Ab in den Süden oder doch nicht?

In den letzten Tagen und Wochen, konnten wir sehr schön am Himmel beobachten, wie es die Vögel in großen Scharen in den Süden zieht. Viele Vogelarten verlassen nun  ihre Brutgebiete und fliegen  in den Süden Europas oder auch bis ins ferne Afrika. Es gibt aber auch Vögel, die genau in die entgegengesetzte Richtung fliegen. Dazu gehört zB. der Große Brach-Vogel.  Mit etwas Glück, kann ich ihn im Frühjahr in meinen heimischen Auen, in kleinen Gruppen  bei der Futtersuche beobachten.  Anders ist es in seinem Winterquatier an der Nordseeküste , dort sind sie auf Wiesen und  Feldern  zu Hunderten zu beobachten . Wenn es Abend wurde, konnte man sehen wie sie in großen Trupps zu ihren Schlafplätzen flogen. In den seich- ten Gewässern der Feuchtwiesen, haben sie ihr Nachtlagen. Hier sind sie sicher, vor Fuchs und anderen Tieren die ihnen gefährlich werden können. Es war gut das es in den letzten Tagen so stark geregnet hatte, denn bei unserer Anreise lagen die Wiesen fast alle trocken . Die Vögel hätten so keinen sicheren Schlafplatz gefunden.

 Eine Fotoserie aus dem Winterqutier des „Großen Brachvogel “ Zeeland Niederland.

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Heimkehrer

                                     Der Große Brachvogel

Nachdem der Storch in seinem Sommerquatier zurück ist, folgte nur wenige Tage später der Große Brachvogel. Am Anfang konnte ich ihn noch nicht entdecken, aber sein unverkennbares Rufen sagte mir , er ist zurück.

 

Zuerst sah ich ihn im Flug, schnell zu  erkennen an seinem Ruf.  Er ist nicht leicht zu entdecken, da sich  sein Federkleid nicht deutlich von seiner   Umgebung abhebt, wie zB der Storch oder ein Reiher. Dann sah ich ihn doch, wie er mit seinem langen gekrümmten Schnabel  in der Wiese stand und nach Futter suchte. Eine gute Gelegenheit, um die ersten Fotos zu machen.

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Das Ellewicker Feld.

Nur wenige Minuten vom Zwillbrocker Venn, liegt das Ellewicker Feld. Ein Feuchtwiesengebiet mit sehr vielen Beobachtungsmöglichkeiten . Es ist hier viel ruhiger, hat bedeutend  weniger Besuchern als das nahe Venn. Dieses sehr schöne NSG, wird  häufig nur von Leuten mit Ortskenntnissen besucht. Man bleibt einfach mit seinem Fahrzeug am Wegrand stehen,  kann so aus dem Schutz des Autos die Vögel beobachten . So hat man zu beiden Seiten des Weges, Wiesengebiete vor sich liegen. Ich persönlich bevorzuge das Fahrrad, kann so genau  sehen was sich in und hinter den Hecken aufhält.

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Den Weg zum Aussichtsturm kann ich nur empfehlen. Hier sind es  nicht die Dinge, die es in der Ferne zu sehen gibt. Gleich unterhalb des Turmes liegt dichtes Buschwerk ,das häufig  viele Singvögel beherbergt . Ab dem Frühjahr ist das Ellewicker Feld voller Leben.Viel Arten von Gänse und Enten sind dann hier zu beobachten. Ein häufig zu sehender Vogel, ist der Große Brachvogel, der  schon von weitem zu hören ist. Uferschnepfen,Rot und Grünschenkel aber auch die seltene Wasserralle haben hier ihr Zuhause. Nicht selten, ist der Flamingo aus dem nahen Venn hier auch zu Gast .  Besuche von Zwillbrocker Venn und Ellewicker Feld lassen sich gut mit einem Besuch verbinden.

Stellplatz und Unterkünfte wie Zwillbrocker Venn.

 

Regen, Regen, Regen.

Für unsere Jahresabschlussfahrt hatten wir uns eigentlich eines der größten Naturschutzgebiete Europas ausgesucht. Die Reise sollte ins niederländische NSG Biesbosch gehen. Leider hatte der Regen der letzten Wochen dafür gesorgt, dass es in der Region keinen befahrbaren Campingplatz mehr gab. Es musste ein Ersatzziel her. Wir entschieden uns für Zeeland und den kleinen Ort Westkapelle.

Diese Entscheidung erwies sich im nach hinein als echter Glücksgriff. Der Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten, lag direkt neben dem NSG Noorder Vroon. Schon man nächsten Morgen hörte ich das Rufen vom Großen Brachvogel. Es ging ab aufs Fahrrad. Ich wollte wissen, woher kam dieses Rufen. Schon nach wenigen hundert Meter entdeckte ich die Vögel und ein sehr schönes Feuchtwiesengebiet. Dazu aber später mehr in einem anderen Bericht.