Wo sind sie geblieben???

Wie in jedem Jahr, zähle ich unabhänigen von der „Stunde der Wintervögel“ die vom NABU und LBV durchgeführt (in diesem Winter bundesweit vom 4.bis 6. Januar) an meinen Futterstellen die Besucher. Beim Vergleich meiner Aufschreibungen zu den vergangenen Jahren, verzeichne ich einen deutliche Rückgang bei den Singvögeln. Vor einigen Jahren war noch eine große Vielfalt zu beobachten, welches sich in den letzten zwei Jahren enorm verändert hat . So kann ich Grünfink und Gimpel gar nicht mehr beobachten. Die Amsel und der Buchfink sind nur noch gelegentliche Besucher. Die Besuche von Kohl und Blaumeise sind nahezu gleich geblieben. Was mich besonders freut, ist ein kleiner Zuwachs bei den Haussperlinge. Hier habe ich vor zwei Jahren, mit dem Ausbau von Nisthilfen unter dem Gesimse unseres Hauses begonnen. Alle angebrachten Brutkästen wurden in diesem Jahr angenommen und auch erfolgreich darin gebrütet . Vielleicht ist der Zuwachs darauf zurückzuführen. Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Kernbeisser und Buntspecht waren immer schon „Einzelgänger“ an meinen Futterplätzen und sind es auch heute noch. Da es auch einen drastischen Einbruch bei den Instekten gegeben hat, ist das eine  Entwicklung  die uns allen große Sorgen bereiten sollte. Hier gibt es jetzt einen halbherzigen Schritt in die richtige Richtung. So hat die  Bundes-landwirtschaftsministerin in Brüssel  für die Abschaffung des Bienenkillers Neonikotinoid gestimmt, hält aber weiter am Glyphosat fest. Hier soll es eine Einschränkung des Giftes  geben, ein halbherziger Schritt dem ich kein großen Glauben schenke. Die Umweltministerin hatte sich für ein völliges Verbot von Glyphosat stark gemacht, ist aber mit ihrer Empfehlung gescheitert. Liebe GroKo Einigkeit sieht anders aus.

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34 Kommentare zu „Wo sind sie geblieben???“

  1. Ein schöner Beitrag Werner. Ein Gimpel-Paar hatte ich in diesem Sommer erstmalig für eine Woche zu Besuch. Sie kamen lustigerweise immer um die gleiche Uhrzeit.

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  2. Vielen Dank für deine ausführliche Info. Mittlerweile habe ich einiges an Beobachtungen zusammengetragen ,die sehr unterschiedlich ausfallen.Ich werde noch die Ergebniss der NABU Winterzählung abwarten und dann gemeinsam mit den Freunden unsere Zahlen auswerten. Es wird dann auch ein Beitrag von mir dazu geben.Viele Grüße Werner

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  3. Bei mir an der Futterstation ist alles so wie im letzten Jahr. Allerdings sind die Vögel erst etwas später an die Futterstation gekommen. Die Blätter waren auch deutlich länger an den Bäumen und es gibt immer noch reichlich Vogelbeeren. Im Herbst hat man fast gar keine Amseln gesehen, mittlerweile sind sie wieder da. Sorgen mache ich mir um die Eichelhäher. Letztes Jahr im Herbst sah man unheimlich viele in der Gegend, dieses Jahr gar keine. Gimpel gab es bei uns noch nie und Haussperlinge mittlerweile auch nicht mehr.

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  4. Was mich viel mehr ärgert, sind die Alleingänge von Politiker die uns in Brüssel vertreten . Schon vor einiger Zeigt gab es einen Bundeslandwirtschaftsminister (Schmidt ),der gen Brüssel zog und entgegen aller Abstimmungen für die Verlängerung von Glyphosat gestimmt hat. Ob er wohl bald einen Job in der Bayer Chefetage bekommt?????

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  5. Sehr schöner Beitrag lieber Werner, tolle Fotos von Vögel, die ich auch nicht mehr alle hier sehen kann.
    Ich hasse diese halbherzigen Entscheidungen in Punkto Gift und Co. Und schlimm, dass alle Verbote ewig rausgezögert werden bis sie in Kraft treten. ..wenn überhaupt!
    😦
    Trotz alle dem: ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019.
    Ellen

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  6. Deine Antwort zeigt mir, wie unterschiedlich es doch an den Futterstellen aussieht.Ich habe diesen Beitrag hier und bei Facebook gepostet. Ich bin erstaunt wieviele Unterschiede es doch an den Futterstellen gibt.

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  7. Bei uns sind auch fast nur Kohlmeisen. Aber bei meinen Eltern tummeln sich auch Dompfaffe und Buntspechte und Eichelhäher und andere Vogel-Kollegen.

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  8. Hier ist uns nur ein kleiner Einblick möglich.Nach der Auswertung der NABU-Zahlen werden wir mehr wissen. Ich vermute das sie deutlich schlechter ausfallen werden, als die der letzten Jahre. Schon die Zugvögelzählung hat gezeigt, dass der Singvogelbestand drastisch abgenommen hat.Ich wünsche dir auch einen guten Start ins neue Jahr.
    Liebe Grüße
    Werner

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  9. Lieber Werner,
    wenn ich die Kommentare so durchlese, komme ich zum Fazit, dass sich die Gesamtzahl der Vögel momentan hält, die einzelnen Arten wechseln, je nach Gattung. Es finden eben nicht mehr alle Vögel die für sie zum Überleben notwendigen Bedingungen.
    Unterstützung durch den Menschen, aktive Hilfe und vor allem Rücksichtnahme ist wichtig und jeder sollte sein Scherflein dazu beitragen, gell.
    Hab einen fröhlichen Start in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2019
    herzlichst
    moni

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  10. Weil mich die gesamte Entwicklung bei den Singvögel doch sehr interssiert, habe ich auch auf meinem Facebook -Account die gleiche Frage gestellt . Ist es ein regionales Problem oder bertifft es alle Regionen gleich.

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  11. Die Natur brauch den Mensch nicht, der Mensch kann ohne eine intakte Natur nicht leben. Wenn wir alle unser egoistisches Denken nicht verändern, werden wir an die durch unser Wirken verursachten Folgen zu Grunde gehen

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  12. All diese Vorkommen oder Fehlbestände scheint ein regionales Problem zu sein . So wird in machen Gegenden der Sperling auf er „Roten Liste “ geführt, wobei er anderswo wieder in Massen zu beobachten ist.

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  13. Ich konnte vor einigen Jahren keine Haussperlinge mehr in meinem Umfeld beobachten, sie waren einfach nicht mehr da. Auf einer HP, lass ich über eine Intresssengemeinscharft im Ruhrgebiet, die sich hier um den erhalt der Vögel kümmern.Ich war erstaun über ihre Aktionen. Sie erstellen Nisthilfen und haben darum geworben, sie aufhängen zu dürfen. Sie bauen nicht nur die Nistkästen,sie beobachten sie und führen eine Statistik über Belegung und Bruterfolg. Nach ihren Bauplänen,habe ich dann meine Nisthilfen erstellt. Anfangs war ich etwas geknickt, über den mäßigen Erfolg meiner Bemühungen.Jetzt kann ich einen Trupp von ca 30 Haussperlingen in meinem Garten beobachten. Also von Null auf Dreißig .Auch ich wünsche dir ein gutes und vor allem gesundes und friedvolles 2019 .LG Werner

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  14. Ich stelle schon im Frühjahr, wenn die ersten Knospen an den Sträuchern zusehen sind, die Fütterung ein . Ich halte es für überflüssig, im Sommer zu füttern, auch meine Wnterfütterung mache ich Kälte abhängig . Steuer es mit mehr oder weniger Futtergaben. Wasserstell sind besonders in solchen Sommern wichtig, wie in dem letzten .Wochenlang ist kein Regen gefallen und viele Gewässer sind trocken gefallen.

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  15. Wir haben im Sommer Blaumeisen und Hausspatzen in den Nistkästen beim Haus. Im Sommer beobachte ich rund um den Gartenteich Grünfinken, Amseln, Stieglitze, Meisen und Spatzen. Auch einen Fichtenkreuzschnabel habe ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen, was darauf hin deutet, dass anderswo die Fichten noch mehr Trockenstress hatten. An der Futterstelle vermisse ich im Winter aber seit Jahren Gimpel und Kleiber, die früher manchmal aufgetaucht sind. Und das ist Südkärnten. Es ist wahrscheinlich überall ähnlich. Mir kommt aber auch vor, dass die Futterstellen im Winter immer unterschiedlich angenommen werden. Im Sommer, wenn ich nicht füttere, zieht der Teich als Trink- und Badeplatz viel mehr verschiedene Arten an. Und da ist es konstanter.

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  16. Hallo Werner,
    deine Beobachtungen kann ich nur bestätigen. Kamen vor Jahren viele Grünfinken an die Futterstelle, sind es jetzt nur noch Kohl- und Blaumeisen.
    Es ist immer trauriger um die Bestände der Singvögel bestellt. Sie mit Nisthilfen zu unterstützen, ist sehr gut – und man sollte darauf achten, ihnen Ruhe zu gönnen.
    Ich wünsche dir ein gutes, interessantes Jahr 2019.
    LG Ruth

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  17. schöner Beitrag Werner, bei uns sind Sperlinge in großer Zahl zu beobachten, auch Amseln sind häufig vertreten

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  18. Unsere Aufschreibungen beziehen sich nicht nur auf die jetzt erst begonnene Winterfütterung. Der letzte Winter hatte zwar nicht sehr viel Schnee bei uns, war aber lange sehr kalt.Auch da das gleiche Ergebnis. Die Grünfink sind Teilzieher und bleiben häufig über Winter bei uns, es sind dann auch nur die Weibchen die in wärmere Regionen fliegen.

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  19. Brigittes Antwort bzw ihre Besuchszahlen sind sehr erfreuliche Ergebnisse. Ich weiß nicht ob es ein spezifisches NRW Problem ist, bin mal gespannt was andere Blogger aus anderen Regionen dazu schreiben.Vielen Dank für dein Kommentar Dieter. Viele Grüße Werner.

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  20. Solch eine Artenvielfalt hatte ich auch einmal,leider sind diese Besuchszahlen drastisch zurückgegangen. Wir tauschen uns mit einigen Vogelbeobachtern in meiner Region aus, die in den unterschiedlichsten Siedlungsräumen wohnen. Von Stadtmitte bis abgelegen ländlich. Alle schreiben ihre Beobachtungen an den Futterstellen auf, so wie es auch bei den Zählungen des NABU gemacht wird. Wir kamen alle zum gleichen traiurigen Ergebnis.Ich bin auf die Zahlen des NABU gespannt.LG Werner

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  21. Ich habe in den vergangenen 2 Jahren hier in meiner Wohngegend ähnliche Beobachtungen gemacht. Früher gab es hier, im Grüngürtel, besonders aber in der benachbarten Schrebergartensiedlung viele verschiedene, auch seltenere Singvogelarten zu beobachten. Jetzt gibt es hier nur noch zahlreiche Elstern, Krähen und grüne „Schreihälse“ (Halsbandsittiche). 2 Kohlmeisen habe ich im Sommer noch gesehen. Früher waren das mal Dutzende! Von Amsel, Grünfink, Stieglitz, Rotschwanz und Co keine Spur!

    Ich finde das bedenklich.
    Viele Grüße
    Dieter

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  22. I noticed a decline in Greenfinch numbers in my garden last year, they were suffering from a disease transmitted by migrant Chaffinches onto the feeders. This year I have decided not to put seed out, it was also attracting too many rats and grey squirrels.

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  23. Grünfinken, Amseln und Gimpel habe ich viele. Ebenfalls Buchfinken. Buntspechte und Eichelhäher jeweils ein Paar. Rotkehlchen sind da und Kohl-und Blaumeisen.
    Stieglitze kamen in einem Schwarm von mindestens 40 Exemplaren in die hohe Birke in Nachbars Garten geflogen. Dohlen habe ich unzählige, auch Ringeltauben und ein regelmäßig erscheinendes Paar Türkentauben.
    Elstern sind auch regelmäßige, aber sehr scheue Gäste.
    Was bei mir gänzlich fehlt sind Haussperlinge. Allerdings weiß ich, wo ich sie hier finden kann.
    Noch nicht eingetroffen sind Erlen- und Birkenzeisige.
    Am meisten freuen mich die Amseln, ich hatte große Befürchtungen wegen des Usutu Virus, aber sie haben es geschafft.
    Wenn ich es schaffe, stelle ich mal wieder Bilder vom Futterplatz ein.
    LG Brigitte

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  24. Ist es vielleicht noch nicht kalt genug? Die Gimpel kommen bei uns erst, wenn Frostwetter ist, da habe ich noch Hoffnung. Von den Grünfinken, fliegen die meisten nicht nach Süden? Oder bleiben die in Deutschland? Von den Amseln habe ich merkwürdigerweise auch erst ein Weibchen gesehen, aber drei Männchen. Das ist nicht gut …
    Hausspatzen haben wir gar keine, es sind alles Feldspatzen, davon aber reichlich.

    Was das Gift angeht, steht da ja schon wieder ein neues zur Diskussion, es ist zum Haare raufen!

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  25. Buntspechte und auch der Kleiber sind „Einzelgänger“ genauso der Baumläufer. Diese Vögel sind auch noch in Parkanlagen zu beobachten. Was fehlt sind vor allem Grünfinken, Amseln und der Gimpel. Meine Aussage beruht auf meine Aufschreibungen und dem Austausch mit anderen Beobachtern.Fast überall an den Futterstellen das gleiche Bilde, deutlich weniger Wintergäste. Ich bin gespannt was die Zahlen der Winterzählung des NABU ergeben. Auch dir ein guten Rutsch ins neue Jahr. LG Werner

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  26. Buntspechte und Kleiber haben sich im kleinen Vogelschutzgebiet nebenan gut vermehrt. Auch die Zahl der Meisen, Amseln und Buchfinken ist meiner Meinung nach konstant geblieben. Rotkehlchen habe ich erst eines gesehen, und mir fehlen die Stieglitze, mag aber gut sein, dass die sich im Laufe des Winters noch einfinden werden. Im Nymphenburger Schlosspark sind die Eisvögel vor den lästigen FotografenInnen in ein anderes Revier geflohen, mittlerweile aber wieder zurück gekehrt. Alles in allem habe ich aber auch sehr stark den Eindruck, dass die Zahl der Vögel am Abnehmen ist.
    Komm gut ins neue Jahr, lieber Werner.

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