Die Stille danach.

Ruhig ist es geworden im Revier. Nur noch das einsame Rufen eines Eichelhähers konnte man hören. Das unüberhörbare Röhre der letzten Tage, dass die Hirsche durch den Wald schallen ließen, ist verklungen. Still liegt sie nun da, die große Wiese am Rande des Waldes. Noch vor wenigen Tagen war sie Arena für heftige Kämpfe. Hier hatte der Platzhirsch seinen Harem zusammen getrieben um ihn vor rivalisierenden Freiern beschützen zu können.

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Immer wieder kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, mit immer stärker werdenden Rivalen. Noch hat er das alleinige Recht auf die Familienplanung. Wie lange wird es noch so sein? Die Brunftzeit hat ihre Spuren hinterlassen. Abgemagert und müde sieht er aus, der einst so stolze Rothirsch. Es ist nun an der Zeit, sich Kraftreserven für den bevorstehenden Winter zuzulegen. Sein Körper braucht jetzt neue Kraft, Ruhe und Entspannung. Seht aber selbst, auf welche Weise sich ein Platzhirsch Genuss und Entspannung verschafft.

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Die letzte Tour.

Das unsere Entscheidung , die letzte Tour des Jahres nach Wetkapellen zu machen ein Glücksgriff war, hatte ich an anderer Stelle schon einmal geschrieben. Mit diesem Bericht möchte ich einige Fotos aus der Region zeigen. Westkapelle hat nicht nur Meer und Strand zu bieten, in unmittel-  barer Nähe lag auch das NSG Noorder Vroon. Die Feuchtwiesenlandschaft war von solch einer Vielfältigkeit, das ich in einem späteren Bericht noch einmal näher darauf eingehen möchte.

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Ich habe diesem Bericht einen Link beigefügt. Wenn ihr die HP des Campingplatz anklickt, zeigt es euch ein kleines Video aus der Region.

 

Der Seeadler.

Liebe Leser. „Vogelknipser“ startet heute mit dem ersten Bericht seinen Blog. Ich werde auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen über meine Touren und Beobachtungen berichten. Dank eines guten Freundes konnte ich „Vogelknipser“ erstellen. Er selbst betreibt den Blog „Linsenfutter.“ (Siehe auch den Link auf meiner Seite unter Blogroll.)

Sein traditionelles Zuhause hatte der Seeadler immer schon in Mecklenburg Vorpommern. Nach dem Krieg galt Deutschlands Wappenvogel nahezu als ausgestorben. Bejagung, Landwirtschaft und zunehmende Industrie hatten ihm den Lebensraum genommen. Der mit dem Zusammenbruch der DDR verbundene Niedergang der Industrie und Agrarwirtschaft im deutsch polnischen Grenzgebiet entwickelte sich für die Natur als wahrer Segen.

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So kam dann auch der Seeadler immer mehr in diese Region zurück. Heute zählt das Gebiet um das Stettiner Haff als größte Ansiedlung Europa weit.

Die Wiege der Seeadler.

Weit im Nord Osten unserer Republik, nahe der polnischen Grenze, liegt das NSG Anklamer Stadtbruch. Mit seinen 1461 Hektar, liegt das größte Moorwaldgebiet Deutschlands zwischen Peenemündung und Stettiner Haff. Diese einzigartige Landschaft wird häufig auch als Amazonas des Nordens benannt. Die abgestorbenen Bäume des Moores bieten tausenden von Kormoranen Schlaf und Brutstätte. Hier ist aber auch wieder ein anderer Vogel zuhause, der in der Region  häufig zu beobachten ist. In den unzugänglichen weiten des Moorwaldes, hoch oben in den Baumkronen, hat der Seeadler seine Horste. Von hier startet er seine Beuteflüge ins nahe Haff, von wo er Enten, Möwen, Bläss- und Wasserhühnchen und auch Fische als Futter für seinen Nachwuchs schlägt.

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Vom Stellplatz Mönkebude lässt sich dieses Gebiet sehr gut mit dem Fahrrad erkunden.

N53´46´192 E13´58´08“

Das Stettiner Haff.

Im Grenzgebiet zwischen Polen und Deutschland liegt dieses wunderschöne, von vielen Naturschutzgebieten umgebene Binnenmeer. Kaum eine Region in Deutschland kann auf diese schöne Weise eine einzigartige Natur wiederspiegeln. Von unserem Stellplatz aus waren es mit der Fähre nur 15 Minuten. Wir konnten mit dem Fahrrad die polnische Seite des Haffs erkunden. Die kleinen Dörfer am Haff mit ihren Fischereihäfen, sind ein Ort von Romantik und Stille. Wir waren in Altwarp, wo es nicht nur das Haff mit seiner einzigartigen Natur zu erkunden gab. Nur wenige Meter von unserem Stellplatz liegt das NSG Binnendüne, mit seiner vielfältigen Pflanzenwelt, die es nur dort zu erkunden

Stellplatz Altwarp: N53´44´22“ E14´16´07“.

Der Ruf der Kraniche.

Es gibt wohl keinen anderen Vogel, der eine derartige Faszination auf den Menschen ausübt, wie der Kranich. In asiatischen Kulturen ist er ein Glücksbote und wird von den Leuten verehrt. So ist er fast in jedem Haus als Bild oder Skulptur zu finden. In jedem Jahr suche ich seine Rastgebiete am Bodden und in der Diepholzer-Moorniederung auf, aber auch seine Brut- und Überwinterungsregionen stehen auf meinem Reiseplan.

Für die Wohnmobilfahrer unter euch empfehle ich für den Bodden den Stellplatz in Saal Neuendorf,  für die Moorniederungen den Platz in Ströhen. Von beiden Plätzen sind die Beobachtungsgebiete schnell und gut zu erreichen.

Stellplatz in Saal Neuendorf:  N54´20´04“ E12´31´45        Ströhen:  N52´20´04“ E08´41´04“

 

Volle Buhne.

Buhnen sind künstlich ins Meer verbauter Küstenschutz, die verhindern sollen, dass sich die Gewalt des Wassers ins Land frisst. Für viele Küstenvögel sind sie jedoch ein wichtiger Lebensraum. Sie dienen als Schlafplatz, vor allem sind bei ablaufendem Wasser ein gedeckter Tisch. Schon bevor sich das Wasser zurückzieht, sammeln sie hier große Gruppen von Möwen und warten darauf, was des Meer ihnen hinterlassen hat. Jetzt suchen sie die freigelegten Schutzwälle nach Krebsen, Muscheln und sonstigen Meeresfrüchten ab. Ich suche gerne solche Buhnen auf,  weil ich hier sehr häufig beringte Vögel finden kann, nach denen ich suche.

 

Nur selten habe ich solch volle Buhnen gesehen wie auf diesen Fotos.Guter Ausgangspunkt für das NSG Wattenmeer und den dortigen Lehrpfad ist der Wohnmobilstellplatz Fedderwardersiel: N53´35´46“ E08´21´23“