Ente oder Gans ?

Nachdem ich im ersten Beitrag die gesamte Region vorgestellt habe, beginnen wir nun unsere Geldernlandtour bei Millingen, an der Deutsch- nierderländischen Grenze. An dieser Stelle wird „Vater Rhein“ nach 1071  ereignisreichen Flusskilometer, für weitere 161 km zum Waal. Bevor er  in einem wahren Wirrwarr von Gewässern, beim niederländischen „Nationalpark Biesbosch“ in die Nordsee mündet. Wir bleiben erst einmal auf der deutschen Seite der Grenze und besuchen den Wohnmobilstellplatz Kranenburg . (* Stellplatz siehe am Ende des Beitrag ) Der Platz liegt direkt am NSG Düffel, das für seine sibirischen  Wintergäste bekannt ist . Hier überwintern jedes Jahr,  ab November mehr als 200.000 Wildgänse. Mit dem Fahrrad, lassen sich von diesem Stellplatz sehr schöne Radtouren unternehmen . Unser erstes Ziel, liegt auf der niederländischen Seite der Grenze . Es geht nach Milligen, zum  Naturschutzgebiet Millingerwaard. Ein Areal, das aus Altgewässern des Waal, Kanälen,  Feuchtwiesen, Seen und Teichen  besteht. Ich kann dieses Schutzgebiet als Reiseziel nur empfehlen. Es besticht durch einmaliger Natur, mit vielen Rad und Wanderwegen, auf denen es viel zu entdecken und beobachten gibt. Man hat aber  auch die Möglichkeit, das Millingerwaart per Boot zu erkunden. (Ich werde das Millingerwaart in einem späteren Beitrag noch einmal extra vorstellen)

Hier treffen wir auf eine Vogelart, die häufig ihr Zuhause an der Küsten und dessen Hinterland hat. Man kann Brandgans (Tadorna tadorna) aber auch im Binnenland  beobachten.  Wenn dann nur dort, wo es größere Wasserflächen mit passenedem Umland gibt .  Die Niederländer nennen diese Art auch Bergeend . Was ist sie denn nun, eine Ente wie die Niederländer sie bezeichnen oder eine Gans wie wir sie benennen? Eine Frage,  die von der Wissenschaftt lange nicht beantwortet werden konnten. Weil diese Vogelart beide Merkmale in sie vereinen, die der Gans aber auch die der Ente. So ortnete man sie der großen Familie der Entenvögel zu, sie bilden hier die gesonderte Unterart der Halbgänse (Tadorninae). Der gehören z.B. auch  die Nil und Rostgans an . (s.Fotos.)  Die Brandgans ist durch ihre auffälliges Federkleid recht gut und schnell zu erkennen.  Der breite braune Brustring und der dunkeloliv fast schwarze Kopf, dessen Federkleid bis zur Mitte des Hals reicht, sind selbst im Flug gut zu erkennen. Dazu kommt der leuchtend rote Schnabel, mit dem Höcker auf der Stirn, der den Ganter zeichnet. Die Gans ist ein Höhlenbrüter und bevorzug verlassene Kaninchen und Fuchsbauten als Brutplatz.  Das Weibchen brütet die Eier allein aus. Die Familien der Brandganse können  recht groß werden, sie führen häufig viele Küken mit sich. Die Gelege können aus zehn  und mehr Eiern  bestehen. Der Nachwuchs der Gänse, ist als Nestflüchter bekannt und macht sich schon sehr früh selbstständig.

* Der Stellplatz Kranenburg liegt gleich am NSG Düffel . Ein Platz,in landschaftlich schöner Lage. Es sind nur wenige Gehminuten bis zur Ortsmitte.Vor hier aus lassen sich sehr schöne Fahrradtouren unternehmen.
Günstige Stellplatzgebühren 4.00 Euro, Strom 0,50 Euro 1Kw, Entsorgung 1Eur0, Trinkwasser 0,20 pro 25l.
GPS: N51°47´33" E6°0´39"

                                 Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

 

 

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