Vor einem Jahr (2)

Auf der Suche nach den Koniks

Wie fast immer vor unseren Reisen, informiere ich mich über die NSG die wir besuchen wollen sehr genau . So gab es in meinem Notizbuch einen Eintrag, der Seeadler und Konik hieß. Bei dieser Tour stand die Beob-achtung der Kleinpferde, die aus Osteuropa stammen auf unserem Tagesprogramm. ( “ Konik“ polnisch kleines Pferd). In einigen NSG werden diese sehr robusten Pferde, als Landschaftspfleger eingesetzt. Sie bleiben ganzjährig im Freien und sind sich zum größten Teil selbst überlassen. Der Ranger des NSG sagte mir, dass sie sich häufig im Bereich der alten Windmühle aufhalten. Taten sie bei unserem Besuch aber leider nicht . Dort konnten wir statt dessen, Gallowy Rinder beobachten . Diese schottischen Hochlandrinder schienen sie hier im Geltinger Birk sehr wohl zu fühlen.

Unser heutiges Ziel war aber die Beobachtung von Pferden, also machten wir uns auf dem Weg . Es gab da nur ein kleines Problem, das ich bei der Info wohl übersehen habe. An diesem Tag waren wir mit den Rädern unterwegs, da wir ja die erste Strecke bis zur Mühle schon abwandert waren. Nur die Räder waren uns an diesem Tag nicht von großem Nutzen. Der inner Bereich des NSG darf nicht mit Räder befahren werden. Es ging also auf Schustersrappen weiter. Was sich bei meiner Kameraausrüstung, die in den Gepäcktaschen der Räder verstaut war, als recht schwierig erwies. Wir entschieden uns für einen der vielen markierten Wege, der sich als nicht schlecht erwiesen hat. Es gab sehr viele Singvögel und einige Greifvögel, die wir auf dieser Route entdecken konnten . Auch Seeadler aber dazu später in einem weitern Beitrag mehr. Nur leider gab es keine Korniks zusehen.

Wir haben schon mit dem Gedanken gespielt, die Tour abzubrechen. Die Last der Kameraausrüstung ist uns immer schwerer gefallen . Wir wollte diese Stecke wiederholen, dann aber mit kleinerem Gepäck. Auf einer Lichtung bei einem kleinen See, konnte ich dann doch noch durch das Fernglas eine Gruppe von Pferde ausmachen. Da die Gruppe doch recht weit von unserem Standpunkt entfern war , habe ich die Kamera mit großem Objektiv auf ein Stativ montiert. Das Schleppen hatte sich gelohnt, ich konnte einige Fotos der Koniks machen.

Die Fotos zum Vergrößern bitte anklicken

29 Kommentare zu „Vor einem Jahr (2)“

  1. Ich stimme Dir zu, lieber Werner, obwohl Du mich sehr neugierig auf das NSG gemacht hast. Vielleicht wird es ja in Zukunft mal wieder möglich sein, es zu besuchen, das wäre toll. Die Behörden müssen vielleicht den Zugang kontrollieren. Auch in einigen Nationalparks in den USA muß das inzwischen gemacht werden, weil der Besucherandrang einfach zu groß ist. Hier sagt man von den beliebtesten Orten, “ we are loving them to death.“

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  2. Das Geltinger Birk ist wohl mit eines der schönsten NSG in Deutschland. Da sich wegen der Corona – Pandemie der Tourismus sehr auf die Heimatländer konzentriert , ist dieses Gebiet zum Massentourismus geworden . Hier mussten die Verantwortlichen die Reißleien ziehen und haben das NSG zum Wohle der Tiere für Besucher gesperrt. Für mich eine gute Entscheidung, denn ein NSG ist kein Zoo sondern ein Rückzugsgebiet für Tiere, die solche Besucherströme nicht mögen.
    LG Werner

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  3. In wie weit es sich wirklich geloht hat, zeigt mein nächster Beitrag .
    Denn ohne eine große Brennweite, hätte ich solche Fotos nicht machen
    können.

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  4. Die Vogelbilder sind toll und die Pferde sind niedlich. Die sehen so drall und lebensfroh aus, knuffig! Ich mag die gerne. Schön, daß sich die Schlepperei doch gelohnt hat 🙂

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  5. Wenn ich jetzt auf diese Thema eingehen würde, gingen mir die Nackenhaare
    hoch. Zu oft sehe ich mich Streitigkeiten ausgesetzt, die immer wieder eskalieren.
    Ich bin seit einiger Zeit dazu übergegangen, dass ich wenn vorhanden die Hundemarke
    fotografiere. Die gebe ich mit meinem Bericht ans Ordungsamt weiter. Das erspart
    mir sehr viel ärger und dem Hundebesitzer flattert ein Ordnunsgeldbescheid ins Haus.

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  6. Gerade erst vorgestern wurde ein Rehbock bei uns hinterm Haus ins Moor gehetzt von einem Hund. Das Reh war schwer verletzt, musste erschossen werden. Noch während die Feuerwehr das Reh aus dem Moor zog, gingen erneut Leute mit nicht angeleinten Hunden dort vorbei, obwohl groß und breit überall Leinenpflicht steht. 😦

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  7. Man geht ja dort unterschiedliche Routen. Auch ich konnte auf meiner Tour diese vielen
    Besucher beobachten . Ich habe mich gewundert, dass immer wieder Leute trotz verbot mit
    Rädern durch das NSG gefahren sind. Auch hier bei mir begreifen einige Leute Sinn und
    Zweck eines NSG nicht. Ich bin Landschaftswächter und sehr mich mit solchem Fehlverhalten
    immer wieder konfrontier. Auf ihr Verhalten angesprochen, mußt du dich häufig aufs übelste
    beschimpfen lassen . Schon einige Male sind solche Ausgleitungen schon vor den Amtsrichter
    gelandet. Am häufigsten sind es Hundebesitzer mit denen ich Probleme habe.

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  8. Ups vielen Dank für die Korrektur . Mit Fohlen konnte ich diese Pferde in Masuren
    beobachten, wo sie ursprüglich ja auch zuhause sind . Ich konnte einige Seeadler
    beobachten, aber leider auch nur im Flug und das aus einiger Entfernung.Dafür gab
    es aber noch viele andere Dinge zu beobachten.

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  9. Sei froh, dass du letztes Jahr dort warst, Werner. Heute stand in der Zeitung, dass in Erwägung gezogen wird, das Naturschutzgebiet zu schließen, weil es von Touristen überlaufen wird bzw. aufgrund regelrechter Karawanen von Spaziergängern der Mindestabstand nicht eingehalten wird…
    Das Naturschutzgebiet Reesholm an der Schlei wurde schon aberiegelt.

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  10. Hihi, gestern waren wir durch die Birk, bei uns ists ja „umme Ecke“, da kommen Deine Bilder grad recht. Wir hatten Glück, so nah wie gestern sahen wir die Koniks (sie heißen nicht Kornik, sondern Konik) noch nie – und das mit kleinen Fohlen 🙂 Dafür haben wir keinen Seeadler gesehen.

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  11. Oh, fein, Werner, da hab ich was zum vorfreuen, wenn du noch mehr davon hast!
    Das freut mich sehr, daß es jeden Tag besser geht bei dir, und ich drück euch ganz fest die Daumen, daß eure geplante Fahrt klappt!
    Ja, prima, fürs frohe Pfingstfest wünschen hören wir dann noch voneinander, freu, freu!
    Liebe Grüße zurück,
    Monika.

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  12. I don’t always take such large equipment with me. I didn’t know very much about this protected area. Couldn’t exchange ideas with other colleagues, this area is located in the north of Germany. I didn’t know what I need here.There were only a few lookout towers, and most areas were closed by signs.Large focal lengths were often required for photography. Eagle’s nest could not be reached at all. But it was still really good.you’ll see it in later posts.
    Thank you for asking. Yes, it is getting better every day that I think about the first motorhome trip after the long break.
    I wish you a nice Pentecost Allan.
    Greetings Werner

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  13. Es freut mich, dass dir unser Wanderung durch einen Teil des Geltinger Birk gefallen hat . Ich kann dir aber jetzt schon versprechen, das war lange noch nicht alles, was es in diesem NSG zu beobachten gab. Wir hatten für das Birk 5-6 Tage eingeplant, weil wie noch andere Ziele auf unserem Reiseplan hatten. Es sind schlussendlich zehn spannende Tage geworden.
    Es geht täglich besser und wir haben auch schon nach langer Zwangspause, dass erste Reiseziel vor Augen. Ich werde zwar nicht gleich große Strecken fahren können , da wir aber unser Bett immer bei uns haben, kommen wir auch in kürzeren Etappen an unsere Ziele.
    Liebe Grüß um ein frohes Pfingstfest zu wünschen, hören wir uns noch.
    Werner

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  14. Lieber Werner,
    ich liebe Pferde, und war jetzt ganz gespannt, ob du die Korniks zu sehen bekommen hast, und jaaa, nach vielen Mühen und mühseligem Schleppen deiner Fotoausrüstung hat sich das doch noch gelohnt, das sind ja schöne Pferde, und sie haben ein richtig feines Zuhause, in dem sie sich bestimmt sehr wohl fühlen.
    Die schottischen Hochlandrinder mag ich auch ganz besonders gern, die sehen immer so knuffig aus, viele schöne Vögel gab es auch noch auf eurer Tour, so muß das sein!
    Danke fürs mitnehmen, es macht derzeit so viel Freude, auf diese Art „unterwegs“ sein zu können, ich hoffe, es geht dir gut, bleib gesund und liebe Grüße
    Monika.

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  15. Es war nicht nur Geduld, es war eine echte Quälerei . Der Rundweg den wir uns ausgesucht hatten, war 11 km lang . Normalerweise keine große Strecke für uns, mit der Ausrüstung war es schon grenzwertig. .
    LG Werner.

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  16. Lieber Werner,
    wie schön, dass sich die Geduld dann letztlich doch ausgezahlt hat. Aber auch alle anderen Fotos sind wunderschön.
    Liebe Grüße
    moni

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  17. Sometimes, we wonder why we drag all the camera equipment around and then we get that one shot that gives us the answer. Great post Werner. Hope all is well with you. Allan

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  18. Die meisten dieser Korniks stammen aus Masuren PL , dort sind die Winter schon extrem kalt. Auch hier kommen sie ohne Zufütterung über die kalte Jahreszeit. Ich konnte bei meinem Besuch dort, ganze Herden Korniks mit Fohlen beobachten . Ihnen macht die Kälte nocht so viel zu schaffen

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  19. Ja, das stimmt natürlich. Sie wurden 2003 ausgesetzt. Viel Nachwuch hatten sie anscheinend nicht, einige Fohlen starben. Der Winter ist hart … oder war hart … sie werden ja nicht gefüttert. Was ich eigentlich nicht verstehe, denn die Adler werden im Winter auch gefüttert … und die Pferde sind eingezäunt, damit sie sich nicht auf den Bauernhöfen bedienen, haben also nur ein begrenztes, wenn auch grosses, Gebiet.

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  20. Solch einen bzw ähnlichen Rucksack habe ich auch . Du bekommst da nur keine 600mm Festbrennweite rein . Da ich keine Objektive wechsel, bin ich meistens mit zwei oder drei Kameras unterwegs . Duzu kommt dann noch ein recht stabiles Stativ.. Den Rucksack nutze ich wenn ich mit dem 100- 400 unterwegs bin . Viele Dank für deine Kommentar.
    Viel Grüße Werner.

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  21. Am Anfang einer Auswilderung halten sie sich noch dort auf wo man sie gefüttert hat. Dieses Zufüttern wird nach und nach eingestellt . Danach sieht man sie nur noch selten, weit sie irgendwo in einem Gebiet untertauchen. Daher ist es auch nicht so einfach sie zu finden. Sie verlieren auch immer mehr ihre Zutraulichkeit, was besonders für den Nachwuchs der Ausgewilderten zählt.

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  22. Da hat sich die Geduld doch wieder bezahlt gemacht, u. a. mit schönen Vogelfotos (Schau mir in die Augen, Kleines … 😉 )
    Eine Gruppe dieser Pferde hatten wir auch im Vildmose, aber ich habe sie seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen. Das Gebiet, in dem sie sich aufhalten ist allerdings ziemlich gross und bietet gute Verstecke.

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