Ein Fluss mit zwei Gesichtern Teil 4

Der Fluss und seine Biber.

Der Biber ist zum Symboltier der Elbe und seiner Auen geworden  . Im 19.Jahrhunder zählte er als ausgerottet, sein Bestand war auf nur noch wenige Tiere geschrumpft. Jahre später, stelle man den Biber unter besonderen Schutz .  Ausgewiesene Schutzzonen und ein Jagtverbot sicherte die Bestände. Heute zählt das Biosphärenreservat Elbtalauen wieder als Biberland, mit einem guten Bestand.   Bei meinen Streifzügen entlang der Elbe und Jeetzel, konnte ich seine Anwesenheit durch gefällte Bäume deutlich erkennen. Oft waren es schon mächtige Stämme, die er mit seinen Zähnen  zu Fall gebracht hatte.

            

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Aber wo steckte er nur ,der Biber? Es wird immer behauptet, das er ein nachtaktiver Geselle wäre. Dass Begegnungen am Tag ehre selten sind. Eine Tatsache die mir eigentlich nicht so gut gefallen wollte. Dann war es doch so weit, an einem kleinen Nebenfluss der Elbe, der Jeetzel, konnte ich ihn das erste Mal sehen und das am hellen Tag. Leider war es keine günstige Entfernung, um Fotos zu machen. Wenn er einmal zu beobachten war, dann muss es doch auch noch ein zweites Mal klappen. Genau so war es auch, er kam mir näher. Viel näher als ich es je zu glauben wagt hätte. Schon am nächsten Tag, hatte ich erneut das Glück ihn zu sehen. Dort wo die Jeetzel in die Elbe mündet   war er aktiv,hier hatte ich auch sehr frische Spuren entdeckt. Gut getarnt und ruhig, hatte ich mich hier auf die Lauer gelegt. Meine Ausdauer  hatte mir Erfolg gebracht und ein paar Fotos.

Das war nun der letzte Teil meiner Elbtour

Ein Fluss mit zwei Gesichtern Teil 3

 

Die Elbe und die Störche

Es gibt wohl keine Region in Deutschland, wo der Storch häufiger  zu beobachten ist, als hier an der Elbe.

Die deutsche Storchenstrasse.

Es führt eigens zum Thema Storch, eine Route entlang des Flusses und seiner Auen. Hier können interessierte Besucher, auf einer beschilderten Strecke den Spuren des Storches folgen. Fast in jedem Dorf das an der Wegstrecke liegt,  klappert es von Dächern,Türmen und Masten. Es ist aber nicht nur der Storch, der die deutsche Storchenstrasse so interessant macht. Viele historische Ortschaften,  Städte und Sehenswürdigkeiten  liegen auf der Route.

 

 

Ich bin dieser Sraße gefolgt und war von der Streckenführung begeistert. Orte die ich normaler Weise so nie besucht hätte ,von denen ich auch zuvor noch nie etwas gehört habe. Immer wieder führte mich die Storchenstrasse entlang der Elbe, deren Altarme und Auen. Eine Reise die ich sehr empfehlen kann.

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Morgen endet nun mein Vierteiler, der zum Abschluss für mich noch einmal etwas Besonderes war.

 

 

Ein Fluss mit zwei Gesichtern. Teil 2

Die Elbe und ihre Dörfer

Im zweiten Teil meiner Elbtour möchte ich über einige Dörfer berichten, die an dem von mir besuchten Teil des Flusses liegen. Bewusst habe ich hier auf die größeren Städte verzichtet. Auf meinen Wanderungen habe ich immer wieder die Flussseite gewechselt, mal das östliche, dann wieder das westliche Ufer. Dieser Wechsel war nicht immer möglich, bildete doch in diesem Bereich die Elbe die Deutsch Deutsche Grenze. In einem beigefügten Link, möchte ich auf eine besondere Stelle dieser Grenze hinweisen, die wohl einmalig in der deutschen Geschichte ist. Die Geschichte der Dorfrepublik Rüterberg.

https://www.planet-wissen.de/natur/fluesse_und_seen/die_elbe/pwiedorfrepublikrueterberg100.html

Über das Storchendorf Rühstädt, habe ich schon ausführlich in einem früheren Post berichtet

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Dort, wo die Jeetzel in die Elbe mündet, liegt die kleine romantische Stadt Hitzacker. Auf diese Stadt und den Jeezelsee, komme ich in einem späteren Bericht noch einmal ausführlich zurück. Sie war für mich Ausgangspunkt für viele Fototouren und Wanderungen. Hier gibt es die Möglichkeit, mit einer Fähre auf die östliche Seite der Elbe zu wechseln. Ein Rad- und Wanderweg führt entlang des Weges „Grünes Band“. Ein Weg der zur Zeit der Innerdeutschen Grenze als Wachweg diente. Er beginnt in Bayern und endet an der Ostsee. Heute ist es ein traumhafter Wanderweg, der durch die Auenlandschaft der Elbe führt. Mich führte der Weg bis nach Boizenburg, wo es dann mit der Fähre wieder auf die westliche Seite der Elbe ging. Diese beiden Elbufer können unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite flaches weites Auenland, auf der anderen Seite hügeliges dicht bewaldetes Land. Auch dazu später mehr, denn hier ist der scheue Schwarzstorch zuhause.

Einen schönen Stellplatz findet ihr in Rüterberg: N53°09`07″ E11°11`07 weitere Plätze in Dömnitz .

Für die Campingwagen gibt es den Campingplatz: Wasserwander Zentrum Dömitz :N53°08`19″ E 11°17`08″, aber auch auf dem Stellplatz in Rüterberg    sind Caravans erlaubt.

Ein Fluss mit zwei Gesichtern. Teil 1

Der Fluß und seine Landschaft.

Wenn man von der Elbe spricht, dann ist es oft der Fluss, an dem Industrie und Schifffahrt ihre Wunden hinterlassen haben.  Es steht immer  noch das umstrittene Thema  der Elbvertiefung zur Debatte. Immer größer sollen die Schiffe werden, die hier auf dem Weg zum Hamburger Hafen sind.  Schon heute haben auf Grund dessen, viele Vogelarten diesen Teil des Flusses verlassen. Auenlandschaften sind verstört worden. Dort wo eins viele Vögel ihre Brutpläze hatten, werden sie heute überspült und weg geschwemmt. In dieser einst so artenreiche Flußlandschaft, haben sie ihren Lebensraum verloren. Der Fluß der sie einst ernährt hat, läßt sie heute in dieser Region verhungern. Die Nahrung die sie früher hier gefunden haben, gibt es nicht mehr, von Großschiffen weggespült.

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Es gibt aber auch eine ganz andere Elbe. Ein Fluss der abseits der Großstädte liegt. Der noch Tierarten beheimatet, die anderer Orts ausgestorben sind. Eine dieser Regionen ist das Wendland, mit dem Biosphärenreservat Elbaue. Hier ist eines der größten Brutgebiete des Rotmilan Europa weit.  Biber, Fischotter,Fischadler und nicht zu vergessen, der überall zu sehende Weißstorch haben hier ihre Heimat. Selbst der sehr scheue  Schwarzstorch, ist in den dichten Auenwäldern beheimatet. Eine Elbe mit ihren Auen und Altarmen, die unter ganz besonderen Schutz gestellt wurde. Leider hat auch diese schönen grünen Weste  einen rabenschwarzer Fleck, “Gorleben“.Hier ist nicht das kleine Dorf an der Elbe gemeint, sondern vielmehr der Atommüll der hier  ZWISCHEN GELAGERT  wird. Von dem wir immer noch nicht wissen wohin er einmal soll.

                         

Stellplatz Hitzacker: N53°08´58“ E11°03´06“

Dieser Park und Wohnmobilstellpaltz, ist ein guter Ausgangspunkt, für Rad und Wandertouren. Auch ein Besuch der örtlichen Gastronomie ist zu empfehlen.

 

Endje van de Welt.

So nennt man scherzhaft das kleine ostfriesische Fischerdorf. Weit im Nord Westen von Deutschland liegt es, dort wo die Ems in den Dollart mündet. Ditzum das kleine romantische Dorf, in dessen Mitte die alte Windmühle und der Kirchturm in Form eines Leuchtturm stehen. So ist dieser schöne Ort, schon aus der Ferne gut zu erkennen. Kleine urige Gassen, mit gemütlich Lokalen, geben diesem Dorf ein gewisses Etwas. Mit dem Rad, kann man bequem von hier aus, das Nachbarland Holland erreichen. Wobei das Fahrrad, bei einem Urlaub in Ditzum ein Muss sein sollte. Fahrten entlang des Deiches, zeigen so die Schönheit dieser Region. Mit der Fähre, kann man sich auf die andere Seite des Dollarts bringen lassen. Eine kurz Strecke mit dem Rad und schon ist die alte Hafenstadt Emden erreicht. Der Naturbeobachter hat in Ditzum eine große Vielfalt von Beobachtungsmöglichkeiten .

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Das nahe Watt, mit der alten Bohrinsel, sind NSG von besonderer Klasse. Die bekannteste Beobachtungsstation am Dollart, ist wohl „De Kiekkaaste“. Auf der holländischen Seite des Dollart, liegt dieses sehr schöne NSG. Ein Besuch dieser Station kann ich nur empfehlen. Riesige Schilfflächen, durch die ein Laufsteg zur Beobachtungshütte führt, sind besondere Lebensräume. All diese Naturschutzgebiete, sind von Ditzum bequem mit dem Fahrrad zu erreichen. Wobei man die alte Bohrinsel auch mit dem Auto befahren darf. So kann man aus der Deckung des Auto, sehr schöne Fotos machen. Diese von mir genannten Ort, sind nicht die einzigen Beobachtungsplätze . Es gibt noch eine ganze Reihe von anderen NSG in der näheren Umgebung.

Stellplätze: N53°18´54″  E07°16´34“ und N 53°18´57“  E 07°17´11“

 

 

 

Der Ziegenmelker

In einigen Post habe ich schon über Vögel berichtet, die in Deutschland auf der „Roten Liste“ geführt werden. Der Ziegenmelker zählt auch zu diesem traurigen Bestand. Man bekommt diesen nachtaktiven Vogel nur selten zu sehen. Auf Grund seines Federkleid, ist er gut getarnt kaum zu erkennen. So verbringt er den Tag häufig schlafend am Boden oder in dichtem Buschwerk, bis er dann beim Dunkelheit auf seine nächtlichen Beuteflüge geht. Seinen irreführenden Namen hat diese Nachtschwalbe schon im Altertum erhalten.

 

Der römische Gelehrte und Naturkundler Plinius der Ältere glaubte ,das sich der Vogel nachts an den Eutern von Ziegen satt trinkt und diese damit vergiften würde. Auf Grund seiner Aufschreibungen und Erzählungen, ist daher der Name abzuleiten.  Heute weiß man, das auf seinem Speiseplan nächtlich schwärmende Insekten stehen. Der Ziegenmelker bevorzugt Moor und Heidelandschaften mit offenen Flächen. Hier brütet die etwa drosselgroße Vögel in der warme Jahreszeit. Sie bauen keine Nester, ihre Eier legen sie in einfachen Bodenvertiefungen ab. Spätesten im Oktober verläßt der Vogel diese Gebiete und zieht in seine Winterquatiere nach Afrika.