Der Himmel zeigt Farbe

Gestern Abend 21:20 Uhr der Himmel zeigt sich in einem bedrohlichem Gelb. Der  Wind rüttel an den Ästen unserer Bäume, die ersten Regentropfen fallen. Alles was nicht verweht werden sollte, hatten wir schon vorher in Sicherheit gebracht. Die Wetterdienste hatten den ganzen Tag über schon vor heftigen Unwettern gewarnt . An uns ist wohl das Schlimmste vorbeigezogen. Dafür zeigte sich der Himmel vor und nach dem kleinen Gewitter, in einem einmaligen Farbenmeer.

Weiter gehts

Ein Blick durch das Wohnmobilfenster zeigte uns an diesem Morgen  nicht nur Schwalben. Vor der Fähre stand schon wieder eine lange Schlange, in der wir uns vom Stellplatz aus einreihen mußten. Bevor ich meine Geduld  zu stark strapazierte ,  sprach ich mit einem Womofahrer, der auch in der  Reihe anstand. Das hat geklappt, er ließ mich einreihen. So kamen wir ohne Stress auf die Fähre. Es ging bei gutem Wetter  über die Elbe nach Glückstadt .  Eng geht es immer auf den Fähren zu, da wir jeder Zentimeter genutzt. Schon bald war das  andere Ufer erreicht. Wir sehen das  AKW  Brokdorf. Bald ist es nur noch  eine Ruine deutscher Atomgeschichte. Häufig stand grad dieses AKW  im Zeichen von großen  Protestwellen und Störfällen, es wurde sogar  ein Film über den Atommeiler gedreht. ( Das Ding am Deich). 2021 wird es nun entgültig als eines der letzten AKW´S in Deutschland vom Netz genommen. Da begrüßt uns der Leuchtturm von Glückstadt schon freundlicher.  Bevor wir unser erstes gesetztes Ziel ansteuerten, wollten wir uns das Tor zur Ostsee ansehen. Es ging nach Brunsbüttel zur Schleuse. Dieses technische Wunderwerk ,wollte ich mir schon lange einmal ansehen. Durch dieses Nadelöhr gehen riesige Schiffe, von Öltanken bis zum Containerschiff und auch Kreuzfahrtschiffe die zur Ostsee wollen, müssen durch diese Schleuse.  Durch ihre gigantischen Tore, führt der Weg  in den Nord-Ostseekanal, die am meist befahrene künstliche Wasserstrasse der Welt.  Einst was Brundsbüttel ein kleines Dorf an der Elbe, wo nach alten urkundlichen Aufschreibungen, Elbpiraten gelebt haben sollen.  Die Häuser und die  alte Jakobuskirche aus dem Jahr 1679 sind noch Zeugen aus dieser Zeit. Diese ländliche idylle,  änderte sich mit dem Bau des Kanal 1887 und 1908 mit dem Schleusenbau. Brunsbüttel entwickelte sich vom kleinen Dorf an der Elbe,  zu einer modernen Industriestadt.