Wo sind blos die Männer.

Gerne suche ich auf meinen Touren nach Vögeln, die nicht überall oder nur sehr selten zu finden sind. So habe ich hier schon über die Lachesee- schwalben von Neufeld, die Brandseeschwalben von Utopia und andere seltene oder vom Aussterben bedrohte Vogelarten berichtet. Bei diesem Beitrag geht es um die Kolbenente, eine Entenart die in Deutschland nicht so häufig zubeobachten ist. Ich las in einem Bericht, über das Vorkommen dieser Ente an  einem See  bei Sigmaringen .

So machte ich mich dafür auf die Reise, ins „Schwabenländle“ in den Landkreis Sigmaringen. Mein Ziel waren die Zielfingervogelteiche, in der Nähe der schönen Stadt Mengen. Die ehemaligen Kiesgruben, entsprechen genau den Ansprüchen der Kolbenente. Flaches, sauberes, nährstoffreiches Wasser, mit starken Pflanzenwachstum.

                                Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

Die Ente hat es mir nicht leicht gemacht, sie in diesem weitläufigen Areal, mit den vielen kleinen und größeren Teichen zu finden. Nach einigem Suchen fand ich sie dann doch, weibliche Enten mit ihren Küken. Aber wo waren die Männer? Auf den gesamten Wasserflächen, weit und breit nicht ein Erpel. In einem abgelegenem Teil des Areal, fand ich sie dann doch, die Rotschnäbel.  Die Herren der Schöpfung, verlassen ihre Frau und Kind nach dem Schlupf und überlassen die Aufzucht ihnen allein. Sie selbst treffen sich mit vielen anderen Vätern ,auf anderen Gewässer in der Nähe.


 

Ein Tipp für die Womo-Fahrer unter euch: Ein Teil der Teichanlagen ist  als Badesee ausgebaut woder, hier liegt ein sehr schöner Stellplatz.

GPS N 48°01`50“ E 09° 17 `20“

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34 Kommentare zu „Wo sind blos die Männer.“

  1. Ein noch nicht ,ich hatte dort ganz in der Nähe, am Salemer Moor meine größte Silberreiher- Sichtung . Es waren 83 Vögel habe ich in Deutschland nie wieder gesehen . Darüber werde ich mal posten.

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  2. Es gibt immer mal wieder unverpaarte Einzelsichtungen , ohne das Bruterfolge gemeldet werden . Man freut sich wenn man sie mal sichten konnte. Danke für deine Info .

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  3. Waren des dort Einzelvögel Brigitte oder eine Ansiedlung . Das heißt auch brütend. Ich kenne das Brutgebiet etwas weiter östlich in der Müritz. Wäre schön für mich zu wissen .LG Werner

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  4. Anlass dieser Fahrt war ein Bericht den die NABU Mengen verfasst hatte .Ich hatte schon zuvor von Kolbenenten am Stanbergersee und Bodensee gehört, auch schon mal versucht zu finden, leider erfolglos.Beide Gewässer sind zu unübersichtlich und zu groß um diese Ente zu finden. Da war der Zielfingersee schon überschaubarer, obwohl es dort auch nicht einfach war.Gruß Werner

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  5. Hallo Werner, die Fahrt hat sich eindeutig gelohnt, die Bilder sind schön anzuschauen. Ich habe diese Ente noch nie gesehen und mich über die Bilder sehr gefreut. Wir sind auch schon weit gefahren, um bestimmte Tiere zu fotografieren, daher kann ich dich gut verstehen. Es war sicher auch eine tolle Zeit, als du sie endlich gefunden hattest. Auch der Beitrag weiß zu gefallen.
    LG Marion

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  6. Sehr interessant! Ich werde jetzt noch mehr nach den Kolbenenten suchen. Ich habe zwei Männchen fotografiert. Aber ob da auch Weibchen waren, keine Ahnung. Die sind ja nicht sehr auffällig.

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  7. Es gibt immer mal wieder Sichtungen der Kolbenenten , aber kaum Brutgebiete . Die bekannten Brutstätten, liegen in Deutschland bist auf eine Ausnahme, in Süddeutschland .Eine kleine Ansiedlung mit Bruterfolgen, gibt es noch im Müritz- Nationalpark .Am Zielfingersee brüten diese Enten schon seit einigen Jahren . Danke für den Kommentar.

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  8. In den Rieselfeldern von Münster waren letztes Jahr einige Kolbenenten zu sehen. Zur Balzzeit haben die Männchen einen leuchtend orangenen Kopf. Dann sind sie noch auffälliger. Dieses Jahr habe ich noch keine Kolbenenten gesehen. So nah kommt man aber selten an sie heran. Sehr schöne Fotos!

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  9. Danke für deinen Kommentar liebe Ruth.Das die Herren sehr gut aussehen, steht außer Frage.Ob das aber der Grund für die Flucht ist, kann ich nicht wirklich beantworten .Es könnte aber auch sein, das ihnen das Schnattern von Frau und Kind zu viel wurde. Bei meinem Besuch, war Familie Kolbenente ganz schön laut, was auch ein Grund dafür war, das ich sie dann nach vielem Suchen doch gefunden habe. Liebe Grüße und ein schönes WE .Werner

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  10. Hallo Werner,
    danke dir wiederum für diesen schönen Beitrag. Diese Enten sehen ganz besonders hübsch aus – das scheinen die Herren zu wissen, und machen sich deshalb schnell aus dem Staub -, die Gössel sehen ja allerliebst aus.
    Sehr schöne Fotos zeigst du hier.
    LG Ruth

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  11. Gerne habe ich diese Fotos gezeigt .Das glaube ich gern, das du sie dort noch nicht gesehen hast .Einzig mir bekannte Brutgebiete liegen im Süden Deutschlands.Bis auf eine kleine Ausnahme, es soll eine kleine Ansiedlung im „Müritzer-Nationalpark“ geben.

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  12. Danke liebe Ellen. Ich hatte diese Entenart zuvor auch noch nie gesehen, da sie wie ich es auch in meinem Bericht geschrieben habe nur an wenigen Gewässern in Deutschland gibt. Man hat zwar hier und dort mal Sichtungen von Einzelvögeln aber Brutgebiete gibt es nur an wenigen Gewässern .

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  13. Guten Morgen 😊
    Sehen richtig schick aus mit ihren roten Schnäbeln. Hab ich noch nie gesehen.
    Interessanter aufklärender Bericht mit klasse Fotos.
    LG
    Elllen

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