Eine ungewöhnliche Begegnung

Es ist nicht die Begegnung als solches, die meine Beobachtung so ungewöhnlich machte. Es ist viel mehr der Ort, an dem ich sie gemachte habe. Ich war im Dichhinterland des Wattenmeer, bei Fedderwardersiel. Hier war ich auf der Suche nach Vögeln,  die dort üblicher Weise zu finden sind. Tja, dann stand da mitten in den Salzwiesen ein Vogel, den ich hier nicht vermutet hätte. Der meiner Meinung  nach, auch nicht so recht hier her gehörte.

Ist nicht das Zuhause des scheuen Schwarzstorch, der dichte Wald mit seinem alten Baumbeständen und nicht die Salzwiesen an der Nordsee? In den dichten alten Eichenwäldern in den Masuren  ist er mir schon einmal begegnet ,wo sein Vorkommen auch völlig normal ist. Hierzulande werden seine Brutstätten höchst geheim gehalten, sodass dieser seltene Vogel, ja nicht in seiner Brut gestört wird . Schnell wurden einige Foto gemacht, die ich dann den Rangern im nahen „Nationalhaus Wattenmeer“ zeigte.

Die schauten mich nur verblüfft an, sie konnte nicht  so recht glauben, was ich dort fotografiert hatte. Es war mittlerweile schon spät geworden, aber ich machte mich noch einmal mit einem Ranger auf den Weg, um zusehen ob wir den hier doch seltenen Gast noch einmal sichten konnten .

Tatsächlich er war immer noch da , er kreiste am Himmel und später saß er noch einmal in den Salzwiesen. Da dieser Storch kein Ring trug,  bleibt es bist heute ein Geheimnis, woher er kam. Nach der Aussage des Ranger, war das die erste Sichtung  eines Schwarzstorch, so nah beim Watt. Noch Tage später, ist er mir immer wieder begegnet ,dann aber auf den geschützten Flächen, die für Fotos zu weit weg waren. Bei dem Schwarzstorch handelte es sich um ein Jungstorch, wie deutlich am graugrünen Schnabel zu erkennen ist.

                                       Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

Hier wieder ein Tipp für die Wohnmobilisten: Stellplatz Fedderwardersiel. GPS:     N 53 ° 35´46″- E 08 ° 21´23″

 

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23 Kommentare zu „Eine ungewöhnliche Begegnung“

  1. Ich habe mir das mit der Pflegestation Berne einmal angesehen, es wäre durchaus eine Möglichkeit , das „meine Schwarzstorch“ von hier stammen könnte. Von den Flugkilometern wäre das für ein Storch keine große Strecke. Danke für deine Info.

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  2. Wenn er einen Ring getragen hätte, könnte die Frage nach seinem Verbleib vielleicht beantwortet werden. So wird es wohl ein Geheimnis bleiben.

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  3. Auf deinem Blog habe ich gesehen, wie sich ein größerer Trupp junger Schwarzstörche in den Elbauen versammelt hat . Beeindruckende Fotos . Das es in eurem Landkreis Schwarzstörche gibt , hatte ich schon einmal gelesen . LG Werner

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  4. Mir ist kürzlich berichtet worden, dass die Storchenpflegestation Wesermarsch in Berne auch Schwarzstörche beheimatet (hat?). Ich weiß nicht, ob es stimmt. Bei uns im Landkreis brüten Schwarzstörche. Im vergangenen Jahr wurde ein Schwarzstorch verhaltensauffällig, als er ein Weißstorchpaar auf seinem Horst im Ort Clenze regelmäßig attackierte.

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  5. Vielen Dank Else ,mich freut es dann beonderes, das ich dir den Schwarzstorch einmal in der freine Natur zeigen konnte. LG Werner

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  6. Vielen Dank Brigitte . Hoffen wir gemeinsam, das er den Weg gefunden hat und als ausgewachsener stolzer Vogel zu uns zurückkehrt. LG Werner

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  7. Da kann man dir wirklich nur gratulieren!
    Zur Sichtung und zu den Bildern. Sehr schön, Werner.
    Irgendwie gefällt es mir, dass es auch noch Geheimnisse gibt, die wir Menschen eben nicht lösen können.
    Ich hoffe nur, der junge Vogel hat sein Habitat letztlich noch gefunden.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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  8. Wie dem auch sei,der Schwarzstorch ist ein toller Vogel. Da es sich bei meinen Fotos um einen Jungstorch handelt,fehlt dem noch der leuchtend rote Schnabel bzw die roten Beine.Was das Ganze noch einmal perfekter macht.

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  9. Das ist so, wie wenn man sich mit jemandem aus dem süddeutschen Raum über die Haar- und Augenfarben unterhält, da sind auch Brünette schon schwarzhaarig und haben schwarze Augen., während man als Nordlicht unter „Schwarz“ eben eindeutig nichts Braunes vorstellt. Sehr verwirrend.

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  10. Du hast recht, wenn du einen typischen schwarzen Vogel wie Rabenvögel mit dem Schwarz des Schwarzstorch vergleicht .So ist das Gefieder des Storch leuchtend metallisch, eher dunkelbraun.bzw bronzefarbend.

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  11. Ich muß ganz ehrlich sagen, das ich sehr überrascht war , als dieser Vogel dort in den Salzwiesen stand . Für die Ranger die ja nun täglich durch diese Gebiete streifen war es auch eine große Überraschung.

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  12. Ein ganz tolles Beobachtungsgebiet für Wat und Wiesenvögel ,das ich immer wieder gern besuche. Der Schwarzstorch war nicht nur für mich eine große Überraschung, es gab auch keine Erklärung dafür wie er dort auftauchen konnte.

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  13. Das ist aber ein seltener „Fang“. Wir waren auch schon des öfteren dort, haben aber meistens Brachvögel u.ä. gesehen.

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  14. Ist es nicht genau das, was so ein Spass macht? Von einander zu lernen ,Wissen zu geben und zu nehmen.Hier zu Lande ist der Schwarzstorch auch recht selten. Wenn dann ist seine Heimat der dichte Wald, mit seinen alten Baumbeständen. Zusehen sind sie, wenn sie den Wald verlassen um in den freien Feuchtwiesen nach Futter zu suchen oder dann wenn die Jungstörche sich sammeln,um im Spätsommer gemeinsam in den Süden zu fliegen

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  15. Besser ein Schwarzstorch als ein schwarzes Schaf 😆 .
    Ich wusste gar nicht, dass es Schwarzstörche gibt. Ich sag es immer wieder: Bloggen bildet 🙂 .

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