Der Steinschmätzer

Von Zeit zu Zeit poste ich immer mal wieder Vögel, die den traurigen Sprung auf die „Rote Liste“ geschafft haben. In der Kategorie 1 ( vom Austerben bedroht ) steht der Steinschmätzer ganz oben auf dieser Liste.

                                 Der Steinschmätzer

Die  Gründe für diese traurige Tatsache, liegt wohl in den eigentümlichen Lebensräumen des Steinschätzers. Er bevorzugt offene,karge, steinige Flächen  die er hauptsächlich in den Hochgebirgen Europas findet. Ein bevorzugter Lebensraum ist auch die schwäbische Alb und die offenen Küstenregionen mit steinigen Deichaufschüttungen. In den meisten Regionen Deutschlands, kommt er nur noch sehr selten vor, so wurden z.B. in Hessen nur noch 30 Paare gezählt. Der Zugvogel der zu den Fliegenschnäppern zählt , verbringt die kalte Jahreszeit in Afrika. Seine Brutgebiete sind in den von mir beschriebenen bevorzugten Lebensräumen zu finden.

                                    Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken.

 

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36 Kommentare zu „Der Steinschmätzer“

  1. Mir sind in der Wesermarsch Gebiete bekannt ,wo der Kiesbaggerei ganze Strecken von Wallhecken und Steinmauern zum Opfer gefallen sich .Alles wichtige Lebensräume von Vögeln, die sich diese Orte zur Heimat gemacht hatten.

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  2. Ah ja, das wußte ich nicht!. In Kroatien könnte er noch gute Rückzugsmöglichkeiten haben. Da hält sich das mit der intensiven Landwirtschaft vermutlich noch in Grenzen.

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  3. Das ist wahr! Das betrift ja auch die norddeutschen Knicks, die in manchen Regionen unter Schutz stehen. Jetzt hat jemand in Ostfriesland so einen Knick auf mehrere 100m zerstört; der BUND hat Anzeige erstattet. Seit 4 Wochen!! ermitteln sie nun, wer das gewesen sein könnte….kann das so schwer sein??? Denn sie wissen (nicht), was sie tun!

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  4. Ich bin noch auf einigen anderen Plattformen tätig und werde nie müde werden meinen persönlichen Beitrag für Umwelt und Natur zu leisten . Diese aber nicht nur in Beträgen wie diesen, sondern auch durch reale Einsätze.

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  5. Dennoch, Runjammern allein gilt nicht. 😉 Ich bin ganz fest davon überzeugt, jeder kann etwas tun. Und wenn es „nur“ ein Blog ist. Aber er trägt zur Umweltbildung und zum Bewusstsein einer fragilen Natur bei, die unser aller Schutz bedarf. Ebenfalls noch einen schönen Sonntag!

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  6. Industrielle Landwirschaft ,Monokulturen, genmanipuliertes Saatgut, der Zerfall der Kleinlandwirtschaft, hat jetzt schon deutliche Spuren hinterlassen .Die Artenvielfalt hat unter dieser Tatsache stark gelitten und all das passiert mit der Unterstützung unserer Gesetzgebung, zum Gunsten von Lobbyisten.Ich bin davon überzeugt, es ist nur die Spitze des Eisberges.Die Fusion zweier Chemiegiganten läßt böses ahnen .Dir einen schönen Sonntag . LG Werner

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  7. Dankeschön fürs Zeigen. Es ist traurig, dass ich diese süßen Racker noch niemals zu Gesicht bekommen habe. Der Mensch nimmt alles und hinterlässt nur noch monotone Landschaften mit wenigen Arten. Der Naturschutz muss unbedingt gestärkt werden. V.a. auch der Schutz der Insekten. Ohne die wird es auch in der Vogelwelt böse aussehen!
    Noch gute Besserung! LG Simone

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  8. Es ist durchaus möglich das du ihn dort gehört hast, eine Landschaft die ihm gefallen könnte . Auch in der kargen Landschaft Kroatiens, mit den vielen Mauern sind bevorzugte Gebiete, nur dort ist es die Unterart der Mittelmeersteinschätzer.

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  9. Ich kann mir nicht vorstellen, das die industrielle Landwirtschaft damit einverstanden wäre. Es wird alles beseitigt was Großmaschinen im Weg steht , Wallhecken und Feldmauer sind Dinge die bei der Feldarbeit stören . Was man braucht, sind große freie Flächen ohne störende Hindernisse.

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  10. Ich überlege, ob ich ihn mal in Irland gehört habe, bin mir aber nicht sicher. Aber dort gibt es ja mehr als genug Mauern und Felsen. So gesehen…. Da müßte man ja fast sagen „laßt uns Mauern bauen“ 😉

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  11. Ich habe nun hier erfahren, wie die Amerikaner ihn bezeichnen . Wie nennet ihr ihn in Dänemark. Sein lateinischer Name ist Oenanthe.:-) Es freut mich das dir mein Beitrag gefallen hat. LG Werner

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  12. Es sind die Lebensräume die man diesen Vogel genommen hat. Steinmauern und Feldmauern sind in der heutigen Landwirtschaft nicht mehr gefragt und wurden abgetragen . Danke für dein Kommentar

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  13. Im Hochgebirge ist der Steinschmätzer noch sehr gut zu beobachten, hier hat er auch genau die Lebensräume die er braucht .Seine natürlichen Feinde sind dort oben auch nicht so häufig anzutreffen.Jungvögel konnte ich in der schwäbischen Alb beobachten, auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen hat der Steinschmätzer ideale Bedingungen gefunden. Vielen Dank für dein Kommentar LG Werner

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  14. Hallo Brigitte ,es feut mich wenn dir mein Beitrag gefallen hat. Auf Helgoland konnte ich sie auch schon beobachten, dort findet der Vogel genau die Lebensräume die er braucht. LG Werner

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  15. Der Steinschmätzer gehört zu meinen Lieblings-Frühlingsvögeln. Auf dem Zug Afrika – Island/Grönland rasten sie in unserer Region. Besonders im Frühling kann man diese hübschen Vögel auf Schwarzäckern bewundern. Auf dem Nebelhorn (Oberstdorf) habe ich im Sommer mal einen Jungvogel gesehen.
    Liebe Grüsse – Uta

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  16. Einer der schönsten Vögel überhaupt für mich.
    Ich habe ihn in Bremen gesehen und in großer Anzahl GsD auf Helgoland.
    Ein guter Beitrag und schöne Aufnahmen!
    Herzliche Grüße
    Brigitte

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  17. Es ist nicht nur Schade, es ist ein Verbrechen das wir Menschen immer wieder zulassen das Tiere mit aussterben bedroht sind. Ich finde es super, Werner das du uns solche Informationen gibt und durch so schöne Bilder dokumentiert. LG Greta

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  18. Leider ist es so, dass die von mir aufgezählten Lebensräume die letzten sind .Mit Fuchs, Mader und Co, hat der Steinschmätzer als Bodenbrüter auch noch sehr viele Feinde. LG Werner

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  19. Lieber Werner,
    was für ein bezaubernder kleiner Vogel.
    In der freien Natur wäre er mir sicher wohl auch kaum aufgefallen.
    Hoffentlich findet er auch weiterhin noch genügend Lebensraum!
    Lieben Gruß
    moni

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  20. Ob sie jetzt schon da sind weiß ich nicht , zumindest hat man im Sommer die Chance sie dort zu finden. Der Dollart hat aber auch sehr viele andere Möglichkeiten, schöne Beobachtungen zu machen .

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  21. Mit etwas Glück läßt er sich in den von mir beschriebenen Regionen schon beobachten. Hier sind besonders die Wiesen am Dollart zu nennen, wenn dort Steinaufschüttungen als Deich aufgetragen wurden. LG Werner

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  22. Hallo Werner,
    vielen Dank fürs Zeigen dieses vom Aussterben bedrohten Vogels.
    Auch wenn ich ihn wahrscheinlich nicht in Natura sehen werde, so erfreue ich mich hier besonders an deinen tollen Fotos.
    LG Ruth

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