Der Saaler Bodden und die Kraniche

 

 

Saal-Neuendorf der kleine Hafen am Bodden, steht immer auf der Liste unserer Ziele, wenn es in den Nord-Osten von Deutschland geht. Besonders dann, wenn dort die Kraniche rasten. Auf den Feldern der umliegenden Dörfer von Hermannshagen, Hermannshof oder Neudendorfer Heide sind sie  zu Tausenden zu beobachten. Hier befindet sich wohl eines der größten Rastgebiete in Deutschland. Kaum konnte ich es abwarten aufs Fahrrad zu steigen, um zu sehen wo sie standen. Hier brauchte ich keine einheimische Hilfe, die  Region kenne ich sehr gut. Schon  oft haben wir mit dem WoMo im Hafen von Saal-Neuendorf gestanden. Das Wetter der nächsten Tage versprach nichts Gute, es sollte nicht mehr so ideal zum Fotografieren bleiben. Ich wollte Flugfotos vom Kranichen machen, dazu konnte ich keinen grauen Himmel gebrauche. Daher durfte ich nicht viel Zeit verlieren und machte mich gleich auf den Weg.  Am Vorsammelplatz hatte ich schon bei der ersten Fototour Glück, ich konnte die Kraniche beim abendlichen Einfliegen fotografieren. Sie am Boden auf den Feldern zu erwischen, erwies sich in diesem Jahr als recht schwierig . Häufig standen sie mit ihren Jungen weit draußen auf dem Acker. So kannte ich es nicht, sonst konnte man sie direkt an den  Feldränder neben den Wegen und Strassen beobachten.

Mein Stellplatztvorschlag : Der Hafen von Saal-Neuendorf, hier ist man mitten im Kranichgebiet. Ein besonderes Erlebnis, wenn sie schon morges sehr früh im Tiefflug übers WoMo hinweg fliegen.

GPS: N 54°20´04″ E 12°3145″ hier gebe ich die Adresse dazu nicht alle Navis führen direkt dahin .Saal -Neuendorf Hafenweg

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Kraniche über „Groß Schwerin“

Heute möchte ich euch zu einer gemeinsamen Beobachtungstour einladen. Hierzu müssen wir aber erst einmal sehr frühe aus den Federn kommen. Unser Ziel liegt in einer Gegend der Müritz, die noch nicht so stark vom Tourismus  geprägt ist. Von Waren legen wir zunächst einmal einige Kilometer mit dem Auto zurück. Die Tour führt uns fast um  den halben See. Wir  erreichen den Ort  Röbel a.d. Müritz, jetzt haben wir unser Beobachtungsgebiet fast erreicht. Nur noch wenige Minuten Fussweg sind es, von einem Wanderparkplatz bis zum „Großen Schwerin und Steinhorn“, einer Halbinsel die in der  Müritz liegt.  Schon sehr früh wurde diese Insel unter Schutz gestellt. Sie beheimatet ein Vielzahl von Wasservögeln und ein  Artenreichtum der seines Gleichen sucht. Schon im Jahr 1930 wurde sie zum NSG erklärt und ist somit eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.

 

Von dieser Stelle möchten wir nun den Ausflug von Kraniche beobachten, was immer ein ganz besonders Naturschauspiel ist. Schon beim Sonnenaufgang verlassen die Vögel ihr Schlafplätze  am Rederangsee, um von hieraus auf den umliegenden Feldern nach Futter zu suchen. Diese Rast und Futterstellen, benötigen von allem die Jungvögel, um sich Kraftreserven für den langen Flug in den Süden zu schaffen. Auf einer kleinen Anhöhe, haben wir einen hervorragenden Blick über die Müritz. Die Insel und der See liegen jetzt noch unter einer  Nebeldecke versteckt, wobei uns die aufgehende Sonne ein oranggoldes Farbenmeer an den Himmel zaubert. In der Ferne sind die ersten Trupps zu erkennen, die Ruhe des Morgens lässt uns jetzt auch schon  das typische Rufen der Vögel hören. Immer näher kommen sie, hunderte von Kranichen, die mit ihrem lauten trompeten nun direkt über uns hinweg fliegen. Ein Naturerlebnis an der Müritz, das   man nicht so schnell vergessen wird.

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Wenn die Kraniche ziehen

Wenn wir in den nächsetn Tagen unseren Blick an den Himmel richten und auf der Flugroute der Kraniche wohnen, werden wir sie wieder beobachten können.

Früher als sonst sind sie unterwegs, um  ihre Brutgebiete zu erreichen.  In den Rastgebieten sind sie auch schon vermehrt zu sehen. Wobei es sich hier auch um „Überwinterer“ handeln könnte . Ähnlich wie bei den Störche, bleiben immer mehr Kraniche in ihren Brutgebieten. Bei einem Besuch im Dezember, konnte ich viel von ihnen dort beobachten. Es sind  die warmen Winter der letzten Jahre, die die Vögel zum Bleiben veranlasst. So viele wie  in diesem Winter, konnte ich in den vergangenen Jahren nicht beobachten.

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Eine Flucht in 9 Fotos

Jeder der sich mit der Fotografie von Vögeln beschäftigt, kennt das Pro-blem der Flucht.  Wie oft habe ich es schon erlebt?  Ein Bussard sitzt auf einem Weidepfahl am Wegrand, er beobachtet von hier  sein Umfeld, oder  lauert auf Beute. Fahre ich mit dem Auto an ihm vorbei, bleiben erhäufig ruhig sitze. Sobald ich aber anhalte, oder nur die Geschwindigkeit verringer, fliegt er auf und  ist weg. Es ist sehr schwierig, sich Raubvögel unbemerkt zu nähern. Häufig gelingen einem Fotos von Vögeln, die man  aus größeren Entfernungen fotografiert, und dazu große Brennweiten benutzt. In den nächsten beiden Berichteten zeige ich Fotos, die es mir erlaubt haben, mich aus dem  Schutz des Autos  den Raubvögeln zu nähern.

 

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Es gibt nur wenige Ausnahmen unter den Vögeln, die wirklich sitzen bleiben, und sich an annährende Menschen nicht stören. In diesem Post  zeige ich die Flucht eines weiblichen Turmfalken . Angefangen vom Erkennen der Gefahr  bis zum Reißaus. Ein an sich  koplexer Vorgang,  eingefangen in nur 9 Serienfotos.

Abendstimmung am Bodden.

Der Saaler Bodden zählt immer wieder zu unseren beliebtesten Reisezielen. Es ist ein Erlebnis, wenn die Kraniche dort zur Rast eintreffen. Tausende Vögel, fliegen Abend für Abend mit lautem Trompetenruf zu ihren Schlafplätzen . Es sind aber nicht nur die Kraniche, die den Bodden zu etwas Besonderen machen.

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Eine Fahrradtour entlang an seinen Ufern, ist  Natur pur erleben . Radwege führen uns  vorbei an  Wiesen und Wälder, breite Schilfgürtel sind unser Begleiter auf der gesamten Wegstrecke.   Kleine romantische Dörfer, laden zum Verweilen ein. Wenn es dann zum Tagesabschluss, solch einen Sonnenuntergang gibt, war es mal wieder ein perfekter Tag am Saaler Bodden.

Stellplatz: N 54´20´04″ E12´31´45″. Der Stellplatz liegt direkt am Bodden.

 

 

Der Ruf der Kraniche.

Es gibt wohl keinen anderen Vogel, der eine derartige Faszination auf den Menschen ausübt, wie der Kranich. In asiatischen Kulturen ist er ein Glücksbote und wird von den Leuten verehrt. So ist er fast in jedem Haus als Bild oder Skulptur zu finden. In jedem Jahr suche ich seine Rastgebiete am Bodden und in der Diepholzer-Moorniederung auf, aber auch seine Brut- und Überwinterungsregionen stehen auf meinem Reiseplan.

Für die Wohnmobilfahrer unter euch empfehle ich für den Bodden den Stellplatz in Saal Neuendorf,  für die Moorniederungen den Platz in Ströhen. Von beiden Plätzen sind die Beobachtungsgebiete schnell und gut zu erreichen.

Stellplatz in Saal Neuendorf:  N54´20´04“ E12´31´45        Ströhen:  N52´20´04“ E08´41´04“