Die Lachseeschwalbe

                     Die Lachseeschwalbe  ( Gelochelidon nilotica)

 

Mit meinem heutigen Beitrag, möchte ich das Geheimnis um den äußerst selten Vogel lüften. Es handelt sich um die Lachseeschwalbe, ein Vogel aus der Familie der Seeschwalben. Wobei sich diese Art, von den anderen See-schwalben in ihrer Verhaltensweise sehr unterscheidet. Die meisten See-schwalben sind Sturztaucher und leben in der Hauptsache von Fisch. Die Lachseeschwalbe hat ihr Jadtrevier ursprünglich auf flachen ebenen Wiesenflächen. Hier erbeutet sie Mäuse ,Würmer ,Insekten und andere Kleintiere. Wenn ich hier ursprüglich schreibe, hat der Vogel seine Speisekarte und sein Jagdtverhalten verändert . Heute gehören kleine Meerestiere wie die Wollhandkrabbe auf ihren Speiseplan. Ihre Gebiete bei der Futtersuche sind heute Schlickflächen, die bei Niederigwasser weit-gehend trocken liegen. An sein Brutrevier stellt der Vogel  besondere Ansprüche, denn er ist ein sogenannter Gastbrüter. Er sucht sich auf sandigen, flachen und möglichst ungestörten Flächen, eine Brutkolonie zu anderer Vögel.  Hier kann er im Schutz vor Feinden seine Küken ausbrüten. Bis etwa 1990 gab es in Deutschland und Dänemark noch etwa 500 Brutpaare , dann begann der rätselhafte Niedergang dieser Art. In ganz Europa, zählt die Lachseeschwalbe als äußerst bedroht bzw ausgestorben. Bis auf diese kleine Ansiedlung in Dithmarschen und im Süden Spaniens und Griechenland galt der Vogel als ausgestorben. Um die letzen ihrer Art zu retten, stelle der BNiD e.V (Bündnis Natur in Dithmarschen) ein besonderes Schutzprogramm für diese Vogelart auf. Hier im Neufelder Koog, fand die Lachseeschwalbe genau die Bedingungen vor, die sie zur Brut gebraucht. In einer Kolonie von ca 2000 Flußseeschwalben, die hier am Ufer der Elbe brüten, findet sie den Schutz  für ihre Gelege, vor Greifvögeln,Großmöwen und Rabenvögel . Das flache sandige Deichvorland der Elbauen, dazu die Schlickfelder , entspricht genau ihrem Lebensraum. Um das gesamte Brutgebiet bauten die Vogelschützer einen niederiger Elektrozaun. Weiteren Schutz bieten speziell erstelle  Lebenfallen, für Fuchs und Mader . Vogelschützer der Organisation, wachen die gesamte Brutzeit über die Seeschwalben . Schilder am Rand des Brutgebietes weisen auf ein Betre-tungsverbote hin, auf die Leinenpflicht für Hunde wird streng geachtet.  Alles wird aufgelistet,  jedes Gelege überprüft und der Fortgang beobachtet. Später werden dann die Jungvögel mit dem speziellen Ring versehen und den Ringzenralen gemeldet.  Der Aufwand gibt den Leuten Recht. Bei meinem ersten Besuch, 2009 waren es  17 Brutpaare die hier am Elbdeich von Dithmarschen lebten . Damals gab es aber noch  das Problem, dass die mit dem Ring aus dem Schutzprogamm makierten Vögel, kaum aus ihren Winterquatier in Südafrika zurück kamen. Heute zählt man in Neufeld 71 Brutpaare, davon etwa die Hälfte mit dem Ring aus dem Programm.

                              Die Bilder zum Vergrößer bitte anklicken

Zwei Tage nach meiner Abreise erhielt ich von den Freunden eine Mail, deren Inhalt ich erst nicht verstehen konnte. Unbekannt haben die Schutzeinrichtungen rings um das Brutarial zerstört. Die Lebendfallen gestohlen oder verstört. Diese Schutzeinrichtungen waren Sonderanfertigungen und sind nicht so schnell zu ersetzen. Die Seeschwalben sind jetzt ohne Schutz vor Feinden.  Der BNiD hat Anzeige erstattet . Der NDR hat in seinem Regionalprogramm über dieses idiotische und mehr als unnützes Verhalten von Idioten berichtet.