Die Normandie Teil 1

Wie üblich, planen wir unsere Touren immer in den Wintermonaten. Die Normandie war da mehr eine spontane Entscheidung . Nachdem wir in Schweden sehr schlechtes Wetter hatten, entschieden wir uns um. Wir haben uns daher auch keine großen Gedanken um diese Tour gemacht. Uns kam es mehr auf das „Wohin“ und auf das „Was“ wir besuchen wollte an.  Eines der größen Vogelschutzgebiete Europas, sollte eines unserer Ziele sein,  das „Reserve Naturelle Nationale de la Bale“ . Dort wo der Fluss Somme in den Ärmelkanal fließt, liegt dieses traumhafte NSG. (Darüber berichte ich später. In diesen Beiträgen geht es  mehr um  Land und Leute)

Unser nächstes  Ziel, sollten nun diese einmaligen Steilküsten mit ihren endlosen Stränden im Nord-Westen von Frankreich sein . Schon lange hatten wir vor, diesen Teil Frankreichs zu besuchen. Nun hat uns unsere Spontanentscheidung in diese Region geführt.

Wer in die Normandie reist, erlebt aber auch ein Stück schlimmster deutscher Zeitgeschichte, den 1.und 2.Weltkrieg. Es gibt kaum ein Ort, wo man  nicht daran erinnert  wird. So kamen wir immer wieder an riesige Soldatenfriedhöfe vorbei.  Es gab kaum ein Dorfplatz, ein Kreisverkehr, wo  nicht Denkmähler, Panzer , Kanone oder Kriegsflugzeuge standen, die an diese Zeit erinnert haben.  In den Dünen sind noch unzählige Bunker und Geschützstellungen zu sehen, die von der deutschen Wehrmacht gebaut wurden. Wir hatte auch nicht den 6.Juni 1944 im Kopf, erst als wir den Ort „Arromaches les Bains“ erreichten hatten,  standen wir mitten im D Day . Wir erreichte genau am 6 Juni diesen Ort und waren erstaut, was hier los war. Schon am Ortsrand versperrten uns Reisebus an Reisebus den Weg.  Es gab kaum ein Durchkommen, es blieb uns aber nicht andere übrig. Wir mußten da durch, denn hoch obern auf den Klippen lag unser Stellplatz. Da mußten die Außenspiegel eingeklappt werden,  meine Frau jonglierte mich mit Handzeichen durch diese engen Gassen.

Hier fanden genau jetzt, die Erinnerungsfeierlichkeiten zur Befreigung Frankreichs von Nazi Deutschland statt. Golden Beach nannten die Alllierten diesen acht Kilometer langen  Landstrich. In den kaum bewohnten Regionen, bei den  Stränden von Utha Beach, Omaha Beach, wie sie heute noch heißen, landeten genau an dem Tag die Alllierten Streitkräfte, um Frankreich zu befreien.  In einem Musen und in Kinos kann man sich die Landung der Truppen ansehn. Dazu war aber stundenlanges Anstehen nötig. In den Reihen waren häufig ältere Männer in Uniformen mit Orden behangen zu sehen, sie waren anlässig des Jahrestags hier nach Arromanches gekommen. Uns zog es aber nach zwei Tagen weiter, zu groß war uns der Rummel an diesem Ort.

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