Ab auf die Insel

So ihr Lieben, ihr kennt es ja jetzt schon, schnappt euch euer Rad und begleitet mich auf eine Tagestouer zur Insel Texel . Unser Ferienort lag nur 12 Kilometer von Den Helder, dem Fährhafen zur Insel entfernt. Was uns auf die Idee brachte, Texel einmal mit dem Fahrrad zu besuchen. Schon häufig haben wir die Insel besucht, dann aber immer mit dem Womo. Bei diesen Besuchen stand die Vogelwelt und die NSG der Insel dann aber im Vordergrund. Dieses mal war die ganze Familie mit „on Tour“ und deren Interesse liegt nicht unbedingt in der Vogelbeobachtung. Unser Ziel war es, die kleinen und beschaulichen Orte der Insel zu besuchen. Es ging schon früh morgens mit dem Rad zum Hafen von Den Helder. Das Wetter war traumhaft und wir wollten möglichst viel von der Insel sehen, also ging es auch früh los. Am Fährhafen angekommen stellten wir fest, mit dieser Idee Texel zu besuchen, waren wir nicht ganz allein. Es waren nicht die Autos die die Fähre füllten, unzählige Radfahrer wollten auch auf der Insel touren. Auf der Fähre gab es strikte Hygieneregeln wegen der Coronaprobleme. Autofahrer wurden immer wieder aufgefordert wärend der Überfahrt in ihrer Autos zu bleiben. Radfahrer wurden vom Bordpersonal auf die Abstandsregeln angesprochen . Für uns die schon zig mal auf der Insel waren, ein nötiges aber ungewohntes Bild. Auf der Insel angekommen, ging es über herrliche Radweg in Richtung Ouidenschild, dem Fischereihafen von Texel. Hier gab es auch den ersten Zwischenstop unserer Tour. Wenn wir schon mal in einem Fischereihafen sind, wollten wir auch Fisch essen. Dafür war es zwar noch recht früh aber Fisch schmeckte uns auch zum zweiten Frühstück. Sehr häufig führten uns die Radweg vorbei an wunderbare Schutzgebiete mit vielen Vögeln. Zu gern hätte ich hier angehalten, es reichte aber schon wenn ich nur etwas das Tempo verringerte. Sofort erschallte gleich der Ruf von hinten, „Papa weiter fahren, wir wollen Dörfer anschaeuen und keine Vögel“. Ich mußte mich dem Wunsch der Familie beugen, wenn es auch schwer viel. Ich wurde schon vor der Tour angehalten, nur eine kleinere Kamera mitzunehemen, um einige Fotos von der Radtuor zumachen . Eine Auflage meiner Töchter, die mir so gar nicht schmeckte. Da ich nicht ständig anhalten durfte, haben wir auch die meisten Orte der Insel anfahren können. Es ging vom Hafen bis zum Leuchtturm der Insel. Einer der schönsten Orte, ist das alte Fischerdorft Oosterend. Malerische Gassen mit alten Häusen und der „Maartenskerk“ aus dem 13. Jahrhundert sind schon echte Hingucker . Mittlerweile ist der Hafen der Dorfes versandet, von woaus die Fischer der Insel einst auf Walfang gingen. Eine sehr interessanter Ort, mit nur wenigen Einwohner ist Oost, ( hierrüber werde ich gesondert berichten) hier lebten zur Zeit des großen Walfangs, die Kapitäne und Steuermänner der Walfangflotte. Noch heute sind die Standesunterschieden zwischen Kapitän, Steuermann und Matrose deutlich an den alten Häusern zu erkennen. Auf dem alten Friedhof des Ortes sind Gräber von Seeleuten zu finden, dessen Grabsteine aus Walrippen erstellt wurden. Aber dazu später in einem gesondereten Beitrag mehr. Wir haben aus den unterschiedlichsten Gründen, die touristischen Hochburgen der Insel nicht besucht. Es waren uns zu viele Menschen und Gedränge in diesen Orten, in der Hauptsaison . Das mußten wir nicht unbedingt haben. Es war allein De Koog durch die unser Radweg führte, wo wir aber wegen der vielen Besucher nicht groß verweilt haben. Hier teilen auch meine Kinder meine Meinung , dass sie diesen Rummel der Insel nicht unbedingt gebrauchen. So haben wir alle Orte und das was wir sochst noch alles sehen wollte an diesem wunderschönen Tag auch geschafft.

Mit der Fähre ging es auf die Insel,Texel ist im Hintergrund schon zu sehen . Über Radwege ging es zum ersten Ort unserer Radtour nach Oudenschild.

Die Kirche von Oudenschild mit dem alten Pfarrhaus

Vorbei an alten Häusern und malerische Gassen geht es in Zentrum

Mitten im Dorf die alte Mühle ,ein Blick vom Deich ins Dorf

Der Hafen von Oudenschild

Fotos von Häusern und Grassen vom wohl schönsten Ort der Insel Oosterend

Die Mühle von Oost einen Ort über den ich noch gesondert berichten werde

Am Ortsausgang liegt die Kirche und das Pfarrhaus von De Koog. Eine romatische Sille die man im Ort selbst nicht findet.

Das letzte Ziel unserer Radtour ist in Sicht, der Leuchtturm von Texel

Es ist nur eine kleine Ansiedlung, die um den Leuchtturm liegt. Hier findet man aber die schönsten Strände der Insel. Obwohl wir super Wetter hatten, waren die Sträne leer , was wohl auch an den weiten Weg zum Leuchtturm liegt.

Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

het konijn en de tapuit….









Der Steinschätzer ( nl. Tapuit)

es war einen Broschüre mit diesem Titel, die ich in einer Touristik-Info fand. Auf der Titelseite war ein Steinschätzer (nl. Tapuit) abgebildet, was mein Interesse geweckt hat. Herausgeber dieses Blatt war Landschap-Noord-Holland, die Naturschützer machten damit auf ein Schutzprogramm der Scheinschmetzer aufmerksam. Was hatte ein Konijn (nl.Kaninchen) mit dem Scheinschmätzer zutun? Es sind die unzähligen Kaninchenbauten die die Dünenlandschaft unterhöhlen und dem Vogel als Bruthöhle dienen. Die Nestlinge werden vom LNH mit einer speziallen Farbmakierung beringt, damit sie auch später von den Naturschützer beobachtet werden können. Sie geben später Auskunft für viele wissenschaftliche Daten. Wie schwierig das Auffinden dieser Vögel ist, stellte ich bei meinen eingenen Beobachtungen fest. Ihr Felderkleid ist vom Untergrund der Dünen kaum zu unterscheiden, das schützt sie auch vor Greifvögeln, dessen Beute sie gerne sind. Die Vögel halten sich überwiegend am Boden auf, nur sehr selten sind sie mal auf Zäunen oder Büschen zu beobachten. Ich konnte die ersten Vögel sehr schnell mit dem Fernglas ausmachen, da sie doch ein häufiger Vogel in der Dünenlandschaft sind. Fotos waren deshalb aber noch lange nicht möglich, sie hielten sich viel zu weit von den Schutzzäunen entfern auf . Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, meine Beobachtungen auf die frühen Morgenstunden zu verlegen, in der Hoffnung das sich die Vögel näher am Weg aufhalten. Zu dieser Zeit waren noch keine Radfahrer auf den viel befahrenen Radwanderwegen unterwegs. Ich war bis auf einige Jogger allein in den Dünen. Eine gute Beobachtungsstelle hatte ich schon am Vorabend ausgesucht. Leider hatte sich nichts an den Abständen zum Vortag geändert und Vögel mit einer Beringung waren auch nicht auszumachen. Es war wieder einmal sehr viel Geduld angesagt , es war auch nötig ein Stativ mit größere Brennweiten aufzubauen. Ohne diese Maßnahme, hatte ich kaum eine Chance an Fotos von Steinschätzern zu kommen. Dann doch die ersten Fotos, nur leider haben die keine Ringe getragen. Es hat eine halbe Ewigkeit gedauert und unzählige Male des Absuchen vom Geländes mit dem Spektiv, bis der erste beringte Vogel ausgemacht war. Mein frühes Aufstehen sollte sich doch noch geloht haben.

Es sind die Kaninchen, die dem Steinschmätzer in den Dünen eine Heimat geben

Wie auf dem unteren Bild sieht es überall in den Dünen aus, Kninchenköttel weit und breit.

Bild 1 adultes Männchen / Bild 2 Weibchen

Die ersten Fotos von einem beringten Jungvogeln. Die farbliche Ringe sind gut zu erkennen.

Die gesamten Fotos von den Scheinschmätzer, mußte ich mit einer großen Brennweite fotografieren. (500mm Festbrennweite + 2xConverter.) Leider kamen die scheuen Vögel nie näher zu meinem Standplatz trotz Tarnung.

Jungvogel aus dem Vorjahr

Dünen sind nicht nur Sandhügel

Wie ich euch schon in meinem einleitenden Beitrag berichtet habe, sehen meine Touren heute etwas anders aus als früher. Deshalb möchte ich euch in diesem Beitrag einladen, mich auf einer Fahrradtour durch die nordholländische Dünenlandschaft zu begleiten . Wer glaubt das Dünen Sandhügel mit trockenem Grasbewuchst sind die nicht viel zu bietet haben, den möchte ich in meinen nächsten Beiträgen davon überzeuge das es anders ist. Ich habe mich früher auch nicht sonderlich mit Dünen als Lebensraum für Tier und Pflanzen beschäftigt. Das hat aber auch damit zutun, dass Dünen unter einem besonderen Schutz stehen und häufig nicht betreten werden dürfen. Erst bei meinen vielen Touren durch diese Art von Geländeform, ist mir immer mehr aufgefallen, wie vielfälltig und voller Leben Dünen stecken. Ein Teil dieser nordholländischen Landschaft diente zur Zeit des 2.Weiltkrieg als Schauplatz militärischer Aktivitäten. Heute noch sind diese Spuren durch Bunker und Geschützstellungen zusehen. Auch zu späteren Zeiten, nutze das niederländische Militär diese Flächen als Truppenübungsplätze . Heute gehört das der Vergangenheit an, fast alle Spuren aus dieser Zeit sind beseitig worden . Wo einst große Geschütze böllerten, singen heute Vögel, wo Soldaten sich durch den Sand wälzten, grasen heute schottische Hochlandrinder. Das ganze Gebiet ist zu einer Naturschutzfläche umgestalltet worden. Eine Geländeform die in ihrer Art an Vielfälltigheit einfach nur schön ist. Rad und Wanderwege führen vorbei an Heidelandschaften, Kiefernwälder, Magerwiesen an einigen Stellen gibt es auch Süßwasserseen mitten in den Dünen. Das was früher militärisches Sicherheitszone war, ist heute für jederman zugänglich. In weitern Beiträgen werde ich noch näher auf die einzelen Geländeformen und ihre Bewohner eingehen. Dieser Beitrag soll erst einmal eine groben Übersicht über die einmalige Welt der nordholländischen Dünenlandschaft zeigen. Seit gespannt auf das abwechselungsreiche Leben in den Dünen des Norden von Holland.

Einmalige Rad und Wanderwege führen durch eine abwechselungsreiche Landschaftsform

Immer wieder zeigt sich auf auf der Radtour durch die Dünen auch ein schöner Blick auf die Nordsee

Büsche und Sträucher bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung

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Der Sanddorn die Orange des Nordens ist eine dieser Pflanzen die Vögel gerne fressen abr auch die Hagebutte wird gerne genommen.

Alte Geschützstellungen des 2. Weltkrieg die überall noch zu sehen sind

Wenn ihr die Fotos anklickt, könnte ihr sie größer sehen.

„Comeback“

Hallo liebe Leser, nach einer langen Blogpause möchte ich mich heute mit einem ersten Beitrag zurückmelden. Das Jahr 2020 hat es bis jetzt, mit mir und meiner Familie nicht ganz so gut gemeint. Immer wieder gab es bei mir gesundheitliche Probleme, die uns doch kräftig zuschaffen gemacht haben. Gleich zum Beginn des Jahres, mußte ich zwei nicht ganz so einfache OP´s über mich ergehen lassen. Dessen Folgen mir auch heute noch Probleme bereiten . Starke Schmerzen, enormer Muskelverlust und Gefühlsstörungen in den Beinen haben zur Folge, dass ich ständig in Behandlung bin und immer wieder ins Krankenhaus mußte. Dann kam für uns alle die Coronapandemie mit ihren Einschränkungen. Krankenhausbesuche waren von Heute auf Morgen nicht mehr möglich, man war mit sich und seinen Problemen allein. Was für ich eigentlich die schlimmste Zeit war. Ich konnnte diese Situation verstehen und auch damit umgehen, was war aber mit all den alten und sehr kranken Menschen in der Klinik, dessen Besucher mit mal nicht mehr kamen. Trotz all dieser Probleme und einer sehr schweren Zeit, kam dann doch der Tag, an dem wir unsere erste Wohnmobiltour unternommen haben. Eine mit den Ärzten abgesprochene Behandlungspause, hat uns das erlaubt. Wir mußten einfach mal raus, Abstand gewinnen von Ärzten, Therapeuten und Krankenhäuser. Eine Reise zusammen mit unseren Kindern, die uns Abwechselung und Freude bereitet hat. An dessen Ende standen dann wieder starke Schmerzen, die es mir nicht einmal möglich machten, das WoMo selbst nachhause zu fahren. Die Folgen waren eine erneute Einweisung ins Krankenhaus. Es war eine Zeit, wo das Schicksal uns ganz übel mitgespielt hat. Ich befand mich im Krankenhaus um eine Schmerztherapie zu machen . In dieser Zeit erlitt mein Sohn, der eigentlich sportlich und jung ist, einen schweren Herzinfakt. Er mußte reanimiert werden und lag danach mit mir zusammen in der gleichen Klinik im Koma. Mittlerweile geht es ihm wieder recht gut und er wartet zZt. auf seine Reha. In all dieser Zeit, stand nicht nur meine Familie eng zusammen. Es waren auch Freunde aus unserem Umfeld, die uns Stärke und Kraft gegeben haben. In dieser Zeit stand auch eine liebe Leserin meines Blogs immer mit an meiner Seite. Durch E-Mails und Telefonaten mit aufmunterden Worten, hat sie mir über eine schwere Zeit geholfen . „VIELEN DANK MONIKA“!!!! Auch all den andern Lesern, die mir immer wieder Genesungswünsche geschickt haben und sich nach meinem Befinden erkundigten , sei an dieser Stelle mein herzliches „DANKESCHÖN“ gesgt.

So nun aber genug gejammert, mein neuer Beitrag trägt ja schlussendlich den Titel „Comeback“. In meinen nächsten Beiträgen werde ich über die Dinge berichten, die ich trotz all dieser Probleme erleben durfte. Meine Streifzüge durch die Natur und Beobachtungen im eigenen Garten machten mir wieder Spaß. Nach meiner langen Krankengeschichte, sehen solche Beobachtungen natürlich etwas anders aus als früher. Wenn sonst Wanderstiefel, Rucksack und mein Jacobsstab stete Beigleiter meiner Streifzüge durch die Natur waren, hat sich das etwas geändert. Heute ist es ein Damen E-Bike, das mir das Auf und Absteigen und ein bequemes Fahren erlaubt . Ausgestattet mit einer Satteltaschen für Kamera, plus das was ich unterwegs brauche. Ein Freund hat mir eine spezielle Halterung für mein Stativ gebaut. So ausgestattet kann ich auch längere Touren fahren. Für mich geht es so zumindest besser, als lange Strecken zu laufen. Meine Beobachtungstouren frühen in die Gebiete, die ich mit dem Rad erreichen kann. Ich hoffe das ich euch auch mit solchen Beiträgen unterhalten kann. In einer kleinen Bildergalerie zeige ich euch nun, wie es demnächst auf meinem Blog weitergeht.

Bei den nächsten Beiträgen geht es um:

Alte Häuser und Gassen

Um Windmühlen

Um abendliche Stimmungen in der Natur

Um Vergangenes

Um bunte Blumenfelder

Um Relikte der Vergangenheit

Um akrobatische Flugmanöver

Es geht auch um Wetterstimmungen

Um wunderschöne Radwege

Wie andere Leute reisen

und wie sollte es auch anders sein, es geht um Vögel.

Für Moni

Eine Nachricht die mich bis tief ins Mark erschüttert hat . Der Verlust einer liebeswerten Freundin, der Schmerz an den ich eigentlich noch nicht wirklich glauben möchte . Ihre Wille und ihre Hoffnung war so stark und dennoch hat sie den Kampf gegen eine böse Krankheit verloren .

Moni du wirst mir sehr fehlen, ich werde deine liebenswert Art immer in meiner Erinnerung behalten. Du hinterläßt eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Ich denke das es vielen anderen Bloggern ebenso ergeht wir mir.

Werner der Vogelknipser