Singvögel im Ellewicker Feld

Zwei Verwandte  mit dem Namen Rotschwanz

Heute möchte ich meine Serie, „Singvögel im Ellewicker Feld“ erst einmal abschließen. Es gebe noch viele Arten zu beschreiben. Bei meinem  Aufenthalt, konnte ich  34 verschiedene Singvogelarten beobachten. Ich verabschiede mich heute für eine längere Zeit ,mit den beiden Verwandten Garten und Hausrotschwanz. Sicherlich bringe ich von meiner neuen Reise  viele interessante Fotos mit, auf die ihr euch freuen könnt. Meine jetztige Tour führt mich auf die schwedische Insel Öland, von dort geht es in eines der größten Kranichbrutgebiete Europas, zum Hornborgsjön. Bis denne und viele Grüße an alle, die mal auf meinem Blog vorbeischauen.

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Singvögel im Ellewicker Feld

                                       Mücken die nicht stechen.

 

 

Hier geht es nicht um die kleinen Quälgeister, die unser Blut wollen. In diesem Post geht es um Klappergrasmücke ,Dornengrasmücke, Mönchsgrasmücke und Co. Diese Heckenbewohner bestechen durch ihren Gesang und sind keine Plagegeister die uns lästig werden. Sie sind nicht ganz einfach zu fotografieren, nur selten verlassen sie ihr dichtes Buschwerk. Dafür sind sie deutlich zu hören, ihr Gesang in den frühen Morgenstunden ist ein Erlebnis für sich. Besonders dann, wenn es so ruhig ist, wie auf dem Beobachtungsturm im Ellewicker-Feld.

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Singvögel im Ellewicker Feld

                                      Der Imitator.

 

Das Ellewicker Feld ist nicht nur wegen seiner Feuchtwiesen ein interessantes Beobachtungsgebiet. Die noch intakte Heckenlandschaft, bietet vielen Vögeln einen geeigneten Lebensraum. So konnte ich an nur einem Vormittag, 19 verschiedene Singvogelarten beobachten. Wobei mich einer vor einer ganz besonderen  Herausforderung stellte. Ich konnte ihn an seinem kräftigen und lauten Gesang hören, aber nicht entdecken. Obwohl er sehr nah war, blieb er für mich im dichten Buschwerk verschwunden. Das ist auch sein bevorzugter Lebensraum, dichtes Buschwerk und die belaubten Kronen großer Bäume. Von hier kann man ihn mit seinem kräftigen und melodienreichen Gesang hören. Dann hörte ich klar und deutlich den Gesang einer Mönchsgrasmücke, staune nicht schlecht, dass die Melodie nicht aus dem Schnabel des schwarzen Kaputzenträger kam.  Es war der Gelbspötter, der den Vogel imitierte. Gerne singt  er  die Melodien ander Vögel nach. Der Gelbspötter ist ein Langzieher und verbringt den Winter im Süden von Afrika. In unseren Regionen ist er  nur von Mitte April bis Mitte Juni zu beobachten. Oft wird er mit andern Vögel wie Fitis oder Zilpzalp verwechselt, die aber deutlich kleiner sind.

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Unbequem

Diese französischen Toiletten sind echt unbequem.  Bei dieser unmöglichen Spagatsitzerei, bekommt ich immer solche Krämpfe in den Oberschenkeln.

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Das Ellewicker Feld und seine Bewohner

Über das Ellewicker Feld, habe ich in einem früheren Post schon ausführlich geschrieben. Über die Vielfältigkeit in  diesem Gebiet, war ich  schon damals recht erstaunt. In diesem Post möchte ich euch einige Fotos von meiner letzten Tour zeigen. Ich verzichte hier auf jeden weiteren Text . Über die vielen Singvögel in der noch intakten Heckenlandschaft, werde ich in einem weiteren Bericht posten.

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Tour zu den Flamingos Teil 4

                       Günstiges Licht und Flamingos nah.

Ein April mit Bilderbuchwetter. Strahlend blauer Himmel, ideale Bedingungen um Fotos zu machen. Nur wo sind die Flamingos ? Die genossen das schöne Wetter auf ihrer Insel. Für mich ungünstig, da es keine freundlich Fotodistanz ist. Mein WoMo  stand nicht weit vom Venn entfernt. Immer wieder bin ich mit dem Rad ins Venn gefahren, um zu sehen was die rosanen Exoten machten, aber immer  wieder  das gleiche Bild. Die Flamingo dösten mit dem Kopf unter ihren Flügeln gesteckt auf ihrer Sonneninsel vor sich hin.

Das war es dann wohl für mich, nichts wurde es mit den Schönwetterfotos. Mittlerweile war Ilona mit ihrem Mann ,eine gute Bekannte in Zwillbrock angekommen . Sie wollte natürlich genau so wie ich, Fotos von Flamingo machen. Eine innere Stimme sagte mir an diesem Abend.“ Werner versuche es doch noch einmal“. So fuhren wir gemeinsam noch einmal ins Venn. Die Sonne stand jetzt schon recht tief, was ja nicht unbedingt schlecht sein musste. Mein guter Riecher hat mal wieder funktionier. Wir hatten Glück, einige der Flamingos hatten in der Abensstunde  ihre Insel verlassen, um in einer abgelegenen Bucht  nach Futter zu suchen. Es sollte noch besser kommen, sie taten uns den Gefallen und kamen noch näher ans Ufer. Das sind Verhältnisse, wie man sie im Venn nur recht selten vorfindet. Glück muss man haben und einen guten Riecher.

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Das war es erst mal mit den Flamingos. Ich werde aber noch einige Fotos von dieser Tour posten, die sich dann mit dem Ellewicker Feld beschäftigen.

 

Tour zu den Flamingos Teil 3

               Was machen die Flamingos im Winter?

Mittlerweile kommt es in der Flamingoansiedlung zu regelmäßigen Bruterfolgen. Schon im März, kurz nach ihrer Ankunft im Venn beginnt die Balz. Zur Brut bauen die Vögel einen Kegel aus Schlamm, der etwas 40 cm hoch ist. Das Flamingoweibchen legt darin jeweils nur ein Ei. Abwechseln brütet das Paar  dieses in etwa vier Wochen aus, bis es zum Schlupf kommt. Die Küken die in Zwillbrock geschlüpft sind, bekamen gleich vom Anfang an eine Beringung. So sind die echten Münsterländer, von den anderen Vögeln gut zu unterscheiden. Warum haben sich die Flamingos ausgerechnet das Zwillbrocker Venn zu ihrer Heimat gemacht ? Es gibt doch genügend ander Gewässer, die ihrer Lebensart entsprechen und dort liegen wo es viel wärmer ist. Es sind die Lachmöwen die dafür gesorgt haben. Das Venn beheimatet mit ca. 20 000 Möwen, einer der größten Binnenansiedlungen Europas dieser Art. Durch den Kot, den die Vögel hinterlassen, wird das Wasser mit Nährstoffen angereichert. Das flache Wasser erwärmt sich sehr schnell, so wird das Wachstum von Kleinstlebewesen, wie Schnecken, Muscheln und Krebse schnell voran getrieben. Diese Tierchen sind Nahrungsgrundlage für die Flamingos. Sie werden mit ihrem Schnabel von Grund des Sees ausgefiltert. Die Flamingos bleiben bis Ende Juli im Venn. Jetzt sind die Jungvögel soweit, dass sie die Reise in ihr Winterquatier antreten können. Nun mag man glauben, das es die Exoten in den warmen Süden Europas oder Afrika zieht. Falsch, die Vögel zieht es weiter in den Norden und zwar an die niederländische Nordseeküste. Sie kommen mit der Kälte gut zurecht, sie können auch mit einigen Minusgraden gut leben. Es ist die fehlende Nahrung, die bei geschlossenen Eisdecken im Venn nicht zu finden ist. Deshalb zieht es sie über die Rastgebiete Ijssel und Veluwemeer,  zum Rhein-Maas-Delta an das Volkerakmeer. Hier finden sie auch im Winter ausreichend Nahrung, bis sie  dann im März wieder in ihre westfälische Heimat, dem Zwillbrocker Venn kommen. In meinem nächsten Beitrag, gibt es  nur noch Flamingos pur,  Fotos die ich in den Tagen im Venn machen konnte.

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Tour zu den Flamingos Teil 2

Der Werdegang der Flamingos.

Schon 1970 wurden die ersten Flamingos im Zwillbrocker Venn beobachtet. Es dauerte  dann noch bis 1982, jetzt siedelten sich die  ersten sechse Flamingos im Venn an. Sie begannen auch mit dem Bau von Nestern, ohne jedoch Bruterfolg zu haben . Erst ein Jahr später, kamen im Frühjahr zwölf Flamingos und jetzt waren  auch die ersten Bruterfloge zu verzeichnen. Die Jungvögel wurden zu dieser Zeit aber noch in ein Zoo gebracht, weil man nicht daran glaubte, dass die Vögel in dieser Region eine Überlebenschance haben. Von Jahr zu Jahr tauchten immer mehr Flamingos im Zwillbrocker Venn auf. Man hatte aus anfänglichen Misserfolgen gelernt und die Insel für die Vögel sicherer gemacht. Heute werden die Vögel von Elektrozäunen und durch Regulierung des Wasserstandes vor ihren Feinden dem Fuchs und Mader geschützt. Es leben jetzt  fast 50 Flamiongos in der dritten Generation im Venn. Sie  setzten sich aus drei verschiedenen Arten zusammen ,dem Rosaflamingo, Kubaflamingo und dem Chilenenflamingo. Über das Warum und Wieso, ausgerechnet das Zwillbrocker Venn zur Heimat der Flamingos wurde, berichtet ich in einem weiteren Post.

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Tour zu den Flamingos Teil 1

               Eine Wanderung durchs Zwillbrocker -Venn.

Die erste Kurztour des Jahres  ist abgeschlossen, wir sind wieder zuhause. In meinem ersten Beitrag, möchte ich euch zu einer Wanderung durch das Zwillbrocker Venn einladen. An der deutsch, niederländischen Grenze, bei der Stadt Vreden liegt das aus Flachgewässern, Heide, Moor, Wald und Feuchtwiesen bestehende Naturschutzgebiet. Schon 1938 wurde ein Teil dieses Areals unter Schutz gestellt. Ein wahrer Publikumsmagnet, sind die dort lebenden Flamingos. Es ist die nördliches Ansiedlung von freilebenden Flamingos weltweit.  (Dazu aber später mehr.) Um das gesamte Venn führt ein sehr schöner Wanderweg.  Auf dem Rundweg laden immer wieder  Bänke ober Schutzhütten zum Verweilen ein. An drei Aussichtstürmen hat man die Gelegenheit, Tiere und Natur aus der Höhe zu beobachten. Jetzt im Frühjahr zeigt sich das Venn von seiner schönsten Seite. Es ist sinnvoll, das Venn an den ruhigen Wochentagen zu besuchen. An den Wochenenden ist es häufig sehr voll, was auch die Flamingos merken. Sie ziehen sich  dann mehr in ihren Rückzugsgebieten zurück und sind häufig nur aus der Ferne zu beobachten.

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