Ein Gruß zum Wochenende

Hallo liebe Leser, die Besorgungen für meine Renovierungarbeiten sind nun alle erledigt.  Jetzt kann am Montag  die eigentliche Arbeit beginnen. Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende, das ich mir vor dem Start in das frohe Schaffen  auch noch gönnen werde.

„Unter Geiern“ Teil 4

                                            Naturschutzgebiet Poda

Mit dem letzten Ziel, soll die Bulgarienreise auch ihren  Abschluss finden.  Nachdem wir die Greifvögel in den Bergen von Madzharovo und die Sing-vögel in der Dobrudza Ebene beobachtet haben, fehlten auf dieser Tour  zu guter Letzt noch die Wasservögel. Diese sollten an der Schwarzmeer-Küste, in der Nähe von  Bulgariens viert größter Stadt beobachtet werden. Burgas ist eine 200.000 Einwohner große Hafen und Industriestadt, im Südosten des Landes. Durch die Stadt fließen die Flüsse, Ajtoska,  Rusokatrenka, Stredeza, Isworska und Tscharlijska, die in ihrem Verlauf ein wahres Wasserparadies von Seen und Feuchtgebieten gebildet haben. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es gleich mehrer Naturschutzgebiete, was man in dieser Form, von einer Industriestadt nie erwartet hätte. Hier dröhnte eher der Werkslärm einer großen Werft und es waren riesigen Tanks des Ölhafen zu sehen. Da war aber auch das krasse Gegenteil zu beobachten. Die Ruhe dieser einmaligen Landschaft, die im  südlichen Teil der Stadt, in dem 100,7 ha großen NSG Poda zufinden war.

Es ist eines der bedeutesten Brut, Rast und Überwinterungsgebiete für Vögel aus ganz Europa. Eingebettet in dem Mandra, Burgas, Waja und Atanassow- See, gibt es ein artenreiches Wasserareal, das 255 verschiedene Vogelarten beheimatet. Davon stehen allein 71 Arten auf der „Roten Liste“ des Landes. Über diesem NSG kreuzen sich acht Flugrouten für Vögel, die in der Zugzeit auf dem Weg nach Afrika sind. Bis zu 300,000 Weißstörche,  konnte hier beim Durchzug und der Rast zu ihren Winterquatieren beobachtet werden. Dieses unglaublich schöne Areal, soll nun den Abschluss für diese Reise bilden. Ich hoffe, dass euch die Beiträge “ Unter Geiern“ gefallen haben. Ich bedanke mich für die vielen Kommentrae zu diesen Beiträgen.

                           Fast alle Reiherarten sind in Poga zu beobachten.

Ob Kuhreiher, der sehr seltene Rallenreiher, Silber und Graureiher  oder auch der Purpurreiher.

 

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Der Vogelknipser legt nun eine kleine Zwangspause ein. Wobei er Tastatur und Bildeschirm gegen Tapezierbürste und Fliesenkelle eintauscht. Ich werde eure Beiträge weiter verfolgen und lesen, für eigene Beiträge bleibt bei den Renovierungsarbeiten leider keine Zeit.

Bis denne euer “ Vogelknipser“

 

 

„Unter Geiern“ Teil 3

                                         Im Tal von Suha Reka

Weiter geht die Reise durch Bulgarien. Das Gebiet das nun besucht werden soll, liegt im Nordosten des Landes, nahe der Grenze zu Nordmazedonien. Es ist das Tal „Suha Reka“, was soviel heißt wie trockener Fluss. Derzeit fließt das Wasser nur noch in bestimmten Teilen des Tals. Es ist überraschend, dass vor vielen Jahren noch das gesamte Tal von diesem Flusslauf  durchzogen wurde. Auf Grund von massiven Waldrodungen entlang des Ufers, ist der Fluss völlig ausgetrocknet. Durch diesen früheren Wasserlauf, hat sich das Tal Suha Reka in den Kalksandstein der Dobrudza Ebene gefressen. Es entstanden dabei bis  zu  30-50 Meter senkrecht  Klippen.

Das Tal ist nicht nur ein einzigartiges Naturgebiet, es bietet auch kultur-geschichtliche Sehenswürdigkeiten . In diesen hohen Klippen, die der Fluss im Laufe der Zeit hinterlassen hat, sind Höhlen eingearbeitet  worden. Es sind  Felsenklöster aus der Zeit  5. Jahrundert nach Chr.. Diese Kombination aus Natur und Kultur, mit den  ältesten Felsenklöster Europas, macht das Suha Reka Tal so einzigartig.

 

Das Gebiet um den Ort Ognyanovo, ist eines der artenreichsten  Vogelgebiet von ganz Europas. Fast 200 Vogelarten sind in dieser Region registriert. Zu den Highlites gehören Arten wie der Pirol, Bienenfresser, Grauspecht, die Zwergohreule und die Blauracken. Auch hier kann ich nicht alle Arten auflisten und nicht in einem Beitrag unterbrigen, die  beobachten werden konnten. Daher beschränke ich mich auf die Arten, die wir nicht alltäglich zusehen bekommen.

Das Suha Reka Tal, ist auch eines der bekanntesten europäische Gebiete für die Schmetterlingsbeobachtung.  Lepidopterlogen aus der ganzen Welt, finden sich für ihre Forschungarbeit immer wieder im Tal des „Dry River“ ein, um die bunten Faltern zu beobachten.

Im Tal von Ognyanovo gibt es  nicht nur Vögel und Schmetterlinge zu beobachten . Viele andere Tierarten, wie Rot und Schwarzwild haben hier ihr Zuhause. Für Liebhaber und Kenner  von Kräuter, ist Suha Reka eine wahre Oase . Über dem gesamten Tal, liegt ein frischer Duft von Blumen und Kräutern.

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“ Unter Geiern“ Teil 2

Im zweiten Teil geht es nun in die Region Bulgariens, die den Beiträgen  „Unter Geiern“ ihren Titel gegeben haben . Es geht in die Berge von Madzhavoro ins Reich der Geier. Die Reise führt in das Naturschutzgebiet Kovon Kaya. Die Stadt liegt im östlichen Rhodopengegierge, in der Nähe des Flusses Arda. Einst war der heute nur noch 500 Einwohner zählende Ort, eine Bergbaustadt. Noch heute sind unentwegte Enthusiasten, an den Ufern des Flusses auf der suche nach Goldsand zu beobachten. Die goldenen Zeiten sind aber lange vorbei, was an den vielen verfallenen Häusern im Umland zu sehen ist.

 

Genau genommen geht es in die Berge, die zwischen dem Dorf  Borislavtsi und Madzharovo liegen. Dieses kleine  Dorf am Fusse des Rhodopen-gebierge ist eine Hochburg für ornithologische Touristen. Das Mikroklima und das vielfältige Relief, geben über 180 Vogelarten einen einzigartigen Lebensraum. Dazu gehören 40  Vogelarten, die weltweit zu den bedrohten Arten gehören und auf der „Roten Liste “ stehen. Seit dem Jahr  1997 gilt das Gebiet, nach Bird Life International als  Territorium für das Überleben bedrohter Vogelarten. Genau an diesem Ort ist eine Geieransiedlung zu beobachten, die auf der Wunschliste unserer  Beobachtung stand.

Es ist ein unvergesslicher Anblick , den mit einer Spannweite von drei Meter in der Thermik segelnden Gänsegeier zu beobachten. Dieser Vogel ist nicht die einzige Geierart, die  in den Bergen von Borislavtsi zu beobachten ist. In dieser einmaligen Bergwelt, hat auch der Schmutzgeier sein Revier.

In den Bergen und im Ardatal sind auch der Schwarzstorch, der unter strengem Schutz stehende Rötelfalke, der hier ein Brutgebiet hat zu beobachten. Die Liste der hier lebenden Vögel, kann ich  im Einzelnen nicht aufzählen, es würde ein unendlicher Beitrag.

Es gab nicht nur Vögel zu beobachten.

Ein traumhaftes Naturgebiet, das in seinen Werten kaum zu übertreffen ist. Möge es so und genau in dieser From für immer erhalten bleiben.

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Unter Geiern… Teil 1

Liebe Leser, ich möchte euch mit den nächsten  Beiträgen nicht in die Romanwelt des Karl May entführen . Wenn der Titel es auch fast vermuten lassen könnte . Es geht statt dessen in den Südosten von Europa und zwar nach Bulgarien . Automatisch denkt man bei diesem Reiseziel, an die touristischen Hochburgen der Schwarzmeerküste. Das ist aber jetzt noch  nicht das Tourziel, dieses ersten  Reiseabschnitts. Es geht viel mehr in die Bergwelt von Madzharovo und in das Suha Reka Gebiet, ins Landesinnere von Bulgarien. Hier finden wir wohl die schönsten Naturgebiete Europas. Später geht es dann doch noch an die Schwarzmeerküste, in das Natur-schutzgebiet Poda in die Nähe von Burgas, eine der größten Städte des Landes. Bei dieser Reise kommen wir in Regionen, die an Armut in Europa kaum noch zu übertreffen sind. Junge Menschen verlassen ihre Heimat, um im Westen von Europa nach Arbeit und Glück zu suchen . Übrig bleiben alte Menschen, verwilderte Haustiere, verfallene Häuser und verlassene Dörfer. Oft glaut man das diese  Bauruinen leer und verlassen sind, ein Irrtum es leben immer noch Menschen in diesen Hütten. Das Reisen wird auf Grund der schlechten Strassenverhältnisse zum puren Abendteuer, asphaltiere Strassen sind jetzt nur noch selten unsere Wegstrecke.  Es holpert und poltert im Auto, weil es uns trotz Slalomfahrt nicht immer gelingt , den riesigen Schlaglöchern auszuweichen. Dafür können wir aber eine traumhafte Landschaft genießen. Im 2. Teil  von “ Unter Geiern“, geht es auf eine Fotowanderung durch die Bergwelt von Madzharovo. Hier geht es  auf die Suche nach den Vögel, den der Titel dieser Beiträge gehört.

Ich habe bei diesen Foto bewußt auf Bildtexte verzichtet, hierzu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

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5 auf einem Deich „Plus“

Eine SD Karte die ich völlig übersehen habe, zeigt  noch einmal eine Serie  von Vögeln, die eigentlich in den Beitrag „5 auf einem Deich“ gehört hätte . So gibt es jetzt den Nachtrag mit dem Steinwälzer . Der Beitrag hätte somit   “ 6 auf einem Deich“ heißen müssen.

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Robin und Co.

Mit meinem heutigen Beitrag, möchte ich euch eine weitere Vogelgruppe vorstellen . Diese Singvögel enden zwar alle auf Kehlchen, sind deshalb aber nicht unbedingt nahe Verwandte. Sie gehöre  alle zur großen Famile der Fliegenschnäpper, ihre Untergruppierungen sind dennoch verschie-dener Art. Zur Famile der Fliegenschnäpper, gehört z.B. auch die so wunderschön singende Nachtigall, sie ist  mit dem Rotkehlchen aber nur weitläufig Verwandt. Nahe Verwandte sind hingegen das Braun und das Schwarzkehlchen, die zur Gattung der Wiesenschmätzer gehören.

Fliegenschnäpper:

Beispiele zur Familienangehörigkeit der Fliegenschnäpper, sind die Nachtigall und der Grauschnäpper.

Das Rotkehlchen:

Ordunung : Sperlingsvögel –Unterordnung: Singvögel-Familie: Fliegenschnäpper- Unterfamilie: Cossyphinae- Gattung: Erithacus

Das Rotkehlchen zählt wohl zu den bekanntesten Vogelarten unter den Fliegenschnäppern. Es ist bis auf wenige Ausnahmen, über den gesamten Globus verteil zu beobachten. Bei uns ist es sehr häufig in Gärten, Parkanlagen und Friedhöfen zu beobachten.  Schon vor dem Sonnen-aufgang ist ihr variantenreicher Gesang zu hören. Das Rotkehlchen ist ein echter Frühaufsteher. Der eifrige Sänger ist ein Einzelgänger, der kaum in Gruppen zu beobachten ist. Es ist sehr zutraulich und hat nur eine ganz geringe Fluchtdistanz.  Von daher ist dieser Vogel für uns auch sehr gut zu beobachten. Männchen und Weibchen haben keine Unterschiedsmerkmale, sehen also beide gleich aus. Ihren Namen verdankt sie ihrer auffällig rot-orangefarbenden Kehle.

Das Blaukehlchen:

Ordnung: Sperlingsvögel-Unterordnung :Singvögel- Familie: Fliegenschnäpper-Unterfamilie: Schmätzer-Gattung: Lusinia

Der Lebensraum des Blaukehlchen sind Feuchtgebiete mit viel Schilf-bewuchs. Hier ist es  häufig in den Kronen wippender Schilfhalme zu beobachten. Ganz besonder in der Balzzeit, stellt sich das ständig rufende Männchen  hier zur Schau. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist dann auch recht deutlich zu erkennen. In der Balz  verfärbt sich die Kehle des Männchen in einem kräftigen Blau, wobei das Weibchen etwas blasser bleibt. Das Blaukehlchen ist bis auf wenige Ausnahmen, in ganz  Europa  anzutreffen. Da es zu den Zugvögeln gehört, ist eine Beobachtung  nur in der Zeit zwischen März und September möglich.

Das Schwarzkehlchen:

Ordnung: Sperlingsvögel-Unterordnung: Singvögel- Familie: Fliegenschnäpper- Unterfamilie:  Schmäzter- Gattung: Wiesenschätzer

Die Lebensräume des  Schwarzkehlchens sind offene Flächen, wie man sie in Dünen, Hochmooren, Heide und Weidelandschaften mit Hecken-bewuchs findet. Wobei ich sie auch schon in den Weinbergen des Kaiserstuhl beobachten konnte. Leider zählt es zu den Vogelarten, dessen Bestand regional  stark gefährdet ist. So nimmt das Schwarzkehlchen auch einen der vorderen Ränge, auf der “ Roten Liste“ für gefährdete Vogelarten ein.  Für diese traurige Bilanz, trägt  die Landwirtschaft die Verantwortung. Der Einsatz von Herbizide und der damit verbundene Schwund von Insekten, nimmt den Vögeln jede Lebensgrundlage.  Die beiden Geschlech-ter unterscheiden sich sehr deutlich voneinander. Makant ist  beim Män-nchen der schwarze Kopf mit dem weißen Halsring, der beim Weibchen völlig fehlt. Das Schwarzkehlchen gehört zu den Zugvögeln und ist bei uns von März bis September zu beobachten.

Das Braunkehlchen:

 Ordnung: Sperlingsvögel-Unterordnung:Singvögel –Familie: Fliegenschnäpper-Unterfamilie: Schmätzer- Gattung: Wiesenschmätzer

Die Lebensräume des Braunkehlchen sind offene feuchte grüne  Flächen mit niederigen Bewuchs. Der Langzieher, der die kalte Jahreszeit in Afrika verbringt, zählt bei uns zu den stark gefährdeten Arten. Sein Bestand ist in Deutschland in den letzten Jahren um kapp 40 % geschrumpft. Noch größere Verluste sind in Österreich zu verzeichnen, hier ist nach neusten Erhebungen ein Rückgang von 56% zu verzeichnen. Der drastische Verlust dieser Art, ist der Flächenvernichtung, dem monokulturellen Ackeranbau, dem Einsatz von Herbizide ( Roundup) und dem damit verbundenen Insek-tenrückgang zuzuschreiben. Das Braunkehlchen ist von April bis Ende August bei uns zu beobachten.