Die Lachseeschwalbe

Sie  zählt in  Mitteleuropa zu den seltensten Vogelarten . Auf der „Roten Liste“ wird sie als vom Aussterben bedrohte Art geführt. Fast der gesamte Bestand von 37 Brutpaaren ist  im Neufeldkoog im Kreis Dithmarschen zu finden. Ein weiteres Paar gibt es  am Jadebusen und eins im dänischen Esberg. Das ist der einsame Rest, von einst riesigen Kolonien. Hier wird sie in der Brutzeit, von einer Gruppe Wissenschaftler rund um die Uhr betreut. Das gesamte Brutgebiet ist abgesperrt, jedes Betreten der Region ist verboten. Gerne geben  die Betreuer an ihrem Beobachtungspunkt Auskunft über diese Vögel. Für interessierte Besucher gibt es Informationsmaterial, und  die Möglichkeit ein Blick durch bereitstehende Spektive zu werfen. Es gilt das Bestreben, diese Art durch gezielte Maßnahmen zu erhalten.

In den letzten Jahren ist es gelungen, kleine Bruterfolge zu verzeichnen. Die Jungen wurden mit auffällig makierten Ringen versehen,um eine Rückkehr aus ihren  südlichen Winterquatieren zu beobachten. Wenn es auch Verluste gegeben hat, ist doch ein kleiner Erfolg zu verzeichnen.  Ständige Elbvertiefungen, haben diesem Vogel den Lebensraum genommen. Dort wo die Elbe ins Wattenmeer fließt, gab es große Ansiedlungen. Hier konnten sie genügend Futter finden, um ihre Nestlinge aufzuziehen. Leider gehören diese großen Kolonien von Lachseeschwalben der Vergangenheit an. Ob es gelingt den Bestand zu erhalten oder auszubauen, ist fraglich, denn die nächste Elbvertiefung ist schon in Sicht. Damit weitere Überflutungen der Auen, die ihre Gelege zerstören.

Gute Beobachtungsmöglichkeiten hat man im Hafen von Neufeld, wo sie bei Ebbe auf Futtersuche gehen.

Stellplatz Hafen Neufeld :

GPS N 53°54’22“ – E 09°01’09“

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20 Kommentare zu „Die Lachseeschwalbe“

  1. Ich glaube Marion da bist du nicht so ganz allein, was das Unwissen um dieses Vogels angeht.Ist er doch, wie ich es auch in meinem Post geschrieben habe. in Deutschland nur noch an dieser einen Stelle zu beobachten.Auch dir ein gutes neues Jahr.
    LG Werner.

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  2. Eine tolle Information Werner, ich kannte die Lachseeschwalbe bislang nicht. Ich hoffe sehr, dass auch in diesem Jahr weitere Erfolge zu verzeichnen sind. Herzliche Grüße und ein gutes Neues Jahr für dich.
    Marion

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  3. Mein Wunsch für das neue Jahr wäre ein Umdenken, ein Besinnen auf die Werte, die uns am wichtigesten sein sollten.Leben und Leben lassen und den nötigen Freiraum dazu geben den es braucht.Ich weiß das es ein Wunschdenken ist, aber was wäre die Welt ohne Wünsche und Träume .Ich wünsche dir ein gute Jahr 2018 .
    Gruß Werner.

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  4. Schöne Flugaufnahmen sind das. Da kann man nur hoffen, dass sich der Bestand wieder erholt. Artenschutz und Naturschutz darf einfach nicht von der Politik abhängig gemacht werden. Denen müsste man sämtliche Rechte auf Entscheidungen entziehen. Politik verkörpert für mich nur Macht und Geld bzw. Macht durch Geld. Die ganzen „Anzüge“ regieren doch nur mit Dollarzeichen in den Augen !
    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr mit vielen „neuen“ tierisch guten Motiven und lichtvollen Momenten. Gruß Monika

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  5. Es hat grad im Jahr 2017 eine derartig rasante Entwicklung auf der „Roten Liste “ gegeben, die uns alle sehr nachdenklich machen müßte.Es sind Vögel die gestern noch zu unserem täglichen Leben gehörten,die heute leider nicht mehr zu beobachten sind. Auch die politischen Entscheidungen der letzten Wochen, haben nicht dazu beigetragen diese Trent zu stoppen. Hier stehen finanzielle Interessen im Vordergrund, wie es auch bei der Elbe der Fall ist. Hier steht Profit vor Artenschutz.
    Ich möchte dir ein gutes Jahr 2018 wünschen.
    LG Werner.

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  6. Liebe Brigitte du sagst es ,es sind immer mehr Tiere die von unserem Planeten verschwinden. Eine Entwicklung die mich traurig macht. Ein Wunsch der zum Jahreswechsel sehr häufig ausgesprochen wird, ist Frieden und Gesundheit.Ich möchte es erweiter, und uns allen, sowohl Mensch als auch Tier eine intakte Welt wünschen, in der wir leben und überleben können. In diesem Sinne ein gute Jahr 2018 .
    Liebe Grüße
    Werner.

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  7. Wunderschöne Aufnahmen, Werner! Ein schöner Vogel, eleganter Flug …
    Es ist so schade. Nicht nur um diese Vogelart, um alle, die auf der Roten Liste landen – und auch die, die ohne bereits auf der Liste zu stehen eindeutig gefähdet sind und große Rückgänge verzeichnen.
    Als ich kürzlich las, dass es jetzt doch wieder recht zügig auf das Okay zur Elbvertiefung hingehen soll, haben mich die zu erwartenden Folgen für Fauna und Flora wieder erschüttert. Was hat denn da noch auf Dauer eine Chance – selbst mit punktueller Unterstützung – wenn großflächig die Lebensräume verschwinden. Natürlich sollen die Vogelfreunde, die unterstützen, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen! Sonst wäre die Situation ja noch viel eher zappenduster. Aber es ist der Tropfen auf dem heißen Stein, während im großen Rahmen vernichtet wird.
    Traurig …

    LG Michèle

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  8. Da geht es dir wie mir.Ein Blick auf die „Rote Liste“ macht mich traurig. Mit welcher rasanten Entwicklung grad das Jahr 2017 hier aufgelistet ist, sollte uns alle nachdenklich machen. Auch die politischen Entscheidungen der letzten Wochen, haben nicht dazu beigetragen, das hier eine Besserung in Aussicht ist.
    Ich wünsche dir ein gutes Jahr 2018.
    LG Werner

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  9. Wie schön, dass ich jetzt hier bei dir diese nur noch seltene Vogelart sehe.
    Ganz wunderbare Aufnahmen sind dir gelungen!
    So viele Vogelfreunden bemühen sich um den Erhalt der Arten, aber ganze Heerscharen von Ignoranten lassen sie aussterben. Traurig ist das.
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr und viele großartige Tier Sichtungen auch in 2018.
    Liebe Grüße
    Brigiite

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  10. Hallo Werner,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die Info.
    Wenn ich jedoch deine Geo-Daten bei Google-Maps oder Google-Earth eingebe, bekomme ich stets die Frage, ob ich Haus E
    Im Defdahl 10
    44141 Dortmund
    meine. Das ist mir schon des Öfteren so passiert. Hast du eine Erklärung dafür?
    LG und einen tollen Jahresanfang wünsche ich dir und deinen Lieben
    Ruth

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