Entlang der niederländischen Nordseeküste

Sauwetter

Der Regen bleibt uns auch in den nächsten Tagen noch treu. Es gesellte sich auch noch ein kräftiger Wind dazu. Das ist ein Zeichen für uns unsere Fahrt fortzusetzen, denn Regenwetter ist eine gute Zeit um zu reisen . Wenn da nicht der Wind und der 31 Kilometer lange Abschlußdeich wäre. Auf dem Dich gibt es schon mal sehr stürmischen Wind, der ein Wohnmobil kräftig schaukeln läßt.

Es ist etwa 11 Uhr morgens, als wir über den Deich gefahren sind. Nach der Dunkelheit zu urteilen, konnte es später Abend gewesen sein. Der Wind hielt sich Gott sei Dank in Maßen, dafür hat uns ein fieser Nieselregen, die ganzen Fahrt begleitet.

Wir haben unsere Tourenplan auf Grund des Wetters geändert . Unser nächstes Ziel wäre eigentlich die alte Hafenstadt Harlingen gewesen . Ein Stadtbesuch macht bei solch einem Wetter kein Spaß . So werden wir diese Region später noch einmal besuchen. Wir fahren deshalb in Richtung Den Helder , machen aber einen Zwischenstopp am Balgzand Polder. Der Grund für diesen Stopp war ein Eintrag in meinem Notizbuch. Es sollen sich dort an den Poldern immer sehr viele Vögel beobachten lassen. Diese Polder sind beim Bau des Abschluss-deich entstanden und sind im Laufe der Zeit ein Vogelparadies geworden. Nur die Anfahrt mit einem großen Wohnmobil ist sehr schwierig, es gibt für solche Fahrzeuge dort keine Parkmöglichkeiten. ( Wer die Tour mal nachfahren möchte, also vorsicht für große Fahrzeuge ist es nicht ganz einfach) Die drei Parkplätze die dort sind, sollten mehr für kleinere Autos gedacht sein. Zudem waren die auch belegt, was mir das Einparken nicht besonders leicht gemacht hat. Von daher mußte ich auf ein Wiesengelände ausweichen, was sicherlich nicht erlaubt war und zudem gefährlich war. Hätte ich mich dort in dem weichen Boden festgefahren , wer hätte mich dort rausgezogen???? Naja wir hatten Glück, es kam keine Polizei und wir haben uns nicht festgefahren. Es gibt dort zwei Stellen zur Beobachtung, die aber leider belegt waren . So gab es uns die Zeit, ein Mittagsessen zu kochen . Das warten hatte sich geloht, die anderen Beobachten sind wohl auch zum Essen gefahren, als ihnen der Duft unserer Mahlzeit in die Nase gezogen ist. Die erste Station die ich angelaufen bin, hat sich nicht gelohnt, es war alles viel zu weit entfehrt. Die andere Beobachtungs-wand war besser, da hatte man einige Vögel (Rotschenkel, Austernfischer, Kampfläufer) und einiges mehr , sehen nah. Das was mich interessierte, war wie schon an der anderen Station weit weg. Also mußte ich das Stativ aufbauen und eine große Brennweite nutzen, was bei dem Wetter nicht grad der Bringer war. Ich konnte troz der schlechten Sichtverhältnisse, das fotografieren weshalb ich hier angehalten habe. Löffler, sie sind dort in großen Gruppen zu sehen , mitunter sollen es über 100 Vögel sein, die dort gleichzeitig stehen . Ich konnte etwas über 50 Löffler zählen, was für mich schon recht gut war.

Vögel die gleich in der Nähe der Wand zu beobachten waren.

Es gesellten sich immer mehr Vögel dazu,

Landeanflug eines weiteren Trupps.

Zu meiner Freude konnte ich auch einige Löffler mit Beringungen beobachten.

Es ist für mich immer eine große Freude, diese prächtigen Vögel zu beobachten.

Nachdem mir einige Foto gelungen waren, geht es nun weiter zu unserem gebuchten Campingplatz nach Julianadoorp . Hier werden wir einige Zeit bleiben und die unterschiedlichsten Beobachtungsgebiete besuchen . Es geht auch für eine Paar Tage rüber auf Texel, dort besuchen wir Freunde in dessen Garten wir stehen können.

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Der Halligstorch.

Wegen seines schwarz weißen Gefieder und dem auffällig roten Schnabel, nennt man den Austernfischer schon mal scherzhaft so. Es ist ein typischer Watvogel, der fast an allen Küsten Europas zu beobachten ist.

                            Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken               

In den Feuchtgebieten des küstennahen Binnenland, ist er auch häufig zu beobachten. Seine Brutgebiete liegen nah an der Küste. An seinem Brutplatz stellt er keinen großen Anspruch, er sollte nur Schutz  vor seinen Feinden bieten.(Fuchs,Marder, usw.) So konnten schon Brutpaare, auf Flachdächern von Hotels nahe des Meeres beobachten werden. Die Austernfischer sind häufig ganzjährig in ihren Brutgebieten zu beobachten.

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