisch, sie ist alles andere als gut ausgefallen. Mehr als 90.000 Zähler haben festgestellt , dass in unseren Gärten etwas fehlt. Das sind Beobachtungen, die uns direkt ins  Auge fallen, wenn plötzlich Amseln und Grünfinken fehlen. So wie uns auch das Fehlen von  Großvögel,  sofort auffallen würde. Wenn im Herbst keine Kraniche mehr trompetend über unsere Orte fliegen würden , der Storch nicht mehr von seinem Horst klappert. Als die Verluste bei den Großvögeln immer deutlicher zu erkennen waren ,  wurden spezielle Schutz und Hilfsprogramme aufgestellt , um ihren Fortbestand  zu sichern. So konnte zwischen 1998 und 2017 die Bestände der Seeadler und des Kranich um 400% gesteigert werden, die vom Schwarzstorch gar um 1700% ( Zahlen aus der Fachzeischrift „Natur“ erhoben vom BUND). Was ist aber mit den Vögel, die weit draußen vor unseren Stadttoren auf den Feldern und Wiesen leben.  Die Zahlen der Feld und Wiesenvögel sind drastisch gesunken .  Zwischen 1998 und 2017 bei der Feldlerche um 47% , weiter sinkend  (Auf Grund des schlechten Bestand wurde sie 2019  zum zweiten mal zum Vogel des Jahres  ernannt.) , beim Kiebitz um 75% und das Rebhuhn um erschreckende 94 % zurückgegangen.  Ein Hauptgrund für diesen dramatischen  Verfall der Feldvögel, trägt die Landwirtschaft, heißt es im Agrarrreport von 2017 des Bundersamtes für Naturschutz, ( nachzulesen  https://www.bfn.de   Agrarreport 2017 ). Deutlich ist die  Interessenslage der Politik zu Gunsten der Chemie und Landwirtschaftsindustrie zu erkennen . Politiker stellt sich schützend vor Firmen wie Bayer und Monsanto, auch unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Klöckner.  Sie stimme einer Nutzung des Ackergift Glyphosat für weitere  fünf Jahre  zu, obwohl die Folgen des Gifts bekannt sind . Den Feldvögel werden durch das Abtöten von Insekten, die Lebensgrundlage genommen. Feldlerche und Rebhuhn haben nun mal keine Lobbyisten.

              „Wir haben es satt“ 19.1.2019 Demo in Berlin .                 Das  Eu Palament wird aufgefordert, ihre Agrarpolitik zu  ändern. Die Forderung nach Artenschutz und umwelt- freundlicher Landwirtschaft, dreht der Agaraindustrie den Geldhahn zu.

 

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Eine ungewöhnliche Begegnung

Es ist nicht die Begegnung als solches, die meine Beobachtung so ungewöhnlich machte. Es ist viel mehr der Ort, an dem ich sie gemachte habe. Ich war im Dichhinterland des Wattenmeer, bei Fedderwardersiel. Hier war ich auf der Suche nach Vögeln,  die dort üblicher Weise zu finden sind. Tja, dann stand da mitten in den Salzwiesen ein Vogel, den ich hier nicht vermutet hätte. Der meiner Meinung  nach, auch nicht so recht hier her gehörte.

Ist nicht das Zuhause des scheuen Schwarzstorch, der dichte Wald mit seinem alten Baumbeständen und nicht die Salzwiesen an der Nordsee? In den dichten alten Eichenwäldern in den Masuren  ist er mir schon einmal begegnet ,wo sein Vorkommen auch völlig normal ist. Hierzulande werden seine Brutstätten höchst geheim gehalten, sodass dieser seltene Vogel, ja nicht in seiner Brut gestört wird . Schnell wurden einige Foto gemacht, die ich dann den Rangern im nahen „Nationalhaus Wattenmeer“ zeigte.

Die schauten mich nur verblüfft an, sie konnte nicht  so recht glauben, was ich dort fotografiert hatte. Es war mittlerweile schon spät geworden, aber ich machte mich noch einmal mit einem Ranger auf den Weg, um zusehen ob wir den hier doch seltenen Gast noch einmal sichten konnten .

Tatsächlich er war immer noch da , er kreiste am Himmel und später saß er noch einmal in den Salzwiesen. Da dieser Storch kein Ring trug,  bleibt es bist heute ein Geheimnis, woher er kam. Nach der Aussage des Ranger, war das die erste Sichtung  eines Schwarzstorch, so nah beim Watt. Noch Tage später, ist er mir immer wieder begegnet ,dann aber auf den geschützten Flächen, die für Fotos zu weit weg waren. Bei dem Schwarzstorch handelte es sich um ein Jungstorch, wie deutlich am graugrünen Schnabel zu erkennen ist.

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Hier wieder ein Tipp für die Wohnmobilisten: Stellplatz Fedderwardersiel. GPS:     N 53 ° 35´46″- E 08 ° 21´23″

 

Ein Fluss mit zwei Gesichtern. Teil 1

Der Fluß und seine Landschaft.

Wenn man von der Elbe spricht, dann ist es oft der Fluss, an dem Industrie und Schifffahrt ihre Wunden hinterlassen haben.  Es steht immer  noch das umstrittene Thema  der Elbvertiefung zur Debatte. Immer größer sollen die Schiffe werden, die hier auf dem Weg zum Hamburger Hafen sind.  Schon heute haben auf Grund dessen, viele Vogelarten diesen Teil des Flusses verlassen. Auenlandschaften sind verstört worden. Dort wo eins viele Vögel ihre Brutpläze hatten, werden sie heute überspült und weg geschwemmt. In dieser einst so artenreiche Flußlandschaft, haben sie ihren Lebensraum verloren. Der Fluß der sie einst ernährt hat, läßt sie heute in dieser Region verhungern. Die Nahrung die sie früher hier gefunden haben, gibt es nicht mehr, von Großschiffen weggespült.

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Es gibt aber auch eine ganz andere Elbe. Ein Fluss der abseits der Großstädte liegt. Der noch Tierarten beheimatet, die anderer Orts ausgestorben sind. Eine dieser Regionen ist das Wendland, mit dem Biosphärenreservat Elbaue. Hier ist eines der größten Brutgebiete des Rotmilan Europa weit.  Biber, Fischotter,Fischadler und nicht zu vergessen, der überall zu sehende Weißstorch haben hier ihre Heimat. Selbst der sehr scheue  Schwarzstorch, ist in den dichten Auenwäldern beheimatet. Eine Elbe mit ihren Auen und Altarmen, die unter ganz besonderen Schutz gestellt wurde. Leider hat auch diese schönen grünen Weste  einen rabenschwarzer Fleck, “Gorleben“.Hier ist nicht das kleine Dorf an der Elbe gemeint, sondern vielmehr der Atommüll der hier  ZWISCHEN GELAGERT  wird. Von dem wir immer noch nicht wissen wohin er einmal soll.

                         

Stellplatz Hitzacker: N53°08´58“ E11°03´06“

Dieser Park und Wohnmobilstellpaltz, ist ein guter Ausgangspunkt, für Rad und Wandertouren. Auch ein Besuch der örtlichen Gastronomie ist zu empfehlen.