Kraniche über „Groß Schwerin“

Heute möchte ich euch zu einer gemeinsamen Beobachtungstour einladen. Hierzu müssen wir aber erst einmal sehr frühe aus den Federn kommen. Unser Ziel liegt in einer Gegend der Müritz, die noch nicht so stark vom Tourismus  geprägt ist. Von Waren legen wir zunächst einmal einige Kilometer mit dem Auto zurück. Die Tour führt uns fast um  den halben See. Wir  erreichen den Ort  Röbel a.d. Müritz, jetzt haben wir unser Beobachtungsgebiet fast erreicht. Nur noch wenige Minuten Fussweg sind es, von einem Wanderparkplatz bis zum „Großen Schwerin und Steinhorn“, einer Halbinsel die in der  Müritz liegt.  Schon sehr früh wurde diese Insel unter Schutz gestellt. Sie beheimatet ein Vielzahl von Wasservögeln und ein  Artenreichtum der seines Gleichen sucht. Schon im Jahr 1930 wurde sie zum NSG erklärt und ist somit eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

 

Von dieser Stelle möchten wir nun den Ausflug von Kraniche beobachten, was immer ein ganz besonders Naturschauspiel ist. Schon beim Sonnenaufgang verlassen die Vögel ihr Schlafplätze  am Rederangsee, um von hieraus auf den umliegenden Feldern nach Futter zu suchen. Diese Rast und Futterstellen, benötigen von allem die Jungvögel, um sich Kraftreserven für den langen Flug in den Süden zu schaffen. Auf einer kleinen Anhöhe, haben wir einen hervorragenden Blick über die Müritz. Die Insel und der See liegen jetzt noch unter einer  Nebeldecke versteckt, wobei uns die aufgehende Sonne ein oranggoldes Farbenmeer an den Himmel zaubert. In der Ferne sind die ersten Trupps zu erkennen, die Ruhe des Morgens lässt uns jetzt auch schon  das typische Rufen der Vögel hören. Immer näher kommen sie, hunderte von Kranichen, die mit ihrem lauten trompeten nun direkt über uns hinweg fliegen. Ein Naturerlebnis an der Müritz, das   man nicht so schnell vergessen wird.

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Eine Perle im Herzen von Mecklenburg Vorpommern.

Gerne wären wir noch einige Tage in der  Wakenitzniederung und bei den Nandus geblieben. Ein neues Ziel und eine Verabredung sagten uns aber, es muß weitergehen . Schon im Vorfeld unserer Reise, haben wir uns mit Christel und Heinz verabredet, die wir über Facebook kennengelernt habe. Sie wohnen an unserem neuen Zielort, Waren an der Müritz. Beide sind sehr mit der Natur verbunden und häufig mit der Kamera unterwegs.  Ich hatte sie gebeten, uns ihre Heimat die Müritz, sowie das Umland von Waren zu zeigen. An dieser Stelle kann ich schon einmal sagen, dass sie das eindrucksvoll und mit  sehr viel Hingabe gemacht haben. Sie haben sich über mehrere Tage, sehr viel Zeit für uns genommen. Per Fahrrad und mit dem Auto haben wir Regionen aufgesucht ,die wir allein sicherlich nie so erkundet hätten. Hier noch einmal unser herzlichsten  Dank an Christel und Heinz. Unser erstes Ziel war ein Stellplatz mitten in Waren. Ein guter Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung, aber auch ein Ort wo wir unsere Lebensmittelvorräte  auffüllen konnten. Diese waren nach mehreren Tagen ohne jede Einkaufsmöglichkeit in der Einsamkeit , um einiges geschrumpft. Nach drei Tagen haben wir  den Stellplatz  mitten in Waren verlassen und sind ins ruhige naturnahe Schwarzenhof umgezogen.

 

 

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Stellplatz-Tipp: N53°30`48″ E 12° 41´40″ .   „Gut für Stadtbesichtigungen “ 

Stellplatz Schwarzenhof: N 53°27´47″ E 12°47`59″  Hier ist eine vorherige Reservierung sinnvoll. Der Platz wird gerne besucht.