Die erste Tour

Lange ist es her , dass ich das letzte Mal mit meiner Kamera unterwegs war. Es juckte in meinen Fingern, immer nur das zu fotografieren was sich in unserem Garten zeigte , reichte mir einfach nicht mehr aus . Ich wollte unbedingt die ersten Schritte in der freien Natur machen. Ich habe in den letzten Tage und Wochen fleißig für diesen Moment trainiert. Es waren gute Fortschritte zu er-kennen, die mir Mut für diesen kleinen Ausflug machten. Die Zeit für die erste Tour war nun reif, es warnen beste Bedingungen und traumhaftes Wetter. Die heimischen NSG liegen nicht weit von meinem Zuhause. Was ich aber sonst mit dem Fahrrad oder auch zu Fuss erreichen konnte , lag jetzt natürlich für mich noch in weiter Ferne. Es ging also mit dem Auto in die Flußauen, vom dortigen Parkplatz konnte ich den Wanderweg mit dem Rollator für eine gewisse Strecke laufen. Vielleich gelingt mir ja auf der kurzen Tour ein Foto von einem Graureiher, der in den nahen Wiesen steht . Ein Rotkehlchen oder ein Wiesenpieper der auf dem Draht eines Weidezaun sitze, wäre auch nicht schlecht. Die ersten Meter waren ernüchterd, es war kaum etwas zu beobachten. Die Beobachtungshütte die vielleicht ein aussichtreicher Punkt gewesen wäre, war für mich nicht erreichbar. Den Anstiegt zu diesem Punkt hätte ich mit dem Rollator nicht geschafft.

Dann doch ein Hoffnungs-schimmer ,der Ruf eines Bussard
Dann doch der erste Hoffnungsschimmer, ich hörte den Ruf eines Bussard

Häufig ist es so, dass sich die Greifer von Standpunkt des Beobachter entfernen. Die Brennweiten reichen dann nicht mehr für gute Fotos aus. Der Vogel blieb aber in meiner Nähe,vielleicht hatte er sich hier Beute hinterlegt oder er kannte meine Situation 🙂 . Ich konnte einige Fotos machen ,bemerkte aber schnell das meine Kraft langsam dahin ging . Ich hatte zwar viel trainiert ,aber nicht das Halten der Kamera und das ständige Drehen um dem Motiv zu folgen. Am Ende war ich aber glücklich und zufreiden, hatte ich doch die ersten Fotos nach meiner OP im Kasten.

Er blieb in meiner Nähe, so konnte ich einige Fotos machen

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Aber bitte mit Sahne

Frei nach Udo Jürgens

Sie treffen sich täglich um viertel nach drei , oh oh ja. Am Stammtisch im Eck in der Konditorei , oh , oh ja. Die Mathilde, Ottilie, Marie und Liliane zum Möventratsch bei Kaffee, Kuchen und Sahne.

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Dunkle Wolken

Seit Tagen zeigt sich der Himmel in einem prächtigen Blau . Mit viel Sonnenschein werden wir durch den Tage geführt und könnten es in vollen Zügen genießen. Ja wir könnten, wenn da nicht diese dunklen Wolken wären, die zur Zeit unser Leben einschränken . Wir könnten tief durchatmen, wenn da nicht die Maske wäre, die unser Mund verschließt. In wenigen Tagen schreiben wir den 1.Mai, ein Tag den ich normal mit einer Fahrrradtour der gesamten Familie genieße. Schön wäre es, in einem der vielen Biergärten die auf unserer Wegstrecke liegen, eine erfrischende Pause einzulegen. Leider sind es diese dunkelen Wolken die über uns schweben, die uns daran hindern diese schönen Dinge des Lebens zu genießen. Gestern sagte ein Politiker in seiner Rede, es sind keine Gewitterwolken die kurzfristig über uns hinweg ziehen und einen Moment für Unruhe sorgen. Nein es sind dunkle Wolken, die uns noch eine ganze Weile begleiten werden. Es könnte immer noch ein heftiges Gewitter ausbrechen, was für viel Schaden sorgen würde. Ich hoffe das die Menschen so viel Vernunft in sich tragen und sich weiter so verhalten, wie sie es seit Wochen getan haben. Der Ruf einiger Politike wird immer lauter, sie möchten uns wieder in die Innenstädte locken um die Geschäfte zu beleben . Sie möchten uns aber auch wieder in große Möbelhäuser lotsen . Wenn sich der Himmel auch in einem schön Blau zeigt und uns unbekümmert machen könnte, sollten wir daran denken es sind immer noch diese dunklen Wolken die über uns schweben.

Der Osterhase und Corona

Ein sehr nachdenklicher Osterhase

Ach ihr Lieben, was ist das in diesem Jahr nur für ein Drama zum Osterfest ? Schon vor einigen Monaten habe ich Eier bei den Hennen meines Vertrauens bestellt. Meine fleißigen Helfer haben sie in der Zwischenzeit mit einem bunten Mäntelchen versehen und zu wunderschönen Ostereiern verzaubert. Ein großer Teil dieser bemalten Eier, wurde von vielen tausenden von Großeltern bei mir bestellt, deren Enkelchen sie in ihren Gärten suchen sollten. Nun kommt da so ein blödes Virus daher und erlaubt es nicht, das die Kleinen Oma und Opa besuchen dürfen. Was ist das denn blos für ein trauriges Osternfest, wenn Familien sich grade zu diesem Fest nicht sehen dürfen . Ich wünsch all den traurigen Großeltern, die ihre lieben Kleinen nicht sehen dürfen, ein frohes Osterfest. Ich wünsche aber auch den Kinder und Familien, die ihre Eltern, Omi und Opi nicht besuchen können, gesegnete Feiertage. Auch all den vielen Bloglesern, die ihre Freund, Bekannte und Menschen die ihnen nahe stehen, nur aus der Ferne sehen dürfen, wünscht der nachdenkliche Osterhase eine frohes Osterfest. Der Osterhase wünscht vor allem denjenigen, die zu Ostern allein sind und ihren Osterspaziergang ohne Begleitung unternehmen müssen oder noch schlimmer die das Haus nicht verlassen dürfen, ein schnelles Ende dieser schlimmen Zeit. Ich als Osterhase wünsche mir zu diesem Fest, ein baldiges Ende dieser schlimmen Zeit. Mögen sich die Familen bald wieder ohne Sorge treffen und umarmen können.

Bleibt gesund ihr Lieben, kommt gut über die Feiertage und über eine schlimme Zeit .

Durchstarten

Ich bin nicht aus der Blogpause erwacht, es wird auch weiter dabei bleiben. Denn längeres sitzen am PC, bereitet mir immer noch erhebliche Probleme. Warum also dann dieser Beitragt . Ich hatte euch geschrieben, dass ich nach langem Hin und Her nun doch eine Reha antreten sollte . Eine Anschlussheil-behandlung die für mich auch enorm wichtig gewesen wäre. Alles war soweit geregel, ich wollte durchstarten, wie der Graureiher auf meinem heutigen Foto . Die Bewilligung dieser Maßnahme lag vor, die Klinik in der diese Rehamaß-nahme starten sollte, war bekann . Die genau Anreise wollte man mir tele-fonisch mitteilen, was normal auf dem schriftlichen Weg läuft. Was ist in dieser Zeit schon normal ? Ich bekam nun diesen Anruf von der Klinik, aber nicht um mir zu sagen, wann ich anreisen soll. Es war eine Absage, bzw eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit. Die Klinik nimmt keine neuen Patienten mehr auf, der Rehabetrieb wird vorerst eingestellt . Eine Tatsache die mich nach vielen, nachdenklichen Überlegungen und schlaflosen Nächten nicht traurig stimmt. Ich bin zZt. bei einem örtlichen Physiotherapeuten in Behandlung , zu dem ich drei mal in der Woche gehe. Für Zuhause hat der mir einen Trainings-plan erstellt, nach dem ich täglich meine Übungen mache . Unsere Wohnung gleich mittlerweile einem Fitnessstudio. Ein Ergometer das lange in Verges-senheit geraten Gerät, wurde im Wohnzimmer aufgestellt. An Stuhlbeinen, Treppengeländer und Türen sind verschiedene starke Therabänder ange-bunden worden . Meine Krankenkasse hat mir ein Reizstromgerät bewillig, das dem Muskelaufbau dienen soll. Die ersten kleinen Fortschritte sind auch schon zu erkennen . Meine Reha ist aber nicht völlig abgesagt worden, sie hat wei-teren Bestand, hat mir die Krankenkasse zugesagt . Ich nehme mir nun den Graureiher als Vorbild, und starte von Zuhause aus kraftvoll durch. So meine Lieben das war es erst mal, ich gehe nun wieder in die Blogpause . Bleibt alle gesund und passt auf euch auf, bis denne euer Vogelknipser Werner.

Blogpause

Mit diesem Beitrag möchte ich mich dem Aufruf der Freidenkerin anschließen. Bei Facebook läuft dieses Projekt schon eine ganze Weile und das auch recht gut. Martha ruft dazu auf , dass wir Fotos posten vom Meeres-ansichten, die uns die Erinnerung und Hoffnung an eine Urlaubszeit geben sollen. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen, wir trotzem dem Virus, denn gemeinsam sind wir stark.

Das sind Fotos, die auf meiner Frankreichreis in der Normandie entstanden sind.

Diese ist auch vorerst mein letzter Beitrag . Ich muß wegen einer Reha für einige Zeit (3-6 Wochen je nach Verlauf) das Schreiben von Blogbeiträgen einstellen . Eine Maßnahme die für mich jetzt sehr schnell kam. Der Anschluß an die OP`s , ist für mich sehr wichtig . Durch die beiden kurz aufeinander folgenden Eingriffe und die damit verbundenen langen Liegezeiten, hat dazu geführt, dass sich in meinem linken Bein, ein starker Muskelschwund bemerkbar macht. Eine Erscheinung die rascht fortschreitet und dem sehr schnell entgegen gewirkt werden muß. Ein Anruf meines Arztes bei der Krankenkasse, hatte dann doch einen sehr schnellen Erfolg . Es konnte in recht kurzer Zeit eine Klinik gefunden werden, wo ich eine intensive Behandlung bekommen werde . Bis jetzt war es ja so, dass zwei mal in der Woche für 20 Minuten ein Pysiotherapeut zu mir kam . Es war für die Muskelrückbildung viel zu wenige . Mit sehr viel Grummeln im Mage, trete ich nun diese Reise zu der Klinik an . Erneut eine Klinik, wieder viele Menschen, wieder große ansteckungs Gefahr. Ein Infomationsschreiben der Klinik hat mich dann doch etwas beruhigt. Ich gehe in keine ortophädische Rehaklinik , in die ich unter normalen Umständen gegangen wäre . Ich komme in eine Klinik in der Schlag-anfallpatienten behandelt werden. Hier kennt man sie mit Lähmumgen und dem Abbauen von Muskeln sehr gut aus. Hier können auch die nötigen Maßnahmen die zum Stop und zum Wiederaufbau der Muskeln fachkundig eingeleitet werden. Es ist eine kleinere Klink , wo es keine großen Speiseräume gibt, in der ja auf Grund der Nähe, die Gefahr von Ansteckunge sehr groß gewesen wäre . Alle öffentlichen Dinge wie Besucher , Cafeteria, Schwimmbad und Gruppenbehandlungen wird es wengen der Pandemie nicht mehr geben. Ich darf das Klinikgeländer während meines Aufenthalt nicht verlassen, daruf mich nur im Garten der Klinik aufhalten. Eigentlich schade, aber wohl in dieser Situation eine zwingende Maßnahme. Ich werde zu dieser Rehamaßnahme direkt von zuhause abgeholt , mit einem Fahrzeug das eigens wegen der Ansteckungsgefahr für Patienten mit besonderen Risiken umgebaut wurde. Bevor ich nun die Reise antrete, werde ich kurz zuvor von meiner Krankenkasse eine Nachricht erhalten. Hier wird mir eine Kontakadresse Zwecks Coronaschnelltest mitgedteilt. Alles in allen Dinge, die mich etwas ruhiger schlafen lassen.

Hier noch mal mein Dank an euch alle, für eure Unterstützung, in einer für mich recht schwierigen Zeit . Wenn ich mich hier auch wiederhole, so kann ich mich nicht oft genug bedanken . Denn das was mir von euch an Zuspruch zu Teil wurde, hat mich um so manche Klippe gebracht. Ein besonderer Dank geht an ein Blog-Freund, der mir seine Hilfe angeboten hat, im Bezug auch mein Word Press . Der läuft nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus nicht mehr so, wie ich es gewohnt war. Ohne mein Zutun oder ein Update, hat sich meine Arbeitsoberfläche so verwandelt, dass ich nicht mehr damit klar kam . Ich habe mich jetzt durch diese Oberfläche gewuschtel, um dieser Beitrag posten zu können . In meiner Situation ein schwieriges Unterfangen, weil ich nicht mehr so lange am Pc sitzen kann. Nach der Reha wird mir dieser Blogfreund helfen , das wieder so hinzubekommen wie es einmal war.

Ich wünsche euch nun eine Gute Zeit, bleibt gesund ich hoffe euch alle nach meiner Reha wieder hier zu sehen .

Viele Grüße euer Vogelknipser Werner