Die erste Tour

Lange ist es her , dass ich das letzte Mal mit meiner Kamera unterwegs war. Es juckte in meinen Fingern, immer nur das zu fotografieren was sich in unserem Garten zeigte , reichte mir einfach nicht mehr aus . Ich wollte unbedingt die ersten Schritte in der freien Natur machen. Ich habe in den letzten Tage und Wochen fleißig für diesen Moment trainiert. Es waren gute Fortschritte zu er-kennen, die mir Mut für diesen kleinen Ausflug machten. Die Zeit für die erste Tour war nun reif, es warnen beste Bedingungen und traumhaftes Wetter. Die heimischen NSG liegen nicht weit von meinem Zuhause. Was ich aber sonst mit dem Fahrrad oder auch zu Fuss erreichen konnte , lag jetzt natürlich für mich noch in weiter Ferne. Es ging also mit dem Auto in die Flußauen, vom dortigen Parkplatz konnte ich den Wanderweg mit dem Rollator für eine gewisse Strecke laufen. Vielleich gelingt mir ja auf der kurzen Tour ein Foto von einem Graureiher, der in den nahen Wiesen steht . Ein Rotkehlchen oder ein Wiesenpieper der auf dem Draht eines Weidezaun sitze, wäre auch nicht schlecht. Die ersten Meter waren ernüchterd, es war kaum etwas zu beobachten. Die Beobachtungshütte die vielleicht ein aussichtreicher Punkt gewesen wäre, war für mich nicht erreichbar. Den Anstiegt zu diesem Punkt hätte ich mit dem Rollator nicht geschafft.

Dann doch ein Hoffnungs-schimmer ,der Ruf eines Bussard
Dann doch der erste Hoffnungsschimmer, ich hörte den Ruf eines Bussard

Häufig ist es so, dass sich die Greifer von Standpunkt des Beobachter entfernen. Die Brennweiten reichen dann nicht mehr für gute Fotos aus. Der Vogel blieb aber in meiner Nähe,vielleicht hatte er sich hier Beute hinterlegt oder er kannte meine Situation 🙂 . Ich konnte einige Fotos machen ,bemerkte aber schnell das meine Kraft langsam dahin ging . Ich hatte zwar viel trainiert ,aber nicht das Halten der Kamera und das ständige Drehen um dem Motiv zu folgen. Am Ende war ich aber glücklich und zufreiden, hatte ich doch die ersten Fotos nach meiner OP im Kasten.

Er blieb in meiner Nähe, so konnte ich einige Fotos machen

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117 Kommentare zu „Die erste Tour“

  1. Ich kehre Schritt für Schritt zu meinen alten Wurzeln zurück. Ich bekomme so viel Zuspruch von meinen Leser das motiviert .
    Hab einen schönen 1. Mai LG .Werner.

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  2. Vielen Dank Else, noch sind es kleine Schritte die mich zurückführen. Oft muß ich von meinen Therapeuten und meinem Arzt gestoppt werden, weil ich zu viel will. Dann meldet sich mein Körper, dem es ja noch reichlich an Muskulatur fehlt. Du weißt ja aus eineger Erfahrung das diese Erkrankung seine Zeit braucht .
    Aber es wird, da bin ich doch recht zuversichtlich.
    LG Werner

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  3. Glückwunsch zum ersten großen Schritt zurück in die Normalität ! Das wird schon wieder denn Dein eiserner Einsatz zahlt sich schon aus !?!
    Wünsche Dir weitere Fortschritte und gute Genesung !
    Mit herzlichem Gruß
    Else

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  4. Ich lebte in einer Situation, die ich so nicht akzeptieren wollte.
    Mein Wille war es wieder in die Natur zurückzukommen und dafür habe
    ich täglich hart gearbeitet. Es war der erste Schritt, ich werde weitere
    folgen lassen . Vielen Dank für deine Genesungswünsche, dass dir meine Fotos
    gefallen freut mich besonders.
    LG Werner

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  5. Es ist nicht selten das man Graureiher an Ufern stehen sieht. Ich kenne diese Bilder häufig von Grachten aus Holland. Hier steht der sonst recht scheue Vogel, mitten in Amsterdam am Ufer einer Gracht. Triffst du sie in freier Natur an, fliegen sie häufig auf wenn du ihnen zu nah kommst.

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  6. Wir haben Glück, wir dürfen ‚raus. Und wir haben im Schweriner See Inseln und Schutzgebiete die gesperrt sind. Das ist völlig in Ordnung. Und der See ist so groß, da muss man wirklich nicht zu den Brut und Aufenthaltsplätzen der Vögel fahren. Dass am Kanal, der auch noch unmittelbar neben einer Hauptstrasse verläuft, Graureiher standen, hat mich wirklich überrascht. Ansonsten ist für Leute, die einmal Gas geben wollen, eine abgelegene Wasserski Strecke vorhanden. Wenn mein Motor eingefahren ist werde ich da interessehalber auch mal testen, wie schnell das Teil ist. Generell macht man aber solche Spritvergeudung selten. Die Geschwindigkeit im Uferbereich ist mit 8 km/h und ab 100 m Entfernung mit 25 km/h geregelt. Selbst der BUND, der recht oft sehr polemisch berichtet hat, musste zugeben, dass sich 95 % der Motorboote ordentlich bewegen. Sorgen machen eher die Wassermotorräder. Irre gibt’s halt überall.. 🚣🚣

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  7. Vielen Dank liebe Christa. Es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis,
    nicht allein wegen dem Bussard. Die Natur wieder pur zu erleben war schon toll.
    Hab vielen Dank für deine Wünsche.
    LG Werner

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  8. Da gratuliere ich doch erst mal zum neuen Boot.
    Es wird wohl so sein wie bei den Wohnmobilisten, sie stehen in den Startlöchern
    und wollen los.Leider sind wegen des Coronavirus alle Stellplätze und Camping-
    plätze gesperrt. Du kannst sicherlich auch keinen Hafen anlaufen oder deinen verlassen.
    An den Ufern von Flüssen und Kanälen kannst du immer etwas beobachten, nur bitte nicht
    zu schnell bzw zu nah ran fahren . Ich habe es am Saaler-Bodden beobachten können, dass Boote
    zu nah an die Schlafplätze von Kraniche gefahren sind. Die Folge die Vögel werden im Schlaf
    gestört und verlieren dadurch wichtige Kraftreserven die sie für ihre langen Reisen brauchen.

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