Entlang der niederländischen Nordseeküste.

Radwanderung oder Werksbesichtigung????

Liebe Leser es ist an der Zeit, dass wir unsere Reise fortsetzen. Termunten habe wir euch ausgiebig, in Wort und Bild gezeigt . Sollte es jemanden so gut gefallen haben, dass er sagt da möchte ich auch einmal hin, dem helfen wir gern weiter wenn es noch offene Fragen gibt. Unseren Aufenthalt möchten wir mit einer Radtour nach Delfzijl abschließen, es ist die Verwaltungsstadt der gesamten Region . Ich hatte so viel schönes von dieser Stadt gehört, dass wir dort unbedingt hin mußten. Auf dem Stellplatz in Ditzum lag ein Flyer aus, auf dessen Forderseite eine tyipsches Hollandhaus zu sehen war. Eine alte Gallerie-Holländermühle sollten wir im Zentrum der Stadt sehen, alles Dinge die wir sehr mögen und auf die wir uns gefreut haben. Es wurde auch eine Fährfahrt über den Dollart von Ditzum nach Delfzijl angeboten. Es war eine schöne Idee, wir wollten den letzten Tag und bei sehr schönen Wetter mit einer Radtour entlang des Deiches abschließen. Vom Stellplatz ging es zu Beginn an einer schönen alten Allee entlang, bis wir auf den Einstieg des ausgeschilderten Fahradweg nach Delfzijl kamen. Eine Radtour wie man es kennt, immer schön am Deiche entlang und auf der anderen Strassenseite hier und da eine alter Bauernhof. Plötzlich kam etwas, das uns an unsere Tourpläne zweifeln ließ, hatten wir ein Schild übersehen oder sind falsch abgebogen? Der Weg auf dem wir fuhren sah aus, als wenn wir auf einem Fabrikgelände gelandet wären. Statt des Deiches fuhren wir an dicken Rohren entlang, aus dem zischend stinkender Dampf kam.

Radweg durch ein Fabrikgelände

Wo geht es denn jetzt weiter

Wir hielten an und schauten uns ungläubig um, waren wir hier noch auf dem richtigen Weg. Hatten wir vielleicht ein Schild übersehen und hätten abbiegen müßen . Wir zogen unser Schlauchhalstücher über die Nase, der Dampf stank nicht nur, er kratzte auch im Hals. Wir wollten einige Radfahren fragen die auf uns zu gefahren kamen. „Hey we zijn hier nu op de goede weg naar Delfzijl“ . Freudlich hieß es “ ja dat is de juiste Manier“, unglaublich wir waren richtig. Das war eine Tour, die einer Werksbesichtigung glich, immer weiter ging unser Radweg an Fabriken und diesem dicken Rohr entlang. Das Industriegebiet und unser Radweg ging bis an die Stadtgrenze.

Ganz unten am Zaum, das ist der Radweg.

Der Radweg endete auf einer stark befahrenen Strasse, die wir an einer Ampel für Radfahrer überqueren konnten. Nach nur wenigen Meter wurde unsere Fahrt gestoppt, unsere Strasse hob sich in Richtung Himmel. Zwei große Schiffe hatten Vorfahr und kreuzten unseren Weg . Es dauerte schon eine ganze Weile bis wir unsere Fahrt fortsetzen konnten, die Schiffe fuhren in eine Schleuse und wurden vom Kanal rumter in den Dollart gefahren. Es waren nur noch wenige Meter bis zur Stadt . Hatten wir uns schon wieder verfahren , das war doch nicht die Stadt die wir im Flyer gesehen haben, den ich mir von Ditzum mitgenommen habe.

Jetzt hieß es stopp, Schiffe haben Vorfahrt.

Was haben die Holländer wohl geraucht, die diesen Prospekt entworfen haben. Wo waren die schönen alten holländischen Häuser, die auf dem Prospekjt zu sehen waren. Bis auf die Mühle und dieses eine alte Haus, war in der ganzen Stadt nichts von dem Charme und den Häusern einer niederländischen Stadt zu sehen. Keine gemütlichen Strassencafes, auch die kleinen schönen Geschäfte die häufig mal ganz besondere Waren anzubieten hatte. Wir standen in einer Stadt gezeichnet von Beton und Stahl der Neuzeit. Wo ist die Stadt geblieben, aus der die Mühle und diese zwei Häuser stammten? Manch einer mag anders darüber denken, für uns hat sich die Fahr nach Delfzijl nicht gelohnt. Wir waren froh das wir auf dem Rückweg waren, der später auch wieder an den Fabriken entlang führte, dieses mal nur von der anderen Seite. Auf der Rücktour trafen wir noch einen alten Herrn, er war einer der letzten Warfbewohner ( bis 1971, da wurde die letzte Warft unter großen Protest verkauft) und wurde dort auch gebohren . Es hat uns seine alte Heimat mit Tränen in den Augen gezeigt und was daraus geworden ist. Mein letzter Beitrag erzählt die Geschichte und den Niedergang der Warften.

Die alte Gallerie Windmühle „Adam“, aufgebaut 1875. Es ist eine Mühle die aus drei unterschiedlichen Mühlen zusammengesetzt wurde. Der älteste Teil stamm aus den Jahr 1817

Das sind die beiden alten Häuser die noch übrig geblieben sind . Der Rest ist der Modernisierung des Stadtbild zum Opfer gefallen. Mit der Industriallisiernung wuchst der Wohlstand der Stadt und das Stadtbild veränderte sich. Die meisten der Ziegelsteine der Häuser von Amsterdamm stammen aus Delfzijl. Man holte sich dazu Gastarbeiter für die Ziegeleien aus Deutschland , die zum größten Teil aus dem Lipperland stammen . So gibt es heute noch eine Strasse, wo damals Gastarbeiter wohnten , die „Lipperstrasse“ heißt. Der größte Teil der alten Häuser wurden mit dem Bau der neuen Schleuse abgerissen . Dazu kam der Ausbau des Kanals , immer größer, breiter, tiefer, der Handel wuchs . Der Hafen von Delfzijl gehörte zu der Zeit, zu den größten Umschlagsplätzen der Niederlande.

Entlang an der niederländischen Nordseeküste

Ein Geheimnis wird gelüftet

Es waren Vögel, die mich mehr interessierten als Seehunde und zwar sehr viele Vögel um es genauer zu sagen. Es war nicht nur ein Interesse, es war Faszination wie man sie nur selten mit der Kamera in der Hand zu sehen bekommt. Es waren immer mehr Vögel, die irgendwo aus den Wiesen aufstiegen und sich einen wachsenden Schwarm anschlossen. Ein riesiger Pulk versammelte sich, leider etwas weit von mir entfernt. Die Kamera die ich zur Fotografie der Seehunde in der Hand hatte, reichte nicht aus um diese Vögel zu fotografieren. Ich mußte zu einer größeren Festbrennweite greifen, was anderes hatte ich nicht mehr dabei. Diese Kamera und das Pobjektiv war für Flugaufnahmen ungeeignet,da sie viel zu schwer dafür ist . Egal, ich mußte das was sich da am Himmel abspiele in Fotos festhalten. Wie auf ein Kommando, begann sich nun dieser riesige Trupp in Bewegung zu setzen und bildete das erste Flugbild. Es schlossen sich immer noch mehr Vögel dieser Flushow an. Im rasenden Flugtempo schossen sie mal hoch am Himmel, dann wieder dicht über dem Wasserspiegel entlang. Mitunter flogen sie so tief über das Wasser , dass die Flügelspitzen es berührten. Ich habe mich immer wieder gefragt, was waren das für Flugakrobaten, die solche Flugbilder an den Himmel gezaubert haben. Mir sind solche Bilder sehr wohl von Stare bekannt, diese Vögel sahen anders aus und waren auch etwas größer. Erst später konnte ich mit der Bildschirmlupe erkennen, welche Vögel mir da solchen Spass bereitet haben. Es waren Alpenstrandläufer, eine Vogelart die den Winter an der Nordseeküste verbringt. Nun werden sich einige von euch fragen, was haben Alpen und Strand mit Küstenvögel zutun. Eigentlich recht wenig, wenn da nicht ganz andere Alpen gemeint wären, als die im äußerten Süden von Deutschland. Es sind die lappländischen Alpen gemeint, die zur Namensfindung dienen. Schweizer Ornithologen habe auf einer Exkursion diesen Vogel entdeckt und so getauft.

Es waren unzählig viele Vögel die sich dort am Himmel versammelt haben. Ihr könnte ja mal versuchen sie zu zählen und mir schreiben wieviel es genau waren. 🙂

Wie auf einem Kommando begann ihre Flugshow

Im rasanten Tempo ging es auf und ab.

Sie änderten nicht nur das Flugbild sondern auch die Farbe ,als wenn jemand dafür Koreographie dafür geschrieben hätte.

Dann zog sich der gesamte Trupp zu einer langen Schlange auseinander ,die wellenförmig tief über das Wasser raste.

Wie eine Pfeilspitze die in der Mitte weiß abgesetzt ist was eines der Flugbilder

Hier in der Vergrößerung etwas besser zu erkennen.

Und wieder geht es tief über das Wasser.

Zur besseren Ansicht bitte die Fotos anklicken.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Gääääääään so richtig wach bin ich noch nicht.

Um Bildmaterial für diesen Beitrag zu bekommen, hieß es einmal mehr früh aus den Federn zu kommen. Die Beobachtungsstation beim Besucher-zentrum Termunten, ist ein beliebtes Ziel für viele Vogelarten aber auch für viele Besucher. Die und den Lärm den sie machen, konnten wir an diesem Morgen nicht gebrauchen. Wir wollten Vögel erwischen, wenn sie wach werden oder es grad geworden sind. Fotos machen wenn sie aufbrechen, um in den nahen Felder und Polder zu fliegen, um dort nach Futter zu suchen. Wir wollten aber auch solche Vögel fotografieren, die lange mit gebeugtem Kopf nach Beute Ausschau halten und andere die im Flachwasser nach Futter tauchten.

Der Silberreiher, ausdauernd steht er auf einer Stell und beobachten mit gesenkten Kopf genau was dort unter Wasser passiert.

Auch die Krickenten wollen ihren Hunger stillen und tauchen nach Unterwasserpflanzen.

Schon vor der Beobachtungshütte stelleten wir uns die Fotoausrüstung zusammen, die wir an diesem Morgen einsetzen wollten. Auf leisen Sohlen ging es Schritt für Schritt über den Steg bis zu den Beobachtungsluken. Hier hatten wir schon am Abend zuvor festgelegt, welche Klappe für unser Vorhaben am nächsten Morgen die Beste sein könnte. Es sollten einmal eine Luken sein, die Aussicht auf eine kleine Bucht mit einer Flachwasserzone gibt ,denn hier trafen sich viele Vögel zum Schlafen . Es war aber auch eine Fensteröffnung auf der anderen Seite der Hütte, hier hatten wir Ausssicht auf Feuchtwiesesen und Polder . Kaum angekommen klickten auch schon die Auslöser. Ein Silberreiher stand sehr nah zur Hütte und lauerte auf Beute. In der kleinen Bucht hatten sich wie vermutet viele Enten, Limikolen und Löffler zum Schlaf eingefunden. Langsam wurde die schlafende Kolonie wach, ein kurzen Richten der Feder und schon ging es auf die Futtersuche. Ein Trupp nach dem anderen flog los, die Pfeifenten flogen nicht weit, sie blieben in den nahen Feuchtwiesen und suchen dort nach Gräser und Kräuter.

Pfeifenten im Flug und auf der Futtersuche in den Feuchtwiesen. Gut zu erkennen ist diese Entenart, durch die gelbe Stirnplatte des Erpel.

Die Kiebitze gehören wohl zu der Langschläfern, schon längst hatten Löffler und Reiher die Bucht verlassen, da stand der Kiebitz noch mit dem Kopf unterm Flügel im Wasser.

Hier stehen sie noch mit dem Kopf unterm Flügen und schlafen

Allmählich leerte sich die kleinen Bucht, eine Schwarm Stare hatte einige von den Langschläfern geweckt und mitgezogen.

Auch der Löffler wedelte mit seinem Kopf hin und her, um mit seinem löffelartigen Schnabel nach Kleinlebewesen zu löffe

Wir hatten unsere erhofften Fotos im Kasten und konnten einpacken. Da machten sich dann doch auch die Kiebitze auf die Futtersuche

Links im Foto einige Limokolen

So nun wie versprochen, im nächsten Beitrag wird das Geheim-nis gelüftet, was der Vogelknipser bei den Seehunden noch gesehen hat.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Punt van Reide

Die Seehunde sind ständige Besucher auf den Sandbänke der Halbinsel.

Um es noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, wo wir im Augenblick sind.

Die Halbinsel im Dollart steht unter ganz besonderen Naturschutz. Sie darft im Frühjahr zur Brutzeit nur noch eingeschränkt betreten weden, dann ist an der Beobachtungswand schluss.

Ursprünglich gab es auf der heute unbewohnten Insel zwei Dörfer „Westerheiden, Osterheiden“ und ein Kloster. Vermutlich wurde alles bei der „Grote Mandränke“ Flut (großes Ertrinken) 1634 vernichtet. Zu dieser Zeit war die Halbinsel noch viel größer, es wurde Land und Viehwirtschaft von den Mönchen und den Dorfbewohnern betrieben. Es sind nur noch wenige Spuren aus dieser Zeit zu sehen. Hobbyarchiologen suchen nach Überreste des einstigen Zisterziener Kloster. Laut klösterlichen Aufschreibungen, sollen die Mönche schon um 900 mit dem Hochwasserschutz begonnen haben .

Sie bauten Deiche und Warften um ihre Äcker, die Ernten und ihr Vieh vor dem Hochwasser der Ems zu schützen. Wir sind mit den Rädern auf die Halbinsel gefahren, um Ausschau nach See-hunden zu halten. Pünktlich mit dem ablaufendem Wasser kommen sie auf die Sandbänke von Punt van Reide.

Seehunde auf einer der Sandbänke von Punt van Reide.

Meine Stimmung wurde nicht nur durch das trübe Wetter auf null gefahren. Es waren dumme Menschen ohne Hirn und Verstand, die immer wieder mit ihren Handys auf die Sandbänke liefen und damit die Seehunde vertrieben. Ich war schon kurz davor meine Wut zu äußern, bis mich meine Frau am Ärmel zog und mir klar machte, dass wir hier auch nur Gäste sind. Meine Stimmung änderte sich schlagartig als meine Augen etwas bemerkten, das mich mehr als die Seehunde interessierte. Die anderen Besucher bemerken nichts von dem, was sich da grad hinter ihrem Rücken abspielte. Mein Zeigefinger löste sich nicht mehr vom Auslöser, ich schoss Fotos im Dauerfeuer. Eine andere Kamera und einem Objektiv mir einer größeren Brennweite wäre jetzt günstig gewesen. Mit solchen Motiven habe ich auch nicht auf dieser Tour gerechnet. Was mir da vor die Linse gekommen ist, zeige ich euch in einem meiner nächsten Beiträge.

Immer weiter frisst sich das Wasser ins Land

Ich hatte Glück, sie tauchten etwas mehr weiter seitlich auf und kamen etwas näher ohne das gleich jemand mit dem Handy los raste.

Mir hat es gereicht, ich hatte genug Fotos von den Seehunden und genug von den Menschen.

Ich wollte nur noch ein Kaffee und vielleicht ein Stück Kuchen, so war unser Ziel ein nettes Lokal, das wir schon vor Tagen gesehen hatten.

„De Remise“, der Lokschuppen des ehemaligen Bahnhof von Termunten

Mh…… das war richtig lecker und ein großes Stück Nervennahrung.

Unser nächstes Fotoziel wird die Beobachtungsstation beim Besucherzentrum sein ,dafür heißt es früh aufstehen.

„Gartensafari 20“

aktuell……. aktuell …

Ich unterbreche wegen einer aktuellen Beobachtung in unserem Garten, meine Serie von der niederländischen Nordseeküste. Seit Tagen treibt sich an unseren Futterstellen ein Sperber rum, der hier auf Grund der vielen Haussperlinge wohl auf reiche Beute lauert. Ich hatte mich für diesen Beutezug vorbereitet und wollte eine Fotoserie davon machen. Alles was im Weg war, wurde von unserem Terassenfenster beseitigt . Für eine klare Sicht habe ich die Scheiben noch einmal mit Fensterreiniger geputzt. Eine Kamera mit ausreichender Brennweite auf ein Stativ montiert, dazu einen Fernauslöser angeschlossen. Dennoch haben Fotos die durch eine Glas-scheibe gemacht werden, nie die brillianz eines normalen Fotos. Zudem hatte ich wie üblich in den letztet Tagen, mit einem Grau in Grau zu kämpfen. Nun war wie so oft Ausdauer angesagt, die ich auf einen Küchenstuhl ausharren mußte. Warten, warten und nochmals warten, der Sperber ließ sich an diesem Tag nicht sehen. Aus purer Langeweile machte ich einige Fotos von Meisen , Haussperlingen , Buchfinken und Amseln die unsere Futterstellen an dem Tag besuchten. Bis mit mal ein Grünspecht in unser Garten geflattert kam, der meine Aufmerksamkeit schlagartig weckte.Von Zeit zu Zeit läßt sich dieser scheue Geselle schon mal bei uns sehen und stochert mit seinem langen Schnabel im Rasen rum. Hier sucht er nach Ameisen bzw Ameiseneiern, die er mit seiner langen Zunge aus der Röhre, die er mit seinem Schnabel pickt holt. An sich keine besonders seltene Beobachtung , wenn da nicht in seiner Begleitung ein weiterer Grünspecht gewesen wäre. Zwei Grünspechte zur gleichen Zeit, habe ich so nocht nicht in unserem Garten beobachten können. Lange war ich mir nicht im Klaren darüber, was sich da vor meiner Fotolinse tummelte . Gut es waren zwei Grünspechte aber was für welche ? Was es ein Paar was ich hier noch nie gesehen habe oder stimmte meine zweite Vermutungen es war eine Weibchen mit einem Jungvogel aus der letzten Brut. Diese Bestimmung ließ mich aber nicht zur Ruhe kommen, zumal ich schon einen Schnellschuss auf meinem Facebookaccount gepostet habe. Ich legte mir die Fotos noch einmal zur Vergrößerung unter einer Bildschirmlupe . Jetzt war es deutlicher zu sehen, was sich da im Garten getummelt hat. Richtig war doch meine aller erste Vermutung, ein Grünspechtpaar. Wenn man aber Vergleichsfotos heran zieht, erkennt man sofort es handelt sich hier um junge Vögel. Beide waren noch nicht richtig durchfärbt, der rote Fleck im Bart des Mannes, war nur blass zu erkennen. Dem Weibchen fehlte auch noch die kräfte Farbe eines älteren Weichchens. Grünspechte sind schon im ersten Jahr gelechtsreif. Da die Balz von Grünspechten schon im Dezenber beginnt und bis in den März geht, habe ich hier wohl ein sehr junges Glück erwischt. In den vergangenen Tagen konnte ich auch das Rufen des Männchen gelegentlich hören.

Es handelt sich hierbei immer um den gleichen Vogel. Auf diesem Foto ist auch deutlich zu erkennen, dass die rote Kopfhaube auch noch nicht durchgefärbt ist.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Mit dem Fahrad durch die Polderlandschaft

Wir freuen uns über den Kiebitz und den Nachwuchs der Deichpfleger.

Wir hatten schon große Bedenken, dass unsere Poldertour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen konnte. Die ganze Nacht hatte der Regen uns mit seiner Melodie durch den Schlaf begleitet. Wer selbst Wohnmobilfahrer ist kennt diese Tropfenmelodie zu gut, je nach Regenstärke ändert sich das Lied des Regens plop…….polp….plop… plopplopplop, es ging fast bis in die frühen Morgenstunden, behauptet zumindest meine Frau, ich bin darüber eingeschlafen. Als ich unsere Rollos hochgelassen habe, sah es doch recht viel versprechend für unsere Tour aus. Es blieb tatsächlich den ganzen Tag trocken, so konnten wir nach dem Frühstück unsere Fahrradtour durch die Polderlandschaft starten. Wir hatten uns im Besucherzentrum schon eine Karte mitgenommen , die uns zeigte welche Möglichkeiten sich für uns ergeben können. Wie fast überall in Holland, gibt es ein Wegenetzt das durch Nummer ausgeschildern ist. So kann man sich schon vorher überlegen wohin und wie lang die Strecke sein sollte. Wir hatten uns eine Tour von etwa 35 Km ausgesucht. Was sind eigentlich Polder? Ein riesiges Kanalsystem das durch Pumpen und Schleusen die Wasserstände so reguliert, dass es zu keinen Überschwemmungen kommen kann. Die vielen Windmühlen die wir in Holland sehen, sind ein wichtiger Bestandteil dieses Kanallabyrinth. Sie betreiben Pumpen die das Wasser in andere Kanäle oder Teiche Seen oder Feuchtwiesen pumpen. Es werden sicherlich heute auch moderne elektrische Pumpen eingesetzt, aber nach wie vor sind diese Windmühlen zuverlässige Anlagen im Hochwasserschutz. Die Niederländer müssen diesen Aufwand betreiben, weil große Flächen ihres Landes unterhalb des Meeresspiegel liegen.

Eine Windmühle in mitten eines Poldergebiet.

Es sind nicht nur zuverlässige Arbeiter im Hochwasserschutz , sie ergeben auch oft ein romantisches Motiv für ein Foto.

Polder sind nicht nur notwendiger Hochwasserschutz, sie sind auch ein wichtiger Bestandteil des niederländischen Naturschutz. Wenn heute neue Polderteiche oder Feuchtwiesen angelegt werden, spielt bei der Planung der Naturschutz eine wichtige Rolle. So konnte z.B bei Camper Duin, solch ein neu erstellte Teich und Feuchtwiesenprojekt Heimat der auf der „RotenListe“ stehende Brandseeschwalbe werden. (über dieses Projekt werde ich später noch berichten.)

Zwei Brandseeschwalben hier sehe schön im Flug

Ein Vogel der ganz oben auf der Roten Liste steht

Zu unserer großen Freude, waren die Polderlandschaft bei Termunten eine Heimat der immer seltener werdeden Kiebitze. Wir konnten hier große Trupps beobachten. Was sicherlich eine Folge dieser gut durchdachten neuen Art von Poldern sind.

Hier findet der Kiebitz beste Bedingungen, um seine Nachkommen aufzuziehen.

Immer wieder ein schönes Bild, Kiebitze im Flug zu beobachten. Ihre Flugmanöver sind einzigartig und haben uns gr0ße Freude bereitet.

Es war aber nicht nur der Kiebitz der hier zu beobachten war, wir konnten bei unserer Tour durch die Polderlandschaft mehr als zwanzig verschidene Vogelarten Beobachten. Insgesamt waren es 38 verschiedene Arten, die wir in unseren Tagen in Termunten zählen konnten.

Es war der Kampfläufer, über dessen Beobachtung wir uns sehr gefreut haben. Wir konnten sie schon in großen Trupps sehen können aber nicht zu dieser Zeit.

Mehrere Uferschnepfen die in den Polderwiesen nach Futter stocherten standen auf unserer Beochachtungsliste.

Brandgänse und Austernfischer waren sehr häufig zu sehen

Auch Wintergäste, wie die Weißwangengans sind in großer Anzahl zu sehen

Die Polderwiesen von Termunten, sind ein wahres Vogelparadies. Vergrößert mal das erst Foto und schaut wieviele Vogelarten ihr allein auf diesem Foto erkennt.

Ein abschließender Blick über das weitläufige Polderland

Mein nächster Beitrag : Punt van Reide

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Das alte Dorf

Nach unserem Frühstück, war ein Spaziergang in neuer Umgebung angesagt. So halten wir es eigentlich immer, wenn wir einen neuen Zielort angesteuert haben. Im Besucherzentrum erhofften wir einige Informationen über Termunten zu bekommen. Aber auch hier wie auch schon im Internet, war nicht besonders viel zu erfahren. Man verwies uns auf die Informationstafelt die am Wegrand stehen. Nun gut, unser Weg führte uns als erstes über das alt Sieltor, das 1867 in typischer Ziegelsteinbauweise erbaut wurde .

Ein Relief aus Kaltsandstein das barocke Arbeiten zierte, war auf der vorderen Seite des Schutztoranlage zu sehen. Welche Bedeutung und was die Inschriften zu besagen haben, konnten wir nicht klären.

Unser Weg führte weiter über eine typisch niederländische Hebebrücke in Richtung Deich.

Hier konnten wir von weiten schon den Kircheturm der Ursus Kirche von Termunten erkennen. Ein Gotteshaus das auf einem Hügel steht . Eine Warft, ein von Menschenhand angelegter Hügel, die es in dieser Gegend sehr häufig gibt . Ich werde in einem weiteren Bericht, noch näher auf diese Warften eingehen.

Um die Kirche herum wurden Haus an Haus, wie an einer Perlenkette aufgereiht in kreisförmiger Anordgung gebaut. Leider ist von den ursprünglichen Häusern nichts mehr übrig geblieben . Wie auch viele Klöster und ander historische Gebäude, sind sie den Sturmfluten zum Opfer gefallen. Auch das frühchristliche Kloster an Punt van Reide, wo es wohl die ersten Ansiedlungen um 900 nach chr. der Region gab, ist den Flutwellen der Weihnachtsflut von 1717 zerstört worden . Heute suchen dort noch Hobbyarchäologen nach Überreste dieser Zeit.

Die Kirche war nicht nur ein Ort des Gebets, sie diente den Menschen bei Fluten als Rückzugsort. Wenn man das Bauwerk genauer betrachtet, erkennt man deutliche Abrisskanten in der mitte der Kirche. Ursprünglich war es eine spätromanische Kreuzkirche die 1250 gebaut wurde.Warum diese Flügel abgerissen wurden und durch wen ist nicht eindeutig festgehalten. Für die Warftbewohner ein viel zu großes Kirchengebäude. Was darauf schließen läßt, dass es in der Region mehrer Klöster gab. Der Taufstein der in dieser Kirche stand und heute im Dom von Groningen steht, weist auf eine Herkupft von 900 nach chr. hin.

Unsere Wanderung führt vorbei an einen weiteren Hügel, der aber keine Bebauung zeigt. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Kuhhügel, ein Schutzort für das Vieh bei Hochwasser.

Der letzte Station unseres Fußmarsch führt zum Besucherzentrum , hier können sich Gäste über das Naturschutzgebiet Dollart Informationen holen. Es werden auch geführte Wanderungen angeboten.

Ich hänge an diesen Beitrag einen Sonderpost an, über den ich eigentlich erst nicht berichten wollte . Hier geht es aber um ein Stück jüngerer Zeitgeschichte, die sich genau hier in Fiemel-Termunten abgespielt hat.

Der Atlantikwall

„Das Mahnmal“ ein Foto aus heutiger Zeit.

Wer von euch schon mal an der Nordsee Urlaub gemacht hat, ist dabei vielleicht auf Spuren des zweiten Weltkrieg gestoßen. Das sind Überreste des Nazi-Wahnsinns, ein 5000 km langen Wall der von Norwegen bis nach Spanien führte. Heute sind es Reste von Betonbauten die als Schafstelle oder Geräte-lager benutzt werden. „Batterij Fiemel“ war ein strategisch wichtiger Punkt in diesem Wall . Von hier sollte die Hafenstadt Emden, die ein wichtiger Versor-gungshafen für die deutsche Armee war verteidigt werden. Fiemel war wohl von seiner Bewaffnung der größte Stützpunkt in den Niederlanden. Die größten Geschütze die der Wehrmacht zur Verfügung stand , waren 12.8cm Kanonen von denen drei Stück standen . Dazu kamen noch vier 10,2cm Geschütze und ganze Reihe von kleineren Feuerwaffen, die von einer Kompanie ca 100 Soldaten bedient wurden. Mit den Bunkern für Munition, den Baracken für die Soldaten,Werkstätten und Fahrzeugschuppen entstand hier in Fiemel eine unterirdisches und überirdisches Dorf der Deutschen. Vom 23 April bis 2.Mai fand wohl die größte Schlacht auf niederländischen Boden statt, die am Ende dazu führte, dass Holland von Nazi Deutschland völlig befreit wurde. Nach vielen unterschiedlichsten Nutzungen wurden 1962 die Baracken abgerissen und an gleicher das Ambonezenbosje (Ambonesenwäldchen) angepflanzt. Es erinnert an die 80 molikkischen KNIL Soldaten, die hier mit ihren Familien gelebt haben. Nachdem die restlichen Bunker als Schafstall dienten, beschloss die Stadt Delfzijl ,diese Bunkeranlage mit ihrer geschichtlichen Vergangenheit, zu einem zeitgeschichtlichen Manmahl und Informationszentrum zu wandeln.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Hard Track

Wir verlassen“ de Kiekaast“ und steuern ein neues Reiseziel an. Termunten ist für uns völliges Neuland, ein Ort von dem wir nur wußten es erwartet uns Natur pur. Polderlandschaft, Emsauen, interessante Schutzgebiete und die Nordsee, sollten für die nächsten Tage unser Zuhause sein. Eine abendteuerliche Etappe stand aber noch vor uns. Wir hatten unser Navi so eingestellt, dass es immer am Dollart lang ging. Zur besseren Übersicht gibt des zu diesem Post eine Satelit-tenkarte. Hierauf ist sehr gut zu erkennen, dass wir durch eine entlegene Gegend fahren würden. Auf der blauen Spur stand 55Minuten für 16 Km, worüber wir uns recht gewundert haben . Leute es wurden zwei nervenaufreibende Stunden, wie ich sie in 30 jähriger Wohnmobilerfahrung noch nie erlebt habe. Unser Einstieg begann mit einer für unser Wohnmobil viel zu schmalen Strasse, obwohl uns Else WoMo taugliche Wege anzeigen sollte. Naja es war wohl eine Ausnahme und an der nächsten Kreuzung wird alles besser. Es war ein Trugschluss,wie es sich bald heraus stellen sollte. Die Strecke die Else uns ausgesucht hatte, war viel zu schmal für unser Fahrzeug. Bei einer Überprüfung der ausgewählten Tour stellte sich heraus, dass es keine andere Möglichkeit gab . Also mit voller Aufmerksamkeit, in ein Höllenritt nach Termunten. Wenn man rechts und linke die tiefen Spurrillen von Traktoren nicht hätte und wenn es etwas breiter gewesen wäre war es eine schöne zu befahrene Strecke. Ein Zurück gab es auch nicht mehr, ich hätte mit unser WoMo auf dieser schmalen Strasse nicht wenden können und Einfahrten gab es auch keine. Frag jetzt bitte nicht nach Fotos, ich war zu diesem Zeitpunkt schon völlig genervt und hatte nur ein Gedanke, hoffentlich kommt nichts von vorne. Zum Glück gab es etwa alle 1,5 km eine Ausweichmöglichkeit, in die man fahren konnte wenn es doch so kam. Bei der ersten Begegnung mit einem kleineren Pkw hatte wir Glück, die junge Fahrerin setzte einige Meter zurück in solch eine Box. Ich konnte ohne Probleme mit einem freundlichen Gruß an ihr vorbei fahren. Mein flehen wurde aber nicht erhört und ich sah schon das Unheil auf mich zurollen. Es war ein Traktor vom Typ Monsterfahrzeug. Was machst du nun, eine Box war nicht in Sicht? Mir stand der Schweiß auf der Stirn, als wir wie zwei Gladiatoren voreinander standen. Der Traktorfahrer grinst nur von seinem hohen Sitz zu mir runter, mir war das Grinsen inzwischen vergangen. Ich glaube ich hatte eine Gesichtslähmung die Panik ausdrückte. Völlig cool lenkte hingegen der Traktorfahrer seine riesigen Stolleräden ein, gab Gas und fuhr über das Feld und weg war er. Uff diese Hürde hatten wir geschafft, leider sollte es nicht die Letzte bleiben. Wenn PKW`s von vorne kamen, hatte ich das jetzt im Griff , ich blieb lange vorher in einer Box stehen und ließ sie an mir vorbei fahren. Leute dann kam das, was ich so nicht haben wollte, ein riesiger Mäher kam uns entgegen . Der Fahrer signalisierte mir, dass ich wohl der Jenige wäre der zurück fahren mußte. Meine Frau stieg vorsichtig aus, um nicht im Schlamm zuversinken. Ich setzte zurück und sie achtete darauf, dass wir blos nicht in den Matsch geriet. Wer selbst Wohnmobil fährt, weiß wie schnell sich diese Auto fest fahren und Räder nur noch durchrutschen. Wir mußten etwa 500 Meter rückwärtsfahren bis zur nächsten Box. So nur noch Spiegel einge-klappt und der Rest war Sache des Drescherfahrer. Es war verdammt eng, meine Frau manchte die Augen zu als dieses Monster mm weise an uns vorbei tuckerte. Ihr lieben ihr könnte es nicht glauben was für eine Freude bei uns auf kam, als wir das Ortsschild „Termuiten“ sahen. Der sehr schöne Stellplatz, der zu einem Campingplatz gehörte, war durch die gute Ausschilderung schnell gefunden. Direkt am Deich, hinter dem das Wattmeer mit seinen vielen Vögel war, lag unser Zuhause für die nächsten Tage. Traditionsgemäß wenn wir in Holland ankommen, gab es in der Campingplatzkantine in der wir uns auch anmelden mußten, „Fritten Frikandel spezial “ mit einem kalten Bier . Ich glaube an diesem Abend waren es auch ein Glas mehr, wir saßen in einer geselligen Gruppe von Campern.

Der Stellplatz direkt am Campingplatz, dessen Sanitäreinrichtungen wir auch nutzen konnten.

Hier der Stellplatz für WoMo auf dem Campingplatz

Der Blick vom Deich über das Watt

Der kleine Sportboothafen von Termunten, Fischerboote gibt es hier schon lange nicht mehr.

Ein weiterer Stellplatz im Hafen, auf dem man viel Ausgleichmaterlial brauch um grade zu stehen.

Die Campingplatzkantine hier ist auch die Anmeldung . Es gibt leckerer Gerichte zum günstigen Preis und ein leckeres Bier vom Fass.

Wann immer wir in Holland ankommen gibt es erst mal „Fritten Frikandel spezial“

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Die Bohrinsel

Dort gehts in Richtung Bohrinsel

Bevor wir Ditzum verlassen und auf die niederländische Seite des Dollart wechsel, geht es wie angekündigt noch einmal ins Watt. Wobei der Zutritt nicht ganz so einfach ist , es gibt kaum eine Möglichkeit den dichten Schilfgürtel zu durchdringen. Es gibt aber eine sehr gute Stelle bei Dykerhusen . Hier hat die Firma Winterhall eine kleine Halbinsel im Dollart angeschüttet, auf der sie einen Bohrturm errichtet haben. Ab 1964 wurden dort Probebohrungen nach Erdgas durchgeführt. Nach Abzug der Firma und nach der Demontage der technischen Einrichtungen, verblieb die Insel, so wie sie auch heute noch zusehen ist.

Einige Bänke und Fehnrohre die einen Überblick über den gesamten Dollart erlauben, zieht heute viele Touristen an.

Über die alte Versorgungstrasse ist es möglich, die Insel mit dem Auto zu befahren . Diese Tatsache zieht nicht nur Touristen an, hier lassen sich Brautpaare am Tag ihrer Hochzeit ablichten . Es sind aber auch Schulklassen die hier einen guten Blick auf das Dollartwatt haben, was ein geschütztes Naturschützgebiet ist. Einmal im Jahr ist die Bohrinsel aber auch Zulauf für viele hundert Menschen aus der Umgebung. Es findet das traditionelle Schlickbobrennen statt. Die Jugend der Region trifft sich hier einmal im Jahr, um mit diesen alten Holzschlitten um die Wette zu rennen. Diese Schitten wurden früher von den Fischer genutz, um bei Flachwasser zu ihrern Reusen zu kommen. Aber auch die Reebauer nutzen diese Schlitten um ins Watt zu kommen, wo das Schilf geerntet wird. Das Reed ist in dieser Region ein beliebtes Material, um damit Dächer zu decken.

Von hier sehen wir auf der anderen Seite, Emden und ein Blick über das Schilf.

Die „Bohrinsel“ wie diese Stelle nur noch genannte wird , ist aber auch ein beliebter Treffpunkt für Naturbeobachter. Bei fast jedem meiner Besuche habe ich dort, wie die Holländer es sagen ,Vogelskijker angetroffen. Hier trifft man sich um ein Klönschnack zu halten und um natürlich Vögel zu beobachten. Wir haben auch hier den letzten Tag damit verbracht Vögel zu fotografieren.

Der Rotschenkel sucht gern in Deichverbauungen, nach Kleintierchen die sich bei Ebbe hier verstecken.

Im Herbst und Winter muß man schon etwas genauer hinsehen, damit man die Vögel in ihrem Lichtkleid erkennt.

Aber auch der „Große Brachvogel“ der den Winter im Norden verbringt, such solche Stellen gerne auf. Im Sommer hat er seine Brutplätze eher in den Feuchtwiesen des Westens.

Aber auch dort, wo das Wasser bei Ebbe abgelaufen ist, sucht der Rotschenkel gern nach einer Mahlzeit.

Der Alpenstrandläufer ist hier im Winter in großen Gruppen zu beobachten. Nun werden sich einige von euch fragen, was hat denn dieser Vogel mit den Alpen zutun ,wo es dort wohl kaum Wattvögel gibt? Diesen Namen haben ein schweizer Forschungsteam den Vogel gegeben, als sie auf Spitzbergen auf einer Exkursion waren . Es sind wohl die Alpen damit gemeint, die es in der Region auch gibt . Hier sind die Vögel an der Stränden der Seen auf Futtersuche gewesen.

Der Austernfischer ist wohl der Vogel, der dort am Dollart, zu allen Jahreszeiten zu beobachten ist. Hier hat er auch im Deichhinterland seine Brutstellen.

Der Streitsüchtige unter den Wattvögeln. Der Säbelschnäbler mag es nicht, wenn man ihm zu nah auf die Federn rückt . Sofort gibt er Ärger, dabei verfolgt er seine Wiedersache meist über größere Stecken.

Wir nehmen nun mit den Weißwangengänse die am späten Nachmittag den Dollart verlassen, um in den nahen Wiesen zu übernachten Abschied von dieser Stelle des Dollart. Wir reisen weiter auf einer abenteuerlichen Tour, über die ich das nächste mal berichten werde.

Entlang der niederländischen Nordseküste

Dicke Pötte

Wer über den Dollart, die Ems und Ditzum berichtet, kommt um ein Thema nicht herum. Die Überführung von riesigen Kreuzfahrtschiffen, wie oben auf dem Foto, die AIDA NOVA. Für diesen Beitrag mußte ich erst mal in den Keller meines Rechners steigen, um in älteren Odner nach Fotos von solch einer Schiffsüberführung zu suchen. Zu dem Zeitpunk als wir zuletzt in Ditzum waren, war solch eine Überführung nicht zu sehen. Wir war bei der Überführung im September 2017 dabei. Es mußten also Fotos von damals her. Ich wollte euch solch eine Ereignis,was für Tage die Welt in Ditzum verändert, nicht vorenthalten. Jedes Zimmer ist im Ort und in der Umgebung vergeben, der Stellplatz war schon 14 Tage vorher voll. Wenn bekannt wird, dass ein großer Pott auf der Ems unterwegs ist, geht in Ditzum nichts mehr. Wir hatten das Glück ,weil wir früh dort waren, um noch ein Platz zu bekommen. Diese Überführung ist purer Stress für die Leute vom Wasser und Schifffahrtsamt als auch für das Strassen-verkehrsamt. Der Wasserspiegel der Ems muß erst einmal um einiges angehoben werden, damit das Schiff in der Ems nicht auf Grund läuft. Alle Brücken unter die das Schiff her muß, müssen abgebaut werden . Der Gesamte Strassen-verkehr muß für diese Zeit umgeleitet werden. Die AIDA NOVA war zudem Zeitpunkt, dass größte Schiff was die Werft bis dahin verlassen hat. Ein besonderes Schauspiel ist die Passage durch das Tor des Sperrwerk . Hier ist natürlich auch der größte Menschenauflauf,schon morgens saßen die Leute mit Tisch und Stuhl an der Stelle. Es kam eine gewisse Partystimmung unter den Besucher auf. Da ich die Passage mit dem Fahrrad verfolgt habe , war später kein günstiger Platz mehr an dieser Stelle zu bekommen. Ich konnte mir nicht mal den Weg zu meiner Frau, die irgendwo in der Menge stand bahnen.

Ich habe den Bildern kein weiteren Text hinzugefügt, lasse die Bilder für sich sprechen.

Das nächste Thema heißt „Ab ins Watt“. Hier gibt es dann auch etwas über die Geschichte des Dollart und es wird die Frage geklärt. War die Ostfriesen mal Holländer??????

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Ditzum

Wir haben am Kiekaaste einen sehr schönen Spätsommertag verlebt. Es war im Vergleich zu den letzten Tagen, wärmer und der Himmel zeigte sich in einem freundlichen Blau . Es war für unsere Beobachtungen sehr hilfreich, dass wir den Steg zum Beobachtungsturm für uns allein hatten. Jetzt ist es an der Zeit, das wir zu unserem Stellplatz nach Ditzum fahren. Für diese kurze Strecke mußten wir entgegen unsere eigentlichen Reiseroute fahren. Das heißt wir sind von der Niederlande wieder zurück nach Deutschland gefahren.Hört sich weit an, sind in wirklichkeit nur 10 Minuten Fahrzeit.

An dieser Stelle möchte ich klar stellen, das ich entgegengesetzt der Zeit schreibe . In meinen Beiträgen schreibe ich von Spätsommer zurück bis Ende des Frühling.

Wir kannten unser heutiges Etappenziel von früheren Reisen schon sehr gut. Auf dem wirklich schön gelegnen Stellplatz am Deich, haben wir schon einige Male gestanden. Wir mögen diese Fischerdorf an der Emsmündung zum Dollart sehr. Es ist ein Dorf das wir in unser Herz geschlossen haben. Ich kann euch nicht genau sagen woran das liegt, sind es die Menschen mit ihren ganz besonderen Charakter oder ist es der urige Hafen mit seinem typischen Geruch der mir sagt,,, ich bin am Meer. Es könnte auch sein, dass es die alte Mühle ist die mitten im Dorf steht ,vielleicht ist es aber auch die Kirche mit ihrem Turm, der ja eigentlich ein Leutchturm ist, der über alles wacht. Aber eines steht fest, wenn wir in Ditzum sind, können wir uns nie entscheiden in welches der vier Speiselokale wir zum Essen einkehren . Alle vier haben eine hervorragende Speisekarte, die uns köstlich Fischgerichte anbietet. Schon bei unserer Tourplanung haben wir beschlossen, dass wir bei dieser Tour ins Fischhaus einkehren werden. Wir lieben Meeresfrüchte und Fisch, hier im Fischhaus haben wir noch einmal die Möglichkeit,uns für die weitere Reise etwas einzukaufen. Also los Wohnmobil abgestell, duschen, in frische Klamotten springen und ab zum Fischhaus. Danach geht es zum „Fliegenden Holländer“ auf ein Bier. Hier trifft man häufig alte Bekannte, die auch auf dem Stellpaltz stehen könnten. Da kann es an solch einem Abend schon mal spät werden, man hat sich dann doch sehr viel zu erzählen.

Da mir Fotos von der Dorfansichten fehlten, habe ich hier auf Bilder meines Freundes Jürgen zurückgegriffen . Vielen Dank Jürgen.

Wenn wir den alten Kapitän auf seiner Bank sitzen sehen, geht mir das Herz auf, denn dann sind wir in Ditzum.

Ein Blick auf den Hafen.Beim zweiten Bild,im Hintergrund das ist das Fisch-haus.

Eines der vier Schiffe, die nicht mehr im Dollart fischen, sonder für zwei, drei Wochen in weite europäische Fischgründe schippern.

Hier ist das Fischhaus besser zu erkennen und die Fähre die von Ditzum nach Emden pendelt. Man kann also von hier, eine Tagestour in die Hafenstadt unternehmen.

Auf dem ersten Foto, der Kirchturm der eigentlich ein Leutturm ist. Bild zwei ein Blick über die Ems zur Kirche und Mühle.

Bild 1 Blick vom Hafen über das Dorf. Bild 2 eine Brücke über das Sieltief.

Bild 1 . Darauf haben wir uns schon den ganzen Tag gefreut.

Bild2 Für die Weiterfahrt noch etwas Proviant gekauft.

Ein Blick vom Stellplatz mit Hafen und Dorf.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Kiekkaaste

Für diesen Beitrag habe ich auch Archivfotos eingesetzt.

Jetzt geht es auf die erste Etappe,dazu verlassen wir unseren Übernach-tungsplatz schon sehr früh. Es ging nicht darum, dass wir für diesen Tag viele Kilometer geplant hatten , es war nur eine Fahrzeit von 20 Minuten. Wir wollten diesen Tag nutzen, um unseren Zielort zu erkunden und um die ersten Fotos zu machen. Er geht dazu nach Nieuwe Statenzijl einem kleinen Ort am Dollar. Hier lag unser erstes Reiseziel , „De Kiekkaaste“ ein Beobachtungsturm im Dollartwatt. Wir waren schon einige male hier und hatten immer sehr viel Beobachtungsglück.

Es sollte wohl auch bei diesem mal so sein. Bei den ersten Metern auf dem Steg, erkannten wir den Gesang einigen Schilfbewohner. Es war ruhig an diesem Morgen, wir hatten den Steg für uns allein . Diese Stunde der Gunst mußten wir unbeding ausnutzen, denn das ist nur selten so. Schnell waren wir an unserem WoMO, um uns Sitzgelegenheiten, ein Stativ und etwas Verpflegung zu holen.

Auf diesem Foto ist ein Stück des Steg zu sehen. Er schlängelt sich schon einige Meter durch das hohe Schilf und endet dann am Aufstieg zum Turm. Solltet ihr einmal diese Aussichtplattform besuchen wollen, ist unbedingt auf die Gezeiten zu achten . Der Steg steht bei Flut unter Wasser und ist nur mit Stiefel zu erreichen , das auch nur dann wenn die Flut nicht besonders hoch ist. Es kommt auch schon mal vor, das man hohe Watstiefel braucht um den Turm zu erreichen. Es ist auch Vorsicht auf dem Steg geboten , dass Wasser und Reste vom Schlick machen ihn mitunter zu einer Schlinderbahn. Während meine Frau unsere Fotoausrüstung aufbaute, bin ich schon mal auf den Turm gestiegen um zu sehen, was vom Turm aus zu sehen war. Das war an diesem Morgen nicht sonderlich viel. Es wurde mir aber ein anderes Motiv geboten, das ich ablichten konnte. Es waren einige Schwalbenpaare die unter der Decke des Turmes Nester gebaut haben. Sie waren fleißig damit beschäftig, ihre Jungen mit Futter zu versorgen.

Da auf dem Turm sonst nicht viel zu beobachten war, wollte ich hier oben nicht weiter stören. Denn die zwei Brandgänse und den Austerfischer die im Schlick nach Futter stocherten, konnte ich sicherlich auch später beobachten, wenn wir direkt ins Watt gehen.

Es dauert nicht lange bis wir die ersten Schlifbewohner entdeckt haben, ihren Gesang hatten wir schon die ganze Zeit gehört. Es wackelt mal hier ein Schilfhalm dann mal dort, es war aber nichts was sich lohnte zu fotografieren. Es war wieder einmal Geduld gefragt. Wir waren aber gut ausgerüstet, da wir schon früh losgefahren sind, hatten wir uns Kaffee und einige belegte Brote eingepackt. Ihr werdet es nicht glauben , genau in solch einen Moment als ich mir Kaffee eingeschenkt hatte und das erst Brot in der Hand hielt, tauchte ein Blaukehlchen unweit von mir auf. Mist, bis ich meine Tasse abgestellt hatte und mich des Brots entledigte, war der Vogel weg. Es hieß weiter warten und das sollte sich mal wieder auszahlen . Da wir gute Sichtverhältniss hatte und das Licht zum Fotografieren perfekt war, sind uns auch einige Fotos gelungen.

Das Blaukehlchen, welches wir schon zuvor beobachtet hatten, kam wieder zurück und schaukelte sich an einem Rohrhalm. Es war ein Bartmeise ein typische Schilfbewohner der sich vor meiner Kamera in Pose brachte. Das waren schon mal Fotos, die man nicht täglich machen kann.

Es tat sich eine ganze Weile nichts, so wollte ich am Anfang des Stegs noch einmal mein Glück versuchen . Ich hatte schon auf den ersten Metern eine Rohrammer gesehen und wollte sehen ob ich sie dort noch erwischen konnte. Wie ihr sehen könnt, ich hatte Glück.

Uns gelangen noch weitere Fotos , es war ein perfekter Tag . Wir waren mit dem was wir beobachten konnten sehr zufrieden. Meiner Frau gelang noch eine sehr schönes Foto von einem Schilfrohrsänger.

Führ eine Wanderung ins Watt, war es schon zu spät geworden. Da wir eh noch einmal zurück zur Kiekkaaste wollen, beschlossen wir unseren nächsten Über-nachtungsplatz anzusteuern.

Für unseren nächsten Stellplatz mußten wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, der sich für uns echt lohnen würde . Dazu mehr im nächst Beirat, der „Ditzum“heißen wird.

Entlang der niederländischen Nordseeküste

Der Einstieg.

„Glück Auf“ liebe Leser, ich melde mich mit dem Gruß der Bergleute bei euch zurück. Eine Begrüßungsart die in meiner Heimat nicht unüblich ist. Ich verbinde mit diesen Gruß, einen persönlichen Wunsch für uns und euch alle. Mit viel Glück ins neue Jahr 2022 starten, dann möge es mit viel Schwung, unbeschadet und ohne Sorge aufwärts durchs Jahr gehen. Über unsere persönliche Vergangenheit des letzten Jahres ist ausreichend berichtet worden, ich möchte deshalb auch nicht mehr näher darauf eingehen.

Mit diesem Beitrag knüpfe ich dort an, wo ich einst einmal aufgehört habe . Eine Reise entlang der niederländischen Nordsee.

Bei diesen Beiträgen werde ich sowohl von der gesamten Tour, als auch zu den Teiletappen Karten beifügen, damit ihr immer genau wisst wo wir uns befinden. So hoffe wir, dass ihr uns bei unserer erlebnisreichen Reise begleiten könnt. Es wird ein Mehrteiler werden, von dem ich noch nicht genau weiß wieviele Teile es geben wird. Von jeder Etappa ist mindestens ein Beitrag geplant, was vermutlich nicht ausreichen wird. Mit meiner Kamera begleitet ihr uns auf Fahrradtouren , wir nehmen euch mit auf verschiedene Stadtbummel . Am meisten werde ihr uns aber in Nationalparks und Naturschutzgebiete entlang der niederländischen Nordseeküste begleiten. Ihr werden mit uns durchs Watt wandern, ihr seit im Kanu mit dabei, wenn wir auf den Spuren der Biber wandeln. Über die niederländische Geschichte, die grad im Bereich Dollart eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist, werde ich etwas schreiben. Ich werde aber auch über die nachdenkliche Geschichte der beiden Länder schreiben, die uns überall auf unserer Tour begegnet ist.

Die erste Etappe bzw der Einstig in unsere Reise, war die Tour von meiner Heimatstadt Hamm nach Wischoten . Über den Ostfriesenspieß die A31 hatten wir die Niederlande schnell erreicht. Hier suchten wir uns einen Stellplatz im Hafen der Stadt. Für den ersten Tag war nichts besonders geplant,wir haben uns nur etwas im Umfeld des Hafen umgesehen. Der nächste Tag sollte uns schon Nordseeluft schnuppern lassen.

Ein Blick vom Womo auf den Sportboothafen.

Die Einkaufsmeile von Winschoten.

Überwältigt

Ich bewege mich auf einem Gebiet,das völlig fremd für mich ist. Dennoch habe ich das Bedürfnis, einige Zeilen an sie zu richten. Sie sind die Leserschaft meines Mannes, einige von ihnen kenne ich durch seine Erzählungen. Wenn ich die vielen Genesungswünsche lese die an mich gerichtet sind, stelle ich fest das die meisten Menschen fremd für mich sind. Sie schreiben mir aus aller Welt ihr Mitgefühl und teilen den Schmerz meines Unfalls mit mir. Ich bin derartig überwältig, von den vielen Worten,die an mich gerichtet sind. Mit jedem Wort das ich an sie richte, stelle ich fest, dass sie mir nicht mehr so fremd sind. Mit dem großen Zusammenhalt meiner Familie, werde ich den Rest meiner Verletzung auch noch schaffen. Natürlich tragen auch ihre unterstützeden Worte dazu bei, dass ich den Weg ins normale Leben zurückfinde.

Ich wünsche ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, ein glücklich und gesundes Jahr 2022.

Ein ganz besonders Dankeschön, möchte ich allen Leser sagen, die mir noch einmal in einem Kommentar, so viel Genesungswünsche zugesendet haben. Nach den Feiertagen beginnt für mich das Behandlungsprogramm, hier bei mir am Ort. Es war sehr schwierig, es ohne Probleme auf den Weg zu bringen. In einem Kurzbericht, den ich von der Reha Klinik bekommen habe, stand sehr genau wie es weitergehen muß und welche Medikamente ich noch einnehmen soll. Leider ist hier vor Ort unser Arztpraxis geschlossen, sie verweist auf Vertretungsärzte und Krankenhäuser. Die aufgeführten Vertretungen waren zum Teil nicht geöffnet oder wenn dann standen die Leute bis draußen an. Um den Notfalldienst im Krankenhaus zu erreichen, mußte ich erst einmal alle Coronabedingungen erfüllen und danach auch lange anstehen. Wir haben dann eine Prazis angerufen, denn langes stehen kommt für mich nicht in Frage. Dort haben wir wenigstens das Rezept für die Medikamente bekommen, die für mich wichtig sind. Den Rest können wir erst im neuen Jahr erledigen. Was sehr schade ist, mit einer Verordnung hätte ich schon Termine für meine Behand-lung vereinbaren können. Das ging leider auch nicht ohne dieses Rezept, Terminvereinbarung ist ohne dem nicht möglich. Ich würde mir für das neue Jahr ein Deutschland wünschen , das ohne Anträge, Verordnungen und über-flüssige Bürokratie auskommen würde. Für sie alle wünschen ich ein frohes neues Jahr, welches mit sehr viel Gesundheitverbunden sein sollte.

Ein erster Schritt zur Normalität.

Liebe Leser , vielen Dank für die vielen unterstützenden Worte, die ich von Euch in den letzten Wochen und Monaten erhalten habe. Meine Familie und ich habe eine wirklich schlimme Zeit hinter uns gebracht. Erst war da meine eigene Erkrankung, die wie es schien langsam besser wurde. Uns alle hat dann der Unfall meiner Frau, wie ein Blitz getroffen. Es war vor allem die Folgen, die meine Frau durch den Unfall erlitten hat. Es war sofort absehbar, dass es ein lange Weg der Genesung werden würde. Es war kein einfache Beinbruch, der bald vergessen sein würde. Sie hat einige Trümmerbrüche im linken Bein erlitten, die einige Operationen erforderlich machten . Nun kehrt sie morgen aus der Reha-Klinik zurück zu uns nach Hause . Damit sind natürlich nicht die Folgen es Unfalls abgeschlossen, aber es ist ein erster großer Schritt getan worden. Hier war ärzliche Kunst und die vielen Behandlungen von Therapeuten, ein Weg dahin, dass meine Frau heute wieder alleine auf ihren Beinen stehen kann. Sie kann mit Gehhilfen, wieder laufen und kleine Strecken zurück legen . Es sind zwar nur erste Schritte die sie gehen kann , für uns als gesamte Familie aber erste Schritte zurück zur Normalität. Den Rest werden Heimthrapeuten und ein gezielte Reha-Sport schaffen, sodass sie vielleicht im Sommer wieder auf Fahrrad steigen kann . Das war im übrigen eine der ersten Fragen an ein Arzt, nach er Operation. “ Kann ich wieder Rad fahren“?

In diesem Sinn wünsche ich euch allen, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich werde im neuen Jahr, wieder mit eigenen Blogbeiträgen zurück sein.

Liebe Grüße

Werner der Vogelknipser

Erstens kommt es ander und zweiten als man denk…

Liebe Freunde und Leser , vor wenigen Tagen habe ich mich bei euch mit einem großen ….Hallo … zurückgemeldet. Ich hatte euch spannende Beiträge und tolle Fotos versprochen, die euch über den tristen Winter helfen sollten. Leider muß ich aus einem tragischen Anlass, der unsere gesamte Familie und Freunde erschüttert hat, einen Rolle rückwärts machen. Meine liebe Frau, hat am Montag mit ihrem Fahrrad einen Unfall gehabt und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Mir ist jetzt nach allem möglichen, aber nicht nach Bilder sortieren und Beiträge schreiben. Ich werde euch meine Fotos nicht vorenthalten, sondern zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern . Jetzt bin ich trotz meiner eigenen Probleme, täglich bei meiner Frau im Krankenhaus.

Viele Grüße der Vogelnipser

Ich werde etwaige Kommentare auch erst zu einem späteren Zeitpunkt beantwoten, habt bitte Verständnis dafür .

Ich bin wieder hier…..

Es ist zwar nicht mein Revier, aber mein Zuhause . Sobald ich die ersten beitragstauglichen Fotos bearbeitet und den passenden Text geschrieben habe, wird es wieder Beiträge vom Vogelknipser geben. Ich glaube das ich soviel Fotos zusammen getragen habe, dass ich den ganzen Winter damit überbrücken kann . Da sind dann auch noch meine letzten Gartensafariberichte zu posten. Ich verspreche euch von meiner Seite einen kurzweiligen Winter.

Es hätte schlimmer kommen können

Liebe Leser eigentlich bin ich in einer angekündigten Blog-pause und wollte erst bei meiner Rückkehr wieder Beiträge schreiben. Diesen Eintrag schreibe ich nicht nur für euch sondern auch ganz besonders für mich selbst. Warum schreibe ich diesen Beitrag? Ich verfolge die Beiträge der Paralympics, in einer Zusammenfassungs kann ich morgens sehen, was in der Nacht passiert ist . Meistens werden die Medailliengewinner gezeigt und es gibt schon mal ein Portrai und wie es bei dem Sportler zu der Behinderung gekommen ist. Er war der Beitrag von Katharina Bauerschmidt 21, die im Va’a (Kanadier mit einem seitlichen Schwimmkörper) startet. Es hat mich an mein persönliches Schicksal erinnert . Ich habe einen Bandscheibenabriss erlitten und mußte zur Notoperation ins Krankenhaus gebracht werden. Es ging vom Fitnessstudio, wo der Unfall passiert ist , in ein Feuerwehrauto von da gleich auf den OP-Tisch. Katharian erzählte unter Tränen wie es zu ihrer Querschnittslähmung gekommen ist. Sie ist eigentlich wegen einer Bandscheibenoperation (Bandscheibenvorfall) in eine Klinik gegangen und hat sie als Quärschnittsgelähmte wieder verlassen . Das war ein Beitrag der mich sehr stark und auch emotional an meine eigene Operation erinnert hat. Gut es sind normal meine täglichen Schmerzen und eine ganze Hand voller Pillen die mich daran erinnern. Ich habe bei diese OP, eine Lähmung des linken Unterschenkel erlitten und die gesamte Muskulatur im linken Bein . Man geht sehr häufig und schnell an solche OP’s und vergisst wie gefährlich solch ein Eingriff ist. Mein Leben hat sich seit daher völlig verändert. Ich habe nur drei Monate im Rollstuhl gesessen. Ich kann die Tränen von Katharina verstehen, sie sitz für den Rest ihres Lebens in diesem Stuhl. Ich hatte doch Glück oder? Es hätte doch noch schlimmer kommen können.

Flugakrobaten

Liebe Leser, mit diesem Beitrag verabschiede ich mich in eine kleine Blogpause. Wir werden für zwei Wochen nach Zeeland fahren, um uns dort mit Freunden zu treffen. Schon im letzten Jahr hatten wir uns zu einer Fototour verabredet, damals hat uns Corona ein Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt freue ich mich auf diese Tour ganz besonders, denn dort werde ich endlich mal wieder Wasservögel fotografieren können.

Mit dem Thema Vögel im Flug, habe ich mich schon häufiger in Beiträgen beschäftigt. Wobei Schwalben eine ganz besonderer Herausforderung sind. Ihr schneller Flug und abrupte Richtungswechsel erschweren die Fotografie schon deutlich.

Auch bei diesem Beitrag handelt es sich um Vögel, von denen es schon lange kein Eintrag mehr gegeben hat. Schon häufig habe ich mich damit beschäftigt, Vögel im Flug zu fotografieren und habe hier schon viele Beiträge dazu gepostet. Bei dieser Fotoserie geht es darum, die Fütterung von Jungvögeln in der Luft festzuhalten. Diese Art von Fütterung sieht man häufig bei Schwalben. Dabei ist es einigermaßen hinzubekommen, wenn die Jungvögel auf einer Sitzwahrte gefüttert werden .Viel schwieriger wir das Ganz, wenn sie ihren Eltern entgegen fliegen.

Bei der Fütterung von sitzender Schwalben, habe ich diese als freundliche Helfer. Sie signalisieren den Anflug der Eltern, mit nervösen Flügeschlagen. So kann ich mich auf die Fotografie gut vorbereiten.

Ich wollte mein Glück bei den Flußseeschwalbe probieren und hatte wie so häufig in diesem Jahr, nicht die besten Bedingungen dafür. Das Licht wollte an diesem Tag nicht so recht durch den wolkenverhangenen Himmel kommen, ich wollte es denoch probieren. Was die Sache bei den Seeschwalben so schwierig macht, man weiß nicht von wo und welche Schwalbe aus einem riesigen Trupp der Koloniebrüter ihren Eltern entgegen fliegt. Von den vielen Versuchen die ich an diesem Tag gemacht hab, möchte ich euch die Fotos zeigen, die wenigsten einigermaßen was geworden. Ich bleibe aber da am Ball, denn diese Herausforderung reizt mich doch ganz besonders. Ich werde mir dazu nur besseres Wetter aussuchen.

Meine ersten Fotos von Fütterungen im Flug

Es ist äußerst schwierig Vögel beim Füttern zu fotografien, mir bleiben für diese Fotos nur wenige Sekunden. Ich habe keine Möglichkeit mich darauf einzustellen . Da heißt es nur Auslösen drücken und drauf halten, in der Hoffnug das es was geworden ist

Tschüss bis bald euer Vogelknipser Werner

Kunst oder Krempel ?

Dieses Stück habe ich für 2 Euro erworben, es ist auf der Bodenplatte signiert und mit einerm Datum 12.4 .1986 versehen . Ich vermute es stammt aus Spanien oder Portugal.

Wie ich in meinem ersten Beitrag schon geschrieben habe , hatten wir in diesem Jahr nicht nur Badewetter. Was aber nicht heißen soll, dass wir den ganzen Tag im Vorzelt gesessen haben. Es bieten sich außer dem Gang zum Strand, noch viele andere Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten. Eine davon ist der Besuch eines Kofferbakmarkt, diese gibt es in Holland fast täglich . Irgendwo in der Nähe oder auch mal ein Stück weiter entfernt, was wir dann mit einer Fahr-radtour verbunden haben. In den Informationsheften sind sie aufgelistet, ob ein großer Hallenflohmarkt, ein Kunstmarkt mit einme unterhaltsamen Rahmen-programm oder einen der vielen kleinen Märkte auf einem Dorf oder Parkplatz. Auf Grund der Situation die zur Zeit unseres Urlaubs in den Niederlanden herr-schte , ( Corona-Hochrisikogebiet) haben wir uns für die kleinen Märkte entschieden. Hier hatte man auf Grund der geringen Besucherzahlen und mit Maske und einem gewissen Abstand die Möglichkeit solch einen Markt zu besuchen. Ich habe wie immer nach Deko für unseren Garten gesucht, meine Frau und Tochter hatten da ganz andere Interessen. Ich muß sagen, dass ich ein leidenschaftlicher Flohmarktgänger bin und auch ein Auge dafür habe was ich suche. Das was man dort findet ist für manche Menschen Kunst für andere ist es Krempel. So können Flohmärkte Goldgrube oder Müllkippe sein, je nach Ansicht und Geschmack. Meine Fundstücke beschreibe ich euch bei den Fotos.

Koffebakmärkte besagen, dass dort alles was alt ist und nicht mehr gebraucht wird und in einem Kofferraum passt angeboten werden darf . Ursprünglich durften die Waren auch nur auf dem Boden auf einer Plane angeboten werden und nicht auf einem Tische. Nunja hier hat sich wohl auch in der Zwischenzeit einige geändert, so wüßte ich nicht, ob ich die oft ausgestellten Dinge in mein Kofferraum bekommen würde.

So mancher Sammler kann hier für wenig Geld ein neues Stück für seine Sammlung finden.

Hier sind wir auf einem Parkplatz im Schatten des Leuchtturm unterwegs.

Es gibt kleine Stände mit nur wenigen Teilen, die oft aber sehr interessant sind.

Dann wieder Stände mit mancherlei exotische Gegenstände

So nun zu meinen Fundstücken. Den Motorradfahrer mußte ich unbedingt haben, da ich ja selbst Motorrad fahre . Für 5 Eure hat er den Besitzer gewechselt und steht nun auf unserem Hochbeet.

Hier nun meine neue Vogeltränke, die ich schon in einem Beitrag gezeigt habe. Auf diesem Foto ist sie in ihrer vollen Pracht zu sehen, den Stein und die kleine Meerjungfrau habe ich nachträglich eingebracht, die Korken sind Landeplätze für Wespen . Mich würde mal interessieren wozu dieses Becken mal gedient hat? wer es von euch weiß kann es mir schreiben.

Ein sehr interessanter Fund , eine kleine Messingstatue die eine Gravur auf der Rückseite trägt, die so abstrakt ist, dass ich sie nicht entziffern kann. Sie hat für 3 Euro den Besitze gewechselt. Mit einem Granitblock versehen, steht sie jetzt in meinem Garten.

Nun mag sich einer fragen, was macht der Kerl blos mit solch einer alten Leiter. Ich habe sie hier nur schnell wegen des Fotos mit einigen Gegenständen ver-sehen, ihren Platz findet sie in unserem Wintergarten als Kakteenregal . Schon lange suchen wir nach solch einer Leiter. Ihr mögt jetzt vielleicht sagen, solche Malerleiter findest du doch an jeder Ecke. Es ist nicht so, dass ist eine sehr alte Leiter, sie ist ohne Metall gebaut worden. Es gibt keine Kette zur Arretierung oder ein Scharniergelenk, sie ist komplett aus Holz und dürfte schon vor dem ersten Weltkrieg gebaut worden sein.

Den Bieber mußte ich auch haben, der schaut neugierig mit seinen hellen Augen aus einem Versteck und füe 1 Euro kann man den mitnehmen.

Zu diesem Stück das ich für 2 Euro erworgen habe, muß ich etwas schreiben. Unbachtet wurde die Figur nach einem Flohmarktbesuch ausgepackt und auf den Tisch gestellt, hier stand sie auch noch am frühen Morgen beim Frühstück. Ich habe die Figur gekauft, weil mir das Gesicht gefallen hat und ich habe mir gedacht für die finde ich schon ein Platz im Garten. Wir saßen noch zusammen und meine Frau hatte diese Figur in der Hand. Mitmal sagt sie, du diese Figur hat eine Nummer eine Jahreszahl. Sie hatte nicht nur das, sondern auch noch eine Signatur und ein Stempel und ein Aufkleber der wie eine Briefmarke aus-sah. Bei dieser Figur hatten wir Glück und konnten die Signatur lesen. Etwas im Internet gestöbert ergab ein Ergebniss das uns überracht hat . Dies Figur wurde von einem bekanten niederländischen Bildhauer gemacht und diese Briefmarke ist ein Auktionsaufkleber. Das besagt, dass diese Figur schon einmal auf einer Auktion war und vielleicht auch dort erworben wurde. Was soll ich euch sagen , die Figur kommt nicht in den Garten, hat zumindest meine Frau so bestimmt.

Zwei Baumwichtel, sie haben schon ihren Platz an einem Baum gefunden. Für je 2 Euro ein Fund den man mitnehmen kann.

Das ist eine Figur die ich einer Künstlerin auf einem Strassenkunstmarkt abgekauft habe . Ich habe ihr eine Weile bei ihrer Arbeit zugesehen, sie war hier wie viele andere Künstler mit einem neuen Stück beschäftigt. Wir führten für eine kurze Zeit, eine nette und interesante Unterhaltung. Eigentlich suchte ich nach einer Eule, die ich nicht gefunden hab. Für 35 Euro habe ich dann diese Figur abgekauft . Heute steht sie in unserer Wohnung auf dem Kaminsis, für die Fotos habe ich sie wegen des besseren Licht in den Garten geholt. Eine böse Bemerkung meiner Frau habe ich mir dafür eingehandelt. Die kommt nicht in den Garten, mit etwas Humor im Hinterkopf antwortete ich ihr, warum nicht die steht doch hier gut.

Ach ja eine Figur, die meine Enkelin unbedingt wollte. Sie durfte auch ein Platz im Garten dafür aussuchen, ob sie dort dauerhaft ihren Platz findet, weiß ich noch nicht.

Zu guter Letzt Vincent, eine Steinfigur die später auch auf dem Kakteenregal stehen wirde . die habe ich für 2 Euro erworben.

So meine Lieben das war der Streifzug mit dem Vogelknipser über die niederländischen Kofferbakmärkte .

Die kleinen Fotos könnt ihr wie immer zum Vergrößer anklicken.

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